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Milch
Inhalt: Der Konflikt - Interview mit Harald Ullmann von PETA-Deutschland e.V. - Interview mit Michael Brandl vom Milchindustrie-Verband und Dr. Andrea Dittrich, Wissenschafts-PR der CMA - Über PETA - Über Veganer - Über die Milchindustrie - Über die CMA - 14.06.2003

DER KONFLIKT: Milch und Milchprodukte sind ein fester Bestandteil unserer Nahrung, mehr noch als Fleisch. Kuhmilch ist gesund, so lernt es jedes Kind. Calzium und Eiweiß... Die Gegner von Milch als menschlicher Nahrung dagegen behaupten, Milchprodukte seien ein echtes Gesundheitsrisiko. Sie enthielten weder Ballaststoffe noch komplexe Kohlenhydrate und steckten voller gesättigter Fettsäuren und Cholesterin. Schlimmer noch sei, wie mit den Kühen umgegangen werde.

Zu diesem Thema befragte ich zunächst Harald Ullmann von PETA-Deutschland e.V., einer Tierschutzgruppe, die für dieses Thema kompetent ist. Im Anschluss daran interviewte ich Michael Brandl vom Milchindustrie-Verband und Dr. Andrea Dittrich von der "Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft" (CMA). Weiter unten stehen Hintergrundinformationen zu den beteiligten Gruppen.
Online-Interview mit Harald Ullmann
von PETA-Deutschland e.V.

07. Juni 2003 (Fragen von Anis)

Kürzlich lernte ich Leute kennen, die aus politischen Gründen keine Milch (und andere Tierprodukte) zu sich nehmen oder verwerten. Das war mir neu. Ich wurde auf die Seite
www.milch-den-kuehen.de verwiesen, wo es erstaunliche Dinge zu lesen gibt. Welches sind die Hauptgründe, Milch als Nahrung abzulehnen?
Die natürliche Lebenserwartung einer Kuh beträgt 20-25 Jahre, in der Massentierhaltung jedoch ist eine Kuh bereits nach vier Jahren "verbraucht". Die männlichen Kälbchen, ein "Nebenprodukt" der Milchindustrie, müssen 14-17 Wochen lang den reinsten Horror erdulden, wenn sie für die Kalbfleischindustrie in Boxen gehalten werden, die so winzig sind, dass sie sich nicht einmal umdrehen können. Die weiblichen Kälbchen ersetzen oft die alten, "ausrangierten" Mütter. Auch sie werden in den ersten Monaten ihres kurzen Lebens oft in winzigen Boxen oder angebunden in Ställen gehalten, mit dem einzigen Ziel, auch sie zu Milchmaschinen wie ihre Mütter zu machen.
Damit Kühe ständig Milch produzieren, werden sie praktisch permanent schwanger gehalten. Ihre Kälbchen werden ihnen meist schon wenige Stunden nach der Geburt weggenommen, damit die Milch, die von Natur aus für die Kälbchen vorgesehen ist, von Menschen konsumiert werden kann. Kuhmilch ist häufig mit Pestiziden und Medikamenten verseucht, und bietet weder Ballaststoffe, noch Niacin, Vitamin C oder Eisen. Außerdem stehen Milchprodukte im Zusammenhang mit Allergien, Herzerkrankungen, Krebs und anderen Leiden.
Der verstorbene Dr. Benjamin Spock, Amerikas führende Autorität für Kinder- und Jugendfürsorge, sprach sich gegen die Ernährung von Kleinkindern mit Kuhmilch aus, indem er darauf verwies, dass sie Blutarmut, Allergien und eine mit Insulin behandlungsbedürftige Diabetes verursachen kann. Die beste Kalziumquelle sind Bohnen, Feigen und grünes Blattgemüse. Milch und Käse können sogar verantwortlich sein für Osteoporose, also Knochenschwund, denn ihr hoher Proteinanteil entzieht dem Körper Kalzium. Eine bahnbrechende Harvard-Studie, an der mehr als 75.000 Krankenschwestern teilnahmen, belegt, dass es um so häufiger zu Osteoporose kommt, je höher der Milchkonsum ist.
Kuhmilch ist nämlich für Kälbchen gedacht und eben für diese ideal in ihrer Zusammensetzung, nicht aber für Menschen, weswegen wir noch heute aufhören sollten, Kuhmilch zu trinken.

