home   english   sitemap   galerie   artclub   orient online   jukebox   litbox   termine   shop   my literature   bambus
heft 8
FRIZZI
bambus # 58 - anis 16.04.00

frizzi war - recht sonderbar - blumen warn in ihrem haar - sonst trug sie keinen schmuck - es war der neue look - sie ging auch nicht zur schule - und wackelte auf dem stuhle - da kam der böse mann - und sah sie böse an - er war dabei gehässig - doch frizzi nahm es lässig - für heilige autorität - wars bei der dame schon zu spät - und jugendlich noch im gesicht - sprach sie zu ihm: - so geht das nicht - (er meinte nur - es sei die pflicht - denn besser wusste er es nicht) -- doch frizzi hatte einen traum - und dafür brauchte sie mehr raum - sie fuhr deshalb nach afrika - wo das leben anders war - und lernte spuren suchen - und auf afrikanisch fluchen - als jemand sie darüber informierte - wie die regierung - das volk irritierte - und drangsalierte - erkannte sie schnell den skandal - wie so manches mal - und geriet dann knall auf fall - in wesentliche probleme -- ob das wesen sich nicht schäme - mit seinem besen - auf fremdem anwesen - zu fegen! - da waren viele plötzlich gegen - die frizzi - welche sofort auf ihre weise - den finger hob zu einer meise - mit sicherem kalkül - nahm sie asyl - in paris - weil der präsident sie ließ - zusammen mit libanesischen fightern - und einigen ökumenischen reitern - wohnte sie in einem haus - und frizzi kannte sich gut aus - sie sagte zu einem der libanesen - am tresen: - bist du nicht pro-israelisch? - stell doch mal deinen fetisch - auf diesen tee-tisch - die weißblaue fahne - ich ahne - dass dein land - dich unsympathisch fand - seitdem die israelis gingen - lass mich darüber lieder singen -- doch der libanese - vertrat danach folgende these - über madame frizzi: - wenn sie politisch wird - dann tritt sie - in so manche falle - bis es dann kritisch wird - und alle - sie zum teufel jagen - da kannst du die afrikaner fragen - doch es gibt auch klagen - aus asien - und aus zentralkaukasien - von den indianern aus alabama - und den veteranen aus dar-el-salaam - zu denen sie einmal kam - und stunk machte auf einer hühnerfarm -- als die empörten - franzosen hörten - von den thesen - der libanesen - stoppten sie ihr asyl -- doch es machte frizzi nicht viel - sie zog von frankreich aus nach kiel - und plante die revolution - am telefon - sie sagte den studenten - und der ministerpräsidentin: - lasst mich doch mal die suppe kochen - dann gibts hier nur noch kieler wochen! - doch mochten die kieler - das nicht glauben - (sie ließen sich nie gern die ruhe rauben) - und sagten ihr in ernstem ton: - wir hatten hier schon - eine revolution - das reicht uns, du wohn - doch lieber nicht in kiel - du zieh doch lieber - an den nil - nach ägypten - mit deinen kryptischen gelübden - das ist uns viel - zu diffizil - sagten die leute aus kiel - und jeder schnitt sie -- so zog frizzi - nach freiburg im breisgau - dort hielt sie nach ihrem freund moko ausschau - der war aus marokko - aus der schoko-fabrik in casablanca - (sie ging dort mal vor anker - mit einem blauen tanker) - als sie moko dann wiederfand - ging sie mit dem mann - nach samarkand - über die seidenautobahn - und sie erfand - dort den orient blues - und sandte einen orient-gruß - aus dem fernen land -- für frizzis kleinen traum - gab es dort kaum - reservation - so brachte sie die revolution - ins ferne usbekistan - hat nicht einmal weh getan - von dort ging es nach new orleans - in röhrenjeans - und dann in die betten - von manhattan - dort rauchten sie einige zigaretten - sie nannten sich frizzi und moko - und sangen im bade - die ballade - die handelt von john und von yoko