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Heinz und Helmut sind „Die Jungs“. In der 5-Minuten-Hörspiel-Comedy geraten die beiden in die unwahrscheinlichsten Situationen. Geschrieben von Anis Hamadeh.

CD-Beschreibung:
Die Jungs, das sind Heinz und Helmut. Seit Ewigkeiten sind sie Freunde und wohnen zusammen in Kiel. In der ersten Folge überfährt Helmut aus Versehen die alte Frau Zickmeier auf dem Fahrrad, als sein Auto die Kurve nimmt. Daraus ergeben sich einige Verwicklungen. Heinz wendet sich derweil auf der Suche nach Vollendung alternativen Religionen zu. In KACHELN LEGEN wollen die Jungs gemeinsam das Badezimmer mit weißen und schwarzen Kacheln kacheln, was Heinz auf die Idee bringt, das Brettspiel Go dabei zu spielen. Es endet im Chaos. Als Helmut eine mysteriöse Agententätigkeit aufnimmt, macht sich sogar Fiona Sorgen, Heinz' Freundin, die ihrer besten Freundin Fanni alles darüber erzählt. Heinz bekommt POST AUS MAINZ mit einer Job-Zusage, was Helmut völlig entgeistert. Trotzdem zieht er mit um. IN DER AUTOWERKSTATT gibt es einen Zwischenfall, weil Helmut mal wieder seinen Mund nicht halten kann. Derweil vergnügen sich die Mädels Fanni und Fiona auf einer Party mit einem Koma-Patienten. In der letzten Folge der CD überstehen Heinz und Helmut ein unerwartetes Bad im Rhein.

Inhalt der CD:
(1) Kollateral (2) Der religiöse Wahn (3) Demut (4) Kacheln legen (5) Die alte Zickmeier (6) Agent Helmut, (7) Die Mädels: Fanni und Fiona, (8) Die Aussprache, (9) Post aus Mainz (10) In der Autowerkstatt, (11) Die Mädels: Alphabetisch, (12) Durch den Rhein, (Bonus) Im Feindesland

Sprecher und Produktion:
Heinz: Anis Hamadeh. Helmut: Stephan Hesping. Fanni: Juliane Link. Fiona: Andrea Stinner. Texte, Idee und Produktionsleitung: Anis. Grafik und Layout: Sabine Yacoub und Anis. Jingle: Anis (Klarinette: Stephan Hesping). Aufnahme und Mix: Thorsten Glatte. Zentralstudio Mainz Tobias Paldauf. Label: Timezone Records Osnabrück. Mainz/Osnabrück 2014

Die CD ist eine Auswahl späterer Stücke. Die Serie begann zweidimensional mit Diskussionen über Zeitungsschlagzeilen, bevor Bewegung hineinkam, bis hin zu Slapstick-Elementen.

English Description: Heinz and Helmut are "The Boys". In the 5-minute audio comedy they get into the most unlikely situations. Written by Anis Hamadeh, recorded in German.
CD Description: The boys, that's Heinz and Helmut. For ages they have been friends and flat-mates in Kiel/Germany. In the first episode, Helmut by accident runs over the elderly Mrs. Zickmeyer and her bicycle, when his car comes around the curve. This leads to some complications. Meanwhile, Heinz, on his way to enlightenment, approaches alternative religions. In "Laying Tiles" the boys want to tile the bathroom together, with white and black tiles, which inspires Heinz to play the board-game go. It ends in chaos. When Helmut takes on a mysterious activity as a foreign agent, even Fiona worries. She is Heinz' girlfriend and tells everything to her best friend Fanni. Heinz receives a "Letter from Mainz" with a job offer, and Helmut is completely dumbfounded. He still joins Heinz and they move house. "In the Garage" there is an incident because, as usual, Helmut cannot shut up. In the meantime the girls Fanni and Fiona have some fun at a party with a coma patient. In the last episode of the CD Heinz and Helmut survive an unexpected bath in the River Rhine.
Content:
(1) Collaterally, (2) Religious Frenzy, (3) Humility, (4) Laying Tiles, (5) Old Mrs. Zickmeyer, (6) Agent Helmut, (7) The Girls: Fanni and Fiona, (8) Talking Things Out, (9) Letter from Mainz, (10) In the Car Workshop, (11) The Girls: Alphabetically, (12) Through the Rhine

The CD is a selection of later pieces. The series began two-dimensionally with discussions about newspaper headlines, before movement came in, even to the point of slapstick elements. Most of it is translated into English.

Seit dem 24.09.2023 stehen hier alle Audios der CD „Die Jungs“ frei im Netz:



10. IN DER AUTOWERKSTATT (4:34)
mp3


11. DIE MÄDELS: ALPHABETISCH (3:58)
mp3


12. DURCH DEN RHEIN (4:16)
mp3


13. IM FEINDESLAND (5:05)
mp3 Text

Inhalt dieser Seite
(Einige der deutschen Texte stehen im Robert-Buch und können daher hier nicht gezeigt werden.)

1: Trotziger Neuanfang
2: Besonnenheit wächst
3: Große Einigkeit
4: Die Jungs mit der Zeitung
5: Die Jungs (Part 5)
6: Die Jungs im Feindesland (+ engl. + arab.) (CD Nr. 13)
7: Der religiöse Wahn (+ engl.) (CD Nr. 2)
8: Kollateral (+ engl.) (CD Nr. 1)
9: Demut (+ engl.) (CD Nr. 3)
10: Im Literaturhaus
11: Besuch bei der Zeitung
12: Kacheln legen (+ engl.) (CD Nr. 4)
13: Der Euro kommt
14: Das Ventil
15: Onkel Waldemar
16: Die alte Zickmeier (+ engl.) (CD Nr. 5)
17: Treibsand (+ engl.)
18: Bei Moshammer (+ engl.)
19: In Jerusalem (+ engl.)
20: Immer gegen Helmut (+ engl. + arab.)
21: Politisch korrekt (+ engl.)
22: Bagdad ist gefallen (+ engl.)
23: Agent Helmut (+ engl.) (CD Nr. 6)
24: Die Mädels (+ engl.) (CD Nr. 7)
25: Die Aussprache (+ engl.) (CD Nr. 8)
26: Post aus Mainz (only engl.) (CD Nr. 9)
27: In the Autowerkstatt (only engl.) (CD Nr. 10)
28: Starkstrom (+ engl.)
29: Die Mädels: Alphabetisch (only engl.) (CD Nr. 11)
30: Durch den Rhein (only engl.) (CD Nr. 12)
31: Franklin (+ engl + fr + it)
32: Die Einladung (+ engl + fr + it)
33: In der S-Bahn (+ engl + fr + it)
34: Die Mädels: Anruf aus dem Knast (+ engl + fr + it)
35: Angeln (+ engl + fr + it)
Extra: Heinz und Helmut

Nach Nr. 35 geht es weiter mit Die Jungs auf Weltreise (auch frz. & ital.) / Following No. 35, the continuation is The Boys' World Tour (also in French & Italian)
DIE JUNGS (1): TROTZIGER NEUANFANG
bambus # 155 - anis 19.09.01

du sag mal - müssen wir jetzt trotzdem neuanfangen? - ach halt doch die klappe - wieso denn? - in der zeitung stand gestern - dass wir jetzt einen neuanfang machen - von was ist das eigentlich - ein neuanfang? - wie jetzt? - naja, wenn man neu anfängt - dann heißt das doch auch - dass etwas altes aufhört - und an die stelle - wo das alte früher gestanden hat - kommt dann das neue - na und, stimmt ja auch - ja gut, aber was soll denn jetzt neu sein? - schmecken die brötchen vielleicht anders? - nö - haben sich die ladenöffnungszeiten geändert? - auch nicht - sag du doch mal - was sich geändert hat! - du stellst die bescheuertsten fragen - die ich je gehört habe - das ist keine antwort - glaubst du wirklich - dass das keine antwort ist? - also ich finde - es erklärt vieles - du bist also selbst hilflos - mann, alles hat sich geändert - verstehst du denn nicht? - die ganze sicherheitslage in der welt - hat sich komplett umgekrempelt - die machen jetzt überall kontrollen - und verfolgen viele straftäter - die bislang ungeschoren geblieben sind - aber wieso merkt man davon denn gar nix? - also der schily - der ist immer so gelassen - aber der macht den eindruck - als fiele ihm einfach nichts ein - der redet doch immer bloß über die terrorbekämpfung - dabei wissen alle - dass es gar nicht so sehr - um die terroristen geht - quatsch! - der deutsche innenminister - weiß sehr genau - was er tut - er hat ja auch - die anderen religionen - in schutz genommen - seine maßnahmen sind weder übertrieben - noch unnötig - das sehe ich ja auch so - aber was soll das ändern? - dann haben wir keinen terrorismus im land - ja gut - aber vorher hatten wir ja auch keinen - terrorismus im land - wieso sollte das anders werden? - es ist anders - wegen der amerikaner - wenn die jetzt zurückschlagen - dann werden einige leute - im nahen osten - ziemlich sauer werden - und weil wir die verbündeten - der amerikaner sind - werden die dann vielleicht - auch sauer auf uns - also haben letztlich die amerikaner schuld - quatsch - die deutschen - ach - die terroristen haben schuld - sie haben das world trade center vollständig zerstört - und warum haben sie - das gemacht? - weil sie böse sind natürlich - du idiot - warum sie das gemacht haben - weißt du - es reicht jetzt langsam - die ganze welt ist schockiert - und trauert - und du hast nichts besseres zu tun - als die terroristen in schutz zu nehmen - wer ich? - ich habe die terroristen in schutz genommen? - ich habe nicht - die terroristen in schutz genommen - ich will nur wissen - was los ist - ja ich sag dir mal - was los ist - in zukunft wird es so was nicht mehr geben - wenn du auch nur den hauch - eines zweifels aufkommen lässt - darüber dass das verbrecher waren - dann kommst du sofort in die maschine - du kannst dir ja wahrscheinlich vorstellen - dass alle verdächtigen - gut überwacht werden - von jetzt an - damit wir unsere freiheitlichen werte - in ruhe ausleben können - ohne dauernd an irgendwelche scheiße erinnert zu werden - ja ja - reg dich ab - meine güte - ich habe einfach nur die zeitung gelesen - das war alles - und da wollte ich - noch mal nachhaken - ist ja wohl nix dabei - soll ich jetzt vielleicht aufhören - die zeitung zu lesen? - das wäre ein guter anfang - du hast doch gefragt - was das für ein neubeginn werden soll - na siehste - da hast du doch schon einen guten anhaltspunkt - so und ich - werde jetzt etwas sinnvolles tun - und mir die nachrichten ansehen

DIE JUNGS (2): BESONNENHEIT WÄCHST
19.09.01

du sag mal - was bedeutet eigentlich: - „besonnenheit wächst“? - was ist los? - ich habe das heute in der zeitung gelesen - da stand „besonnenheit wächst“ - ja - das bedeutet wohl - dass es in der letzten zeit unruhe gegeben hat - sodass die bürger beunruhigt waren - und jetzt gibt die zeitung entwarnung - und ruft die bevölkerung - dazu auf - sich von dem emotionalen stress zu erholen - und wieder zur arbeit zu gehen - auch unser bundeskanzler mahnte - dass wir unser konsumverhalten - jetzt um gottes willen nicht ändern sollen - also du meinst - man will uns beruhigen? - nein also beruhigen - würde ich nicht sagen - dafür war das alles viel zu schlimm - was da passiert ist - eher wohl - also sie wollen uns sagen - dass - wir uns keine sorgen machen müssen - ja, beruhigen - nee nee nee - das kann man nicht so nennen - nee das ist schon etwas komplexer - also du sprichst in rätseln - gibt es vielleicht etwas - das du mir nicht sagen willst - weil ich es sowieso nicht verstehen würde? - ich glaube - die wollen uns beruhigen - und das beruhigt mich - immerhin werden die usa zurückschlagen - und zwar heftig - und bis dahin - herrscht so eine klebrige atmosphäre - keiner will sich auf irgendwas festlegen - man weiß eben noch nicht genau - wer den krieg gewinnen wird - blödsinn - natürlich weiß man - wer den kampf gewinnen wird - wir natürlich - mit den amis - das ist ein kulturkampf - die armen länder - sind neidisch - und fangen jetzt an - zu pieksen - aber okay - wie ihr wollt - wir sind bereit - im monumentalen kampf - zwischen gut und böse - unsere position zu beziehen - wo hast du das denn her? - was? - das mit dem monumentalen kampf - wieso das hat bush doch selber gesagt - du verfolgst wohl keine nachrichten, was? - klug daherschwätzen - aber selber keine ahnung haben - das kennt man ja - vielleicht ist auch etwas ganz anderes gemeint - nein nein - das meine ich - wie ich es sage - nein wegen „besonnenheit wächst“ - ich glaube - die haben das poetisch gemeint - so ähnlich wie: - „die wahrheit existiert“ - oder - „glaube hilft“ - die betonung liegt eindeutig auf „besonnenheit“ - anders kann man das nicht lesen - und was tut die besonnenheit? - sie wächst - also ich finde - das klingt schön - und regt die fantasie an - und ich finde - dass du ein schwachhirniger zeitverschwender bist - vielen dank - hör endlich auf - diese blöde zeitung zu lesen - sonst nehme ich sie dir irgendwann weg - du willst mir die zeitung wegnehmen? - du liest sie ja doch nicht richtig - wenn du eine halbe stunde brauchst - alleine um über die schlagzeile der ersten seite - wegzukommen - dann sagt das ja wohl alles - und danach machst du den mund auf - und da kommt nur gepuderter fasel raus - und ich - muss das dann ausbaden - gepuderter fasel? - hör zu - lass mich einfach in ruhe - okay? - wir sind zivilisierte menschen - nicht wie diese attentäter - yes sir - colonel sir - komm lass die witze - die lage ist ernst genug - wieso, ich denke, besonnenheit wächst? - ja, besonnenheit wächst - aber - ach mensch jetzt fängst du ja - schon wieder damit an - willst du mich verschaukeln - oder was? - was glaubst du eigentlich - wer du bist? - weißt du - wenn die prügelstrafe - in diesem land nicht verboten wäre - dann könnte ich jetzt - auf gute ideen kommen - ach ja - welche denn? - irgendwelche - welche denn? - welche denn? - lass mich in ruhe! - welche denn? - welche denn?

DIE JUNGS (3): GROSSE EINIGKEIT
20.09.01

jetzt bin ich aber schon froh! - weshalb? - wegen der einigkeit - alle sind sich wieder einig - die zeitung schreibt heute - „große einigkeit“ - weißt du noch vorgestern - da war es „trotziger neuanfang“ - und gestern „besonnenheit wächst“ - heute dann die nachricht: - „große einigkeit“ - das ist wie eine linie - ja morgen schreiben die bestimmt: - „we are the champions“ - ja - ha ha - oder „ganz viel liebe“ - hä hä hä - oder „alles paletti“ - stell dir mal vor - du hättest eine zeitung - und es wäre dein job - für jeden tag - eine passende überschrift zu finden - das ist bestimmt gar nicht so einfach - weil man ja gewissermaßen - in die zukunft hineinschreibt - man weiß ja noch nicht richtig - was am nächsten tag geschehen wird - im grunde sind das - bei der zeitung - alles propheten - so wie der finanzminister sagt: „die steuern müssen rauf“ - so sagen die journalisten: - „große einigkeit“ - das nennt man arbeitsteilung - na gut - aber immerhin verstehe ich jetzt - die überschrift von vorgestern - welche meinst du jetzt? - besonnenheit wächst? - nein, nicht besonnenheit wächst - ich meine trotziger neuanfang - ach so, das wieder - und wieso? - naja früher - waren sich die leute - nie so richtig einig - es gab streitigkeiten - und man war sich uneins - dauernd haben die sich beharkt - dann kam der elfte september - und die leute sind in sich gegangen - sie wollen - dass die gewalt nun endlich aufhört - und dadurch gibt es jetzt große einigkeit - das bedeutet also - dass das fürchterliche ereignis - nicht nur schattenseiten hat - es bringt die leute auch zusammen - also ich glaube - du romantisierst hier etwas - denkst du wirklich - dass die sich jetzt alle einig sind? - na klar - sonst würden die das - doch nie schreiben - das ist eine neue transparenz - die durch das land geht - eine art glasnost - das individuum - öffnet sich der gesellschaft - und spricht besonnene - und treffende - worte hinein - und schon - herrscht einigkeit - es ist der silberstreifen am horizont - eine neue epoche hat begonnen - ach so - du spinnst wieder rum - jetzt verstehe ich - du willst dich lustig machen - weißt du - so hin und wieder - entgeht mir deine kritik auch nicht - kritik? - also ich muss doch wohl bitten! - was ist denn daran kritisch - wenn ich von einigkeit rede? - das ist doch genau - wonach die gesellschaft sucht - ficken zum beispiel auch - das ist große einigkeit - wenn zwei menschen - sich so richtig einig sind - dann ficken sie miteinander - sag mal - was ist denn mit dir los? - musst du jetzt - auch noch vulgär werden? - ich glaube - du hast den kulturkampf vergessen - da landest du schnell - auf der verkehrten seite - wenn du jetzt nicht aufpasst - quatsch! - es gibt doch keinen kulturkampf! - das haben sich die leute vom feuilleton ausgedacht - ach ja - denkst du! - es gibt natürlich den kulturkampf - glaubst du - die haben das world trade center - in die luft gejagt - weil einer seine schulden - nicht bezahlt hat? - alles quatsch - es gibt keinen kulturkampf - hast du es immer noch nicht verstanden, mann: - große einigkeit - da ist kein kampf - das ist vorbei - sobald amerika - sich abreagiert hat - ist alles wieder normal - das ist ja gerade das gute! - die leute wollen nicht mehr kämpfen - es hat genug leid und unrecht gegeben - jetzt beginnt - die zeit der großen einigkeit - die bürger stehen wieder zusammen - sie haben die gemeinschaft - neu entdeckt - ein ruck geht durch das land - es ist aufbruchstimmung - also ich glaube eher - du bist total bescheuert