Milch gehört zu den Basiselementen unserer Esskultur. Von den Chinesen allerdings heißt es, sie vertrügen keine Milch, weil sie keine Enzyme haben, um die Lactose abzubauen. Welche Alternativen gibt es zur Milch, und könnte man Milch nicht auch ohne die genannten Nachteile produzieren?
Es gibt hervorragende Alternativen, wie z.B. Sojadrink, Reismilch, Hafermilch, etc. Keine Spezies trinkt von Natur aus Milch über das Säuglingsalter hinaus, und keine Spezies würde von Natur aus die Milch einer anderen Spezies trinken. Kuhmilch ist für Kälbchen gedacht, die vier Mägen besitzen, ihr Gewicht in 47 Tagen verdoppeln und nach einem Jahr 400 kg wiegen. Daher sehen wir überhaupt keine Notwendigkeit, Milch ohne bestimmte Enzyme zu produzieren damit sie dann für den Verbraucher verträglich ist.

Die Milch-Ablehner stellen in Deutschland eine Minderheit dar. Glauben Sie, dass es sinnvolle Verhandlungen mit der Milch-Industrie geben kann? Würden Sie auch über Kompromisse diskutieren, um Verbesserungen zu erreichen, oder sehen Sie die Fronten als zu verhärtet für einen Dialog an? Hat es solche Dialoge vielleicht bereits gegeben?
Bisher hat es noch keine Verhandlungen mit der Milch-Industrie gegeben. Generell sind wir immer zu Dialogen bereit, wie es sich ja auch bei der McDonalds oder Burger King Kampagne gezeigt hat. Sinnvolle Verhandlungen wären es nur, wenn es um Verbesserungen bei der Tierhaltung und Reduzierung des Milchkonsums gehen würde.

Herr Ullmann, Sie sind Director of European Administration von PETA-Deutschland e.V.. PETA steht für "People for the ethical treatment of animals" (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren). Was ist das für ein Verein, wie ist er entstanden und was macht er?
PETA ist mit über 750 000 Mitgliedern die weltweit größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen. PETA wurde 1980 in den USA gegründet und hat mittlerweile Büros in England, Holland, Deutschland und Indien. Im Moment sind wir dabei, ein Büro in Asien aufzumachen. Wir handeln nach dem Prinzip: Wir haben kein Recht, Tierprodukte zu tragen, Tiere zu essen, Experimente an Tieren durchzuführen oder Tiere für unsere Unterhaltung auszubeuten.

Der Tierschutz scheint bei PETA, aber auch bei den Veganern, die mich darauf aufmerksam gemacht haben, eingebettet zu sein in eine Art politische Philosophie, die auch den Umweltschutz mit einbezieht, ebenso wie humanistische Prinzipien. Inwiefern sehen Sie PETA und die Milch-Ablehner als Teil der Friedensbewegung?
Die Tierrechtsbewegung lehnt Gewalt gegen Mensch und Tier ab. Die Menschen davon zu überzeugen, sich um die vermeintlich Schwächsten unter uns zu kümmern, verringert die Wahrscheinlichkeit von Gewalttaten, in dem Menschen die Opfer sind. Wir werben für Empathie und kämpfen gegen die gefährliche Auffassung an, dass jemand, weil er nicht wie wir ist, es weniger wert ist, beachtet zu werden. Vorurteile oder Ausbeutung auf Grundlage der Artzugehörigkeit sind nicht akzeptabler als jedes andere Vorurteil oder jede andere Ausbeutung. Es ist falsch zu sagen, Hühner, Schweine, Kühe und andere "Nutztiere" leiden nicht genau wie wir, sie seien unwichtig.


Online-Interview mit Michael Brandl, Milchindustrie-Verband
und Dr. Andrea Dittrich, Wissenschafts-PR der CMA

(13.06.03, Fragen von Anis)


