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ESSAY (11)
Rezension von:
Prof. Glenn D. Paige (2002):
"Globale Nonkilling-Politikwissenschaft"

Anis Hamadeh, 14.11.02

Siehe auch den Artikel: "Perspektiven für Nonkilling als gesellschaftliche Norm. Neuer Zweig der Politikwissenschaft jenseits der 'letalen philosophischen Tradition'" von Anis Hamadeh, 19.09.03
Rezension von: Professor Glenn D. Paige (2002): "Nonkilling Global Political Science", (in englischer Sprache), 239 S. in 6 Kapiteln, mit einem Vorwort von James A. Robinson, 1-888-7-Xlibris, Online-Edition

Wenn Sie eine Gesellschaft wollen, in der nicht getötet wird, dann lesen Sie dieses Buch! Hier zeigt uns ein erfahrener Philosoph und Forscher von Gesellschaften einen neuen Zweig der politischen Wissenschaft: Nonkilling (Zwecklos, es zu übersetzen). Die Hauptthese dieses Pionier-Werkes ist, dass eine Nonkilling-Gesellschaft möglich ist, und dass Veränderungen in der akademischen Disziplin der politischen Wissenschaft und in ihrer gesellschaftlichen Rolle hilfreich dazu beitragen können. Professor Paige hat sehr gute Argumente. Das beste ist, dass wir alle, unabhängig von unserer Disposition, kein Töten in unseren Gesellschaften wollen. Hier ist eine Zusammenfassung des Buches in acht Absätzen:

Entsprechend dem Motto des Buches "Eine Wissenschaft, die zögert, ihre Gründer zu vergessen, ist verloren", beginnt Glenn Paige das Buch - nachdem er erklärt hat, was eine Nonkilling-Gesellschaft ist - mit dem konsequenten Hinterfragen von Platon, Aristoteles, Machiavelli, Hobbes, Locke, Marx und Engels, Rousseau, und Weber hinsichtlich ihrer Rechtfertigung von Gewalt in den politischen Wissenschaften. Glenn Paige nennt es die "letale philosophische Tradition" (S.6) und macht plausibel, dass die Politologie von Leuten dominiert worden ist, die an Gewalt glauben und die starre Bilder einer angeblichen Unbesiegbarkeit von Gewalt und Töten fördern. Aber, so des Autoren entwaffnende Frage, "Wenn Politologen, Gelehrte, die ihr Leben dem Studium der politischen Macht und deren facettenreichen Ausdrucksformen gewidmet haben, vom Familienleben angefangen bis zum Weltkrieg, sich nicht ernsthaft der Letalitäts-Annahme stellen, warum sollten wir dann von politischen Führern und Bürgern erwarten, dass sie es tun?" (S.147)

Kapitel 1 ist nach der grundlegenden Frage benannt: "Ist eine Nonkilling-Gesellschaft möglich?" (S.1-23) und erläutert die visionäre Idee des Nonkilling: "Die Nonkilling-Gesellschaft ist eine menschliche Gemeinschaft, von klein bis groß, von lokal bis global, die durch das Nicht-Töten von Menschen charakterisiert ist und durch die Abwesenheit von Todesdrohungen, von Waffen, die Menschen töten sollen und von Rechtfertigungen, sie zu benutzen, sowie durch die Abwesenheit von Möglichkeiten für die Gesellschaft, sich von Androhungen oder dem Benutzen von tödlicher Gewalt abhängig zu machen, um damit einen Zustand zu bewahren oder zu verändern." (S.1) Diese grundlegende Frage wurde der Szene der Politologen in aller Welt gestellt, und die Reaktionen waren erstaunlich: Es schien, als würde sich diese Frage in den akademischen Kreisen gar nicht erst stellen. In Umfragen antworteten viele mit Nein, gemäß der pessimistischen Tradition, andere jedoch hielten Ja für die richtige Antwort. Der Autor weiß: "In einem solchen Zusammenhang von frühem Glauben, philosophischem Erbe, patriotischer Sozialisation, Medien-Bekräftigung, kultureller Konditionierung und globalem Blutvergießen ist es nicht verwunderlich, dass die meisten amerikanischen Politikwissenschaftler und deren Studenten die Möglichkeit einer Nonkilling-Gesellschaft lautstark ablehnen." (S. 17) Und doch gibt es einige ernstzunehmende Stimmen, die behaupten, dass es letztlich "completely possible" ist. Warum das so ist, wird im nächsten Kapitel ausgeführt.