DIE JUNGS MIT DER ZEITUNG (Part 4)
21.09.01

und? - und was? - na was hat die zeitung - heute getitelt? - „bin laden soll gehen“ - wie bitte? - „bin laden soll gehen“ - das ist komisch - es passt irgendwie gar nicht - zu den überschriften - der letzten tage - die waren besonnen - und voller harmonie - und jetzt so was - wieso, für mich ist das nur - die auflösung von gestern - da schrieben sie: große einigkeit - und heute schreiben sie - worüber sich alle einig sind - dass nämlich bin laden böse ist - und sterben muss - er soll gehen - siehste: kulturkampf - habe ich doch gesagt! - quatsch - das ist doch kein kulturkampf! - also das haben wir im westen - nun wirklich nicht nötig - uns auf dieses level herunterzubewegen - aber es irritiert mich schon - na also - ich meine, klar - bin laden ist ein verbrecher - das weiß ja auch jeder - ich frage mich - warum die das so betonen - vielleicht ist es eine anspielung - was denn für eine anspielung? - na für die anderen terroristen - dann wissen die schon mal - wie die von der zeitung geschlachtet werden - wenn sie scheiße bauen - wieso sollte man die von der zeitung schlachten - wenn sie scheiße bauen? - nein, du idiot - die doch nicht! - die terroristen werden geschlachtet - früher hätten wir ja - ganz andere sachen mit den terroristen gemacht - wann früher? - als die welt noch in ordnung war - als es hier noch keine demokratie gab - da hätten die solche terroristen... - was hätten die sie? - na du weißt schon - haben sie es vielleicht nicht verdient? - sind es nicht alles verbrecher? - du sag mal - wieviele leute lesen eigentlich die zeitung jeden tag? - also ich glaube - so eine viertel bis halbe million leute etwa, wieso? - nur so - na wenigstens wissen die jetzt alle - dass bin laden weggehen soll - damit wir wieder ohne terroristen leben können - also das wussten die vorher auch schon - es gibt dinge - die kann man gar nicht - oft genug betonen - denn sonst bleiben zweifel offen - also ich glaube - dass die von der zeitung schiss gekriegt haben - quatsch - wovor soll denn wohl - eine zeitung schiss kriegen? - wenn es irgendjemanden gibt - der überhaupt keinen schiss haben muss - dann doch wohl die zeitung - wer soll denen denn was? - ich meine das auch eher indirekt - die sehen - dass man gegen einen solchen - terroristischen schlag - kaum etwas machen kann - und haben jetzt angst - blödsinn! - es ist im gegenteil sehr mutig - von der zeitung - ein klares bekenntnis gegen den terrorismus abzulegen - klar - wenn bin laden das lesen sollte - wird er sich bestimmt - in die hose machen - wo soll er eigentlich hingehen? - hauptsache weg - ich muss schon sagen - ich bin sehr zufrieden - mit der heutigen botschaft - wenn dann die ganzen - neuen sicherheitsbestimmungen kommen - und die steuererhöhungen - dann wissen alle leute sofort - wer dafür die verantwortung trägt - nämlich bin laden und seinesgleichen - haben sich eigentlich die deutschen - jemals geirrt? - quatsch! - die doch nicht! - es ist bekannt - dass die deutschen - die grenze zwischen gut und böse - sehr genau kennen - auch die deutschen haben nämlich sehr gelitten - im krieg - darüber denken die anderen nie richtig nach - und während es für die anderen - nach dem krieg vorbei war - mussten wir weiterhin leiden - das macht sich nie einer richtig klar - wie sehr wir vom schicksal betrogen worden sind - und das alles wegen der terroristen! - deshalb sollen sie ja gehen - ja hoffentlich bald! - bestimmt! - bei all der einigkeit - kann das wohl nicht lange dauern - mal sehen - was die morgen so schreiben

DIE JUNGS (Part 5)
22.09.01

ich glaube - die haben sich wieder beruhigt - wer? - die von der zeitung - wieso, was schreiben die denn heute? - sie schreiben: „taliban trotzen bushs drohungen“ - klingt wie eine ganz normale zeitungs-überschrift - sag ich ja - es sind aber auch verwirrende zeiten - da sind so viele fragen entstanden - das kann eine einzelne zeitung gar nicht allein bewältigen - nee, stimmt - da müssen wir wohl alle anpacken - sag du doch mal - wie du den terrorismus - bekämpfen würdest - also ich finde das gut - was der schily gemacht hat - der hat sich einen polizistenhelm aufgesetzt - und dann mit dem schlagstock - in die kamera gewedelt - das ist genau das richtige signal - die terroristen sollen nicht denken - dass wir uns verarschen lassen - hatte er nicht auch strapse an? - nee, der hatte doch keine strapse an - das war nur der gummiknüppel - also ich habe angst vor unserem innenminister - musst du nicht - der ist ganz okay - der macht nur - was die leute wollen - und das fernsehen hat gesagt - er sei der neue starke mann - im kabinett schröder - ja ich weiß - law and order - deshalb habe ich ja angst - also das ist wirklich blöd von dir - der schily macht das doch genau - damit du keine angst mehr haben musst - mensch, das sind - sicherheitsmaßnahmen - sie dienen deiner eigenen sicherheit - klar - der staat reagiert mit gewalt - und einschüchterung - das ist genau - was wir jetzt brauchen - sie müssen den terroristen eben zeigen - wo der hammer hängt - jetzt hör doch endlich auf - mit diesen scheiß-terroristen - ach ja - und was würdest du denn tun - um die lage zu entspannen? - ich würde vertrauen - wem? - dem feind - was ist los? - hast du gesagt - du würdest dem feind vertrauen? - genau - da kannst du dir auch gleich ein küchenmesser nehmen - und dich selbst umbringen - wieso? - selbst der bundespräsident hat gesagt - dass man dem terror den boden entziehen muss - aber wie soll man das machen? - durch vertrauen natürlich - klar - du kannst ja mit bin laden - einen canasta-club aufmachen - ey - wenn du deinen feinden vertraust - was bleibt denn da für die freunde übrig? - vertrauen heißt ja nicht - dass ich ihn mag - es heißt nur - dass ich ihn ernst nehme - die meisten leute - die ihn unterstützen - sind doch bloß sauer - weil die reichen länder - immer so tun - als wären sie das maß der welt - dann denken die armen länder: - nicht nur - dass die das ganze geld haben - die glauben auch - dass sie die ganze wahrheit haben - dann sagen die reichen länder wieder: - ach, was wollen die denn? - die haben ja nix - und schon eskaliert die geschichte - du nimmst ja schon wieder - die terroristen in schutz - nein - vielleicht neige ich dazu - die schwachen in schutz zu nehmen - aber heute - sind alle seiten so schwach - dass man nur noch mitleid haben kann - oder sich lustig machen - wieso - wer macht sich denn hier - über irgendwas lustig? - das ist nur wie ein großer bruder - und ein kleiner - die einander ständig beweisen müssen - dass der eine - viel toller ist als der andere - und dann jault der andere rum - und nörgelt - und dann demütigt der große den kleinen wieder - und so entsteht das bruttosozialprodukt - genau - na wenigstens wir beide sind uns einig - türlich - wir müssen ja ein zeichen setzen - wenn doch bloß alle so schlau wären - wie wir - also das kannst du wirklich nicht erwarten - wir können ja der zeitung einen leserbrief schreiben - ach ich glaube - die kriegen das irgendwann auch so raus - vertrauen, was? - naja und? - weißt du vielleicht was besseres?

(CD) DIE JUNGS IM FEINDESLAND
2001

Heinz: Jetzt warte doch mal!
Helmut: Komm, wir müssen weiter.
Heinz: Mann, ich krieg meinen Dings nicht.
Helmut: Was denn?
Heinz: Meinen Dingens.
Helmut: Was denn jetzt?
Heinz: Meinen Fuß! Ich krieg meinen Fuß nicht aus diesem Stacheldraht.
Helmut: Warte, ich helf dir.
Heinz: Zieh den ...
Helmut: Scheiße, hier ist ja ne Riesenpfütze.
Heinz: Nun zieh doch den ...
Helmut: Moment, ja so gehts.
Heinz: Oh gottseidank, ey. Warum müssen wir auch in dieser Mistdunkelheit so ne Nummer durchziehen?
Helmut: Ja is gut. Hör mal auf zu heulen. Lass uns weitergehen.
Heinz: Hast du das Nachtsichtgerät?
Helmut: Ja ja hab ich. Komm jetzt!
Heinz: Wo gehen wir eigentlich hin?
Helmut: Da vorne, zu der Höhle.
Heinz: Zu welcher Höhle?
Helmut: Ja ist gut. Bleib einfach dicht hinter mir. Das ist hier gleich.
Heinz: Und was machen wir dann in der Höhle?
Helmut: Ach komm, jetzt hör auf damit. Das haben wir echt lange genug besprochen.
Heinz: Ich will nur, dass du es noch mal sagst.
Helmut: Wir suchen die Terroristen.
Heinz: Und glaubst du, die sind da in der Höhle?
Helmut: Keine Ahnung. Deshalb kucken wir ja nach.
Heinz: Mmh, klar. Und was, wenn da welche sind?
Helmut: Warum musst du das immer wieder machen? Glaubst du, es hilft mir, wenn du dauernd diesen Mist wiederholst?
Heinz: Wieso dauernd? Das waren höchstens vier Mal.
Helmut: Du weißt genau, dass wir als Freunde darum gebeten wurden ...
Heinz: Die Amerikaner, ja ja.
Helmut: Ja die Amerikaner! Na und? Wer hat denn ...
Heinz: Wer hat denn Deutschland wieder aufgebaut, ja ja.
Helmut: Na und? Oh scheiße ist das dunkel hier.
Heinz: Auaaaha!!
Helmut: Was ist los?
Heinz: ......
Helmut: Ey was ist?
Heinz: Nix schon gut.
Helmut: Was war denn?
Heinz: Ich hab mir den Fuß verknackst. Geht schon.
Helmut: Willst du Wasser?
Heinz: Nee, wieso sollte ich Wasser wollen?
Helmut: Weiß ich auch nicht. Ich frag bloß so. Komm, wir sind gleich da.
Heinz: Und so näherten sich die tapferen alliierten Truppen der Höhle des Löwen. Würden sie die Terroristen überwältigen? Würden sie ...
Helmut: Pssst! Jetzt halt endlich die Klappe. Hast du dein MG entsichert?
Heinz: Yes, Sir.
Helmut: Dann komm! Und wenn du unbedingt noch was sagen musst, dann flüstere bitte.
Heinz: Nrschtie
Helmut: Hä?
Heinz: Es knirscht hier so unter den Füßen.
Helmut: Ja, ist gut.
Heinz: Hast du das Nachtsichtgerät?
Helmut: Ja doch!
Heinz: Und?
Helmut: Nix und.
Heinz: Wie: nix und?
Helmut: Ich kann nichts sehen.
Heinz: Komm lass uns hier verschwinden. Helmut? Oh scheiße. Helmut!!!
Helmut: Ey bist du bescheuert, so zu schreien?? Ich war doch gar nicht weg. Lass uns bloß abhauen.
Heinz: Und die Terroristen?
Helmut: Du bist so ein Idiot! Warte mal. Wo war denn jetzt der Ausgang von dieser blöden Höhle? Ich glaube hier.
Heinz: Nee nee, von da sind wir doch gekommen.
Helmut: Ja, sag ich doch.
Heinz: Nein vorhin. Wir sind doch hier rechts abgebogen.
Helmut: Oh Mann. Jetzt bin ich schon ganz durcheinander.
Heinz: Wir kriegen das schon.
Helmut: Halt du doch die Fresse.
Heinz: Wieso das denn jetzt? Wenn ich vorhin nicht aus Versehen geschrieen hätte, hätten wir uns trotzdem verirrt.
Helmut: Wir haben uns nicht verirrt.
Heinz: Ach, wie würdest du das denn nennen?
Helmut: Hier. Ich glaube, hier sind wir abgebogen.
Heinz: Meinetwegen.
Helmut: Nee das is ne Sackgasse.
Heinz: Ich hab Wasser im Stiefel.
Helmut: Oder war es hier?
Heinz: Scheiß-Amerikaner!
Helmut: Ppppppppppp
Heinz: Ey sag mal, bist du bescheuert, hier so rumzuballern?
Helmut: Tschuldigung, das hab ich nicht extra gemacht.
Heinz: Mann, du bist ja irre.
Helmut: Mann, ich hab das nicht extra gemacht!
Heinz: Aber mich anmachen, weil ich gerufen habe.
Helmut: Du hast geschrien.
Heinz: Ja, aber ich habe nicht rumgeballert.
Helmut: Früher war das echt leichter!
Heinz: Was?
Helmut: Krieg.
Heinz: Ach so das.
Helmut: Hast du noch eins von den Malzbonbons?
Heinz: Klar.
Helmut: Vielleicht finden die uns ja auch.
Heinz: Wer jetzt?
Helmut: Die Aliierten.
Heinz: Bestimmt.
Helmut: Hast du dein Handy mit?
Heinz: Nö.
Helmut: Is gleich zwei Uhr
Heinz: Ich hab Zeit.
Helmut: Wir können ja noch mal diesen Ausgang hier probieren.
Heinz: Mmmh.
Helmut: So komm, nun trödel nicht so rum!

THE BOYS (6): IN ENEMY LAND
2001

Heinz: Hey, wait a minute!
Helmut: Come on now, we have to keep going.
Heinz: Man, I can't get my thing ...
Helmut: What thing?
Heinz: My thing ...
Helmut: What are you talking about?
Heinz: My foot! I can't get my foot out of this barbed wire.
Helmut: Wait, I'll give you a hand.
Heinz: Pull this ...
Helmut: Shit, there's a huge puddle here.
Heinz: Now go ahead and pull this ...
Helmut: Just a sec, OK, that's good.
Heinz: Oh thank God, hey, why do we have to go through this number in the damn dark?
Helmut: Yeah OK, now stop whining. Let's keep going.
Heinz: Do you have the night vision goggles?
Helmut: Yeah, yeah, I got 'em. Come on now!
Heinz: Where are we actually going?
Helmut: Up ahead there to the cave.
Heinz: Which cave?
Helmut: Yeah, it's OK, you just stay right behind me. It's right here.
Heinz: And what are we gonna do there in the cave?
Helmut: Oh, just stop it. Really man, we discussed this long enough.
Heinz: I just want you to say it one more time.
Helmut: We're looking for the terrorists.
Heinz: And do you think they're in that cave?
Helmut: No idea, that's why we're checking.
Heinz: Um-hmh, sure. And what if we find them there?
Helmut: Why do you always have to do this? Do you think it helps me when you constantly repeat this crap?
Heinz: What do you mean constantly? It was only four times maximum.
Helmut: You know exactly that as friends we were requested to help ...
Heinz: The Americans, yeah yeah.
Helmut: Yes, the Americans! So what? Who rebuilt ...
Heinz: ... who rebuilt Germany after the war, yeah, yeah.
Helmut: There you are. Oh shit, it's so dark in here.
Heinz: Ouch owie!!
Helmut: What's up?
Heinz: ......
Helmut: Hey, what is it?
Heinz: Nothing, it's OK.
Helmut: And what was it?
Heinz: I twisted my ankle. It's OK.
Helmut: Do you want water?
Heinz: Nah, why would I want water?
Helmut: What do I know? I'm just asking. Come on, we're almost there.
Heinz: And so the brave allied troops approached the cave of the lion. Would they defeat the terrorists? Would they ...
Helmut: Ssshhh! Now shut your trap. Did you take the safety off?
Heinz: Yes, Sir.
Helmut: Then come on! And if you absolutely must say something, then please whisper.
Heinz: unshyr
Helmut: Huh?
Heinz: It's kinda crunchy here under the feet.
Helmut: Yeah, all right.
Heinz: Have you got the night vision goggles?
Helmut: Yes, that's what I told you!
Heinz: So?
Helmut: So nothing.
Heinz: What do you mean: "So nothing"?
Helmut: Well, I can't see anything.
Heinz: Come on, let's get out of here. Helmut? Oh shit. Helmut!!!
Helmut: Hey are you crazy to yell like that?? I wasn't even gone. Let's just get outta here.
Heinz: And the terrorists?
Helmut: You are such an idiot! Wait a sec ... now where was the exit of this stupid cave? I think it was here.
Heinz: No, no, that's where we came from.
Helmut: Yeah, that's what I'm saying.
Heinz: No before. We made a right over here.
Helmut: Oh man, now I'm all turned around.
Heinz: We'll figure it out.
Helmut: You just keep your mouth shut.
Heinz: Why, what'd I do now? Even if I hadn't accidentally yelled, we still would've got lost.
Helmut: We are not lost.
Heinz: And what would you call it then?
Helmut: Here. I think here is where we turned.
Heinz: I guess.
Helmut: No, this is a dead end.
Heinz: I have water in my boot.
Helmut: Or was it here?
Heinz: Bloody Americans!
Helmut: Ppppppppppp
Heinz: Hey there, are you insane shooting off your gun in here?
Helmut: I'm sorry. I didn't do it on purpose.
Heinz: Man, are you delirious or something?
Helmut: Man, I did not do it on purpose!
Heinz: But to let me have it just because I called to you.
Helmut: You yelled.
Heinz: Yeah, but I didn't misfire.
Helmut: Back then this was so much easier!
Heinz: What was?
Helmut: War.
Heinz: Oh, that.
Helmut: Do you have any more of those malted milk balls?
Heinz: Sure.
Helmut: Maybe they'll find us, too.
Heinz: Who now?
Helmut: The allies.
Heinz: Sure.
Helmut: Do you have your cell phone?
Heinz: Nah.
Helmut: It's almost two a.m.
Heinz: I have time.
Helmut: We could try this exit here.
Heinz: Mmmh.
Helmut: So come on now. Stop messing around!

