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Kanada: Vorschlag für ein Bundes-Friedensministerium.
Interview mit Dr. Bill Bhaneja, Universität von Ottawa

Interviewer: Anis Hamadeh, 01.11.2005

1. Sehr geehrter Dr. Bill Bhaneja, in Ihrem "Thesenpapier des Vorschlags für ein Bundesfriedensministerium" leiten Sie einen eigentümlichen Gedanken weiter, und zwar die Einführung eines kanadischen Bundesministeriums für Friedensangelegenheiten. Warum denken Sie, dass dies notwendig ist?

BB: Ich war darum gebeten worden, ein Thesenpapier für die Nonviolent Peaceforce Canada zu entwickeln, eine kanadische Nichtregierungsorganisation, für ihre Beratungen im Februar 2005 über einen kanadischen zivilen Friedensdienst. Die Organisatoren waren der Ansicht, dass wir in Kanada die Einrichtung eines zivilen Friedensdienstes erwägen sollten, mit dem Mandat, Friedensprofessionelle anzuwerben, auszubilden und in Konfliktgebieten einzusetzen. So sollen deren gewaltlose Lösungen ermöglicht werden, innenpolitisch und international. Ein Ministerium für Friedensangelegenheiten wäre der logische Ort, wo ein solcher ziviler Friedensdienst unterzubringen wäre. Das Friedensministerium bzw. die Friedensabteilung ist allerdings zunächst einmal ein viel weiterer Begriff. In Kanada gibt es derzeit zwei Gruppen, die eng miteinander zusammenarbeiten und damit beschäftigt sind, für den Vorschlag eines Bundesministeriums für Frieden zu werben. Eine ist in Victoria, die andere in Ottawa.

Der Gedanke hinter dem Vorschlag einer Friedensabteilung (Department of Peace, DoP) ist, die Philosophie des Nichttötens ("nonkilling") zu institutionalisieren und sie zum organisatorischen Prinzip zu machen, im Inland und im Ausland. Dies würde einen Fokuspunkt innerhalb der Regierung bieten, betraut mit der Aufgabe, friedliche Konfliktumwandlung herzustellen, die Einhaltung von Menschenrechten, Abrüstung und Friedensausbildung mit gewaltlosen Mitteln. Meine Definition von Nichttöten schließt solche Leute aus, die sich als Friedensförderer betrachten, während sie in Krisensituationen nicht dazu fähig sind, sich daran zu hindern, selbst zu einer gewaltsamen Lösung zu kommen.

Genaueres können Ihre Leser im DoP-Thesenpapier erfahren, unter www.peaceservice.ca (Link erloschen, Red. 2014). Dort sind die Argumente für eine solche Friedensabteilung aus politischer, organisatorischer und Finanzierungsperspektive aufgeführt.

2. In Ihrem Papier heißt es, die Friedensabteilung habe "Prävention als Ziel". Sie sei dazu da, "die Sachverhalte anzugehen und zu mildern, in denen Individuen und Gemeinschaften Unsicherheit erleben." Das klingt logisch und dennoch nicht nach einem Mainstream-Gedanken, da es nicht positivistisch ist. Die Mentalität, die eine solche Einrichtung hervorbringt, basiert nicht auf einer Essenz wie Geld, Land, Waren, Arbeit, Waffen oder auf ihrer Verwaltung. Es ist eher eine aktive als eine reaktive Mentalität, eine balancierende, harmonisierende. Ist dies nicht mit einer Revolution unseres politischen Denkens verknüpft?

BB: Nicht nur im politischen Denken, es ist verknüpft mit einer Revolution im gesellschaftlichen und in unserem individuellen Denken. Die Kultur der Gewalt, die uns umgibt, wurde nicht an einem Tag geschaffen, sondern über Jahrhunderte. Ihre Ersetzung wird Geduld erfordern und Kreativität sowie umfassende Pläne und Strategien, die durch Strukturen, Führung und spirit gestützt werden. Friedensausbildung zum Beispiel ist ein zentraler Ausgangspunkt, um eine Kultur des Friedens zu entwickeln.