Obwohl ich selbst Milch trinke und Käse esse, möchte ich nicht, dass Tiere leiden. In Ihren Broschüren steht viel über Milchprodukte, aber nichts über die Kuh, außer auf der ersten Seite von "Stichwort Milch", wo ein Foto ist. Was mir dort gefehlt hat, war ein Hinweis auf die Dankbarkeit des Menschen gegenüber der Kuh, die die Milch gibt. Finden Sie das übertrieben?
Das ist ein guter Hinweis. Wir nehmen gerne Dinge auf, die für uns als "Insider" selbstverständlich sind und gar nicht mehr erwähnenswert erscheinen. Die Landwirte kennen ihre Tiere sehr genau und sehen sehr wohl, wann ein Tier zusätzlich Pflege benötigt. Die artgerechte Haltung und Fütterung, die sich den wissenschaftlichen Erkenntnissen ständig anpassen, die Pflege und Fürsorge des Tierhalters für seine Herde sind für uns mehr als nur Dankbarkeit, es ist eher eine Verbundenheit oder eine Freundschaft. Oft wird versucht, dieses Bild durch entsprechende Darstellungen zu zerstören. Aber auch in größeren Herden werden diese Grundprinzipien des Miteinanders gepflegt.

In weiten Teilen der Welt ist es natürlich, Tierprodukte zu verwenden, und auch die meisten Religionen verbieten es nicht. Könnten Sie sich vorstellen, dass es zum sozialen Frieden beiträgt, wenn Tierschutzgruppen und Industrien wie Ihre miteinander ins Gespräch kommen?
Ich sehe den von Ihnen dargestellten Konflikt so nicht. Einzig die Kommunikation und die konstruktive Auseinandersetzung mit den Argumenten anderer Menschen kann dazu beitragen, den eigenen Horizont und die Sichtweise zu erweitern. Wer sich sachlichen und reellen Fakten gegenüber uneinsichtig zeigt, diskreditiert sich selbst. Deshalb sind wir stets für den fairen, sachlichen und ehrlichen Umgang miteinander. Man muss vorsichtig mit sich und anderen Menschen umgehen, um nicht seine individuellen Ethikvorstellungen zum Maß aller Dinge zu erklären und die real existierenden Fakten ungerechtfertigterweise mit eigenen Vorstellungen zum Konfliktfeld für jedermann zu machen.

Im Übrigen versteht sich das Wort "Milchindustrie" als Terminus für moderne, innovative und stets weiterentwickelte Technologie der Milchver- und -bearbeitung. Und darauf soll es auch beschränkt bleiben. Das Ausgangsprodukt, nämlich die gute Milch, ist aber immer noch das gleiche wie vor Tausenden von Jahren und wird nach wie vor durch das Melken der Kühe gewonnen. Nur haben sich zu Trinkmilch, Butter und Käse viele, viele andere Milchprodukte dazugesellt, die dem Menschen jeden Tag ein Stück Gesundheit, Genuss und Lebensfreude geben. Bitte vergessen Sie nicht, dass in vielen Produkten unseres täglichen Lebens Milch und Milchprodukte in irgendeiner Form enthalten sind.

Angebot: Falls Sie Interesse haben, sind Sie herzlich eingeladen, im persönlichen Gespräch die Kenntnisse über die Milchwirtschaft weiter zu vertiefen und durch entsprechende Erfahrungen vor Ort zu untermauern. Wir können Ihnen aber auch gerne Adressen vor Ort nennen, um sich ein Bild von den Verhältnissen zu machen. Das Thema ist so umfangreich und interessant, dass nicht alle Details - die zum Verständnis und der korrekten Beurteilung wichtig sind- in ein paar Zeilen abzuhandeln sind.

In den Ausführungen von Herrn Ullmann sind leider auch einige sachliche Unrichtigkeiten enthalten. Ich habe durchaus Respekt vor Leuten, die für eine Sache kämpfen. Allerdings sollten die Hintergrundinformationen dann schon richtig kommuniziert werden. Auch wir treten für Tierschutz und Fairneß untereinander ein.

Hintergrund von PETA. Homepage: www.peta.de

PETA - People for the Ethical Treatment of Animals (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren), ist eine internationale gemeinnützige Tierrechts-Organisation mit Büros in Norfolk, VA, San Francisco, CA, London, Den Haag und Stuttgart und mit über 750.000 Mitgliedern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufklärung, Veränderung der Lebensweise und Aufdecken von Tierquälerei jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

PETA wurde gegründet, um Politiker und die Öffentlichkeit über die anhaltende, weitverbreitete und nicht zu akzeptierende Tierquälerei aufzuklären sowie die Einsicht zu fördern, daß Tiere einen naturgegebenen Anspruch darauf haben, mit Respekt und Achtung behandelt zu werden. PETA wurde 1980 gegründet und kämpft dafür, daß die Rechte der Tiere anerkannt und gewahrt werden. PETA handelt nach dem einfachen Prinzip, daß wir Menschen nicht das Recht haben, Tiere in irgendeiner Form auszubeuten, zu mißhandeln oder zu verwerten.