"Möglichkeiten für eine Nonkilling-Gesellschaft" (S.25-70) ist ein langes Kapitel über die vorhandene Basis für die Anschauung, dass eine Nonkilling-Gesellschaft möglich ist. Warum ist es plausibel anzunehmen, dass die Menschen mit dem universellen Respekt vor dem Leben umgehen können? Glenn Paige findet viele Antworten. Zum Beispiel die einfache Tatsache, dass die meisten Menschen in der Realität nicht töten. Auf eine Art, die einer Inventarisierung ähnelt, erinnert er uns an weltweite spirituelle Wurzeln von Nonkilling anhand von religiösen und humanistischen Bewegungen durch die Geschichte (S.27 ff), und an die wissenschaftlichen Wurzeln wie A. Richard Konrad (1974), der für die Notwendigkeit eintritt, von einem Wechsel aus der philosophischen Neigung, Gewalt zu akzeptieren, zu einer solchen zu gelangen, die versucht, gewaltlose Alternativen zu schaffen und zu prüfen. (S.31) Paige findet biologische Hinweise bei Tsai, der für eine wissenschaftlich fundierte Philosophie des "Zusammenarbeits-Überleben" (S.32) eintritt, nach einem Versuch, in dem Ratten und Katzen friedlich miteinander gelebt haben, als sie zufriedengestellt waren. Er bringt auch das Gewissensargument der Schuld in die Debatte und nennt die Gehirnwissenschaft, die weitere Hinweise für ein menschliches Nonkilling-Potenzial enthält (S.36). Wir sehen die Statistiken nicht-militarisierter Staaten, von Kriegsdienstverweigerern und von der Abschaffung der Todesstrafe im Feld der Öffentlichen Politik (S. 42 ff). Darüber hinaus gibt es soziale Einrichtungen (S. 48 ff) und historische Wurzeln (S.56 ff) für Nonkilling als einer Grundlage globaler Eintracht. In den USA gibt es eine wichtige Nonkilling-Tradition (S.59 ff), und darüber hinaus gibt es Vorbilder, nicht-tötende Individuen, die sich durchzusetzen vermögen (S.65 ff). Daher schließt der Autor mit allem Recht, dass es eine Menge Hinweise auf das Funktionieren einer Nonkilling-Gesellschaft gibt, dass nur das Thema nicht im allgemeinen Bewusstsein ist. Die Verantwortlichen denken nicht genügend darüber nach!

Im dritten Kapitel, "Implikationen für die Politikwissenschaft" (S.71-98), wird ausgesagt, dass die angenommene Erreichbarkeit einer Nonkilling-Gesellschaft einen wissenschaftlichen Richtungswechsel hin zu Nonkilling-Kreativität zur Voraussetzung macht. Nonkilling - so die Argumentationslinie - hat eine Logik, genau wie die derzeit vorherrschenden pessimistischen Schulen eine Logik für die Analyse haben. In der Spur von Denkern wie Thomas Kuhn (Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, 1968), plädiert Paige für einen "Paradigmenwechsel" (S.72), weil wir mehr Wissen über die Ursachen des Tötens benötigen, über die Besonderheiten einer Nonkilling-Gesellschaft und über Nonkilling-Handlungsmuster (S.76). Der Autor spricht hier in der Tat von einer "gewaltlosen wissenschaftlichen Revolution" (S.79), gerechtfertigt durch die unwiderlegbare Verantwortung der Wissenschaft in unserer gewalttätigen Welt.

In Kapitel 4, "Problem-Lösungs-Implikationen" (S. 99 - 124) stellt der Autor viele Daten und Beispiele vor darüber, wie die Politikwissenschaft konstruktiv für Nonkilling handeln kann. Kapitel 5, "Institutionelle Implikationen" (S. 125 - 144), weitet den Wirkungsgrad der Nonkilling-Idee und spricht über die gesellschaftliche Ebene und die globale Gesellschaft. Die entsprechenden Organisationen und gemeinsamen Werte existieren bereits. Der Weg für eine gesellschaftliche Transformation ist schon vorbereitet. Das Kapitel endet mit den Worten: "Jeder Politologe and jede Person kann ein Zentrum für globale Gewaltlosigkeit sein, um die Veränderung hin zu einer nicht-tötenden Welt voranzubringen". Im letzten Kapitel 6, "Globale Nonkilling- Politikwissenschaft" (S. 145 - 163) werden die wichtigsten Gedanken zusammengefasst und in griffige Formeln gebracht wie "S4 x LCIR = Globale Nonkilling-Transformation", (S. 149, die Buchstaben stehen für Spirit (Geist), Science (Wissenschaft), Skill (Kompetenz), Song, Leadership (Führung), Citizen Competence (Mündiger Bürger), Institutions (Einrichtungen), Resources (Ressourcen)). Auf den Einwand: "Kein Friede ohne Gerechtigkeit" antwortet er : "Keine Gerechtigkeit ohne Nonkilling!" (S. 153), und Glenn Paige kann sogar einen Pionier der Nonkilling-Philosophie in der amerikanischen Politologie ausmachen: Professor John W. Burgess (S.158). Für diejenigen, die erst auf den letzten Seiten seines Buches überzeugt werden können, verweist Paige auf die Waorani-Gesellschaft in Equador als ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Umwandlung einer stark gewalttätigen Gesellschaft zu einer bedeutend weniger gewalttätigen (S. 160).

