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DIE DICHTER (7): DIE SCHÖNE DUNJA
ihr sänger des irak - ihr dichtet kühn und stark - im zentrum des imperiums - an diesem schönen tag () ich stamme aus dem land am nil - sieht man genauer auf mein profil - erkennt man, ich verfüge - über ägyptische züge - einmal ging ich mit wesiren - wohl gelaunt am fluss spazieren - als einer von ihnen befand - ich sei wohl die schönste im land - die schöne dunja - da war der ärger da - die männerwelt hofierte mich - die frauen ignorierten mich - ich war das schönheitsideal - am marterpfahl - denkt bloß nicht - es sei eine ehrenvolle - pflicht - die ich begehren solle - es fördert nur meine migräne - wie neulich an der fontäne - als ich mit qais und fatima - gelangweilt in den himmel sah - kein wunder dass ich kopfschmerz habe - wenn mir jede küchenschabe - sagt wie schön ich sei - ist mir einerlei - ab und zu würd ich es lieben - aber nicht so übertrieben - "oh, da kommt die königin - wie doch hin und weg ich bin" - derlei hör ich jede stunde - aus verführerischem munde - eben noch wars der maskierte - als er darauf insistierte - dass ich jeden mann betöre - wenn ich so etwas schon höre - gratis zu jedem glas tee - erhalt ich ein zartes klischee - das etikett - klebt an mir noch im bett - wenn ich abends schlafen geh - schönheit ist nichts, was man tut - so wie güte, treue, mut - das sind wahre qualitäten - für poeten und ästheten - und die schönheit im gesicht - eben nicht ()