الولدين ٦: في بلاد العدو
بامبو # 171 - أنيـس 01.10.06

هاينس: ما تسـتـنـّى شويه بس!
هـلموت: يلله تعال لازم نكـمّل الطريق
هاينس: استنى بس أنا مش قادر أسحب البتاع ده
هـلموت: بتاع إيه بس؟
هاينس: البتاع ده
هـلموت: ما تخلـّصنا بقى
هاينس:رجلي! أنا مش قادر أسحب رجلي من السلك الشايك ده
هـلموت: طب خلّيني أساعدك
هاينس: شِيل ال
هـلموت: يلعن... إيه الميّة دي هنا؟
هاينس: وللك شِيل ال ...
هـلموت: لحظة شويه ، أيوه كده
هاينس: الحمد لله يا سيدي... والحقيقة أنا لسه ما فهمتش ليه إحنا لازم نتعب نفسنا كده في الظلمة دي
هـلموت: يلله بنا. ماتتعيـّـطش! خلّينانمشي
هاينس:إنت معاك المنظار الليلي؟
هـلموت: أيوه معاي. تعال
هاينس: على فكرة، إحنا رايحين فين بالضبط؟
هـلموت: إحنا نشوف المغارة إللي هنا
هاينس: أنهو مغارة يا هـلموت؟ أنا مش شايف أي حاجة
هـلموت: معليش. خليك إنت وراي بس. المغارة مش بعيدة
هاينس: وإحنا حنعمل إيه بعدين في المغارة دي؟
هـلموت: أرجوك يا هاينس إسكت! إحنا بقالنا ساعات طويلة بنناقش الموضوع ده
هاينس: أنا عايزك بس تقوللي تاني
هـلموت: إحنا بندوّر عالإرهابيين!
هاينس: وإنت متخيّلهم في المغارة؟
هـلموت: أنا عارف؟ ما عشان كده إحنا رايحين نشوف
هاينس: م م طبعاً. وحيحصل إيه لـمّا يكونو هناك؟
هـلموت: وانت بتعمل ده كله من غير استراحة ليه؟ تفتكر ده يساعدني لـمّا إنت بتتكرر الكلام الفاضي ده على طول؟
هاينس: طول إيه بس؟ دي كانت أربع مرّات عالأكتر
هـلموت: إنت عارف كويس إننا مسؤولين عن الحكاية دي كأصحاب ...
هاينس: الأمريكان ، أيوه عارف
هـلموت: أيوه الأمريكان! ومالهم؟ هو مين إللي بنى ...
هاينس: ... هو مين إللي بنى ألمانيا بعد الحرب ، أيوه عارف
هـلموت: وماله؟ إيه الظلمة دي ...
هاينس: آه رغ ه
هـلموت: إيه إللي حصل؟
هاينس: ...
هـلموت: في إيه بس؟
هاينس: ولا حاجة خلاص
هـلموت: وإيه إللي حصل؟
هاينس: رجلي انقصعت، خلاص
هـلموت: عايز ميّة؟
هاينس: لأ. وشمعنى ميّة؟
هـلموت: أنا عارف؟ أنا بسأل كده، على شان خاطرك. يلله هانت، إحنا قربنا نوصل.
هاينس: وهكذا اقتربت القوات الحليفة الشجاعة من مغارة الأسد. هل سيستطيعون القبض على الإرهابيين؟ هل ...
هـلموت: سْسْه! إسكتْ، إسكتْ. السلاح بتاعك معشّق؟
هاينس: يِسْ سير ، حاضر سير
هـلموت: طب تعالى معاي! بس لمّا تتكلم من فضلك بصوت واطي
هاينس: معصواتلمغا
هـلموت: إيه؟؟
هاينس: أنا قلت: اسمع أصوات المغارة لمـّا نمشي فيها
هـلموت: أيوه يا بيه ، تمام
هاينس: المنظار الليلي معاك؟
هـلموت: أيوه ما أنا قلت لك
هاينس: خير إن شاء ألله؟
هـلموت: خير إيه يا راجل؟
هاينس: الوضع
هـلموت: الحقيقة أنا مش شايف حاجة
هاينس: خلـّـينا نرجع أحسن. هـلموت؟ فينك؟ ما تخوّفنيش. هـلموت!!!
هـلموت: هو إنت اتجنّنت؟؟ بتعمل دوشة كده ليه؟ ما أنا ما كنتش بعيد. يلله نروّ ح
هاينس: طب والإرهابيين؟
هـلموت: يا... تعرفإنت حمار؟ اسـتـنـّى بقى. هو المخرج بتاع المغارة الملعونة دي فين؟ اعتقد من هـنا
هاينس: لا لا ، ما إحنا جينا من هـنا لمـّا جينا
هـلموت: أيوه ما أنا قلت كده بقى
هاينس: لا لا ، قصدي قبل كده. إحنا أخدنا الطريق اليمين من هنا.
هـلموت: يا ربّ. دلوقتي أنا متلخبط خالص
هاينس: معليش ، حنتصرّف حتشوف
هـلموت: ما تخرس بقى
هاينس: وليه بقى؟ أنا لو ما علّتش صوتي بالغصب لكنّا ضيّـعنا الطريق على كل حال
هـلموت: إحنا ما ضيّـعناش الطريق
هاينس: يا خبر! أُمال إيه المصيبة إللي إحنا فيها؟
هـلموت: هـنا! أنا إفتكر هـنا فين إحنا كنّا في الأول
هاينس: زي ما إنت عايز
هـلموت: لأّه ، الطريق دي مسكـّرة
هاينس: البوت بتاعي اتملأ ميّة
هـلموت: ولـله من هـنا ؟
هاينس: يخرب بيت الأمريكان!
هـلموت: ط ط ط ط ط ط ط ط ط
هاينس: إنت اتخبلت خالص؟؟؟ مالك؟؟ بتطلق النار كده
هـلموت: آسف. أنا ما عـملتش ده بالعمد
هاينس: يا راجل باين الفيوز ضرب عندك
هـلموت: ما أنا ما عـملتش ده عمداً!
هاينس: اه كده؟ بس أنا المجنون عشان كنت أنادي
هـلموت: إنت كنت تصرخ
هاينس: طيب بس أنا ما أطلقـتش النار زي المجنون
هـلموت: زمان كان كل ده أسهل بكتير ...
هاينس: قصدك إيه؟
هـلموت: الحرب
هاينس: اه طبعاً ، الحرب
هـلموت: لسه في عندك من اللب الأبيض؟
هاينس: إتفضل
هـلموت: ممكن إنهم يلاقونا هـنا
هاينس: مين بقى؟
هـلموت: الحلفاء
هاينس: أكيد
هـلموت: الموبايل بتاعك معاك؟
هاينس: لأ  ّه
هـلموت: حتكون الساعة إتنين كمان شويه
هاينس: عـندي وقت
هـلموت: خلّينا نحاول نحرج من هنا
هاينس: مـْــه
هـلموت: يلله قوم ما تتحر ّك!

(CD) DIE JUNGS (7): DER RELIGIÖSE WAHN
2001

Heinz: Choda Hafez!
Helmut: Wie siehst du denn aus!
Heinz: Das ist Persisch.
Helmut: Gehst du auf ne Toga-Party?
Heinz: Nö. Das ist mein Bahai-Gewand.
Helmut: Herzlichen Glückwunsch. Sieht aus wie einer, dem sie beim Baden die Klamotten geklaut haben und der sich dann von den Campern das Picknicktuch aus der schmutzigen Wäsche gegriffen hat.
Heinz: Ja, weil du keine Ahnung hast! Ich habe nämlich die Religion entdeckt.
Helmut: Wo?
Heinz: In mir drinnen.
Helmut: Würdest du mir bitte verraten, was das alles soll?
Heinz: Mann das stimmt. Du weißt doch noch letztens im Fernsehen, als sie den Bericht über den Bahai-Tempel in Haifa am Mittelmeer gebracht haben, oder?
Helmut: Ja und?
Heinz: Ja, ich bin jetzt Bahai geworden.
Helmut: Oh Gott.
Heinz: Genau.
Helmut: Und wieso ausgerechnet?
Heinz: Ja, das war ganz komisch: Ich hatte heute Nacht nämlich eine Erleuchtung.
Helmut: Oh Gott.
Heinz: Genau. Ich lag im Bett und mir war auf einmal alles klar.
Helmut: Was alles?
Heinz: Na alles. Es war eine Eingebung. Der himmlische Funke.
Helmut: Dann hat dich Fiona also gestern noch erreicht.
Heinz: Das hat nix mit Fiona zu tun. Das war Bahaa-Ullah. Er ist mir im Traum erschienen. Denn nur mit Gottes Rechtleitung werden unsere Seelen ins himmlische Paradies eingehen.
Helmut: Aber nicht in diesen Klamotten. Was soll das eigentlich? Die Leute in dem Film sahen doch alle ganz normal aus.
Heinz: Ja, da hab ich ein bisschen improvisiert. Wenn ich schon Religion mache, dann soll es auch nach was aussehen.
Helmut: Und was war das, das du da am Anfang gesagt hast?
Heinz: Choda Hafez!
Helmut: Und was ist das?
Heinz: Das ist Persisch. Ich lern grade Persisch, damit ich Bahaa-Ullahs Wort lesen kann.
Helmut: Und was heißt das nun?
Heinz: Auf Wiedersehen.
Helmut: Wie jetzt? Du kommst hier in das Zimmer rein und sagst „Auf Wiedersehen“? Mann, du bist ja total bescheuert.
Heinz: Mann, ich kann noch nix anderes! Die Schrift ist so schwer!
Helmut: Ich will dir mal sagen, was das ist. Das ist der religiöse Wahn ist das. Hier kuck mal.
Heinz: Was'n?
Helmut: Ja hier, auf der Illustrierten. Da steht's doch.
Heinz: „Der religiöse Wahn. Die Rückkehr des Mittelalters“.
Helmut: Jetzt weiß ich auch, was die meinen.
Heinz: Quatsch Mann, ich bin Bahai! Die Bahais machen keine Terroranschläge.
Helmut: Klar, die Muslime machen auch keine Terroranschläge.
Heinz: Bahais ma-chen so was nicht. Blödmann!
Helmut: Natürlich! Mann, das ... du verstehst aber auch gar nichts!
Heinz: Gott allein versteht und seine Manifestationen, wie der große ...
Helmut: Bahaa-Ullah, ich habs kapiert. Was ist das da in deinen Augen?
Heinz: Pupillen.
Helmut: Nee, wie du kuckst. Du kuckst so komisch. Hast du was getrunken?
Heinz: Bahais trinken nicht.
Helmut: Hast du was geraucht?
Heinz: Bahais achten auf ihre Gesundheit. Wir wollen eine friedliche globale Gesellschaft, die im Gleichgewicht ist. Was meinst du wohl, was Fiona gesagt hat, als ich ihr von meinem Erwachen erzählt habe?
Helmut: Geh zum Psychiater.
Heinz: Du hast offensichtlich die spirituelle Seite deines Wesens vernachlässigt.
Helmut: Das hat sie gesagt?
Heinz: Nein, sie hat gesagt, dass sie das schon immer vermutet hatte. Sie hat mir ja auch neulich diese Bahai-Broschüren aus dem Reisebüro mitgebracht.
Helmut: Heinz, ich muss mal ein ernstes ...
Heinz: Ich heiß nicht mehr Heinz.
Helmut: Oh Gott.
Heinz: Ich heiße jetzt Burhaan ad-Diin.
Helmut: Oh Gott.
Heinz: Das bedeutet „Beweis der Religion“.
Helmut: Heinz!
Heinz: Bitte sag Burhaan ad-Diin. Respektiere das.
Helmut: Oh, tu mir das nicht an. Ich weiß noch, wie das damals mit den Pokemons war. Das hat sechs Monate gedauert.
Heinz: Was hat das denn mit den Pokemons zu tun? Außerdem hattest du zuerst Pokemons.
Helmut: Ja, aber nicht so lange. Komm, zieh dich um und lass uns ins Kino gehen!
Heinz: Nee, ich will lieber beten.
Helmut: Ey, das is' echt der religiöse Wahn.
Heinz: Mann, Bahais machen so was nicht!

THE BOYS (7): RELIGIOUS FRENZY
2001

Heinz: Khoda Hafez!
Helmut: Just look at you!
Heinz: That's Persian.
Helmut: Are you going to a toga party?
Heinz: Nope. This is my Bahai robe.
Helmut: Congratulations. It looks like someone who had his clothes stolen while bathing and then grabbed the picnic cloth from the campers' dirty laundry.
Heinz: Yes, because you have no clue! You see, I have discovered religion.
Helmut: Where?
Heinz: Inside me.
Helmut: Would you please tell me what this is all about?
Heinz: Man, it's true. You remember the other day on TV when they did that report about the Bahai temple in Haifa on the Mediterranean, right?
Helmut: Yes and?
Heinz: Well, I've become a Bahai now.
Helmut: Oh God.
Heinz: Exactly.
Helmut: And why of all things?
Heinz: Yeah, that was kind of strange: Tonight I had an epiphany.
Helmut: Oh God.
Heinz: Exactly. I was lying in bed and suddenly everything was clear to me.
Helmut: What everything?
Heinz: Well, everything. It was an inspiration. The heavenly spark.
Helmut: So Fiona managed to reach you yesterday, then.
Heinz: That has nothing to do with Fiona. That was Bahaa-Ullah. He appeared to me in a dream. For only with God's guidance will our souls enter the celestial paradise.
Helmut: But not in these rags. Anyway, what's the point? The people in the film all looked quite normal.
Heinz: Yeah well, I improvised a little. If I'm going to do religion, I want it to look like something.
Helmut: And what was that thing you said at the beginning?
Heinz: Khoda Hafez!
Helmut: And what is that?
Heinz: That's Persian. I'm learning Persian so I can read Bahaa-Ullah's word.
Helmut: And what does it mean now?
Heinz: Goodbye.
Helmut: Wait, what? You come in here into the room and say "Goodbye"? Man, you are totally stupid.
Heinz: Man, I can't do anything else yet! The letters are so difficult!
Helmut: I can tell you what that is. It's religious obsession, that's what it is. Here look.
Heinz: What?
Helmut: Yes, here, on the magazine. There you have it.
Heinz: "Religious frenzy. The return of the Middle Ages"
Helmut: Now I see what they mean.
Heinz: Nonsense man, I am Bahai! The Bahais don't do terrorist attacks.
Helmut: Sure, Muslims don't do terrorist attacks either.
Heinz: Bahais don't do that. Idiot!
Helmut: Of course! Man, that ... you don't understand anything!
Heinz: God alone understands and his manifestations, like the great ...
Helmut: Bahaa-Ullah, I got it. What is that in your eyes?
Heinz: Pupils.
Helmut: No, the way you look. You look so funny. Did you drink something?
Heinz: Bahais don't drink.
Helmut: Did you smoke something?
Heinz: Bahais take care of their health. We want a peaceful global society that is in balance. What do you think Fiona said when I told her about my awakening?
Helmut: Go see a shrink.
Heinz: You've obviously neglected the spiritual side of your being.
Helmut: That's what she said?
Heinz: No, she said that she had always suspected that. She also brought me these Bahai brochures from the travel agency the other day.
Helmut: Heinz, I have to make a serious ...
Heinz: My name is no longer Heinz.
Helmut: Oh God.
Heinz: My name is Burhaan ad-Deen now.
Helmut: Oh God.
Heinz: That means "proof of religion".
Helmut: Heinz!
Heinz: Please say Burhaan ad-Deen. Respect that.
Helmut: Oh, don't do that to me. I remember how it was with the Pokemons back then. That took six months.
Heinz: What does this have to do with the Pokemons? Besides, you had Pokemons first.
Helmut: Yes, but not for so long. Come on, get changed and let's go to the movies!
Heinz: No, I'd rather pray.
Helmut: This really is religious frenzy.
Heinz: Man, Bahais don't do that!