Das hier besprochene Buch hat ein Vorwort, Danksagungen, verschiedene Tabellen und Anhänge mit Statistiken und wichtigen Listen, z. B. von gewaltlosen Organisationen, die zur Nonkilling-Philosophie passen. Der einleitende Essay "Die Nonkilling-Politik-Wissenschaften" von Professor James A. Robinson hat acht Seiten. Das Buch hat Anmerkungen, eine Bibliografie und ein Namens- sowie ein Sachregister. Es ist in einer klaren und präzisen Art geschrieben, in einem optimistischen Geist und einem scharfen Blick auf die wesentlichen Fragen. Es fasst viele verschiedene Diskurse aus unterschiedlichen Gebieten zusammen, ist voller lebhafter Beispiele und sprachlich so gehalten, dass jeder es verstehen kann, ohne dass dies dem akademischen Anspruch in irgendeiner Weise schaden könnte. Obwohl es offen für eine Revolution ein Liedchen pfeift, handelt es sich hierbei um ein solch charmantes Meisterwerk, dass zu erwarten ist, dass selbst die pessimistischsten letalen Politologen zumindest einen schüchternen Blick darauf werfen wollen. Kein Zweifel, dieses Buch hat alles, was es braucht, um ein Standardwerk zu werden.

Als engagierter Künstler (wenn auch mit dem akademischen Hintergrund eines Islamwissenschaftlers und Linguisten) kann ich Professor Paiges Buch nur vollständig willkommen heißen und aussagen, dass ich mich zu den gleichen Fragen und den gleichen Schlussfolgerungen in meinem Feld entwickelt habe. Ich teile Glenn Paiges Optimismus leidenschaftlich. Für mich waren es immer die engagierten Forscher wie Professor Johan Galtung oder Friedens-Linguist Professor George Lakoff aus Berkeley oder Professor Küng, die als Vorbilder gedient haben, Akademiker, die klar machen, dass ihre eigenen Wissenschaften politisch sind, die aktiv nach Harmonie streben, Alternativen vorstellen und praktische Lösungen. Glenn Paiges quasi-Warenzeichen "Nonkilling" ist ein weiteres Beispiel für diese frische Philosophie, in der der griechische Begriff "Sophia", Weisheitswissen, in seiner ursprünglichen, verantwortlichen Bedeutung reflektiert ist, mit Handlung verbunden.

"Globale Nonkilling-Politikwissenschaft" von Glenn D. Paige ist eine Vision in ihrer besten wissenschaftlichen Form. Vielleicht ist das Online-Buch "Omega 5", von dem derzeit drei Kapitel vorliegen - eine literarische Parallele zu dieser Vision. Mit einer Darstellung der Geschichte von Omega 5 soll diese Rezension vervollständigt werden.

Omega 5 ist die Science-Fiction-Geschichte von Jonas, dessen Geist von einem fremden Planeten durch ein Sternentor reist. Über Email und mit der Hilfe eines Mediums kommuniziert er mit Anton in Berlin und berichtet ihm von einem Planeten, auf dem Riesen leben und sprechende Lemuren. Später im Buch findet Anton das Sternentor und reist nach Omega 5. Neben unterhaltsamen und märchenartigen Episoden lernt Anton die Sozialstruktur auf Omega 5 kennen, und auf diesem Aspekt liegt hier der Fokus, da er mit dem Nonkilling-Problem zu tun hat.

Die Zivilisation von Omega 5 ist viel älter als die auf der Erde, und die Leute dort leben viel länger. 200 Jahre, die Meditatoren werden sogar so alt wie die ältesten Bäume. Daher sind die Gesellschaften dort mental weiter entwickelt (jedoch nicht technisch): Was wir Materialismus nennen, ist für sie eine Phase im Leben zwischen 20 und 40, an die auf Omega 5 die Assoziationen geknüpft sind, die auf der Erde für die Pubertät gelten: der infantile Touch und die peinliche Retrospektive. Ähnlich verhält es sich mit dem Thema Gewalt als politisches Mittel auf Omega 5. Grund dafür ist nicht nur die lange Lebenserfahrung, sondern in erster Linie das Vorhandensein von Riesen, die sich um den Frieden auf dem Planeten kümmern.

Wie Jonas erzählt, beginnt die Geschichte von Omega 5 mit Mythen. Das älteste Buch dort heißt Koda Ka Miraat, "Buch des Friedens". Die Koda ist etwa 8000 Jahre alt und ebenfalls das erste Zeugnis der Sprache Berit. Taoh schrieb es nach dem "At", dem Krieg zwischen Omeganern und Riesen. Die Riesen leben auf einem Hochplateau, das Iram heißt. Quellen berichten vom Kulturschock, der stattgefunden hatte, als Omeganer und Gara (Riesen) zum ersten Mal aufeinander trafen: die Omeganer aus Targos bekamen Angst und waren negativ fasziniert von der anderen Gesellschaft. Sie begannen, die Riesen für schlechte Ernten verantwortlich zu machen, für das Wetter und Krankheiten, und sie bauten einen riesigen Turm in der Nähe der Grenze. Aus dem ersten Kapitel: "Die Gara kamen in den Jahren bis zum Krieg nur selten von ihrem Berg herunter. Sie waren durchaus neugierig, vor allem, als die Targen den berühmten Turm bauten, der an seiner ursprünglichen Stelle bei Raat wieder aufgebaut worden ist. Er ist um einen Kopf größer als die Riesen, und man geht heute davon aus, dass die Idee zum Bau des Turms einer Art Minderwertigkeitsgefühl und einem unkontrollierten Bedürfnis nach Aufmerksamkeit entsprungen war."