Das DoP als Fokuspunkt, um eine Friedensführung innerhalb einer Regierung auszubilden, ist zum jetzigen Zeitpunkt definitiv kein Teil des Mainstreams. Daher ist es notwendig, es in vernünftiger Weise ins Gespräch zu bringen, um über seine unmittelbare Notwendigkeit und sein Potenzial zu diskutieren. Es mag so klingen, dass ein DoP eine Revolution unseres politischen Denkens erfordert, mein Thesenpapier versucht, die Logik dafür im kanadischen Kontext bereitzustellen.

3. Zu den Hauptgründen für das Ausbleiben von Frieden gehören die Existenz von Machtmonopolen, die von der Familien- bis zur Staatsebene reichen (Egoismus) und die Priorität des Strebens nach Geld (Gier). Dies hat über die Jahrhunderte zu einem Schuld-Haufen geführt. Wäre es angemessen anzumerken, dass die Einrichtung eines dauernden und allgemeinen Gleichgewichts einen Entwirrungsprozess früherer Ereignisse miteinschließt, auch wenn dieser Aspekt mit großer Vorsicht anzugehen ist?

BB: Sie haben Recht. Die Kultur der Gewalt wurde über Jahrhunderte hinweg aufgebaut, um bestimmte engstirnige gesellschaftliche Strukturen in ihrer Zeit auszubeuten, gestützt von Ideologien, die die negativen Charaktermerkmale der menschlichen Natur betonten. Jeden Tag können wir aufs Neue beobachten, dass es keine wissenschaftliche Grundlage für den Glauben gibt, dass die menschliche Natur böse sei oder dass es irgendeine Basis für rassistische, religiöse oder geschlechtsspezifische Über- oder Unterlegenheit gebe. Die Kultur des Friedens, inmitten deren Aufbau wir uns befinden, wird Zeit brauchen. Die Phase hin zum Übergang bedarf des Augenmerks auf unser gewaltloses Erbe und die dazu gehörige Tradition. Professor Glenn Paige erläutert in seinem für die UNESCO geschriebenen pionierhaften Artikel "Nichttötende Globale Gesellschaft" sehr prägnant, wie die Kultur des Friedens eingeläutet wird. Ich zitiere hier aus seinem Artikel:

"Es ist ähnlich wie in der Medizin. Wir müssen hinarbeiten auf eine vollständig nichttötende Praxis und Behandlung, selbst wenn wir keine Sofortbehandlung für jede Form des Tötens haben. Auf die gleiche Weise arbeiten Wissenschaftler und Mediziner auf die Behandlung von Krankheiten hin wie Krebs, Aids, Herzkrankheiten etc. Die Gesellschaft verurteilt die Wissenschaftler und Ärzte nicht, nur weil sie im Augenblick nicht in der Lage sind, jede Krankheit zu heilen. So verhält es sich auch mit unserer Theorie und Praxis des Nichttötens. Wir tun das Beste, das wir unter den Umständen können, um Gewalt mit den uns zur Verfügung stehenden Kenntnissen umzuwandeln, während wir nach neuem Wissen und Fähigkeiten suchen, von denen unsere nichttötende spirituelle, wissenschaftliche und angewandte Vision uns sagt, dass wir sie sicher brauchen."

Mit den neuen Erkenntnissen und der neuen Technologie ändern sich die Zeiten rapide und fokussieren auf die Einheit der Menschen und ihre Abhängigkeiten untereinander, auf Gemeinschaften, Nationen und den Planeten. Damit steht eine wunderbare Basis für das Streben nach der Errichtung einer nichttötenden Kultur des Friedens zur Verfügung.

4. Wie nah steht das Motto dieser Website (Anis Online) "Der Weg der Gewaltlosigkeit ist der Weg in die Öffentlichkeit" der Politik des Friedensministeriums? Gibt es dort den Ansatz der Friedenserhaltung durch Öffentlichkeit?