(CD) DIE JUNGS (8): KOLLATERAL
2001

Heinz: Na, wie wars beim Sport?
Helmut: Oh jo.
Heinz: Wenn du willst, da ist noch ein Bier im Kühlschrank.
Helmut: Hmmm okay.
Heinz: Du, da war vorhin eine super Sendung im Fernsehen über die Totenkulte in archaischen Gesellschaften. Das war sehr interessant.
Helmut: Aha.
Heinz: Wusstest du, dass sogar die Neandertaler ihre Toten schon beerdigt haben? Wahrscheinlich haben sie sogar Blumen mit ins Grab gelegt. Man hat da solche Reste gefunden.
Helmut: Du ich glaub, ich geh grad mal Duschen.
Heinz: Wieso, hast du denn nicht in der Muckibude geduscht?
Helmut: Ach ja, äh, stimmt ja.
Heinz: Sag mal, Helmut, was ist eigentlich los mit dir? War irgendwas?
Helmut: Wieso, was soll denn gewesen sein?
Heinz: Woher soll ich das wissen?
Helmut: Dann rede nicht so blöd daher, wenn du sowieso nicht Bescheid weißt.
Heinz: Alter Schwede. Na du bist ja drauf.
Helmut: Ist noch Bier im Kühlschrank?
Heinz: Ey, das hab ich doch grade gesagt. Mann du hängst ja voll daneben. Und blass bist du auch. Sag mal, du zitterst ja.
Helmut: Quatsch.
Heinz: Komisch. Naja, musst du selber wissen. Jedenfalls gut, dass du wieder da bist, ich brauche nämlich den Wagen heut noch mal.
Helmut: Wieso das denn?
Heinz: Ja, Fiona hat vorhin angerufen. Es gibt einen Vortrag über die Bahais in der Stadtgalerie. Da wollen wir noch hin.
Helmut: Du hast auch nichts anderes im Kopf was?
Heinz: Na und? Ich will eben etwas für den Frieden tun. Das weißt du ganz genau. Na los, gib mir die Autoschlüssel!
Helmut: Ja nachher.
Heinz: Wie nachher? Nachher ist der Vortrag zu Ende.
Helmut: Ich kann den Schlüssel grade nicht finden.
Heinz: Helmut ... was ist los?
Helmut: Ja nix.
Heinz: So, jetzt kommst du mal mit.
Helmut: Wohin?
Heinz: Zum Auto.
Helmut: Mann, da ist nix mit dem Auto. Hey warte mal! Du kannst doch nicht einfach so aus der Haustür gehen. Hee! Bleib doch mal stehen. Mann, da ist nix mit dem Auto!
Heinz: Ach nein? Und was ist das hier?
Helmut: Was?
Heinz: Der rechte Scheinwerfer ist völlig hinüber.
Helmut: Wirklich?
Heinz: Und der Kotflügel ist ganz verbeult.
Helmut: Was sagst du da?
Heinz: Helmut!
Helmut: Mann, die ist mir da einfach so reingefahren.
Heinz: Wer?
Helmut: Ja, die alte Zickmeier aufm Fahrrad.
Heinz: Du hast...?
Helmut: Mann, die war direkt hinter der Kurve. Die konnte man gar nicht sehen.
Heinz: Helmut.
Helmut: Was?
Heinz: Wo ist die jetzt?
Helmut: Wer?
Heinz: Na, die alte Zickmeier.
Helmut: Mann, ich hab das nicht extra gemacht.
Heinz: Oh scheiße.
Helmut: Mann, die hätten mir doch den Lappen weggenommen. Und die Zickmeier hatte sowieso nur noch zwei Jahre, höchstens.
Heinz: Helmut, wo ist die jetzt?
Helmut: Mann, da war nix mehr los mit der, verstehst du? Da war nix mehr zu machen.
Heinz: Wo?
Helmut: Ich ... sie fuhr ohne Licht Das hätte ich doch nie beweisen können.
Heinz: Oh nein. Okay, pass mal auf. Sag einfach, was du mit ihr gemacht hast. Ich bin dein Freund. Also sag es einfach.
Helmut: Ich hab sie im Wald vergraben.
Heinz: Du hast was???
Helmut: Ey was sollte ich denn machen?
Heinz: Und das Fahrrad?
Helmut: Hab' ich mit vergraben. Ich bin ja nicht blöd.
Heinz: Du hast ...?
Helmut: Mann, die war sowieso tot. Das war kollateral.
Heinz: Kollateral?
Helmut: Ja natürlich. Du hast aber auch keine Ahnung. Wenn im Krieg aus Versehen die Falschen abgeschossen werden, dann heißt das Kollateralschaden. So wie in Afghanistan.
Heinz: Helmut du bist hier nicht im Krieg.
Helmut: Doch natürlich. Natürlich ist Krieg. Alle ... Was kann ich denn dafür? Außerdem hat es keiner gesehen.
Heinz: Du hast die Zickmeier umgenietet!
Helmut: Mann, halt die Klappe jetzt.
Heinz: Du sag mal.
Helmut: Was?
Heinz: Hast du Blumen mit reingelegt?
Helmut: Wo rein?
Heinz: In das Grab.
Helmut: Nö.
Heinz: Hmm.
Helmut: Ich bin froh, dass wir den Spaten noch im Kofferraum hatten und den Blaumann.
Heinz: Also, ich finde das echt scheiße von dir. Ey, das haben sogar die Neandertaler gemacht.
Helmut: Aber doch nicht bei Kollateralschäden, oder?

THE BOYS (8): COLLATERALLY
2001

Heinz: Well, how was it at the gym?
Helmut: Oh yo.
Heinz: If you want, there's another beer in the fridge.
Helmut: Hmmm okay.
Heinz: You know, there was a great program on TV about the death cults in archaic societies. That was very interesting.
Helmut: Right.
Heinz: Did you know that even the Neanderthals buried their dead? They probably even put flowers in the grave. They found some remains there.
Helmut: I think I'm going to take a shower.
Heinz: Why, didn't you take a shower in the muscle factory?
Helmut: Oh yes, uh, that's right.
Heinz: Tell me, Helmut, what's going on with you? Has anything happened?
Helmut: Why, what should have happened?
Heinz: How should I know?
Helmut: Then don't talk so stupid, if you don't know anyway.
Heinz: Oh boy! What's wrong with you?
Helmut: Is there any beer left in the fridge?
Heinz: Hey, that's what I just said. Man, you are totally out of it. And you are pale too. Hey, you are trembling.
Helmut: Nonsense.
Heinz: Strange. Well, as you like. Anyway, it's good you're back, because I need the car.
Helmut: Why is that?
Heinz: Yes, Fiona called earlier. There's a lecture about the Bahais at the Stadtgalerie. We want to go there.
Helmut: You don't have anything else on your mind, do you?
Heinz: So what? I want to do something for peace. You know that very well. Come on, give me the car keys!
Helmut: Yes, later.
Heinz: What do you mean later? Later, the lecture will be over.
Helmut: I can't find the key right now.
Heinz: Helmut ... what's wrong?
Helmut: Nothing.
Heinz: So, now you come with me.
Helmut: Where?
Heinz: To the car.
Helmut: Man, there's nothing wrong with the car. Hey wait a minute! You can't just walk out of the front door like that. Hey! Stop for a moment. Man, there is nothing with the car!
Heinz: Oh no? And what is this?
Helmut: What?
Heinz: The right headlight is completely screwed.
Helmut: Really?
Heinz: And the fender is all dented.
Helmut: What are you saying?
Heinz: Helmut!
Helmut: Man, she just bumped into me like that.
Heinz: Who?
Helmut: Well, the old Zickmeyer on her bike.
Heinz: You have ...?
Helmut: Man, she was right behind the curve. There was no way to see her.
Heinz: Helmut.
Helmut: What?
Heinz: Where is she now?
Helmut: Who?
Heinz: Well, the old Zickmeyer.
Helmut: Man, I didn't do that on purpose.
Heinz: Oh shit.
Helmut: Man, they would have taken my license. And Zickmeyer only had two years left anyway, at the most.
Heinz: Helmut, where is she now?
Helmut: Man, there was nothing left to do with her, you know? She was finished.
Heinz: Where?
Helmut: I ... she was driving without lights. I could never have proved that.
Heinz: Oh no. Okay, listen. Just tell me what you did with her. I'm your friend. So just say it.
Helmut: I buried her in the woods.
Heinz: You did what??
Helmut: Hey, what else could I have done?
Heinz: And the bike?
Helmut: I buried it with her. I'm not stupid.
Heinz: You have...?
Helmut: Man, she was dead anyway. It happened collaterally.
Heinz: Collaterally?
Helmut: Of course. You really don't have a clue. In a war, if the wrong people are accidentally shot down, then it's called collateral damage. Just like in Afghanistan.
Heinz: Helmut, you are not at war here.
Helmut: But of course. Of course there is war. Everybody ... It's not my fault, is it? Besides, nobody saw it.
Heinz: You ran over the old Zickmeyer!
Helmut: Man, shut up now.
Heinz: Say ...
Helmut: What?
Heinz: Did you put flowers in it?
Helmut: In what?
Heinz: In the grave.
Helmut: No.
Heinz: Hmm.
Helmut: I'm glad we still had the spade in the trunk and the workman's overalls.
Heinz: Well, I think that's really shitty of you. Hey, even the Neanderthals did that.
Helmut: But not with collateral damage, right?

(CD) DIE JUNGS (9): DEMUT
2001

Helmut: Du Heinz sag mal ...
Heinz: Was?
Helmut: Du kennst dich doch jetzt mit diesem Bahai-Glauben schon ganz gut aus, oder?
Heinz: Naja geht so. Ich bin ehrlich gesagt mit dem Persischen noch nicht viel weitergekommen.
Helmut: Wie ist das eigentlich bei den Bahais, wenn einer mal aus Versehen Scheiße gebaut hat?
Heinz: Ach so, ich verstehe, du meinst wegen ...
Helmut: Nee nee, ich frag bloß mal so allgemein. So interessehalber. Was sagt denn Bahaa-Ullah zu dem Thema?
Heinz: Tja also, er sagt, dass die Welt der Sterblichkeit eine Welt der Widersprüche und der Gegensätze ist.
Helmut: Aha aha, das klingt ja schon ganz gut. Und angenommen, jemand hätte in dieser Welt der Widersprüche und der Gegensätze einen Fehler gemacht. Wie gehts dann weiter?
Heinz: Du hast die alte Zickmeier totgefahren!
Helmut: Mann, halt doch dein blödes Maul, du Mistbock!
Heinz: Hast ein schlechtes Gewissen, was?
Helmut: Mann, was soll ich machen?
Heinz: Kannst nachts nicht richtig einschlafen, wie?
Helmut: Sag mir einfach, was ich jetzt tun soll.
Heinz: Oh ich denke, es war schon mal ein guter Anfang, mich einen Mistbock zu nennen.
Helmut: Ja, tut mir leid. Ist mir so rausgerutscht.
Heinz: Verstehst du, es ist deine ganze Einstellung zu den Dingen.
Helmut: Okay sag.
Heinz: Wie sag? Ich rede doch mit dir. Hörst du nicht zu, oder was?
Helmut: Doch doch, Schuldigung.
Heinz: Was dir fehlt, ist Demut.
Helmut: Demut?
Heinz: Ja natürlich.
Helmut: Was' das denn?
Heinz: Mensch, wenn man sich darüber klar ist, dass andere Leute auch ein Recht auf Leben haben, genau wie man selbst. Wenn man sich darüber bewusst ist, dass man nur ein ganz kleines Sandkörnchen auf Gottes Erden ist und gar nicht so wichtig, wie man normalerweise glaubt.
Helmut: Ja, das ist gut, das will ich. Kann man das irgendwo lernen?
Heinz: Du kannst ja mal in der Universität nachfragen.
Helmut: In der Universität, ja, das ist gut.
Heinz: Manchmal bieten die Theologen Kurse darüber an.
Helmut: Theologen, wow.
Heinz: Aber du kannst das auch im Alltag üben.
Helmut: Wo, hier meinst du? Einfach so?
Heinz: Natürlich. Du kennst doch den Spruch: „Seid nett zueinander“, oder?
Helmut: Ja und?
Heinz: Ja, versuch's mal damit.
Helmut: Du meinst nett sein?
Heinz: Ja, ist doch mal eine interessante Abwechslung.
Helmut: Och ich weiß nicht, ob ich darauf jetzt grade Bock habe.
Heinz: Die Zickmeier hatte ja übrigens einen Sohn in Düsseldorf, wusstest du das eigentlich?
Helmut: Du Dämlack!
Heinz: Demut!
Helmut: Demut, ja klar. Ist schon okay.
Heinz: Na also. Oh, es hat geklingelt, das wird Fiona sein. Kannst du schon mal Kaffeewasser aufsetzen?
Helmut: Wieso ich?
Heinz: Düs-sel-dorf.
Helmut: Ja ja, ich geh ja schon.
Heinz: Dass die schon wieder so früh ist! Na hallo, Fiona, mein Knusperstern. Kaffee ist gleich fertig. Setz dich doch.
Helmut: So, hier sind schon mal die Tassen.
Heinz: Weißt du, bei Fiona und mir herrscht ein sehr ausgeglichenes Verhältnis.
Helmut: Ja, weil du ein Weichei bist.
Heinz: Düs-sel-dorf.
Helmut: Äh okay, ich hab's gemerkt.
Heinz: Wir haben das nämlich bei uns so geregelt: Ich bin der Boss und mein süßer Zuckerspatz hier trifft dafür alle Entscheidungen. Stimmt's, Fiona?
Helmut: Ja, das klingt sehr demütig.
Heinz: Ey, machst du dich jetzt lustig über unser Glück oder was?
Helmut: Nö, überhaupt nicht. Ich kann so was gar nicht. Und ihr seid also immer nett zueinander, was?
Heinz: Ja klar.
Helmut: Mmh klar, weil sie die Pantoffeln anhat.
Heinz: Mistkerl!
Helmut: Demut.
Heinz: Was?
Helmut: Wir wollten doch demütig sein.
Heinz: Ach ja, nun hätte ich das fast selbst vergessen. Ach Mann, Fiona, das kitzelt. Hör doch mal auf damit. Ey!!!
Helmut: Du bist der Boss, was?
Heinz: Mensch Fiona, das nervt. Geh mir mit dem Wattestäbchen aus dem Ohr raus. Mann, das machst du immer!
Helmut: Jetzt seid endlich nett zueinander. Ihr Blödköpfe!

THE BOYS (9): HUMILITY
2001

Helmut: Heinz, say ...
Heinz: What?
Helmut: You are familiar now with this Bahai faith, aren't you?
Heinz: Well, so-so. To be honest, I haven't made much progress with Persian yet.
Helmut: How is it actually with the Bahais, if someone has accidentally messed up?
Heinz: Oh, I see, you mean because of ...
Helmut: No, no, I'm just asking in general. Just out of interest. What does Bahaa-Ullah say about that?
Heinz: Well, he says that the world of mortality is a world of contradictions and opposites.
Helmut: I see, that sounds quite good. And suppose someone had made a mistake in this world of contradictions and opposites. How does it go on then?
Heinz: You knocked the old Zickmeyer to death!
Helmut: Man, shut your stupid mouth, you moron!
Heinz: You have a bad conscience, don't you?
Helmut: Man, what can I do?
Heinz: You can't fall asleep at night, can you?
Helmut: Just tell me what to do now.
Heinz: Oh I think it was already a good start to call me a moron.
Helmut: Yeah, sorry. It just slipped out.
Heinz: You see, it's your whole attitude towards things.
Helmut: Okay say.
Heinz: What "say"? I'm talking to you. Aren't you listening or what?
Helmut: Yes, yes, I'm sorry.
Heinz: You lack humility, that's what it's all about.
Helmut: Humility?
Heinz: Yes, of course.
Helmut: What'sat?
Heinz: Man, if you are aware that other people also have a right to live, just like you. When you're conscious of the fact that you're but a tiny grain of sand on God's earth and not at all as important as you normally think.
Helmut: Yes, that's good, that's what I want. Can I learn that somewhere?
Heinz: Why don't you go and ask in the university?
Helmut: In the university, yes, that's good.
Heinz: Sometimes the theologians offer courses on it.
Helmut: Theologians, wow.
Heinz: But you can also practice it in everyday life.
Helmut: Where, here you mean? Just like that?
Heinz: Of course. You know the saying, "Be nice to each other," right?
Helmut: So what?
Heinz: Yeah, well, try it out!
Helmut: You mean be nice?
Heinz: Yes, that would be an interesting change.
Helmut: Oh, I don't know if I'm up for that right now.
Heinz: By the way, Zickmeyer had a son in Düsseldorf, did you know that?
Helmut: You dumbass!
Heinz: Humility!
Helmut: Humility, yeah sure. I'm fine with that.
Heinz: There you go. Oh, the doorbell rang, that'll be Fiona. Can you put some coffee water on?
Helmut: Why me?
Heinz: Düs-sel-dorf.
Helmut: Yes, yes, I'm on my way.
Heinz: I can't believe she's so early again! Well hello, Fiona, my crispy star. Coffee will be ready soon. Sit down.
Helmut: Here are the cups for a start.
Heinz: You know, Fiona and I have a very balanced relationship.
Helmut: Yes, cause you're a wimp.
Heinz: Düs-sel-dorf.
Helmut: Uh okay, I got it.
Heinz: That's the way we're organized: I'm the boss and my sweet sugar sweetie here makes all the decisions. Right, Fiona?
Helmut: Yes, that sounds very humble.
Heinz: Hey, are you making fun of our happiness now or what?
Helmut: Nope, not at all. I wouldn't even know how. So you are always nice to each other?
Heinz: Yes, of course.
Helmut: Mmh sure, cause you're henpecked.
Heinz: Idiot!
Helmut: Humility.
Heinz: What?
Helmut: We wanted to be humble, didn't we?
Heinz: Oh yes, now I almost forgot that myself. Oh, Fiona, that's tickling. Now stop it! Hey!!
Helmut: You're the boss, I see.
Heinz: Fiona, that's annoying! Get the cotton swab out of my ear. You always do that!
Helmut: Now be nice to each other. You blockheads!