Als die Riesen (deren Finger jeweils so groß waren wie ein Omeganer), herabstiegen, um sich das Bauwerk etwas genauer anzusehen, zertraten sie unbeabsichtigt und ohne es zu merken einige Omeganer, was diese wiederum als die letzte notwendige Aggression werteten, um grauenvolle letale Angriffe auf die Riesen durchzuführen. Da erkannten die friedfertigen Riesen die Gefahr, die die kleinen Kreaturen darstellten, und im Schmerz über einen getöteten Gruppen-Angehörigen zogen die Gara - so sagt es die Legende, die in der Koda festgehalten ist - am nächsten Morgen in alle Himmelsrichtungen aus, um die "Makara", das sind die Omeganer, zu töten.

200 Jahre dauerte der Krieg zwischen Gara und Makara, und er wurde beendet von dem Meditator Taoh, der sich nach Iram schlich und die Sprache und Mentalität der weisen naiven Riesen lernte. Er verband die beiden Sprachen und schuf daraus Berit. Mit der Koda errichtete er eine Grundlage für eine gemeinsame Sprache und eine (Nonkilling-) Tradition. Auch führte er neue philosophische Begriffe in die Sprache Berit ein, wie "Miraat", was in etwa bedeutet: "Frieden durch Kooperation", und "Oraat", "Frieden durch Öffentlichkeit" und "Miana", "Co-Bewusstsein". Als die Koda in alle Länder gebracht und die Hauptstadt Raat vor 7730 Jahren gegründet worden war, wurde auch das politische Dom-System eingeführt, gemäß dem Satz aus der Koda: "Lebt zusammen in kleinen Gemeinden (Domra), wo einer des anderen Gesicht kennt. Ein Dom sei wie der andere, und alle sind verschieden." Als Erklärung muss hinzugefügt werden, dass hier ein Wortspiel vorliegt, da "domra" auch "verschieden, individuell" bedeutet.

Es gibt kein Militär auf Omega 5. Die Geschichte des Planeten weist auf ein Ereignis aus einem frühen Jahrhundert, als der böse Meditator Gandor und seine konspirativen, gewalttätigen, rassistischen Traditionalisten an die Macht gelangen wollten. Im Folgenden eine - insbesondere für die englische Übersetzung ausgewählte - längere Passage aus dem Online-Buch, um deutlich zu machen, dass Künstler dasselbe fühlen können wie das, was Politologen analysieren. Und natürlich haben wir auf der Erde auch Riesen: Gandhi war einer. Martin Luther King. Abdul Ghaffar Khan. Tolstoy. Der Dalai Lama. Einstein. Mutter Theresa. Jesus, Muhammad. Petra Kelly. John Lennon. Muhammad Ali Clay. Johan Galtung. Der Respekt gegenüber dem Leben kann am Besten durch persönliche Repräsentation vermittelt werden. Selbst Worte und Ideen sind nicht so leicht im Kollektivbewusstsein zu halten wie Persönlichkeiten, die für eine große Idee stehen wie Nonkilling. Hier nun mehr literarische Evidenz, erzählt von Jonas von Omega 5:

"Die Überwindung von At kann man auf das Jahr 2 datieren, als der Bund zwischen Gara und Makara in Raat geschlossen wurde. Für viele gilt aber erst das Jahr 853 als Stichdatum, als die Herrschaft von Gandor gebrochen wurde, einem machthungrigen Meditator, der auf dem ganzen Planeten seine Schule propagiert hatte, die von der Überlegenheit der Makara ausging und vom archaischen Konflikt mit den Gara sprach, der unvermeidlich wieder aufbrechen würde, wofür man gerüstet sein müsse. Diese Bewegung lehnte Oraat ab und arbeitete im Öffentlichem wie im Geheimen. Seit Anfang des neunten Jahrhunderts begannen seine Leute, verschiedene Domra zum Aufruhr zu bringen. Korruption spielte dabei eine große Rolle. Man versuchte, die Riesen zu provozieren, um ihnen später Gewalt anlasten zu können. Gandors Schergen sprachen von einer Verschwörung und davon, dass Raat in Wirklichkeit von den Riesen kontrolliert würde. Sie traten ein für die "Unabhängigkeit" der Omeganer von den Riesen, und sie schrieben in einer Sprache, die sie aus dem Alt-Targischen entwickelt hatten.