Seit ihrer Gründung konnte PETA durchschlagende Erfolge erzielen: z. B. die Schließung der größten Pferdeschlachterei in den USA und die Anordnung eines Erlasses des amerikanischen Verteidigungsministers, in den Militärlabors die Versuche mit Katzen und Hunden einzustellen.

PETA's Präsident Alex Pacheco deckte den Tiermißbrauch, den Edward Taub mit seinen Tierversuchen betrieb, auf und schuf den Präzedenzfall der "Silver Spring Monkeys". Dieser Fall ist in den USA der erste und einzige, bei dem ein Tierexperimentator wegen Tierquälerei festgenommen und verurteilt wurde. Dies war der erste Prozeß vor dem Supreme Court, dem höchsten amerikanischen Gericht, der sich mit Tierversuchen beschäftigte. Zum ersten Mal wurden hier mißhandelte Labortiere im Rahmen eines gerichtlich angeordneten Durchsuchungsbefehls beschlagnahmt.

PETA bringt bei ihren Tierschutz-Aktionen Wissenschaftler und die Organe der Recht- Sprechung und Durchführung zusammen, um die Mißhandlungen zu unterbinden. PETAs Kampagnen und Aktionen basieren auf gründlicher Forschungsarbeit und haben - unterstützt von internationaler Medienberichterstattung - oft weitreichende und anhaltende Veränderungen zur Folge, die die Lebensqualität von Tieren enorm verbessern und den sinnlosen Tod von Tausenden von Tieren verhindern.

Durch PETA sind die Tierrechtsbewegung und die Musikwelt zusammengekommen. PETA organisierte die Aufnahme von zwei Tierrechts-LPs "Animal Liberation" und "Tame Yourself" mit Interpreten wie k.d. lang, Chrissie Hynde von den Pretenders, Howard Jones, Lene Lovich, Indigo Girls, Michael Stipe von R.E.M., Belinda Carlisle und Aleka's Attic, die Band von River Phoenix. PETA veranstaltete auch mehrere "Rock Against Fur"- und "Fur is a Drag"-Wohltätigkeitskonzerte mit den B52's, P.M. Dawn, k.d. lang, Nina Hagen und anderen bekannten Künstlern.

Die Supermodels Christy Turlington, Cindy Crawford, Naomi Campbell und Nadja Auermann, die Schauspielerin Kim Basinger und andere Prominente haben sich für unsere internationale Kampagne "Pelz hat mit Schönheit nichts zu tun" und "Lieber nackt als Pelze tragen" hüllenlos fotografieren lassen. Nach Angaben des San Francisco Chronicle "haben Proteste von Tierschutzgruppen wie PETA der Pelzindustrie schwer zugesetzt." (In den letzten Jahren mußten mehr als die Hälfte aller Pelzgeschäfte in den USA wegen mangelndem Umsatz schließen.)

Paul McCartney, seit langem engagierter Tierfreund, lud PETA ein, bei den Konzerten seiner Welttournee 1992-93 mit Info-Ständen, an denen entsprechende Literatur und PETA-Produkte angeboten wurden, dabeizusein. PETA arbeitete auch erfolgreich mit Donald Trump zusammen, um die Tim Rivers Show mit Mauleseln, die gezwungen wurden, aus großer Höhe in ein kleines Bassin zu springen, auf seinem Gelände zu untersagen. Großbritanniens Zeitschrift Time Out bezeichnete die Tierrechte als das aktuellste Thema, was - wie die Redaktion sagt - weitestgehend den großangelegten Kampagnen der "voll im Trend liegenden Tierrechtsorganisation PETA" zuzurechnen ist.

PETA-Mitarbeiter halten ständig Vorträge vor Schülern und Studenten, von der Grundschule bis zur Uni, denn es ist sehr wichtig, gerade junge Menschen anzusprechen. Im Jahr 1995 verteilte PETA mehr als 65.000 Lehrer-Infopakete an öffentlichen und Privaten Grundschulen in den USA und erreichte so schätzungswiese etwa 9 Millionen Schüler. PETA und Eddie Vedder von Pearl Jam ermutigten die Schüler "der Vivisektion den Garaus zu machen", indem sie die Schulen aufforderten, den Schülern die Wahl zu lassen und Alternativen anzubieten. Tausende von Schülern forderten Petitionslisten bei PETA an, die wir mit mehr als 50.000 Unterschriften zurückerhielten. Kinder bekommen im Rahmen des PETA-Kids-Programms regelmäßig Rundschreiben, die sie darüber aufklären, wie sie Tieren helfen können. Unser Katalog enthält auch spezielle Bücher und T-Shirts für Kinder.