BB: Das Bewusstsein der Öffentlichkeit ist natürlich bei allen Aspekten des Friedens wichtig. Kommunikation als technologisches Medium ist neutral, aber mächtige Interessen profitieren von Gewalt und sie verdrängen diejenigen, die den Frieden thematisieren wollen, sei es spirituell oder säkular. Mit diesem Forum leisten Sie einen großartigen öffentlichen Dienst, um einen solchen so notwendigen Raum zu schaffen. Am Ende wird es die Stichhaltigkeit der Argumente sein, die auf faktische Beweise und Daten in Kombination mit dem universellen menschlichen Geist dazu beitragen wird, den globalen Bürger davon zu überzeugen, Gewaltlosigkeit der Gewalt vorzuziehen. Das Internet ist der Startpunkt des 21sten Jahrhunderts, um solch wichtige Themen wie die Abschaffung von nuklearen Waffen oder die Abschaffung von Krieg zu diskutieren.

5. Treffen Sie auf Schwierigkeiten bei der Vermittlung der greifbaren Vorteile eines systematischen Friedensaufbaus? Ich meine die positiven Wirkungen auf viele Aspekte des sozialen und individuellen Lebens, die auch den Kriterien einer kapitalistischen Demokratie entsprechen, wie die Stabilität der Märkte, Nichtvorhandensein von Krieg, angstfreie Kommunikation, Verringerung finanzieller Verluste wegen Konflikten.

BB: Der Aufbau von Frieden ist nicht so sehr unterschiedlich von anderen Themen. Man muss seine Notwendigkeit erklären und rechtfertigen und durch einen Dialogprozess ein Netzwerk von Gleichgesinnten entwickeln. Die zugehörigen sachlichen Beweismittel müssen präsentiert werden, um für ein Bewusstsein über das betreffende Thema und seine Implikationen zu werben, bis eine politische Lösung gefunden ist.

Unsere demokratischen Prozesse, sowohl von oben nach unten als auch von unten nach oben, sollten genügend Reichweite haben, um Bürgern all dies anzutragen auf dem Weg zum systematischen Aufbau von Frieden.

6. Gibt es andere Länder, in denen vergleichbare Initiativen eingeführt wurden, Präzedenzfälle oder Vorläufer? In Ihrem Papier nennen Sie auch Großbritannien und Deutschland.

BB: Tatsächlich war es in den USA, dass der demokratische Senator Kucinich und seine Gruppe in den Neunzigerjahren zum ersten Mal den Gedanken einer Friedensabteilung auf Kabinett-Level formulierte. Sein Gesetzentwurf mit der Nummer H.R. 3760 wurde ein zweites Mal im Repräsentantenhaus eingebracht und im September 2005 unter der Nummer S.1756 in den Senat eingebracht. Der Gesetzentwurf hat jetzt 54 Unterstützer im Haus und 218 sind notwendig, um ihn zu befördern. In vielen Staaten gibt es aktive Bürgergruppen, die an dieser Initiative arbeiten. Mehr Informationen dazu können Ihre Leser auf seiner Website finden, unter www.dopcampaign.org.

In Großbritannien wurde die Friedensabteilungs-Initiative unter dem Namen Friedensministerium von dem Abgeordneten John McDonnell am 14. Oktober 2003 als private Mitglieds-Gesetzesvorlage im Unterhaus eingebracht. Dort geht es sowohl um ein Ministerium als auch eine Kommission für den Frieden. Die erste Lesung hat er ohne Gegenstimmen durchlaufen. Der Gesetzentwurf lautet so, dass der Premierminister innerhalb von 90 Tagen nach der Verabschiedung eine neue Gesetzgebung vorzubereiten habe, nach der das Ministerium und die Kommission eingerichtet werden können, nach Beratungen mit Schlüsselgruppen. Der Gesetzentwurf sollte 2005/06 wieder ins Parlament gelangen, mit der Perspektive, das Aktionsprogramm miteinzuschließen, das in der UNO-Deklaration von 1999 zum Internationalen Jahrzehnt für eine Kultur des Friedens formuliert wurde. Weitere Informationen stehen unter www.ministryforpeace.org.uk. Im Oktober wurde eine große internationale Konferenz in London abgehalten, bei der Gruppen aus aller Welt eingeladen wurden zu sehen, wie bedeutende Fokuspunkte zur Friedensbildung und zur Friedensschaffung innerhalb von Regierungen geschaffen und gefördert werden können, national und international. Die kanadische DoP-Arbeitsgruppe nahm an der Konferenz teil.