853 brach der Konflikt auf allen drei Kontinenten, besonders in Targos, aus. Bereits in den Jahren und Jahrzehnten zuvor hatte es vereinzelte Erhebungen gegeben. Eins ums andere Dom bekam nun zu spüren, was sich im Geheimen über eine lange Zeit angesammelt hatte. Anfang des Jahres gab es zudem einen Korruptionsskandal in Raat, den die Gandorianer geschickt politisch zu nutzen wussten. Raat geriet in Misskredit, und Länderfürsten betraten die weltpolitische Szene, die nur auf ihre Stunde gewartet hatten. Alles ging sehr plötzlich. Die Riesen mischten sich zunächst nicht ein, weil das den Vorwurf der Kontrolle nur bekräftigt hätte. Auch als das Parlament in Raat offiziell um die Hilfe der Riesen bei der Niederschlagung der Aufstände gebeten hatte, blieben diese zunächst stumm und zogen sich zur Beratung zurück.

Gegen Mitte des Jahres dann ließen die Riesen ein Schreiben in jedem Dom verbreiten, in dem die Gandorianer völlig überraschend aufgefordert wurden, die Delegierten in Raat abzulösen, welche in ihre Domra zurückkehren sollten. Wenn die gandorianische Lehre mehr ausrichten könne als die Koda, dann würde man es schnell sehen können. Die Gandorianer reagierten zuerst verwirrt. Es sei ein Trick, ließ Gandor verbreiten, doch sein Fußvolk drängte den Meditator, die Macht anzunehmen und in Raat einzuziehen. Genau drei Monate dauerte die Regentschaft der Gandorianer, denn ihre Grundthese, dass es einen unüberbrückbaren Konflikt zwischen Gara und Makara gebe, war von den Riesen ausgehebelt worden. Diese zogen sich nach Iram zurück und verließen den Berg nicht mehr. Viele Bauprojekte blieben liegen. Gandor gelang es nicht, die neue alte Sprache zu etablieren, und seine Leute in Raat hatten nicht die nötige Disziplin, um die Verwaltung zu führen. Waldbrände zerstörten drei Domra, und es waren keine Riesen da, die sie mit Hilfe einer simplen Gießkanne innerhalb von wenigen Sekunden löschten. Stattdessen wurden Streitigkeiten und Machtkämpfe in Raat ausgetragen, von dem Tag an, als die Gandorianer dort eingezogen waren.

Der Machtwechsel in Raat hatte zudem den Effekt, dass sich die Führung der Gandorianer, die zuvor von den Domra und den Provinzen aus gewirkt hatte, in der Stadt sammelte und sich also zu einem erheblichen Teil isolierte und fassbar wurde. Gegenbewegungen in den einzelnen Domra wurden dadurch begünstigt. Schon am Ende des Jahres hatte Gandor ein nicht zu übersehendes Chaos geschaffen, und die Riesen ließen in jedem Dom eine Befragung durchführen, die zum Ziel hatte, herauszufinden, ob die Omeganer wünschten, dass a) die Gandorianer so weitermachten (diese Antwort erhielt 7 % der Stimmen), b) der Zustand von vor 853 wiederhergestellt würde (13 %) oder c) der Zustand von vor 853 wiederhergestellt würde, wobei die Gandorianer für die Dauer von 20 Jahren ins Exil nach Iram geschickt werden sollten (80 %). Als Gandor und seine Leute sich weigerten, Raat zu räumen, belagerten die Riesen die Stadt, wofür etwa zwölf Riesen notwendig waren. Sie ließen alle Händler und sonstige Suamra aus Raat abziehen und stellten ein Ultimatum. Gandor hatte kaum noch Unterstützung in den Provinzen und musste sich ergeben. Doch auch er war nach den 20 Jahren wieder frei. Eine geringe Strafe, wenn man bedenkt, dass ein Jahr bei uns nur 268 Tage hat und die Lebenserwartung so hoch ist.

Auch später noch in unserer langen Geschichte hat es ähnliche Versuche gegeben, Machtmonopole zu schaffen, und dies ist eine Gefahr, die unsere Politiker und die Bevölkerung sich bis heute ständig vor Augen halten müssen. Zu unserem Kulturerbe gehört eine stets aktuelle politische Schrift mit dem Titel: "Von der Misslichkeit, Monopole nur durch ein Monopol verhindern zu können". Die facettenreiche Geschichte von Gandor und seinem Scheitern, die ich hier skizziert habe, wird in unserer Öffentlichkeit immer wieder herangezogen, wenn es um die Frage nach der politischen Herrschaft geht." (Erstes Kapitel "Gandor", hier auch eine Karte von Omega 5

Anis Hamadeh, Kiel, www.anis-online.de, 14.11.02

Diese Rezension steht im Internet auf Deutsch und Englisch:
http://www.anis-online.de/1/essays/11.htm

(Umfang: 3.200 Wörter / 23.300 Zeichen)

Review of:
Professor Glenn D. Paige (2002):
"Nonkilling Global Political Science"