DIE JUNGS (10): IM LITERATURHAUS
28.10.01

helmuuut!! - komm mal schnell her! - was' denn los? - jetzt kuck dir das an! - ey wahnsinn! - wo hast du den denn her?? - der lag da in der ritze vom sofa - scheiße das war doch der - den wir letzte silvester - stundenlang gesucht haben! - genau - meinst du der schmeckt noch? - das werden wir gleich wissen - oh wow! - joh zieht noch ganz gut durch - das teil - gib schon her! - knallt ganz schön - jau - das geht - eigentlich wollte ich ja heute ins literaturhaus - kannst du doch - meinst du? - hi hi - in diesem zustand? - ich kann ja mitkommen - was läuft denn? - es geht um die braune vergangenheit - mh mh - sozimäßig was? - naja der neue roman - eines wiener schriftstellers - mh mh - in dem buch kommt ein junge vor - der seine mitschüler - mit der nazivergangenheit - der lehrer konfrontiert - es kommt schließlich zum eklat - naja - chich - was ist los? - tschuldigung - chich - das ist aber auch ein... - ja lass uns mal lieber hier bleiben - nee nee - was ich sagen wollte war: - literatur ist zwar nicht so mein ding - aber lass uns ruhig raus - und einen draufmachen! - meinst du wirklich? - klar - hey - helmut du kannst doch - mit diesem teil nicht einfach so - auf die straße! - hi hi - jetzt warte doch mal - oh scheiße - willst du fahren oder soll ich? - oh helmut - ich weiß echt nicht - ob das so eine gute idee ist - okay ich fahr schon - ey mann - das is alles locker okay? - jetzt entspann dich mal - hoppla - das war der rückwärtsgang - chich - so gehts schon - ich muss nur aus diesem... - pass auf mensch! - da steht noch ein auto - easy alter - mann ich hab das schon gesehen - so - na also - läuft doch - hmm - was denn? - nichts - los sag doch - nun ja - du fährst ungefähr - mit sieben stundenkilometern - wirklich? - oh - tatsächlich - so ist es besser - was macht fiona eigentlich heute? - die ist mit fanny im kino - schuh des manitu? - japp - oh da vorne musstest du links - macht nix - nehm ich eben die nächste - weißt du - was die fdp in flensburg letztens als wahlkampfslogan hatte? - was? - lieber bekifft ficken als... - als was? - ich habs vergessen - ich glaube: - ...als besoffen autofahren - aha - fdp was? - mmh - ich glaub wir sind da - so - einparken - motor aus - und hinein ins vergnügen! - oh die haben ja schon angefangen - hihi - alter das dröhnt aber noch ganz gut! - hihi - komm wir setzen uns hier hinten hin - neben den blassen opi da - moment... - gehts so? - ja geht - hübsch hier - bisschen bonzenmäßig - psst - ey nich so laut mensch! - wer isn der typ da - ist das der schriftsteller? - nee das is doch der wüstenmeier - der stellt den autor grade vor - ach so - und wieso bewegt der sich dabei so komisch? - psst ey nich so laut mann - hi hi - oh scheiße - du heinz - sag mal - meinte der grade mich - mit dem störenfried? - ja der meinte dich - ey was fällt dem denn ein? - chich - was hast du? - nichts chichi - oh wärn wir man bloß - zu hause geblieben! - chichi - schuldigung - geht schon wieder - he sie flegel! - lassen sie mich los! - hi hi - he lassen sie sofort meinen freund los! - der hat ihnen nix getan - ich beschwer mich beim kultusministerium! - ja mein herr - natürlich wissen wir - wo die tür ist - die is da vorne - hi hi - das war nicht schlecht! - hier draußen ist es sowieso netter - ey helmut - was ist? - du hältst ja immer noch - dieses teil in der hand! - oh hab ich ganz vergessen - hihi - hihi - hast du noch mal feuer? - klar - also ich find literatur ganz lustig - mmh ich auch - du wie heißt eigentlich - der neue roman - um den es ging? - „vertreibung aus der hölle“ - naja passt ja auch - hi hi - chich - komm gib mir auch noch mal!

DIE JUNGS (11): BESUCH BEI DER ZEITUNG
31.10.01

wieso hast du jetzt noch einen burger? - ja ich hatte mir doch zwei gekauft - und das ist der zweite - hmm - was ist? - willst du was abhaben oder was? - och - nee schon gut - ich hatte mich nur gewundert - ey kuck mal die da! - welche? - na die da mit den großen dingens - wie bitte? - na die mit den großen einkaufstüten da! - ach die - ja stimmt - was wolln wir jetzt eigentlich machen? - keine ahnung - komm lass uns noch mal die kinderbilder kucken! - ach nö - die haben wir uns jetzt schon vier mal angekuckt - mann die wechseln die bilder doch - na los komm - das ist so süß - wie die kinder alle diesen königsjungen gemalt haben - das ist ein herzog - du ignorant - quatsch - herzöge haben doch keine krone - du blödkopf! - selber blödkopf! - ich hab keine lust auf die herzöge - lass uns kucken - was die digitalen laufbandnachrichten sagen - hä? - na da oben - auf dem zeitungsgebäude - ach so das meinst du - du mensch kuck mal den bettler da! - der kniet ja - he sie da! - mensch stehen sie mal auf mann! - das ist doch unwürdig - um gottes willen - der versteht dich nich - ja ich versteh den auch nicht - jetzt kuck! - lies dir das da oben mal durch! - schnell - bevor es weg ist! - „ihre - zeitung - wünscht - ihnen - viele - freunde“ - was ist das denn für eine - komische botschaft? - wie sind die denn drauf? - vielleicht machen die grad party - lass uns doch mal reingehen! - willst du da echt reingehen? - klar - ist doch die zeitung - mal kucken - was da so los ist - und was willst du da drin machen? - nur mal so kucken - na los! - ach ich weiß nich - du hast immer so komische ideen - hey nur wegen dir haben wir jetzt - im literaturhaus - für ein jahr hausverbot - ach ja auf einmal! - du wolltest doch - dass ich mitkomme! - ey das war doch ein riesenbrüller! - ja aber wir haben hausverbot gekriegt - na und? - dann gehen wir jetzt eben zur zeitung - komm lass uns lieber die königsjungen ankucken gehen - helmut? - jetzt ist der da echt reingegangen - oh mann! - jetzt labert der die empfangsdame an! - was redet der denn da so lange? - hmm - jetzt komm schon! - was hast du mit der denn geredet? - nix - nur dass wir informationen haben - was denn für informationen? - ist doch egal - ich hab der irgendwas erzählt - komm schon! - was für informationen helmut? - kuck mal hier sind ganz viele türen - auf dem flur - lass uns doch mal - ähh - diese hier ausprobieren! - ey du kannst da doch nicht einfach so reingehen! - wieso? - die zeitung kommt bei uns doch auch einfach so rein - hmm - so hab ich das noch nie betrachtet - kuck mal - da sitzen sie - und schreiben die zeitung für uns - guten tag die damen! - du die hören dich nicht - wahrscheinlich sind die grad - an einem heißen fall - wir können ja mal eine andere tür probieren - ja diese hier - okay - jetzt ich mal - wie du meinst - guten tag meine herren! - komisch die merken gar nix - hallo!! - aber atmen tun die - das ist seltsam - ob die hier alle so sind? - wieso reagieren die denn nicht? - - also die augen sind offen - das sieht nicht gut aus - wir sollten die ambulanz anrufen - hmm - vielleicht stehen die unter schock - kuck mal ich hab dem seine kaffeetasse umgekippt - hat er nich gemerkt - ey das gibts doch nich - die kriegen überhaupt nix mit! - heeee!!! - was hast du der frau vorne eigentlich gesagt? - dass wir - äh - einen schläfer enttarnt haben - naja das geht ja noch - du kuck mal - die kann man so schütteln - da passiert gar nichts - cool - da ist nix zu machen - komm lass uns die königsjungen ankucken gehen - ey mann das sind herzöge!

(CD) DIE JUNGS (12): KACHELN LEGEN
2001

Helmut: Oh Mensch! Musstest du unbedingt diesen Blaumann anziehen?!
Heinz: Japp. Heute ist Kacheltag.
Helmut: Was is los?
Heinz: Komm, stell dich nicht so doof. Wir wollen doch heute das Badezimmer kacheln.
Helmut: Oh scheiße, heute?
Heinz: Natürlich heute. Deshalb haben wir ja gestern Abend alles schon vorbereitet.
Helmut: Gestern Abend war das?
Heinz: Mann los, jetzt schärf die Socken!
Helmut: Mann, ich bin müde.
Heinz: Klar. Komm jetzt.
Helmut: Mann, ich bin müde, Mann!
Heinz: Ey, ich hab den Zement schon angerührt.
Helmut: Und was soll ich anziehen, wenn du den Blaumann hast?
Heinz: Wieso, deine Klamotten sind doch sowieso dreckig.
Helmut: Blödmann. Ich hatte so schön geträumt.
Heinz: Blond oder brünett?
Helmut: Selber doof!
Heinz: Komm kacheln.
Helmut: Ja ja, is ja gut. Mann, da hatte man gerade mal nur für fünf Minuten die Augen zugemacht, schon kommt irgendsoein Penner, der da bloß rumgrummelt ... einen aus den Träumen rausgrummelt. Ich war doch so müde ... grummel ... Aaaaahh!!!
Heinz: Ach Mensch, Helmut! Mann, jetzt kuck die beiden Kacheln hier! Siehste, kaputt.
Helmut: Wieso stellst du diese Scheißkacheln mitten auf den Flur?
Heinz: Mann, ich hab die hier ganz am Rand gestapelt. Mach mal die Augen auf!
Helmut: Sind die teuer?
Heinz: Ja, sind die teuer. Siehste!
Helmut: Pass auf, du stehst im Zement.
Heinz: Oh Mist, okay lass uns ...
Helmut: Ey, du stehst im Zement, Mann. Du schmierst hier das ganze ...
Heinz: Jetzt nimm doch mal deine Flossen da weg!
Helmut: Geh da raus, Mann.
Heinz: Das ist so mistrutschig, das Zeug.
Helmut: Halt dich hier am ... nein, nicht am ... Duschvorhang! Au weia. Hast du dir weh getan?
Heinz: Geht schon.
Helmut: Bist du sicher?
Heinz: Komm, halt mal bitte für eine Minute die Klappe, okay?
Helmut: Tat weh, was?
Heinz: ...
Helmut: Warte, ich helf dir. Gehts?
Heinz: ...
Helmut: Äh, solln wir jetzt Kacheln legen?
Heinz: Ja.
Helmut: Gut.
Heinz: Ja gut.
Helmut: Gut.
Heinz: Ja.
Helmut: Ja, sag was.
Heinz: Okay, pass auf. Wir haben da vorne die Kacheln und hier auf der anderen Seite ... aaargh!
Helmut: Was ist?
Heinz: Das ist dieser Hexenschuss. Is egal jetzt. Ich nehm erst mal ...
Helmut: Nun lass mal den Duschvorhang. Das mach ich schon.
Heinz: Geht schon. Hol mal bitte ein paar von den Kacheln.
Helmut: Klar.
Heinz: Wo hab ich denn jetzt die ...
Helmut: Was suchst du denn?
Heinz: Die Kellen.
Helmut: Die Kellen?
Heinz: Ja, die Kellen, na und?
Helmut: Nee klar, die liegen hier. Hier, du kannst auch die größere haben.
Heinz: Wieso bistn du so komisch jetzt?
Helmut: Wie komisch?
Heinz: Ja, dieses Mitleidige.
Helmut: Ja, weil du dir weh getan hast, Mann.
Heinz: Ach, bist du immer nur nett zu mir, wenn ich mir weh tue, oder was?
Helmut: Mann, lass uns kacheln jetzt. Ey was soll das überhaupt? Ich lag friedlich auf dem Sofa und hab von einem Fußballspiel geträumt, da kommst du in diesem ...
Heinz: Jetzt lass uns kacheln.
Helmut: Okay.
Heinz: Pass auf. Ich nehm die weißen Kacheln und du ...
Helmut: Lass mich raten: die schwarzen.
Heinz: Genau. Wir können ja Go spielen.
Helmut: Jetzt sei nicht so blöd.
Heinz: Mann Go, das Brettspiel!
Helmut: Und wie geht das?
Heinz: Ja äh, ich leg hier eine weiße Kachel hin.
Helmut: Jetzt ich eine?
Heinz: Japp.
Helmut: Egal wo?
Heinz: Japp.
Helmut: Okay, jetzt du wieder.
Heinz: Ich leg meine Kachel hier hin.
Helmut: Und jetzt?
Heinz: Jetzt kann ich hier und hier und hier und dort auch noch eine Kachel hinlegen.
Helmut: Wieso das denn?
Heinz: Is' einfach so.
Helmut: Blöd. Und wo soll ich dann meine Kacheln noch hinlegen?
Heinz: Also, ich finde die weißen Kacheln sowieso schöner.
Helmut: Also so werden wir nie fertig.
Heinz: Wieso denn?
Helmut: Ja, du hast deine bescheuerten Kacheln so hingelegt, dass die schwarzen nicht mehr dazwischenpassen.
Heinz: Spart Material.
Helmut: Jetzt nimm die Kacheln da wieder raus.
Heinz: Nö.
Helmut: Mann, der Zement wird hart.
Heinz: Meine Kacheln!
Helmut: Mann, da sind überall Lücken jetzt.
Heinz: Meine Kacheln!
Helmut: Da stolpern wir doch dann immer drüber.
Heinz: Du kannst ja den Flur schwarz kacheln.
Helmut: Ey, was soll'n das sein, Mann?
Heinz: Go.
Helmut: Ey, ich geh wieder schlafen.
Heinz: Jo.

THE BOYS (12): LAYING TILES
2001

Helmut: Oh man! Did you have to put on that blue overall?!
Heinz: Yep, today is tile day.
Helmut: What?
Heinz: Come on, don't be so stupid. We want to tile the bathroom today.
Helmut: Oh shit, today?
Heinz: Of course today. That's why we prepared everything last night.
Helmut: Last night that was?
Heinz: Man come on, now sharpen your socks!
Helmut: Man, I'm tired.
Heinz: Sure. Come on now.
Helmut: Man, I'm tired, man!
Heinz: Hey, I already mixed the cement.
Helmut: And what am I supposed to wear, when you have the blue overall?
Heinz: Why, your clothes are dirty anyway.
Helmut: Butthead. I had such a nice dream.
Heinz: Blond or brunette?
Helmut: Stupid yourself!
Heinz: Come and tile.
Helmut: Yes, yes, it's okay. Man, I just closed my eyes for five minutes, and some bum comes in, grumbling around... grumbling me out of my dreams. I was so tired ... mumble ... Aaaaahh!!!
Heinz: Oh man, Helmut! Man, now look at those two tiles! See, broken.
Helmut: Why do you put these shitty tiles in the middle of the hall?
Heinz: Man, I stacked them right at the edge. Open your eyes!
Helmut: Are they expensive?
Heinz: Yes, "are they expensive". See!
Helmut: Watch out, you're standing in the cement.
Heinz: Oh crap, okay let's ...
Helmut: Hey, you're standing in the cement, man. You're smearing the whole ...
Heinz: Get your mitts out of there!
Helmut: Get out of there, man.
Heinz: That stuff is so slippery.
Helmut: Hold on to the ... no, not the ... shower curtain! Oh dear. Did you hurt yourself?
Heinz: I'm okay.
Helmut: Are you sure?
Heinz: Just shut up for a minute, please, okay?
Helmut: It hurt, didn't it?
Heinz: ...
Helmut: Wait, I'll help you. You alright?
Heinz: ...
Helmut: Uh, shall we lay tiles now?
Heinz: Yes.
Helmut: Fine.
Heinz: Yeah, fine.
Helmut: Fine.
Heinz: Yeah.
Helmut: Yeah, well, say something.
Heinz: Okay, listen. We have the tiles in front there and here on the other side .... aaargh!
Helmut: What is it?
Heinz: It's this lumbago. It doesn't matter now. I'll take ...
Helmut: Now, let the shower curtain be. I'll do that.
Heinz: It's okay. Get some of the tiles, please.
Helmut: Sure.
Heinz: Now where did I put the ...
Helmut: What are you looking for?
Heinz: The trowels.
Helmut: The trowels?
Heinz: Yes, the trowels, so what?
Helmut: No, nothing, here they are. Here, you can have the bigger one.
Heinz: Why are you being so strange now?
Helmut: What do you mean: strange?
Heinz: This pitying.
Helmut: Yeah, because you hurt yourself, man.
Heinz: Oh, so you are only nice to me, when I hurt myself, or what?
Helmut: Man, let's tile now. Ey, what's the point, anyway? I was lying peacefully on the sofa, dreaming about a soccer game, and you come in this ...
Heinz: Now let's tile.
Helmut: Okay.
Heinz: Look: I'll take the white tiles and you ...
Helmut: Let me guess: the black ones.
Heinz: Exactly. Hey, we could play go.
Helmut: Now don't be stupid.
Heinz: Man, go, the board game!
Helmut: And how does that work?
Heinz: Yeah, erm, I put a white tile here.
Helmut: Now I put one?
Heinz: Yepp.
Helmut: No matter where?
Heinz: Yepp.
Helmut: Okay, now you again.
Heinz: I'll put my tile here.
Helmut: And now?
Heinz: Now I can put a tile here and here and here and there.
Helmut: But why is that?
Heinz: It's just the way it is.
Helmut: This is stupid. And where should I put my tiles then?
Heinz: Well, I think the white tiles are nicer anyway.
Helmut: This way we'll never be done.
Heinz: Why?
Helmut: Yeah, you have laid your stupid tiles in such a way that the black ones don't fit in between anymore.
Heinz: Saves material.
Helmut: Now take the tiles out of there.
Heinz: Nope.
Helmut: Man, the cement is getting hard.
Heinz: My tiles!
Helmut: Man, there are gaps everywhere now.
Heinz: My tiles!
Helmut: We'd trip over them all the time.
Heinz: Why don't you tile the hallway black?
Helmut: Hey, what's all this supposed to be, man?
Heinz: Go.
Helmut: I'm going back to sleep.
Heinz: Yo.