Ingrid Newkirk, die Vorsitzende von PETA, hat zwei Handbücher für Tierrechtler geschrieben: "Save the Animals!" und die Version für Kinder "Kids can save the Animals!". Außerdem beschrieb sie in ihrem Buch "Free the Animals" die Geschichte der Tierbefreiung durch die "Animal Liberation Front" in den USA. "Monkey Business", ein Buch der PETA- Mitarbeiterin Kathy Snow Guillermo, erzählt die faszinierende Geschichte der "Silver Spring Monkeys".

Durch PETA wurde ebenfalls das sehr beliebte Kochbuch "The Compassionate Cook" - herausgegeben von Warner Books - zusammengestellt. Sämtliche Rezepte dieser umfassenden Kochhilfe sind völlig ohne tierische Produkte.

PETA ist eine eingetragene, gemeinnützige Organisation, die keine staatliche Unterstützung erhält, sondern lediglich von Spenden getragen wird.


Hintergrund Veganer
Veganer essen kein Fleisch und nehmen keine Tierprodukte zu sich, wie zum Beispiel Milch. Auch sind sie gegen die Verwendung von Tierprodukten außerhalb der Nahrung, so kämpfen sie gegen Pelzbekleidung u.ä.. Infos gibt es z.B. unter
www.vegan.de oder www.veganismus.de oder auch bei www.mcalbino.de.vu


Hintergrund Milchindustrie. Homepage: www.milchindustrie.de

Milchindustrie im Wandel der Zeit - Interessenvertretung gestern und heute

Die Verbandsarbeit der deutschen Milchindustrie hat eine lange Tradition. Bereits 1912 schlossen sich einige Pioniere der deutschen Dauermilchindustrie zusammen und gründeten den Verband der deutschen Trockenmilchfabrikanten. Die Ziele waren damals sehr pragmatisch : Mit der Festlegung eines Schutzzolles und der Vereinbarung von Preisen und Mengenbeschränkungen wollte sich der Verband gegen die ausländische Konkurrenz stark machen.
Während des ersten Weltkriegs konnte die Trockenmilchindustrie durch die Errichtung zahlreicher Milchtrocknungsanlagen einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung in den rheinisch-westfälischen Ballungszentren leisten. Die Zeit des "Dritten Reiches" brachte die vorläufige Auflösung des Verbandes. Am 31. Mai 1949 wurde schließlich die Registrierung des Milchindustrie-Verbandes im Vereinigten Wirtschaftsgebiet vollzogen.

Es folgten Fusionen und Kooperationen mit anderen Verbänden :
1974 erfolgte der Zusammenschluß mit dem ähnlich strukturierten Verband der deutschen Käse- und Schmelzkäseindustrie, 1984 begann die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der privaten Milchwirtschaft, die sich bei Aufrechterhaltung der Eigenständigkeit der beiden Partner bis heute bewährt hat.
1988 schloss sich die Export-Union für Milchprodukte dem Milchindustrie-Verband an, dessen Außenhandelsabteilung sie heute darstellt. Mitglieder dieser Organisation sind Handelsunternehmen mit Schwerpunkt im In- und Export sowie die verarbeitende Milchwirtschaft.
1993, nachdem die neue Molkereistrutur Ostdeutschlands in ihren Konturen weitgehen sichtbar war und sich darüber hinaus eine Reihe ostdeutscher Unternehmen im westdeutschen Management befanden, wurde die Fusion mit dem Verband der Milchindustrie, Oranienburg, vollzogen. Die Organisation war in Ostdeutschland im Vorfeld der Wiedervereinigung gegründet worden. Der Milchindustrie-Verband hat hat bei den Vorarbeiten zu den Statuten bis hin zur Gründung Pate gestanden. Diese Organisation hat die rasante strukturelle Entwicklung der Milchwirtschaft in Ostdeutschland hautnah begleitet, aber gleichzeitig wie in den vorgenannten Fällen die Interessenvertretung auf Bundesebene an den Milchindustrie-Verband übertragen.
1996 erfolgte die Fusion mit dem Bundesfachverband der Marktmolkereien. Bereits fünf Jahre vorher wurde mit dem Milchindustrie-Verband ein Kooerationsabkommen mit dem Ziel einer engen, fruchtbaren Zusammenarbeit unterzeichnet. Ebenso wie die Milchindustrie selbst, hat sich der Milchindustrie-Verband den strukturellen Gegebenheiten angepasst. Die Mitgliedschaft von privaten, genossenschaftlichen und multinationalen Unternehmen zeigt, dass nicht die Gesellschaftsform, sondern unternehmerische Zielsetzungen im Vordergrund stehen. Der Milchindustrie-Verband hat sich in den vielen Jahren gewandelt, nicht jedoch seine Zielsetzungen. Er vertritt heute insgesamt die Interessen von ca. 95 Mitgliedsunternehmen. Rechnet man die Kooperationspartner hinzu, so sind dies rund 90% der deutschen Milchanlieferung oder 24 Mio. Tonnen Milch. Die gesamte Branche setzt 38 Mrd. Mark um und ist damit eine der umsatzstärksten in der deutschen Ernährungsindustrie.