Anis Hamadeh, November 14, 2002

Also see the article: "Perspectives for Nonkilling as a Social Norm. New branch of Political Science beyond the 'lethal philosophical tradition'" by Anis Hamadeh, 09/19/03
Review of: Prof. Glenn D. Paige (2002): "Nonkilling Global Political Science", 239 pp in 6 chapters, with an introduction by James A. Robinson, 1-888-7-Xlibris, online edition

If you want a nonkilling society, then read this book! Here an experienced philosopher and researcher of societies shows us a new branch of political science: nonkilling. The main thesis of this pioneer book is that a nonkilling global society is possible, and that changes in the academic discipline of political science and its social role can help to bring it about. Professor Paige has very good arguments. The best one is that we all, independently of our dispositions, don't want killing in our societies. Here is a summary of the book in eight paragraphs:

In accord with the motto of the book "A science which hesitates to forget its founders is lost" (Alfred North Whitehead), Glenn Paige, after explaining what a nonkilling society is, starts the book with the consequencial questioning of Plato, Aristotle, Machiavelli, Hobbes, Locke, Marx and Engels, Rousseau, and Weber in respect to their justification of violence in the political sciences. Glenn Paige calls it the "lethal philosophical tradition" (p.6) and makes plausible that political science has been predominated by people who believe in violence and who promote fixed images of an alleged invincibility of violence and killing. But, so the author's disarming question, "If political scientists, scholars who dedicade their lives to the study of political power in its multi-faceted manifestations from family life to world war, do not challenge seriously the assumption of lethality, then why should we expect political leaders and citizens of the world to do so?" (p.147)

Chapter 1 is named after the basic question: "Is a Nonkilling Society Possible?" (pp.1-23) and explains the visionary idea of nonkilling: "The nonkilling society is a human community, smallest to largest, local to global, characterized by no killing of humans, and no threats to kill; no weapons designed to kill humans and no justifications for using them; and no conditions of society dependent upon threat or use of killing force for maintenance or change." (p.1) This basic question was posed to the scene of political scientists all over the world and the reactions were amazing: it seemed as if this question generally never really occurred to the academic circles. In polls, many answered no, according to the pessimistic tradition, yet others felt that yes is the answer. The author knows: "In such a context of primal beliefs, philosophical heritage, patriotic socialization, media reinforcement, cultural conditioning, and global bloodshed - it is not surprising that most American political scientists and their students emphatically reject the possibility of a nonkilling society." (p. 17) And yet there are some serious voices who claim that ultimately - it's completely possible. Why this is so is elaborated in the next chapter.

"Capabilities for a Nonkilling Society" (pp.25-70) is a long chapter on the possible grounds for thinking that a nonkilling society is possible. Why is it plausible to think that humans are capable of universal respect for life? Glenn Paige finds many answers. For example the simple fact that most humans do not kill. In an inventory associated way he reminds us of the worldwide spiritual roots of nonkilling in religions and humanistic movements through history (p.27 ff), and the scientific roots like A. Richard Konrad (1974) who argues the need to shift from a philosophical predisposition to accept violence to one that seeks to create and test nonviolent alternatives. (p.31) Paige finds biological evidence in Tsai who calls for a science-based philosophy of "survival of cooperation" (p.32) after a test where rats and cats lived peacefully together when satisfied; he brings in the conscience argument of guilt and mentions brain science to bear further evidence for a nonkilling human potential (p.36). We get the statistics of unarmed countries, of war refusers, abolition of death penalty in the field of public policies (p. 42 ff), and there are social institutions (p. 48 ff) and historical roots (p.56 ff) for nonkilling as a foundation of global harmony. In the USA there is an important nonkilling tradition (p.59 ff), and moreover, there is the evidence of role-models, nonkilling individuals who carry their points (p.65 ff). So with all right the author concludes that there is a lot of evidence for the functioning of a nonkilling society, only that the subject is not in the general awareness. The responsible people don't think about it enough!

In chapter 3, "Implications for Political Science" (pp.71-98), it is stated that the assumed attainability of a nonkilling society implies a disciplinary shift to nonkilling creativity. Nonkilling - this is the line of argumentation - has a logic to it, just as the currently prevailing pessimistic trends have a logic for analysis. In the wake of thinkers like Thomas Kuhn (The Structure of Scientific Revolution, 1968), Paige calls for a "paradigm shift" (p.72), because we need to know more about the causes of killing and the characteristics of a nonkilling society, as well as about nonkilling action principles (p.76). The author here does, in fact, speak of a "nonviolent scientific revolution" (p.79), justified by the unrefutable responsibility of science in our violent world.