7. Welche Motivation haben Sie, um für dieses Projekt zu arbeiten? Was ist der Hintergrund?

BB: Wir alle müssen einen kleinen bescheidenen Beitrag hin zur Bildung einer "Kultur des Friedens" leisten. Ich bin ebenfalls ein Mitglied des kanadischen Pugwash-Rates und von "Wissenschaft für den Frieden". Man hofft, dass Regierungen eine effektivere Rolle spielen bei der Entwicklung einer für alle gültigen und in sich geschlossenen Friedensvision, die transparent und verantwortlich ist.

8. Welche weiteren Aktivitäten beinhaltet Ihre Arbeit für Frieden und eine nichttötende Gesellschaft?

BB: Zwei weitere Aktivitäten, die mich am meisten interessieren und mit denen ich derzeit beschäftigt bin sind: (i) das Unterrichten von Gewaltlosigkeit und Nichttöten in der Primär- und Tertiär-Ebene unseres Bildungssystems und (ii) die Einrichtung eines zivilen Friedensdienstes als Alternative zu militärischer Macht in jedem Staat. Es besteht großer Bedarf an einem Kader von Friedens-Professionellen, die in Krisensituationen global und am Ort eingesetzt werden können.

Dr. Balwant (Bill) Bhaneja ist Politikwissenschaftler und erfahrener Diplomat. Derzeit ist er Senior Fellow im Programm für Innovationsmanagements- und Wirtschaftsforschung (PRIME) an der Universität von Ottawa. Das "Thesenpapier des Vorschlags für ein Bundesfriedensministerium" wurde im Februar 2005 für die Nonviolent Peaceforce Canada verfasst, in Beratung mit Herrn Hans Sinn und Dr. Peter Stockdale.



Linkliste:
- Für Interessierte am Thesenpapier des Vorschlags für ein Bundesfriedensministerium in Kanada ist hier auch der URL zu Bill Bhanejas Interview (auf Englisch) mit der Herausgeberin des Peace Magazine, Metta Spencer, in der Okt.-Dez.-Ausgabe (Vol. XXI, Ausgabe 4, S. 8-11): www.peacemagazine.org/archive/v21n4p08.htm
- Interview mit Professor Glenn Paige über Nonkilling
- Die Website von Senator Kucinich (USA): www.dopcampaign.org
- Die Initiative des Abgeordneten John McDonnell (GB): www.ministryforpeace.org.uk (URL unbekannt im April 2006)
- Über die Ursprünge des Vorschlags eines deutschen Zivilen Friedensdienstes siehe diesen Eintrag von 1998: www.friedenskooperative.de/themen/zivil-05.htm
Canada: Proposal for a Federal Department of Peace. Interview with Dr. Bill Bhaneja, University of Ottawa
Interviewer: Anis Hamadeh, November 1, 2005

1. Dear Dr. Bill Bhaneja, in your paper "Towards a Proposal for a Federal Department of Peace" you are forwarding a peculiar idea, namely the introduction of a Canadian Federal Ministry for Peace matters. Why do you think this is necessary?