So sehen wir uns

"Lean management" ist ein oft benutztes Schlagwort in Wirtschaft und Verwaltung. Die Unternehmen stellen sich auf die neue Situation ein. Verbände, die ihre Aufgabe ernst nehmen, übernehmen immer mehr die Aufgabe der Stabsabteilung ihrer Mitglieder. Wir sind uns bewusst, dass dies nur bis zu einem bestimmten Grad gehen kann. Der Respekt vor betrieblichem Know-how muss gewahrt bleiben.

Der Milchindustrie-Verband hat sich frühzeitig auch personell auf die Aufgabenstellung vorbereitet. Ein qualifiziertes und motiviertes Team steht nicht nur den Mitgliedern als Gesprächspartner zur Verfügung. Moderne Verbandsarbeit ist Koordinierung und Vertretung von Interessen der Mitglieder ebenso wie deren Beratung. Als Mittler zwischen der Gesamtheit der Mitgliedsbetriebe, Verwaltung, Politik und Wissenschaft ist eine enge Zusammenarbeit mit den milchwirtschaftlichen Unternehmen unabdingbar. An erster Stelle steht zunächst das Interesse des Mitgliedes. Der Milchindustrie-Verband ist Interessenvertreter und Serviceleister zugleich.


Hintergrund CMA. Homepage: www.cma.de

CMA ist die Abkürzung für Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn beschäftigt rund 150 Mitarbeiter, die sich um das Gemeinschaftsmarketing für deutsche Agrarprodukte kümmern. Durch eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen fördert die CMA den Absatz deutscher Erzeugnisse der Land- und Ernährungswirtschaft im In- und Ausland. Mit der CMA arbeiten die Marktbeteiligten der deutschen Agrarwirtschaft unter einem Dach zusammen, von der Landwirtschaft über Nahrungsmittelindustrie und -handwerk bis hin zum Handel.

Deutschland mit seiner hohen Bevölkerungszahl und seiner großen Kaufkraft ist auch heute der am meisten umkämpfte Markt innerhalb der EU, vor allem im Nahrungsmittelbereich. Das dokumentieren nicht zuletzt die Marketinganstrengungen unserer Partnerländer, die hohe Summen in Werbung investieren. Die CMA hat das Ziel die Position der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft in zusammenwachsenden Märkten zu stärken und auszubauen. Daraus ergeben sich für die Arbeit der CMA folgende Aufgaben:

- Absatz und die Verwertung von Erzeugnissen der deutschen Agrarwirtschaft zentral zu fördern
- inländische und ausländische Märkte zu erschließen und zu pflegen
- die Wettbewerbsposition der deutschen Agrarwirtschaft gegenüber ausländischen Anbietern auszubauen
- regionale Erzeugungs- und Absatzaktivitäten zu unterstützen
- die Marktorientierung zu verbessern
- das Verbraucherverhalten zu sichern und zu stärken
- übergeordnete Interessen der Agrarwirtschaft wahrzunehmen und abzustimmen


Hintergrund Milchkuhfütterung: www.agrarnetz.com/thema/milchkuehe

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