In chapter 4, "Problem-Solving Implications" (pp. 99 - 124), the author presents many data and examples of how political science can constructively act for nonkilling. Chapter 5, "Institutional Implications" (pp. 125 - 144), enlargens the scope of the nonkilling idea and talks about the level of society and of global society. The respective organisations and shared values already exist. The path for a social transition already is prepared. The chapter ends with the statement: "Every political scientist and each person can be a center for global nonviolence to facilitate transition to a nonkilling world". In the final chapter 6, "Nonkilling Global Political Science" (pp. 145 - 163) the underlying ideas are summarized and put into handy formulas, like "S4 x LCIR = Nonkilling Global Transformation", (p. 149, the letters stand for Spirit, Science, Skill, Song, Leadership, Citizen Competence, Institutions, Resources"). On the argument: "No peace without justice" he replies: "No justice without nonkilling!" (p. 153), and Glenn Paige even detects a pioneer of nonkilling philosophy in American political science: Professor John W. Burgess (p.158). For those who can only be convinced on the last pages of his book, Paige refers to the society of Waorani in Equador as a striking example for the successful transition of a strongly violent society into a much less violent one (p. 160).

The book at hand has a preface, acknowledgements, several tables and appendices with statistics and essential lists of e.g. nonviolence organisations which fit the nonkilling philosophy. The introductory essay "The Policy Sciences of Nonkilling" by Professor James A. Robinson has eight pages. The book has notes, a bibliography and indices of names and of subjects. It is written in a clear and precise way, with an optimistic spirit and a sharp eye on the essential questions. It summarizes and brings together many different discourses from different areas, is full of vivid examples and written in a language that everybody can understand without appearing less academic for that. Although frankly whistling for a revolution, it is such a charming masterpiece that even the most pessimistic lethal politologists will want to have at least a shy glimpse at it. No doubt, this book has all that it takes to become a standard reference work.

As an engaged artist (though also coming from the academic fields of Islamic Studies and linguistics) I can only entirely welcome Professor Paige's book and say that I have developed into the same questions and the same conclusions in my field. I passionately share Glenn Paige's optimism. For me, it has always been engaged researchers like Professor Johan Galtung or peace linguist Professor George Lakoff from Berkeley or Professor Kueng who served as role-models, academics who make clear that their sciences themselves are political, actively seeking harmony, presenting alternatives and workable solutions, and Glenn Paige's quasi-trademark "nonkilling" is another example for this fresh philosophy, in which the Greek concept "sophia", wisdom knowledge, is reflected in its original responsible meaning, connected to action.

"Nonkilling Global Political Science" by Glenn D. Paige is a vision in its best scientific form. Maybe the online book "Omega 5", of which three chapters are written now, is a literary parallel to this vision. It is in German and not yet translated. With an account of the Omega 5 story I accomplish this review:

Omega 5 is the science fiction story of Jonas whose spirit travels from a distant planet to earth through a stargate. Via email and with the help of a medium he communicates with Anton in Berlin, telling him about a planet where giants live and speaking lemurs. Later in the book Anton finds the stargate and travels to Omega 5. Next to entertaining and fairytale episodes, Anton learns about the social structure of Omega 5, and this is the aspect I focus on here, as it relates to the nonkilling issue.

The civilization of Omega 5 is much older than on earth, and people also live much longer. 200 years, the meditators even live as long as the oldest trees. Thus the societies are mentally advanced (though not technically): what we call materialism, for them is a phase in life between 20 and 40 that has associations on Omega 5 which puberty has on earth: the infantile touch and the embarrassing retrospective. It is similar with violence as a political means on Omega 5. Reason for this is not only the life-span experience, but foremost the existance of giants who care for peace on the planet.

As Jonas recounts, the history of Omega 5 starts with myths. The oldest book they have is the Koda Ka Miraat, the "Book of Peace". The Koda is about 8000 years old and also the first evidence of the Berit language. Taoh wrote it after "At", the war between Omegans and giants. The giants live on a plateau continent called Iram. Sources mention the culture shock that happened when Omegans and Gara (giants) first met: the Omegans from Targos were scared and negatively fascinated by the other society. They started to blame the giants for bad harvests and the weather and illnesses, and they built a huge tower close to the border. From the first chapter: "The Gara, in the years before the war, scarcely climbed down their mountain. Yet they were interested in the small Omegans, especially, when the Targs built the famous tower which had been rebuilt at his original place near the later capitol Raat. The tower is higher than the giants by one head, and it is generally assumed today that the idea for the erection of that tower sprang from a kind of inferiority feeling and an uncontrolled desire for attention."

When the giants (whose fingers each are the size of an Omegan) climbed down to have a closer look at the building they unintentionally and without noticing trampled a couple of Omegans which they took as the final aggression necessary to launch hideous lethal attacs on the giants. The peaceful giants at that realized the danger that the small creatures were and in pain over a killed group member the Gara the next morning - according to the legend as preserved in the Koda - went out in all directions to kill the "Makara", i.e. the Omegans.

200 years lasted the war between Gara and Makara, and it was solved by the meditator Taoh, who sneaked to Iram and learnt the language and mentality of the wise naive giants. He combined the two languages and created Berit. With the Koda he gave the basis for a common language and a (nonkilling) tradition. He also introduced new philosophical concepts into the language Berit, like "miraat", meaning something like "peace in cooperation", and "oraat" meaning "peace through public" and "miana" meaning "co-consciousness". When the Koda was brought into all the countries and when the capitol Raat was founded 7730 years ago, the political dom system was introduced, according to the sentence of the Koda: "Live together in small social units (domra), where one knows the face of the other. One dom be like the other, and all are different." As an explanation it must be added that we are dealing with a pun here, as "domra" also means "different, individual".