BB: I was asked to develop a paper for Nonviolent Peaceforce Canada, a Canadian NGO, for their February 2005 Consultations on a Canadian Civilian Peace Service. It was felt by the organizers that we in Canada should consider a civilian peace service with a mandate to recruit, train, and deploy peace professionals in conflict areas. This is to facilitate their nonviolent solutions, domestically and internationally. A ministry/department for peace affairs would be a logical place to house such a civilian peace service. However, a Department for Peace or a Ministry for Peace is naturally a much broader concept. In Canada, presently there are two groups working closely together engaged in promoting the Federal Department for Peace proposal, one in Victoria and the other in Ottawa.

The idea behind Department of Peace (DoP) proposal is to institutionalise "nonkilling" and make it the organizing principle at home and abroad. This would provide a focal point within government dedicated to accomplish peaceful conflict transformation, respect for human rights, disarmament, and peace education through non-violent means. My definition of nonkilling excludes those who see themselves as peace promoters, but are unable to stop themselves from resorting to a violent resolution in a crisis situation.

For a detailed analysis, I suggest your readers look at the DoP paper on www.peaceservice.ca (Link expired, editor 2014). There, the argument for such a Department has been made from policy, organizational, and budgetary vantage points.




2. According to your paper, the Department for Peace is "aimed at prevention". It is meant to "address and mitigate the ways in which people and communities experience insecurity." This sounds logical, but still not like a mainstream thought, as it is non-positivist. The mentality to produce such an institution is not based on an essence like money, land, goods, labour, weapons or on its management. It is a mentality of action rather than reaction, of balancing, harmonizing. Doesn't this entail a revolution of our political thinking?

BB: Not only in political thinking, but it entails a revolution in societal and our individual thinking. The culture of violence that surrounds us was not built in a day, but over centuries. Its replacement will require patience and creativity, as well as comprehensive plans and strategies backed by structures, leadership, and spirit. Peace education for example, is one key building block for developing a culture of peace.

DoP as a focal point for providing peace leadership within a government is right now definitely not a part of mainstream thought. That's why it's necessary to bring it to the table in a rational manner to discuss its immediate need and potential. It may sound like a DoP would require a revolution in our political thinking, my paper attempts to provide the logic for doing so in the Canadian context.


3. Belonging to the main reasons for lacking peace are the existence of monopolies of power ranging from family to state levels (egoism) as well as the priority of striving for money (greed). This has produced a heap of guilt over the centuries. Would it be adequate to note that the establishment of a lasting and general balance includes a disentangling process of past events, even if this aspect will have to be approached cautiously and deliberately?

BB: You are correct. The culture of violence was built over centuries to exploit certain parochial societal structures of the time propped up by ideologies that focussed on negative traits in human nature. Every day we keep on finding there is no scientific basis for beliefs that human nature is evil, or that there is any basis for racial, religious, or gender superiority/inferiority. The culture of peace which we are in the midst of building will take time. A transitional phase will need highlighting our unrecognized nonviolent heritage and tradition. Professor Glenn Paige in his pioneering paper for UNESCO entitled, "Nonkilling Global Society" very succinctly explains how to usher in the culture of peace. I quote here from his paper:

"It is similar to medicine. We have to keep working toward a complete nonkilling practice and cure, even if we do not have instant cures for every form of killing. In the same way scientists and physicians work toward curing diseases such as cancer, AIDS, heart disease, etc. Society does not condemn the scientists and doctors because they are temporarily unable to cure every disease. So with our nonkilling theory and practice. We do the best we can under the circumstances to transform violence with the knowledge available to us, while seeking new knowledge and skills that our nonkilling spiritual, scientific, and applied vision tells us we clearly need."

Times are changing rapidly with new knowledge and technology focusing upon the unity and interdependence of humans, communities, nations and planet providing us a wonderful basis for striving towards building a nonkilling culture of peace.




4. How close is the motto of this website (Anis Online) "The path of nonviolence is the path into the public" to the policy of the Department of Peace? Is there a notion of peacekeeping via publicity?