DIE JUNGS (13): DER EURO KOMMT
12.12.01

hast du mal 'n euro? - wieso das denn? - pleite - hm - aber mit euro kann man doch noch gar nicht bezahlen - nicht? - nö - erst im januar - ach so - soll ich dir hundert mark leihen? - nee das is auch quatsch - ich habe ja extra meine ganzen d-mark schon ausgegeben - du hast was? - ja was soll ich mit den d-mark - wenn sowieso der euro kommt? - sag mal bist du total bescheuert? - das ist ja wohl nicht dein ernst - wieso? - ich habe gerne klare verhältnisse - und bevor dieses ganze chaos ausbricht - mit der neuen währung - und alle leute ihre d-mark umrechnen - und mit taschenrechnern durch die gegend laufen - habe ich meine d-mark schon mal ausgegeben - ha ha ha - hör auf zu lachen blödkopf - ha ha ha - doofmann - naja sind ja nur noch drei wochen - ha ha - na und - was solls? - ich bin bestimmt nicht darauf angewiesen - ich hoffe - du hast wenigstens - fionas weihnachtsgeschenk - schon gekauft - nee wir schenken uns nichts gekauftes - wieso das denn nicht? - weil wir bahais sind - und uns nicht irgendwelchen - heidnischen bräuchen unterwerfen - soll das heißen - ich krieg auch nix? - japp - ey ich habe aber schon ein geschenk für dich - macht nix - ich hab ja nichts dagegen - ja aber dann will ich von dir auch ein geschenk haben - wieso? - ja glaubst du vielleicht - ich schenk dir was - wenn du mir nichts schenkst? - okay ich übernehme den schneedienst diesen winter - nee das zählt nicht - wieso zählt das nicht? - das kann man nicht einpacken - ich geb dir einen gutschein - nee das is blöd - außerdem darf man es vorher nicht sagen - ja toll - und was soll ich dann machen? - tja da hättest du auch schon früher dran denken können - wenn du mein freund bist - dann wird dir bestimmt noch was einfallen - ich werde darüber nachdenken - aber was gekauftes! - nö also das finde ich jetzt blöd - was gekauftes! - du spinnst doch - als nächstes erzählst du mir wahrscheinlich noch - dass du einen weihnachtsbaum kaufen willst - steht schon auf dem balkon - ist nicht dein ernst - doch heute morgen vom markt - lametta und weihnachtskugeln etwa auch? - was hast du gegen lametta? - ey mann wir hatten das letztes jahr doch auch nicht gemacht - du hast selber gesagt - dass du aus diesem alter raus bist - ich bin rückfällig geworden - hmm - na meinetwegen - mach was du willst - ja mach was du willst - du bist lustig - eigentlich habe ich ja gedacht - du beteiligst dich an der sache - finanziell meinst du? - ja natürlich finanziell - was denn sonst?! - und jetzt hast du nicht mal kohle - für ein vernünftiges geschenk - willst du mir vielleicht weihnachten versauen? - mann wie bist du denn drauf? - ja ich hatte extra ein geschenk besorgt - fest der liebe, was? - mach du dich bloß noch darüber lustig - dass ich unsere freundschaft so hoch schätze - du saftbacke - saftbacke ist cool - ...? - nee echt jetzt - findest du? - ja - deine meisten schimpfwörter taugen nichts - aber saftbacke ist okay - ich hätte auch mistpocke sagen können - auch nicht schlecht - oder affenhirn - was ist eigentlich aus dieser zickmeier-geschichte geworden? - wie kommst du denn da jetzt drauf? - nur so - also bis jetzt hat noch keiner was gemerkt - sie lebte ja auch allein - na gut - aber ihr sohn wird sich bestimmt zu weihnachten melden - und sich sorgen machen - ach so du meinst ... - ich verstehe - was? - wir sollten vorher noch mal in ihre wohnung! - und dann? - dann kriegen wir die kohle für den weihnachtsfummel wieder rein - klingt sehr christlich - na und? - ich bin doch kein christ - was bist du denn? - helmut - ja stimmt - das reicht auch eigentlich - selber

DIE JUNGS (14): DAS VENTIL
27.12.01

funktioniert dein mikro? - ja wenn du mich jetzt hören kannst ja - jau kann ich - dann ja - und du? - kannst du mich auch hören? - natürlich - so natürlich finde ich das gar nicht - ich meine ja auch natürlich - weil ich dir sonst nicht antworten würde - blödkopf - ich dachte wir wollten uns heute nicht streiten - ach so? - war das heute? - naja wir haben doch einen job zu machen - oder? - ja klar - hätte ich fast vergessen - sehr witzig! - weißt du eigentlich - wie du in diesem anzug aussiehst? - wie ein junger gott wahrscheinlich - eher wie eine kreuzung zwischen einem frosch - und einem auto - pass doch auf mann - was denn? - ja du fuchtelst mir dauernd - am sauerstoffkabel rum - das ist ein schlauch - kein kabel - halt dich lieber fest - immerhin war das ganze deine idee - was heißt hier meine idee? - wir sind darum gebeten worden - die amerikaner ja ja - ich weiß - ja die amerikaner - na und? - ist doch mal ne abwechslung - und wo ist jetzt dieser ventilator - den wir reparieren sollen? - ventil! - wir reparieren ein ventil - das muss hier irgendwo sein - du hast doch den bauplan - von dem apparat hier - zeig doch mal her - da komm ich jetzt nicht dran - nun mach schon - oh alter du nervst - ja nun - ich brauch das jetzt - okay halt mal mein... - gehts? - ja - man kann sich an diesem mist-gerät - bloß so schlecht festhalten - hast du den plan? - ja hier warte... - was ist das denn? - was? - das? - butterbrote - wieso hast du denn butterbrote mitgenommen - du quarkeimer? - komm jetzt hör auf damit! - das ist hier eine stresssituation - wir brauchen konzentration - brote hat der mitgenommen! - mann jetzt lass mich! - ha ha - ich kann den plan natürlich auch wegwerfen - gib schon her das teil - aah - ooh - heeeeeeeeeee - helmut!! - oh alter schrei mir doch nicht so ins ohr mann! - upp - gottseidank - das seil hält - kannst du mich hören mann??!! - du! - sollst! - nicht! - so! - schreien! - mann! - du bist so weit weg - ja aber wir haben mikros... - schon gut - hey mann wer von uns ist denn abgerutscht? - ich wollte diesen mistplan aufschlagen - und habe das gleichgewicht verloren - na los - zieh dich wieder zum satelliten - ja ich komm schon - so was blödes! - ist ein echter knochenjob - ich hab schon langsam keine lust mehr - lass uns lieber die aussicht genießen - nee lass mal - ich glaube - ich habe das ventil gefunden - wann wollen die uns eigentlich wieder abholen? - ist ganz versifft das teil - okay - dann wollen wir dich mal vorsichtig... - die erde sieht ziemlich cool aus von hier - kuck doch mal! - so is gut - jetzt schließt das ventil auf... - und da hinten diese kometen! - ... und zu - aaaaah - was isn jetzt los? - was hast duuu...? - waaah - ich hab keine ahnung - warum sich der satellit auf einmal - um die eigene achse dreht - stell das ab mann! - wie denn? - stell das aaahab! - vielleicht hier mit diesem... - haaaaaargh - oh scheiße jetzt fliegen wir auch noch weg mit dem teil - der wird ja immer schneller - wohow - kuck mal da ist afrika - ja und jetzt ist da austraaalien - südamerika - jetzt wieder afrika - gut dass die seile haaaalten - halt dich guuhuut... - ...fest? - ja fest - geht schon - ja nur mit dem sauerstoff - könnte es demnächst ein probleeheem geben - nee ich glaub niihiihiicht - wieso? - wir nääähern uns der erde - echt jetzt? - japp sinkflug - da haben wir ja noch mal glück gehabt was? - jau - das ging so grade noch mal gut

DIE JUNGS (15): ONKEL WALDEMAR
30.12.01

Heinz: Hast du das Parkticket?
Helmut: Japp.
Heinz: Okay. Hier gehts zu den Ankunftsterminals.
Helmut: Wo kommt dein Onkel noch mal an?
Heinz: Terminal 4. Die LH220 aus Frankfurt. Landet um 22 Uhr 55.
Helmut: Oh, da sind wir spät dran.
Heinz: Tja, wenn uns die Polizei nicht wegen ...
Helmut: Ja ja, schon gut! Zurück kannst du ja fahren.
Heinz: So, hier ist es gleich. Pass auf, geh bitte schon mal vor, ich muss noch mal ganz dringend ... Du hast ihn ja auf dem Foto gesehen, okay?
Helmut: Nö.
Heinz: Los komm! Ich bin sofort wieder da.
Helmut: Hm, da geht er hin. Also echt! Mich so allein zu lassen. Der Typ ist bestimmt schon gelandet. Also gut, Visiervorgabe: älterer Herr graumeliert, leichtes Gepäck. Vielleicht der da? Nee, der isses nich. Oder der? Hm, wo bleibt denn ...
Onkel Waldemar: Heeren Se mal, dschunger Mann, send Sie nich der Herr Helmut?
Helmut: Wie? Wo? Was?
Onkel Waldemar: Nu der Herr Helmut. Ech hab Se doch offm Fotoche jesehen.
Helmut: Ah! Guten Tag, Herr ...
Onkel Waldemar: Och, sagn se äinfach Onkel Waldemar. Dat räicht.
Helmut: Ja schön, äh ...
Onkel Waldemar: Ei, wo is denn nu Häinzche?
Helmut: Heinz. Ja, der musste nur mal kurz ...
Onkel Waldemar: Plachandern, was?
Helmut: Äh wie?
Onkel Waldemar: Plachandern.
Helmut: Äh, also wir sagen meistens strullern dazu. Oh, da kommt er grad. Puh.
Heinz: Onkel Waldemar!
Onkel Waldemar: Häinzche!
Heinz: Gut siehst du aus!
Onkel Waldemar: Nu ja, als älterhafter Mänsch is man nich mehr ganz so leifich offe Hinterfieß.
Heinz: Wollen wir hier im Flughafen noch was trinken?
Onkel Waldemar: Näi lass mal. Ech mecht lieber offen Kiez.
Helmut: Auf den Kiez? Aber Herr Onkel Waldemar, sind Sie dafür nicht zu ...
Onkel Waldemar: Nu was? Klabastrig?
Helmut: Äh was?
Heinz: Er meint wackelig.
Helmut: Und was ist plachandern?
Heinz: So was wie herumstreunen.
Helmut: Ach so.
Onkel Waldemar: Heert mal. De Hauptsach is, dass ech morjen frieh nach Keenichsberch wäiterfahren tu.
Helmut: Also meinetwegen können wir uns die Nacht um die Ohren hauen. Ich hab nix weiter vor. So, hier ist der Wagen. Willst du fahren?
Heinz: Japp.
Helmut: Wir können ja erst mal in die Stadt. Nein nein, setzen sie sich nur nach vorn.
Onkel Waldemar: Ei, wo sind denn mäine Handschkes? Ah hier.
Heinz: Sitzt du bequem, Onkel Waldemar?
Onkel Waldemar: Sicher min Dschung. Wat macht äijentlich däin Marjellche?
Heinz: Wer Fiona? Der gehts gut.
Onkel Waldemar: Nu und willst se nech häiraten irjendwann?
Heinz: Ja, mal sehen.
Helmut: Onkel Waldemar, kennen Sie eigentlich gute Schimpfwörter?
Onkel Waldemar: Natierlich.
Helmut: Und welche?
Onkel Waldemar: Nu, dammlich und dwatsch und dreibastiger Ruscheldups.
Helmut: Auch noch andere?
Onkel Waldemar: Pomuchelskopp, Klumpatsch und glupscher Klotzkorken.
Helmut: Ha ha ha, das ist gut. Ey he, da ist das Casino! Los, lasst uns ins Casino gehen!
Heinz: Au ja.
Onkel Waldemar: Nu ja.
Helmut: Halt doch mal an!
Heinz: Okay.
Helmut: Cool.
Heinz: Sieht gut aus hier.
Helmut: Da vorne ist der Roulettetisch. Hier, kommt doch mal her!
Heinz: Onkel Waldemar, was meinst du dazu?
Onkel Waldemar: Nu ja.
Helmut: Affenstark. Kuckt mal, wie die Mädels hier rumlaufen.
Onkel Waldemar: Frieher hab ech Roulette ja jerne mal jespielt.
Helmut: Probieren Sie es! Ich setze auch. Ich setze 20 Mark auf Rot. Und Sie?
Heinz: Onkel Waldemar! Du hast doch wohl nicht etwa vor, diesen Betrag zu setzen, den du da in der Hand hältst?
Onkel Waldemar: Ei natierlich, min Dschung. Alles of die Äins. Dat bringt Jlick.
Helmut: Rien ne vas plus.
Heinz: Oh Onkelchen.
Helmut: Oh oh.
Heinz: Und da rollt die Kugel schon.
Helmut: Oh oh. (Klacker klacker klacker rrrrrrrt)
Onkel Waldemar: Die Äins.
Heinz: Nein, das gibts ja nich!
Helmut: Ich werd verrückt!
Onkel Waldemar: Ärbarmung!
Helmut: Das müssen Millionen sein. Heinz!
Onkel Waldemar: Is ohnmächtig jeworden, dat Häinzche. Zu viel Jefiel.
Helmut: Mensch, Herr Onkel Waldemar, was ... was werden Sie jetzt tun?
Onkel Waldemar: Nu kauf ech dat ganze Astpreissen von die Russen mitm Barjeld zurick und tanz in Keenichsberch mit de Marjellches Mazurka!
Helmut: Absolut cool!


In diesem Stück kommen einige Fachbegriffe aus dem ostpreußischen Dialekt vor, die im Text nicht erklärt werden. Es handelt sich um folgende Vokabeln: dreibastig = vorlaut, frech ; dwatsch = dumm ; glupsch = unfreundlich, launisch ; Handschkes = Handschuhe ; Klotzkorken = Holzschuh ; Klumpatsch = Tolpatsch ; Marjell(che) = Mädchen ; Pomuchelskopp = eingeschränkter Mensch ; Ruscheldups = Zappelhans (Quelle: www.brieskorn.de/Meine_Ahnen/ Dokumentation/Ostpreussisch/ body_ostpreussisch.html). Die Credits für den Schlusssatz mit dem Barjeld gehen an Herrn Primo, der den Satz wörtlich so in einem mailinglistartigen Diskurs geschrieben hat. Er scheint aber nicht der Urheber zu sein. Man findet das, wenn man „keenichsberch + mazurka“ googelt. Das Stück ONKEL WALDEMAR ist dadurch motiviert, dass ich in gewisser Weise Halb-Ostpreuße bin.

(CD) DIE JUNGS (16): DIE ALTE ZICKMEIER
2002

Heinz: Gottseidank ist es so kalt!
Helmut: Ey spinnst du jetzt total, oder was?
Heinz: Du weißt genau, was ich meine.
Helmut: Hauptsache nicht zugefroren. Hier! Hier ist der Deckel! Siehste, hab ich ja gesagt.
Heinz: Naja gut, dann lass es uns bitte jetzt hinter uns bringen. Das Petroleum reicht auch nicht mehr lange.
Helmut: Arrgh.
Heinz: Was ist?
Helmut: Ich hab mir die Finger unter diesem Mistdeckel eingeklemmt.
Heinz: Gehts?
Helmut: Ja ja, ich muss hier nur noch ein bisschen Erde wegkratzen. So, nimm mal an.
Heinz: Okay, ich hab ihn. Komm raus da jetzt.
Helmut: Ja, warte mal.
Heinz: Nun kohomm!
Helmut: Ja Mann, nerv mich nicht an Mann, ey.
Heinz: Oh tut mir leid, mein Herr. Ich vergaß, dir dafür zu danken, dass ich mitten in der Nacht mit dir zuerst den halben Wald absuche ...
Helmut: Komm, jetzt übertreib nicht. Wir haben sie relativ schnell gefunden.
Heinz: ... zuerst den halben Wald nach Kollateralschäden absuche ...
Helmut: Oah, du bist so ein Sackhamster, ey.
Heinz: Ja siehste, siehste! Das ist wieder mal dein Beitrag. „Sackhamster“. Du hast einfach kein Niveau!
Helmut: Ach ja? Und meine Schuldgefühle? Sind die vielleicht auch kein Niveau? Hä?
Heinz: Ja, das stimmt allerdings. Du hättest dein Gesicht sehen sollen, als du es in der Zeitung gesehen hast.
Helmut: Das war aber auch ne harte Nummer.
Heinz: Ich hab ja gesagt, dass ihr Sohn aus Düsseldorf sie zu Weihnachten besuchen kommt.
Helmut: Ja, aber du hast nicht gesagt, dass sie einen leeren Sarg beerdigen.
Heinz: Nein, das habe ich in der Tat nicht gesagt.
Helmut: Was ist los?
Heinz: Nix.
Helmut: Wird dir wieder übel?
Heinz: Mir WAR vorhin nicht übel.
Helmut: Is' ja okay, Mann.
Heinz: Also gut, mir war übel. Mann, lass uns fertig werden hier. Mir ist das nicht geheuer.
Helmut: Wieso? Du hast doch selbst gesagt, dass es die richtige Entscheidung ist.
Heinz: Ja, es ist ja auch die richtige Entscheidung, nur dabei zu sein, ist wieder etwas ganz anderes.
Helmut: Dabei sein ist alles.
Heinz: Sehr komisch.
Helmut: Könntest du jetzt bitte das Corpus Delicti heranholen, bevor die Polizei kommt?
Heinz: Sicher, Mylord. Darf ich an dieser Stelle dem Meister noch meine Bewunderung dafür aussprechen, dass er das Corpus fachgerecht in Plastik verhüllte, sodass es beinahe erträglich ist, auch wegen der bereits erwähnten Temperatur ...
Helmut: Okay, ich hab sie. Lass das andere Ende jetzt vorsichtig nach unten. Pass auf, Mann!
Heinz: Uuuh!
Helmut: Oh Alter!
Heinz: Äääh!
Helmut: So, komm steh auf jetzt!
Heinz: Ich bin ausgerutscht.
Helmut: Ja, das wusste ich, dass du das jetzt sagst.
Heinz: Mann, ich bin ...
Helmut: Komm, hör auf jetzt! Hier, ich mach eine Räuberleiter. Oh Mann, deine Schuhe sind ja völlig matschig.
Heinz: Verzeiht Mylord, ich vergaß, sie mir zu reinigen, bevor ich ...
Helmut: Uuund hopp! Okay, und jetzt zieh mich hier raus. Naja geht doch.
Heinz: Möchte Mylord den Deckel eigenhändig schließen?
Helmut: Jawohl James.
Heinz: James, Sir?
Helmut: Ja, na und?
Heinz: Ganz wie es euch beliebt, Mylord. Wünscht ihr vielleicht einen Fanfarenchor?
Helmut: Okay, es reicht. Das wars. Nun lass uns alles schnell wieder zubuddeln.
Heinz: Du meinst, bevor die Polizei kommt?
Helmut: Genau.
Heinz: Highly illegal, was?
Helmut: Wem sagst du das!
Heinz: Nee, aber is schon okay die Aktion.
Helmut: Im Ernst?
Heinz: Doch, schon. Es zeigt, dass du der Gattung Homo sapiens angehörst. Anders als ich zunächst vermutet hatte.
Helmut: Wie freundlich von dir.
Heinz: Naja nee, Schuldgefühle sind schon was. Eine Art menschliche Regung.
Helmut: Ich meine, sie war schon sehr alt.
Heinz: Sicher.
Helmut: Und eigentlich mochte sie auch keiner.
Heinz: Mmh.
Helmut: Und dauernd hatte sie gemeckert.
Heinz: Nun liegt sie hier.
Helmut: So, das wars. Lass uns die Schaufeln in den Kofferraum packen und dann nix wie weg hier.
Heinz: Okay.
Helmut: Scheiß Schuldgefühle!
Heinz: Ja, ist ja gut jetzt.
Helmut: Das war doch richtig, oder?
Heinz: Ja, Mann!

