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heft 20
e-musik
E & U (AGAIN)
bambus # 137 - anis 19.08.01

jetzt bin ich schon ganz durcheinander gekommen - soll ich nun auf der e-gitarre - u-musik machen - oder auf der u-gitarre e-musik - oder andersrum? - wen soll ich da denn fragen? - das ist ein sehr komplexes problem - das mit dem e und dem u - und begegnet einem förmlich auf schritt und tritt - ist gar nicht zu unterschätzen -- wenn ich das nächste mal verreisen will - fahre ich jedenfalls mit der e-bahn - so viel steht fest - ich fahre doch nicht u-bahn - also wirklich! - meine lieben damen und herren gesangsverein - woran soll man sich da orientieren? - das hat mich doch alles - leicht verwirrt -- ich meine - warum - sollte ich weiterhin in ordinären u-booten fahren - wenn ich genauso gut - in e-booten fahren könnte - wie die anderen - maybe this sounds a bit like a riot to you - na gut - wenn sie es partout so interpretieren wollen - ist das sicherlich ihr recht - und gerechtigkeit - ist gottseidank ein gedanke - bei dem sich alle einig sind - das ist eine sehr gute basis - und außerdem: - nur weil man in e-booten fahren möchte - kommt man ja auch nicht gleich ins gefängnis - es mag etwas unkonventionell erscheinen - manche würden es extrem nennen - andere würden es konsequent nennen - das hängt immer - vom standpunkt - des jeweiligen betrachters ab - aber strafbar ist das - so weit ich weiß - nicht -- wenn es aber anders sein sollte - wäre mir die u-haft zweifellos angenehmer - als die e-haft - das gebe ich zu - in diesem falle - es sei denn - die schranke würde auch hier ganz wegfallen - dann wäre ich natürlich dafür -- früher wurden ja die leute auch schon manchmal - in zwei klassen geteilt - zum beispiel in schwarze und weiße - da gab es brunnen - aus denen durften nur die weißen trinken - und die schwarzen nicht - die saßen hinten im bus - denn vorne saßen nur die weißen - man hielt sie für die besseren menschen - und die seriöseren noch dazu - das merkte man auch in der musik - nehmen sie glenn miller und louis armstrong -- dann bei einem anderen volk - gab es die unterscheidung - zwischen ariern und nicht-ariern - das lief im prinzip etwa genau so - es war bloß noch viel schlimmer - aber diese zeiten sind vorbei -- heute zählt im wesentlichen der kommerz - es gibt e-commerce und u-commerce - im ersteren sind die wichtigen sachen - also börse - konzerne - und verteidigungsfälle - beziehungsweise heute - sagt man ja friedensmissionen dazu - während im u-sektor praktisch - der ganze unterhaltungsmarkt angesiedelt ist - von prostitution über videospiele bis zum fernsehen - der laden ist voll damit - da ist für jeden was dabei - für alle unternehmer - und entertainer -- wenn diese schranke einfach so fiele - also das wäre - so ähnlich wie damals - als sie die mauer zerbrezelt haben - eine art klassenlose gesellschaft - man müsste natürlich aufpassen - dass sich die pe de es nicht zu sehr mit der sache profiliert - aber insgesamt - geht diese unterscheidung - allen auf die nerven - außer den leuten - die davon profitieren - aber das sind - so wie es aussieht - viel weniger -- aber dies hier ist keine analyse - der aktuellen lage - nur eine etwas konfuse reflexion - weil das thema ja auch wirklich - nicht so einfach ist - betrachten sie diese zeilen also - als eine u-mail - solange es diese unterscheidung noch gibt - also bis auf weiteres - aber ich wäre wohl auch - ehrlichgesagt - froh darüber - wenn das jeder für sich entscheidet - was er u findet - und was e - oder i - oder alle anderen buchstaben - das sollte doch lieber - privatsache sein - nicht? - wat dem eenen sin uul, üs dem annern sin nachtigal - so sehe ich das jedenfalls