BB: Certainly, public awareness is important in all aspects of peace. Communication as a technology medium is neutral, but powerful interests benefit from violence, and have marginalized those who wish to dialogue on peace, be it spiritual or secular. You are doing a great public service through this forum to create such badly needed space. Ultimately, it is the soundness of arguments based on factual evidence and data combined with the universal human spirit that will help convince the global citizen to choose non-violence over violence. The Internet is 21st Century's starting point for discussion on such important issues as the abolition of nuclear weapons or the abolition of war.


5. Do you meet difficulties in conveying the tangible advantages of systematic peacebuilding? I mean the positive effects on many aspects of social and individual life which also meet the criteria of a capitalist democracy, like stability of markets, lack of wars, fearless communication, reducement of financial losses due to conflicts.

BB: Peacebuilding is not that different from other issues. You have to explain and justify its necessity and through a process of dialogue develop a network of the likeminded. Relative objective evidence must be presented to promote awareness of the issue involved and its implications until a political solution is found.

Our democratic processes, both top-down and bottom-up, should have sufficient scope to involve citizens in all this towards systemic peacebuilding.



6. Are there other countries where comparable initiatives were introduced, any precedence or forerunners? In your paper you also mentioned Great Britain and Germany.

BB: In fact, it was in the USA that Democratic Senator Kucinich and his group pioneered the notion of a Cabinet level Department of Peace in the nineties. His Bill, H.R. 3760, was reintroduced in to the House of Representatives and introduced in the Senate, S.1756, in September 2005. The Bill now has 54 sponsors in the House and requires 218 to move it forward. There are citizen groups active in many states working on this initiative. For further information, suggest your readers see his website www.dopcampaign.org.

In the UK, the Department of Peace initiative, known as the Ministry of Peace, was introduced as a private members bill in the House of Commons Oct. 14, 2003, by MP John McDonnell, calling for both a Ministry and a Commission for Peace. It passed first reading unopposed. The Bill called for the Prime Minister to, within 90 days after passing, prepare new legislation on how the Ministry and Commission would be established, after consultation with key groups. The Bill was to be re-introduced in Parliament in 2005-6, with a view to implement the Program for Action outlined in the 1999 UN Declaration on an International Decade for a Culture of Peace. For more information, advise your readers see www.ministryforpeace.org.uk. A major international conference was held in October in London inviting groups from all over the world to see how significant focal points for peacebuilding and peacemaking can be created and promoted within governments nationally and internationally. Canada DoP Working Group was represented at the conference.



7. What is your motivation for working on this project? What is the background?

BB: We all have to make a small modest contribution towards building a "culture of peace", I'm also a member of Canadian Pugwash Council and Science for Peace. One hopes that governments would play a more effective role in developing an integrated and coherent vision of peace which is transparent and accountable.

8. What other activities does your work for peace and a nonkilling society include?

BB: Two other activities that interest me most and am currently involved with are: (i) teaching of non-violence and nonkilling in our educational system at primary and tertiary levels and (ii) establishment of a Civilian Peace Service as an alternate to Military Force in every nation state. There is a great need for a cadre of professional peace professional deployed on ground in conflict situations globally.


Dr. Balwant (Bill) Bhaneja is a political scientist and experienced diplomat. He is currently Senior Fellow, Program for Research in Innovation Management and Economy (PRIME), University of Ottawa. The paper "Towards a Proposal for a Federal Department for Peace" was prepared for Nonviolent Peaceforce Canada in consultation with Mr. Hans Sinn and Dr. Peter Stockdale in February 2005.



Link list:
- For those interested in the proposal for a Federal Department for Peace in Canada, here is the url for Peace Magazine editor Metta Spencer's interview on the subject with Bill Bhaneja in the current issue of the magazine (Oct-Dec 2005, Vol. XXI, Issue 4, pp. 8-11): www.peacemagazine.org/archive/v21n4p08.htm
- Interview with Professor Glenn Paige on nonkilling
- Senator Kucinich's website (USA): www.dopcampaign.org
- MP John McDonnell's initiative (UK): www.ministryforpeace.org.uk (URL unknown in April 2006)
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