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OMEGA 5
Roman von Anis Hamadeh
Illustrationen

Einleitung  
Kapitel   1   2   3  
English Version  
Glossar  
Illustrationen  

Omega 5 Weltkarte

Omeganer auf Schum-Vogel



Hafenstadt Yahala in Myr

Kurzbeschreibung: "Omega 5" ist die Geschichte von Jonas, der körperlos durch ein Sternentor von einem entfernten Planeten zur Erde gelangt. Mit Hilfe eines Mediums kann er kommunizieren und er versendet Emails, um von seiner fantastischen Welt zu berichten, in der es Riesen gibt und sprechende Lemuren, eine erdbeer-ähnliche Liebesfrucht mit Namen Batuum und eine Philosophie, die Oraat heißt, was etwa "Frieden durch Öffentlichkeit" bedeutet. Von dieser Geschichte erfährt Anton in Berlin und er lässt sich darauf ein, ohne dabei Jonas zu glauben, dass er die Wahrheit sagt. Jonas erzählt, dass seine Leute vor vierzig Jahren zum ersten Mal auf die Erde aufmerksam wurden, die sie Bitfu, den Beat-Planeten, nannten. Nach dem Elften September hielten es einige Omeganer für notwendig, Kontakt aufzunehmen. Er sei ein Botschafter, der aber auf der Erde feststeckt und nicht zurück kann, bis man ihm hier auf der Erde glaubt. Während Anton versucht, durch Fragen Widersprüche in Jonas' Erzählungen zu finden, findet er zufällig im Traum das Sternentor und verbringt eine kurze Zeit auf Omega 5, bis er verwirrt wieder erwacht. Gibt es diese Welt wirklich? Ein zweites Mal gerät Anton auf den Planeten, und dieses Mal findet er nicht mehr zurück. Nun sind sowohl Jonas als auch Anton in einer fremden Welt gefangen und müssen sich mit ihr auseinandersetzen. Neben unterhaltsamen Episoden und märchenhaften Fantasien erfährt man in dem entstehenden Roman "Omega 5" viel über die lange Geschichte und die Kultur der Omeganer, bei denen es sich um eine Gesellschaft handelt, die den Wert der Gewaltlosigkeit sehr wichtig nimmt und die zum Beispiel kein Militär hat. Siehe www.anis-online.de/2/literatur/omega5/0.htm


Omeganer mit vier Lemuren

Riese mit Omeganer



Omeganer-Paar



Die "Erdmakara",
Erdmännchen mit geringen
Sprachkenntnissen


Aus Kapitel 3: "Zoail und ich sehen vor uns eine Ansammlung von Erdlöchern, etwa so groß wie ein Fußball, manche sind doppelt so groß. Insgesamt sind es ungefähr zweihundert, ein wenig wie ein Feld mit Maulwurfslöchern oder ein Teich, der gerade austrocknet. Der Boden erinnert mich an das Tote Meer auf Bitfu, er ist sandig und ölig und grau, er blubbert auch. So ähnlich hatte ich mir bislang Island vorgestellt mit seinen Geysiren, nur passt der Regenwald nicht dazu, der das etwa fußballfeldgroße Areal begrenzt. Das Licht hier ist eigentümlich, weil es von den hoch wachsenden Bäumen ringsum eingegrenzt wird und sich im blubbernden Grau auf eigentümliche Weise bricht. (…) Ich sehe etwa zwölf der Amphibien. Sie sitzen nah an ihren Löchern, die mit warmem salzigem Wasser und Schlamm gefüllt sind. Ich sehe auch Paare. Sie berühren einander mit ihren Tentakeln. Zoail erzählte mir, dass die Tiere untereinander eine komplexe Kommunikation kennen. (…) Quabos sind völlig harmlos und neutral. Sie sind eine Mischung aus Krake und Elefant.(…) Mein Begleiter hat unseren Quabo auf den öligen Boden einige Meter vor uns gesetzt und mit Schlamm eingerieben, um ihm zu signalisieren, dass er wieder Zuhause ist. Noch bewegt er sich nicht, aber gleich wird er sich ein freies Loch suchen und darin verschwinden…."


Aus Kapitel 3: "Nuuris fertigte ihr eigenes Exemplar der Koda sowie eine Übersetzung in ihre eigene Sprache an und gelangte zurück nach Myr just an dem Tag, als die neue alte Fahne "Lebt und lasst leben" von einer Frau geschwungen wurde. So jedenfalls stellt es der Autor des klassischen Theaterstücks dar. Sie betrat den Debattensaal, in dem Frauen und Männer redeten, abwechselnd, jeweils eine halbe Stunde lang, und hörte den Reden zu. Die Macht der Männer war bereits gebrochen, doch es hatte sich noch kein neues System ausdifferenziert. Irgendwann kam Nuuris an die Reihe. Sie stellte sich ans Rednerpult und las aus der Übersetzung der Koda Ka Miraat. Dem Theaterstück zufolge kehrte in diesem Moment Ruhe ein. Nie hatte man eine solche Rede gehört. Als die halbe Stunde vorbei war, wollte niemand anderes mehr sprechen, also las sie noch ein Stück. Und noch ein Stück. Da ging einer der Männer plötzlich herüber auf die andere Seite. Er ging zu einer Frau und nahm ihre Hand. Nach geltendem Recht wäre er dafür ins Gefängnis gewandert. Für einen Augenblick schien die Stimmung zu kippen, da ging Nuuris geistesgegenwärtig zu einem der Männer und nahm seine Hand. Die Mehrheit wollte es. Die Mehrheit wollte es die ganze Zeit über und nun kam sie zu ihrem Recht."


Aus Kapitel 4: "Auf der Erde habe ich einen solchen Ort noch nicht gesehen. Ein dreidimensionales Labyrinth. Welcher Architekt mochte das erdacht haben? War dies eine Stadt oder ein Haus? Ich wusste nicht einmal, ob wir drinnen oder draußen waren. Hier neben mir, das konnte wohl eine Außenwand sein. Aber genauso gut auch eine Innenwand, vielleicht gar eine Decke. "Wir nennen diesen Bereich ‚die Schleuse'. Er ist über Jahrtausende gewachsen und viele Omeganer und Riesen haben hier ihre Spuren hinterlassen." - Trotz aller Hektik war dies ein meditativer Ort, man ging überall wie zum Strand. Leute kamen uns entgegen, überholten uns, Leute mit Koffern, Leute mit Waren, Lemuren, Gänge nach halbrechts oben und nach schräglinks unten, Hebebühnen, Zeitungsstände, Kabinen. "Was sind das für Kabinen?" fragte ich Zoail. "Es sind Schlafräume. Es gibt in der Schleuse Hunderttausende solcher Schlafkabinen. Reisen und Kommunikation werden bei uns so weit wie möglich erleichtert."



Kapitel 4



Kapitel 5



"Wand 2323 AB 1315", Anis 2006



"Anton bei den Riesen", Anis 2006



"Kauris", Anis 2006



"Raat", Anis 2006
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