THE BOYS (16): OLD MRS. ZICKMEYER
2002

Heinz: Thank god it's so cold!
Helmut: Have you gone completely mad, or what?
Heinz: You know exactly what I mean.
Helmut: Main thing is that it's not freezing. Here! Here is the lid! See, I told you.
Heinz: Well, let's get it over with now, please. The petroleum won't last much longer, too.
Helmut: Arrgh.
Heinz: What is it?
Helmut: I got my fingers stuck under this crappy lid.
Heinz: You OK?
Helmut: Yes, yes, I just have to scrape off some earth. Right, now take it.
Heinz: Okay, I got it. Come out of there now.
Helmut: Yeah, just wait a minute.
Heinz: Now, get on with it!
Helmut: Yeah man, don't bug me man, yo.
Heinz: Oh sorry, sir. I forgot to thank you for making me search half the forest with you in the middle of the night ...
Helmut: Now come on, don't exaggerate. We found her relatively quickly.
Heinz: ... search half the forest for collateral damage and then ...
Helmut: Oah, you're such a hamsterhead, yo.
Heinz: Yes, see, see! That's your contribution: "hamsterhead". This is your level!
Helmut: Oh yeah? And my feelings of guilt? Ain't they level? Huh?
Heinz: Yes, that's true. You should have seen your face when you saw it in the newspaper.
Helmut: It was a tough one, that.
Heinz: I told you that her son from Düsseldorf was coming to visit her for Christmas.
Helmut: Yes, but you didn't say they'd bury her in an empty coffin.
Heinz: No, I didn't say that, indeed.
Helmut: What's up?
Heinz: Nothin'.
Helmut: Are you getting sick again?
Heinz: I WASn't sick before.
Helmut: It's okay, man.
Heinz: Alright, I was sick. Man, let's finish here. I'm not comfortable with this.
Helmut: Why? You said yourself that it's the right decision.
Heinz: Yes, it is the right decision, just to be there is something completely different.
Helmut: Being there is everything.
Heinz: Very funny.
Helmut: Now could you please bring in the corpus delicti before the police come?
Heinz: Certainly, my lord. May I express my admiration at this point to the master for having expertly wrapped the corpus in plastic so that it is almost bearable, also because of the aforementioned temperature ...
Helmut: Okay, I've got her. Now carefully lower the other end. Watch out, man!
Heinz: Uuuh!
Helmut: Oh dude!
Heinz: Eh!
Helmut: So, come on get up now!
Heinz: I slipped.
Helmut: Yeah, I knew you would say that now.
Heinz: Man, I am ...
Helmut: Come on, stop it now! Here, I'll give you a leg-up. Oh man, your shoes are all muddy.
Heinz: Excuse me, my lord, I forgot to clean them before I ...
Helmut: Aaand up! Okay, now pull me out of here. There you go.
Heinz: Does my lord want to close the lid himself?
Helmut: Yes, James.
Heinz: James, sir?
Helmut: Yeah, so what?
Heinz: Just as you wish, my lord. Would you fancy a fanfare choir?
Helmut: Okay, that's enough. That's it. Now let's fill it up again quickly.
Heinz: You mean before the police comes?
Helmut: Exactly.
Heinz: Highly illegal, right?
Helmut: Tell me about it!
Heinz: No, but it's alright, this action.
Helmut: Seriously?
Heinz: Yes, yes. It shows that you belong to the species Homo sapiens. Different from what I thought at first.
Helmut: How kind of you.
Heinz: Well, yeah, feelings of guilt are something. A kind of human emotion.
Helmut: I mean, she was already very old.
Heinz: Sure.
Helmut: And nobody really liked her.
Heinz: Mmh.
Helmut: And she was bitching all the time.
Heinz: Now she is lying here.
Helmut: So, that's it. Let's put the shovels in the trunk and get out of here.
Heinz: Okay.
Helmut: Damned feelings of guilt.
Heinz: Yeah, it's alright now.
Helmut: It was the right thing to do, wasn't it?
Heinz: Yeah, mann!

DIE JUNGS (17): TREIBSAND
2002

Helmut: Karibik total!
Heinz: Du sagst es.
Helmut: Dass ich so was noch mal erleben darf!
Heinz: Ich lass mir noch so ein grünes Getränk kommen.
Helmut: Und dieses Meer!
Heinz: Was ist mit diesem Meer, Helmut?
Helmut: Es ist geil.
Heinz: Jau.
Helmut: Dein Onkel Waldemar ist echt okay.
Heinz: Weil er uns die Reise geschenkt hat, meinst du?
Helmut: Ja, weil ... Mann, nun mach doch nicht überall gleich einen Sozialkundeanschauungsunterricht draus, nur weil ich gesagt habe, dass ich deinen Onkel ...
Heinz: Ja sorry, tut mir leid.
Helmut: Ja, siehste. Das ist bestimmt die Sonne.
Heinz: Ach, jetzt fängst du damit an oder was?
Helmut: Ja nee, is schon gut. Hey, komm, lass uns aufstehen und die Gegend erkunden! Sonst gammeln wir noch fest am Strand.
Heinz: Negril soll ja damals eine Art Hippystadt gewesen sein.
Helmut: Komische Namen haben die hier auf Jamaika.
Heinz: Aber die grünen Getränke sind gut.
Helmut: Ich glaube, du hattest genug grüne Getränke. Los, lass uns in die Palmenwälder ziehen und alte Mayatempel ausgraben!
Heinz: Ich wusste gar nicht, dass es auf Jamaika alte Mayatempel gibt.
Helmut: Dann eben Haile-Selassi-Tempel.
Heinz: Lieber nicht. Vielleicht sind hier wilde Tiere.
Helmut: Dann eben nicht. Wir können ja an der Rezeption fragen, ob wir für dich den Fernseher hier raustragen dürfen.
Heinz: Mann! Grrr. Ja, also gut, warte mal! Jetzt renn doch nicht gleich wieder so.
Helmut: Kuck doch mal, all die ganzen Schmetterlinge!
Heinz: Seit wann stehst du auf Schmetterlinge?
Helmut: Naja, wo wir schon mal hier sind.
Heinz: Bei uns in Kiel gibts auch Schmetterlinge.
Helmut: Oh musst du mich jetzt ausgerechnet an Kiel erinnern?! Du kannst einem aber auch die Laune verderben! Es wird echt Zeit, dass wir mal in eine vernünftige Stadt ziehen, weißt du das? Zum Beispiel hier nach Jamaika. Ja, vielleicht sollten wir einfach hier bleiben. Die Mädchen hier sind zum Beispiel gar nicht mal so schlecht. Was meinst du denn dazu? Ach so, Fiona, natürlich. Heinz? Heinz?? Heinz??? Scheiße, wo ist der Typ? Heeeeeeeeeeeinz!! Wo steckst du Pennbrezel! Das gibts doch nicht!
Heinz: Hier unten bin ich.
Helmut: Was ist passiert? Oh Gott! Du steckst ja halb im Sand.
Heinz: Japp. Treibsand.
Helmut: Scheiße, das ist ja Treibsand.
Heinz: Ja. Treibsand, sag ich ja.
Helmut: Mensch Heinz, du bist zu weit weg.
Heinz: Tut mir leid.
Helmut: Ich komm nicht ran.
Heinz: Ich sinke immer tiefer.
Helmut: Mensch Heinz!
Heinz: Ich wusste gar nicht, dass es auf Jamaika Treibsand gibt.
Helmut: Ich weiß nicht, was ich machen soll!
Heinz: Hol mir noch so ein grünes Getränk.
Helmut: Scheiße Heinz, ich ... ich will dich nicht verlieren, Mann!
Heinz: I love you too, honey.
Helmut: Heinz!
Heinz: Ich wünsch' dir alles Gute, Kamerad.
Helmut: Oh Gott!!
Heinz: Es kribbelt.
Helmut: Was ist?
Heinz: Ja, es kribbelt überall, wenn man tiefer sackt.
Helmut: Mensch, ich komm doch alleine nicht mal bis zum Flughafen mit meinem schlechten Englisch. Außerdem brauche ich dich doch. Du bist mein einziger Freund. Heinz, tu mir das nicht an. Ich werde mich auch bessern und immer lieb zu dir sein, aber kratz jetzt bitte nicht ab. Lieber Heinz!
Heinz: Oh, ich glaube, ich sinke nicht mehr.
Helmut: Wirklich??
Heinz: Japp.
Helmut: Es kuckt nur noch dein Kopf raus.
Heinz: Reicht ja auch.
Helmut: Und jetzt?
Heinz: Weiß nicht. Also es ist ... gar nicht mal schlecht hier. Schön warm.
Helmut: Ich fass' es nicht.
Heinz: Du Helmut?
Helmut: Was?
Heinz: Ich hab' Durst.
Helmut: Du hast ...? Ey, weißt du, dass ich vor Schiss fast gestorben wäre?!
Heinz: Ich hab' trotzdem Durst.
Helmut: Du egoistischer Klotzkorken!
Heinz: So viel zum Thema: „Ich werde mich auch bessern und immer lieb sein“.
Helmut: Mann, komm da raus jetzt!
Heinz: Ja toll, wie denn ohne Arme?
Helmut: Idiot!
Heinz: Helmut!!
Helmut: Mann, mach was jetzt.
Heinz: Könntest du endlich aufhören, mein erstes Treibsanderlebnis zu stören!
Helmut: Ja, is ja gut, Mann.

THE BOYS (17): QUICKSAND
2002

Helmut: Absolutely Caribbean!
Heinz: You said it.
Helmut: To be able to experience something like that!
Heinz: I'm gonna order another one of those green drinks.
Helmut: And this sea!
Heinz: What about this sea, Helmut?
Helmut: It's fucking awesome.
Heinz: Yup.
Helmut: Your uncle Waldemar is really okay.
Heinz: Because he gave us the trip, you mean?
Helmut: Yes, because ... Man, don't make a social studies lesson out of it, just because I said that your uncle ...
Heinz: Yes, you're right, I'm sorry.
Helmut: Yes, you see. That must be the sun.
Heinz: Oh, now you start with it or what?
Helmut: Yeah, no, it's okay. Hey, come on, let's get up and explore the area! Otherwise we'll get stuck on the beach.
Heinz: Negril is said to have been a kind of hippy town back then.
Helmut: They do have funny names here in Jamaica.
Heinz: But the green drinks are good.
Helmut: I think you've had enough green drinks. Come on, let's go to the palm forests and dig up old Mayan temples!
Heinz: I didn't know that there are old Mayan temples in Jamaica.
Helmut: Haile Selassi temples, then.
Heinz: I'd rather not. Maybe there are wild animals here.
Helmut: Then let's not. We can ask at the reception if we can carry the TV out here for you.
Heinz: Man! Grrr. Yes, all right, now wait a minute! Don't run like that.
Helmut: Look at all the butterflies!
Heinz: Since when do you like butterflies?
Helmut: Well, since we are here.
Heinz: There are butterflies in Kiel, too.
Helmut: Oh do you have to remind me of Kiel of all places?! You're really spoiling the mood! It's about time we moved to a decent city, you know that? For example here to Jamaica. Yeah, maybe we should just stay here. The girls here, for example, they're not so bad. What do you think about that? Oh, Fiona, of course. Heinz? Heinz?? Heinz?? Shit, where is that guy? Heeeeeeeeeinz!! Where are you pretzelhead! But this is'nt possible!
Heinz: I am down here.
Helmut: What happened? Oh God! You're half stuck in the sand.
Heinz: Yep. Quicksand.
Helmut: Shit, that's quicksand.
Heinz: Yes. Quicksand, that's what I said.
Helmut: Jeez Heinz, you're too far away.
Heinz: I'm sorry.
Helmut: I can't reach you.
Heinz: I'm sinking deeper and deeper.
Helmut: Gosh Heinz!
Heinz: I didn't know there was quicksand in Jamaica.
Helmut: I don't know what to do!
Heinz: Get me another green drink.
Helmut: Shit Heinz, I ... I don't want to lose you, man!
Heinz: I love you too, honey.
Helmut: Heinz!
Heinz: I wish you all the best, comrade.
Helmut: Oh God!!
Heinz: It's tingling.
Helmut: It's what?
Heinz: Yes, it's tingling everywhere, when you sink deeper.
Helmut: Man, I can't even get to the airport by myself with my bad English. Besides, I need you. You are my only friend. Heinz, don't do this to me. I'll do better and I'll always be nice to you, but please don't croak now. Dear Heinz!
Heinz: Oh, I think I'm not sinking anymore.
Helmut: Really??
Heinz: Yep.
Helmut: Only your head is peeking out.
Heinz: Reicht ja auch.
Helmut: And now?
Heinz: I don't know. Well, it's ... not bad here. Nice and warm.
Helmut: I don't believe it.
Heinz: Helmut?
Helmut: What?
Heinz: I'm thirsty.
Helmut: You're ...? Hey, do you know that I almost died of fright?!
Heinz: I'm thirsty all the same.
Helmut: You egoistic blockhead!
Heinz: So much for "I'll do better and I'll always be nice to you".
Helmut: Man, come out of there now!
Heinz: Yeah great, and how with no arms?
Helmut: Idiot!
Heinz: Helmut!!
Helmut: Man, do something now.
Heinz: Could you stop disturbing my first quicksand experience now!
Helmut: Yeah, alright, man.

DIE JUNGS (18): BEI MOSHAMMER
2002

Heinz: Was hast du denn der Stewardess noch alles zu erzählen gehabt?
Helmut: Och nix.
Heinz: Das hat ja ewig gedauert.
Helmut: Ich hab ihr nur gesagt, dass ich sie knusprig fand.
Heinz: Ist nicht dein Ernst.
Helmut: Wieso, die sah gut aus.
Heinz: Ja okay, aber dass du es ihr sagst ...
Helmut: Na und? Was hab ich zu befürchten? Sie ist Stewardess.
Heinz: Stimmt auch wieder.
Helmut: Und wie lange haben wir jetzt Aufenthalt in München?
Heinz: Viel zu lange.
Helmut: Lass uns einen Stadtbummel machen!
Heinz: Lieber nicht. Nachher gibts hier irgendwo Treibsand.
Helmut: Ja oder wilde Tiere. Taxi!!
Heinz: Was machstn du jetzt?
Helmut: Ich ruf ein Taxi.
Heinz: Ja, das seh ich.
Helmut: Und wieso fragst du dann? Steig schon ein!
Heinz: Sind wir jetzt unter die Großfürsten gegangen, oder was?
Helmut: Es ist noch ganz gut was übrig von der Kohle deines Onkels.
Heinz: Und das musst du gleich verprassen, was?
Helmut: Klar! Hey, Moshammer!
Heinz: Klar, solange bis das Moos wieder alle ist.
Helmut: Nein, ich meine Moshammer! Der Typ. Der Laden!
Heinz: Der Typ, der Laden?
Helmut: Mann das ... halten Sie bitte hier an! Komm mit, Heinz, den will ich sehen!
Heinz: Okay, ich komm schon ... ... du Helmut?
Helmut: Was?
Heinz: Fällt dir hier was auf?
Helmut: Was meinst du?
Heinz: Es ist so seltsam ruhig auf den Straßen. Totenstill irgendwie.
Helmut: Demonstrationsverbot.
Heinz: Ach ja richtig. Übrigens hast du den Taxifahrer ganz falsch angeredet.
Helmut: Was hätte ich denn sagen sollen?
Heinz: ‚Hoidns hier bittschön oarmal o'.
Helmut: Im Ernst?
Heinz: So ähnlich.
Helmut: Hier! Hier ist sein Laden! Der bekannte Modeschöpfer mit der Daisy und allem.
Heinz: Du scheinst dich ja auszukennen.
Helmut: Naja, was man so im Fernsehn sieht. Wieso geht denn diese Misttür nicht auf? Ist doch Geschäftszeit.
Heinz: Vielleicht hat Herr Moshammer von dir auch schon mal gehört.
Helmut: Schade, ist zu.
Heinz: Da kommt einer aufmachen.
Helmut: Mensch, Heinz! Das ist der Moshammer selber!
Heinz: Ja, jetzt krieg dich wieder ein.
Helmut: Mensch, der Moshammer!
Heinz: Helmut, reiß dich zusammen!
Moshammer: Guten Tag, die Herren! Möchtens net eintreten?
Helmut: Du, der lässt uns eintreten, Heinz.
Heinz: Ja, dann tritt doch ein und steh nicht so blöd rum.
Helmut: Herr Moshammer! Ich kann es noch immer nicht fassen.
Heinz: Hier gibts ja allerhand Sachen.
Helmut: Oh Heinz, kuck ma, da ist Daisy!!
Heinz: Mann, jetzt komm wieder runter, Mann!
Helmut: Und hier hinten! Heinz! Komm doch mal durch!
Heinz: Ey, du kannst doch nicht einfach ...
Helmut: Doch doch. Kuck, hier ist das hintere Zimmer. Da haben schon Prinzen gesessen und Scheichs. Stimmts, Herr Moshammer?
Moshammer: Ja des ...
Helmut: Siehste, Heinz. Ich habs im Fernsehn gesehen. Da saß der Herr Moshammer mit der Daisy hier und der Herr Pelzig, der saß dort. Ey wow, das war genau hier!
Heinz: Sie müssen verzeihen, Herr Moshammer, aber mein Freund der Helmut hat manchmal Probleme damit, seine Emotionen zu kontrollieren.
Helmut: Du Saupreiss!
Heinz: Da sehen Sie, was ich meine.
Helmut: Kuck mal, Heinz, den Mantel! Sie, Herr Moshammer, wieviel kostet der?
Heinz: (Schluck)
Helmut: Okay, den nehm ich.
Heinz: (Schluck)
Helmut: Kannst du mal aufhören zu schlucken, Mister Treibsand?
Heinz: Mister Treibsanderlebnis! Wenn ich bitten darf.
Helmut: Na und?
Heinz: Weißt du noch, wie du gesagt hast, dass du ohne mich aufgeschmissen bist?
Helmut: Ach, halt doch die Klappe!
Heinz: Halt du doch die Klappe.
Helmut: Ey, jetzt hör auf! Was soll denn der Mann hier von uns denken?
Heinz: Okay, vielen Dank, Herr Moshammer!
Helmut: Ja, auf Wiedersehen!
Heinz: Ist eigentlich ganz okay, der Typ.
Helmut: Sag ich doch! Und wo wir grad in München sind ...
Heinz: ... und Moos haben ...
Helmut: Ja genau.
Heinz: Und Demos gibts ja auch keine mehr ...
Helmut: Ey, der originale Moshammer persönlich!
Heinz: Ja, krieg dich wieder ein, Mann.