There is no military on Omega 5. The history of the planet points to an incident in an early century where the evil meditator Gandor and his conspirative violent racist traditionalists wanted to seize power. Here is a longer translated passage from the online book to make clear that artists can feel the very same that political scientists analyze. And of course, we on earth also have such giants. Gandhi was one. Martin Luther King. Abdul Ghaffar Khan. Tolstoy. The Dalai Lama. Einstein. Mother Theresa. Jesus, Muhammad. Petra Kelly. John Lennon. Muhammad Ali Clay. Johan Galtung. The respect for life can best be conveyed in personal representation. Even words and ideas are not as easy to be kept in the collective consciousness as personalities who stand for a great idea like nonkilling. Here is some more literary evidence, narrated by Jonas from Omega 5:

"The mastering of At can be dated to have come about in the year 2, when the bond between Gara and Makara was manifested in Raat. But many hold only the year 853 as an orientation date, when the rule of Gandor was broken. He was a meditator, hungry for power, and he had propagated his school on the whole planet, a school that argued for the superiority of the Makara and for the archaic conflict with the Gara, which inevitably would break out again, and that the Makara had to be prepared for that. This movement denied oraat and worked in public as well as secretly. Beginning from the ninth century, his people persuaded different domra to rebellion. Corruption was a major factor in this development. They tried to provoke the giants so that later they could blame them for their violence. Gandor's myrmidons talked of a conspiracy and of Raat being secretly controlled by the giants. They promoted the "independence" of the Omegans from the giants, and they wrote in a language they had developed out of old Targic.

In 853, the conflict broke out on all three continents, especially in Targos. There had been singular riots in the years and decades before. One dom after the other now experienced what had grown behind the backs for a long time. Moreover, there had been a corruption scandal in Raat earlier in the year, and the Gandorians cleverly knew how to use the incidence for their purpose. Raat lost its credibility, and local lords suddenly entered the world political scene. They had only waited for their time to appear. Everything went very fast. The giants did not interfere at first, for this would only have supported and affirmed the reproach of control they were confronted with. Even when the parliament in Raat officially asked the giants for their help in battling the upheavels, they remained silent for a while and withdrew for consultation.

Then, about mid-year, the giants circulated a paper in every dom, in which the Gandorians to everybody's entire surprise were called to replace the delegates in Raat, who were to return to their domra. If the Gandorian law could achieve more than the Koda, then this would soon be obvious in practise. The Gandorians' first reaction was confusion. It is a trick, Gandor warned, but his people urged the meditator to accept power and to enter Raat. The regency of the Gandorians lasted for exactly three months. Because their principle, that there was an unbridgeable conflict between Gara and Makara, was neutralized by the giants who had returned to Iram and not left the mountain anymore. Many building projects had to be delayed. Gandor did not succeed in establishing the new old language, and his people in Raat did not have the necessary discipline to run a government. Bush-fires destroyed three domra and there were no giants who could have extinguished them within a couple of seconds with a simple watering-can. Instead, fights and power struggles were perfomed in Raat, from the very day that the Gandorians had entered the city.

The change of government in Raat had the further effect that the leadership of the Gandorians, who before had worked in the domra and the provinces, now was singled out in the city, more isolated to a considerable part, and more concrete. Counter-movements in the domra were thereby advantaged. As soon as at the end of the year Gandor had created an unimaginable chaos, and the giants initiated a poll with the objective of finding out whether the Omegans wished that a) the Gandorians continue this way (this choice reached 7 % of the votes), b) that the condition of before 853 shall be reinstalled (13 %) or c) that the condition of before 853 shall be reinstalled with the supplement of exiling the Gandorians and arresting them in Iram for 20 years (80 %). When Gandor and his people refused to leave Raat, the giants besieged the city. For this action, about twelve giants were necessary. They let all the traders and other Suamra (i.e. non-politicians) withdraw from Raat and set a deadline. Gandor hardly had any more support in the provinces and had to resign. But even he was free again after 20 years. A mild punishment, if you consider that a year on our planet has only 268 days and that the life expectance is so high.

Our long history knows similar attempts of creating monopolies of power, and it is a danger with which our politicians and the population have to confront themselves all the time. Belonging to our cultural heritage is a continuously topical writing with the title: "On the inconvenience that monopolies can only be prevented by a monopoly". The story of Gandor and his shipwreck, which I have sketched here without the profusion of its many facets, is very often referred to in our public, when the question of political power is raised." (Chapter One, see the
map of Omega 5)

Anis Hamadeh, Kiel / Germany, www.anis-online.de, November 14, 2002

This review is on the internet in English and German:
http://www.anis-online.de/1/essays/11.htm

(Document size: 3.300 words / 20.000 chars)

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