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DIE DICHTER (13): LUQA DER REISENDE
() wie ein getriebener - heißblütig liebender - fahr ich übers meer - von kluftigen küsten - durch luftige wüsten - zu kühlen oasen - mit wärmenden betten - gewühl in den straßen - in lärmenden städten - gebetsrufe schallen - von den minaretten - in schattige hallen - fremder basare - zu händlern und ware - ich schlender und fahre - und zähl nicht die jahre -- einmal kam ich zu den franken - und behandelte die kranken - statt das bein zu amputieren - könnte man es reparieren - staunend willigten sie ein - und ich begann bei kerzenschein - das bein zu therapieren - am ende wollten die franken - nicht aufhören mir zu danken - es schien - als sei die medizin - in diesem land nicht weit gediehen - und viele franken stanken -- anders wars in afrika - wo ich das gold des südens sah - der schwarze könig suchte rat - so diente ich als diplomat - bis seine intrigante - tante - auf die bühne trat - ich rannte - schnellstens weg - zu den tuareg - und vergaß bald den verrat -- als ich durch die wüste - düste - hörte ich, wie man mich grüßte - eine karawane kam - ganz zahm - über den sand - freundliche seelen - auf hohen kamelen - aus einem fernen land - sie sagten wir nehmen - dich mit in den jemen - und bis nach samarkand ()
ne weile lang bin ich zur see gefahren - verfasste sodann meine memoiren - die las der kalif - der gab sie dem wesir - dieser wurde aktiv - und nun bin ich hier - als experte für geografie - führe ich eigenhändig die regie - bei der zeichnung seltener karten - die alle orte der welt verraten - luqa der reisende werd ich gerufen - oder der mann mit den brennenden hufen ()