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bambushefte

Dieses Heft ist nicht zu empfehlen. Es ist viel zu kritisch und provoziert wirklich alle. Von allen Heften ist es wohl das miserabelste und ungehörigste. Ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe. Es geht schon im ersten Text, MÄNNER, los, der nicht von Männern handelt, sondern von Frauen. Da ist bereits der erste Fehler.

Im zweiten Text, FRAUEN, geht es dann um Männer. Sehen Sie, es läuft alles verkehrt. Und beide Texte lassen kein gutes Haar an ihrem Thema. Eine Welt jedenfalls, so wie sie hier beschrieben ist, gibt es überhaupt nicht. Alles ist maßlos übertrieben und verzerrt und es macht keine Freude, das zu lesen.

DIE WAHRHEIT ist noch schlechter. Ich las ihn irgendwann mal beim Poetry Slam in Kiel und habe damit keinen Blumentopf gewonnen. Die Kritik in der Zeitung war dementsprechend genervt. Es sind ein paar Björk-Zitate drin, die das Stück aber ebenso wenig retten wie die Erwähnung von Robert T. Online, dem ersten computergenerierten Arier der Welt.

AUF DER WIESE ist genauso surrealistisch. Spukig. Eine Aneinanderreihung von sinnlosen Fragmenten, die völlig wertlos sind.

Die Satire FREMD ist ein kleiner Lichtblick in dieser Sammlung. Die Debatte "Kinder statt Inder" wird hier beleuchtet und durch Analogien wie "Fohlen statt Polen" ergänzt.

DEPRESSIV ist bestimmt der schlechteste Text in diesem Heft. Alleine schon der Titel! Ich finde, es gibt auch Themen, zu denen man sich nicht äußern sollte, oder zumindest nur dann, wenn man wirklich etwas zu sagen hat, aber doch nicht so!

Wenigstens der letzte Text, ZEITGEFÜHLE, ist ganz gut geworden. Sonst hätte ich das Heft auch nicht abgeben können. Es handelt sich bei diesem Stück um einen Dialog, der ein wenig an DIE VERWANDLUNG erinnert aus Heft 3. Auch ZEITGEFÜHLE entstammt einer tiefen Trance.

Inhalt:
Bambus # 16, 17, 43 - 47

1. MÄNNER
2. FRAUEN
3. DIE WAHRHEIT
4. AUF DER WIESE
5. FREMD
6. DEPRESSIV
7. ZEITGEFÜHLE