THE BOYS (18): AT MOSHAMMER'S
2002

Heinz: What was all this you told the flight attendant?
Helmut: Oh, nothing.
Heinz: That took forever.
Helmut: I just told her I that I find her crispy.
Heinz:You can't be serious.
Helmut: Why, she looked good.
Heinz: Yeah okay, but that you told her ...
Helmut: So what? What do I have to fear? She is a flight attendant.
Heinz: That's a point.
Helmut: And how long do we have to stay in Munich now?
Heinz: Much too long.
Helmut: Let's take a stroll through the city!
Heinz: Rather not. Maybe there is quicksand somewhere around here.
Helmut: Yes, or wild animals. Cab!!
Heinz: What are you doing now?
Helmut: I'm calling a cab.
Heinz: Yes, I can see that.
Helmut: So why are you asking? Get in!
Heinz: Are we now among the Grand Princes, or what?
Helmut: There is still quite a bit left of your uncle's money.
Heinz: And you have to waste it right away, don't you?
Helmut: Sure! Hey, Moshammer!
Heinz: What hammer?
Helmut: No, I mean Moshammer! The guy. The store!
Heinz: The guy. The store?
Helmut: Man that ... please stop here! Come on, Heinz, I gotta see that!
Heinz: Okay, I'm coming ... ... say, Helmut?
Helmut: What?
Heinz: Do you notice anything here?
Helmut: What do you mean?
Heinz: It's so strangely quiet on the streets. Deadly quiet in a way.
Helmut: Demonstration ban.
Heinz: Oh, that's right. By the way, you addressed the cab driver all wrong.
Helmut: And what should I have said?
Heinz: ‚Hoidns hier bittschön oarmal o'.
Helmut: Seriously?
Heinz: Something like that.
Helmut: Here! This is his store! The famous fashion designer with Daisy and everything.
Heinz: You seem to know your stuff.
Helmut: Well, the things you can see on TV. Why doesn't this door open? It's business time.
Heinz: Maybe Mr. Moshammer has heard of you, too.
Helmut: Too bad, it's closed.
Heinz: Someone is coming to open.
Helmut: Oh my God, Heinz! That's Moshammer himself!
Heinz: Yes, now get a grip on yourself.
Helmut: That's Moshammer!
Heinz: Helmut, pull yourself together!
Moshammer: Good day, gentlemen! Don't you want to come in?
Helmut: Wow, he lets us come in, Heinz.
Heinz: Yes, then enter and don't stand there like an idiot.
Helmut: Herr Moshammer! I still can't believe it.
Heinz: Hey, there are all kinds of things in here.
Helmut: Oh Heinz, look, look, there is Daisy!
Heinz: Man, now come back down, man!
Helmut: And over there! Heinz. Come on through!
Heinz: Hey, you can't just ...
Helmut: Yes, I can. Look, here is the back room. Princes and sheiks have already sat there. Right, Herr Moshammer?
Moshammer: Ja this ...
Helmut: You see, Heinz. I saw it on television. Herr Moshammer was sitting here with Daisy and Herr Pelzig was sitting there. Ey wow, that was right here!
Heinz: You have to forgive him, Herr Moshammer, my friend Helmut sometimes has problems controlling his emotions.
Helmut: You Prussian pighead!
Heinz: There you see what I mean.
Helmut: Look, Heinz, this coat! Herr Moshammer, how much is that one?
Heinz: (gulp)
Helmut: Okay, I'll take it.
Heinz: (gulp)
Helmut: Could you stop gulping, Mister quicksand?
Heinz: Mister quicksand experience! If you please.
Helmut: So what?
Heinz: Do you remember how you said that you are lost without me?
Helmut: Oh, shut up!
Heinz: You shut up.
Helmut: Hey, stop it! What is this gentleman supposed to think of us?
Heinz: Okay, thanks a lot, Herr Moshammer!
Helmut: Yes, good bye!
Heinz: Actually quite nice, the guy.
Helmut: That's what I said! And since we are in Munich ...
Heinz: ... and hammering ...
Helmut: Exactly.
Heinz: And there are no more demos, anyway ...
Helmut: Wow, the original Moshammer in person!
Heinz: Yeah, chill out, man.

DIE JUNGS (19): IN JERUSALEM
02.04.02

Heinz: Also, ich finde es ziemlich anstrengend, gleich schon wieder zu verreisen.
Helmut: Na gut, aber wenn die Amerikaner ...
Heinz: Oh Mann, kannst du mal mit den Amerikanern aufhören?
Helmut: Ja, aber wenn sie uns nun einmal darum bitten!
Heinz: Ja, und was sollen ausgerechnet wir hier tun können?
Helmut: Man setzt eben Vertrauen in uns.
Heinz: Ich kann nicht sagen, dass ich mich dabei wohl fühle.
Helmut: Es ist jetzt Zwölf. Der Kontaktmann müsste jeden Moment hier aufkreuzen. Vorausgesetzt, dies ist wirklich das Damaskustor.
Heinz: Ist es.
Helmut: Also wenn er aus der Altstadt kommt, dann können wir ihn nicht verpassen. Von hier oben hat man einen guten Überblick.
Heinz: Diese Soldaten können einen ganz schön nervös machen. Jetzt kuck dir das an!
Helmut: Was denn?
Heinz: Da vorne!
Helmut: Ach du Scheiße, was machen die denn da? Au weia, jetzt hat der den getreten.
Heinz: Der Palästinenser wollte da vorne durch.
Helmut: Aber da ist doch gesperrt.
Heinz: Ja, aber der wollte da durch.
Helmut: Da! Jetzt hat er dem Soldaten eins in die Fresse gehauen. Das gibt Ärger.
Heinz: Aber der Soldat hat angefangen.
Helmut: Wieso, wenn die Straße gesperrt, ist dann ist sie gesperrt.
Heinz: Ja, aber er hätte ihn ja nicht gleich treten müssen.
Helmut: Kuck mal, jetzt sind die da schon zu Viert am Machen.
Heinz: Das ist ja nicht zum Aushalten.
Helmut: Du kannst ja mitmachen und deinen Freund da rausholen.
Heinz: Der ist nicht mein Freund. Ich kenn den doch gar nicht.
Helmut: Glaubst du vielleicht, ich hätte nicht gemerkt, dass du pro-palästinensisch bist?
Heinz: Was hat das denn mit pro-palästinensisch zu tun? Du spinnst doch.
Helmut: Hast du nicht gesagt, der Palästinenser hätte Recht gehabt?
Heinz: Ja und?
Helmut: Ja siehste, pro-palästinensisch.
Heinz: Mann, der Typ kam da vorbei, und der andere hat ihn angehalten und provoziert.
Helmut: Du nimmst ihn ja schon wieder in Schutz. Hast du schon mal was von Selbstmordattentaten gehört?
Heinz: Und du? Hast du schon mal was von Menschenrechten gehört, du Penner?
Helmut: Saftkopf!
Heinz: Tja, wahrscheinlich sieht man das anders, wenn man selbst schon jemanden auf dem Gewissen hat.
Helmut: Wieso, was soll das denn ... oah! Du mieser Sack. Na warte!
Heinz: Auaaa!
Helmut: Na und, selber Schuld. Aaaargh!
Heinz: Ich geb dir „selber Schuld“.
Helmut: Alter, ich schlag dir den ...
Heinz: Aaaa!
Helmut: Hi, hi. Ey, was soll das denn? Leg sofort den Stein da weg!
Heinz: Ich mach dich fertig!
Helmut: Daneben, daneben!
Heinz: Es gibt hier noch mehr Steine. Aaaau! Lass mich ...
Helmut: Das wollen wir ja erst mal sehen.
Heinz: Pass auf die Treppe.
Helmut: Aaah. Na warte, das kriegst du wieder.
Heinz: Ach ja? Auu!
Helmut: So! Auaah!
Heinz: So! Ey, hör auf mit dem Gemüse nach mir zu werfen.
Helmut: Wenn die Straße gesperrt ist, dann ist sie gesperrt.
Heinz: Ja, du bist auch gesperrt.
Helmut: Besser als Fundamentalist!
Heinz: Du kannst ja in einen Kibbuz gehen! Aah!
Helmut: Aau! Terrorist!
Heinz: Wer ist hier der Terrorist, du Gewalttäter!
Helmut: Ey, ich hau dir den ...
Heinz: Pass bloß auf, du ...
Helmut: Urgh.
Heinz: So! Aah.
Helmut: Tats weh? Ey, mein Moshammer-Mantel ist eingerissen!
Heinz: Mir doch egal.
Helmut: Ey mein Moshammer-Mantel!
Heinz: Ja, ich schei-ße auf deinen Moshammer-Mantel. Der ist sowieso viel zu warm bei dem Wetter.
Helmut: Ich liebe diesen Mantel ...
Heinz: Helmut, hör auf mich zu würgen.
Helmut: Ich mach dich alle, Mann.
Heinz: Kchrgh.
Helmut: Ja so. Aaah meine ...
Heinz: Das hast du jetzt davon!
Helmut: Oh meine Eier!
Heinz: Ja kchch siehste! Und ich blute dafür überall.
Helmut: Du Araber!
Heinz: Du Zionist!
Helmut: Und wie findest du das hier?
Heinz: Aaaaaaaah. Na warte, du Sau.
Helmut: Aaaargh. Scheiß-Araber!
Heinz: Scheiß-Zionisten!
Helmut: Aah!
Heinz: Aah!
Helmut: Ooh!
Heinz: Ooh!
Helmut: Du Heinz?
Heinz: Was?
Helmut: Du, die haben aufgehört.
Heinz: Echt?
Helmut: Ja, die kucken hier alle rüber.
Heinz: Oh.

THE BOYS (19): IN JERUSALEM
02.04.02

Heinz: You know, I find it rather exhausting to go traveling again so soon.
Helmut: Might be. But since the Americans ...
Heinz: Oh man, can't you stop talking about them Americans?
Helmut: Yeah, but since they were asking us, you know
Heinz: Yeah, and how the heck could we two be of any aid here?
Helmut: Well, they put some trust in our abilities.
Heinz: I cannot really say that I'm comfortable with all this.
Helmut: It's twelve now. The contact guy will be showing any moment now, given that this is indeed the Damascus gate.
Heinz: It is.
Helmut: Well, if he is coming from the Old City then we cannot possibly miss him. From up here you have a good overview.
Heinz: These soldiers can really make you nervous. Now look at this!
Helmut: Whatya mean?
Heinz: Over there!
Helmut: Oh shit. What do they think they're doing there? Goodness, now he kicked him.
Heinz: The Palestinian wanted to cross over there.
Helmut: But this is closed there, ain't it?
Heinz: Yeah, but the guy wanted to pass.
Helmut: There! Now he laid one on the soldier. That'll mean trouble with a big tee.
Heinz: But the soldier started it off.
Helmut: Why, when the road is closed, then it's closed.
Heinz: Yeah, but he didn't have to kick him, did he?
Helmut: Hey, look-a there! Now it's four of 'em fighting.
Heinz: Now this is completely unacceptable.
Helmut: Why don't you get involved and get your pal out of there.
Heinz: This guy ain't my pal. I don't even know him.
Helmut: Do you think I didn't notice that you are pro-Palestinian?
Heinz: And what has this to do with pro-Palestinian, ey? You're being stupid, that's all.
Helmut: Didn't you say the Palestinian was right?
Heinz: So what?
Helmut: Well, there you are: pro-Palestinian.
Heinz: Man, this guy came along there and the other guy stopped and provoked him.
Helmut: See, you're defending him again. Did you ever hear anything about suicide assaults?
Heinz: And you? Did you ever hear anything about human rights, you nut?
Helmut: Juice-head!
Heinz: Well, one will probably see things from a different angle once that one has erased somebody himself.
Helmut: Why, what do you mean by ... Oah! You miserable creature, take this!
Heinz: Ouch!
Helmut: There you are. It's your own fault. Aaaargh!
Heinz: I will give you "it's your own fault".
Helmut: Buddy, I beat you to ...
Heinz: Aaaa!
Helmut: Hee hee. Hey, whatcha doin' there? Put this stone away at once!
Heinz: I will blow you away.
Helmut: You missed me, you missed me.
Heinz: There are even more stones here. Ouch! Let me ...
Helmut: Now, you just wait and see.
Heinz: Watch out, mind the stairway.
Helmut: Aaah, you wait, you'll get that back.
Heinz: Ah really? Aouuuch!
Helmut: So! Awaah!
Heinz: So! Now stop throwing these vegetables at me!
Helmut: When the road is closed, then it is closed.
Heinz: Yeah well, you are closed, too.
Helmut: Better than to be a fundamentalist!
Heinz: Well, why don't you enter a kibbuz then! Aah!
Helmut: Ouch! Terrorist!
Heinz: And who is the terrorist, you violent rat!
Helmut: Man, I hit you in the ...
Heinz: You better watch it ...
Helmut: Urgh.
Heinz: So! Aah.
Helmut: Was it painful? Hey, my Moshammer coat is torn!
Heinz: What do i care?
Helmut: Hey, my Moshammer coat!
Heinz: Yeah, well, I shit on your Moshammer coat. It's too hot for this weather, anyway.
Helmut: I love this coat ...
Heinz: Helmut, stop strangling me!
Helmut: I'm gonna do you in, man.
Heinz: Kchrgh.
Helmut: That's right. Aaah my ...
Heinz: Yeah, this is what you deserve!
Helmut: Oh, my nuts!
Heinz: Yeah, kchch, see? And I am bleeding everywhere.
Helmut: You Arab!
Heinz: You Zionist!
Helmut: And how do you like: this here?
Heinz: Aah, you wait, you pig.
Helmut: Aaaargh, damn Arabs!
Heinz: Damn Zionists!
Helmut: Aah!
Heinz: Aah!
Helmut: Ooh!
Heinz: Ooh!
Helmut: Heinz?
Heinz: What?
Helmut: I think they stopped.
Heinz: No kidding?
Helmut: Yeah, they're all looking over here.
Heinz: Oh.

DIE JUNGS (20): IMMER GEGEN HELMUT
2002

Heinz: Und wie wars?
Helmut: Wie war was?
Heinz: Na bei deinen Eltern.
Helmut: Ja ja, was solls.
Heinz: Du hast es ja fast eine Woche ausgehalten.
Helmut: Ach halt doch die Klappe.
Heinz: Ey, was ist mit dir denn los?
Helmut: Lass mich doch in Ruhe, Mann!
Heinz: So schlimm?
Helmut: Herrgottnoch mal, halt endlich den Rand!
Heinz: Wieso bist du denn gleich so aggressiv?
Helmut: Aggressiv? Wer ist denn hier aggressiv. Du Penner!
Heinz: Mensch ich hab doch nur gefragt ...
Helmut: Jaja, du hast nur gefragt. Das kannst du dir echt sparen. Du weißt ganz genau dass ... sag mal was ist denn das da?
Heinz: Was denn?
Helmut: Na dieses Poster.
Heinz: Ach so das.
Helmut: Ist das Bahaa-Ullah, oder was?
Heinz: Nee, John Lennon.
Helmut: Und das George-Bush-Poster, was da vorher hing?
Heinz: Ist da drüben.
Helmut: Wo drüben?
Heinz: Äh, in der Küche.
Helmut: In der Küche? Das will ich sehen.
Heinz: Äh also ...
Helmut: Nee, hier hängt es nicht. Willst du mich verblödeln, oder was?
Heinz: Ja, also, es ist schon hier. Äh, hier.
Helmut: Im Mülleimer! Du hast ...
Heinz: Es war irgendwie out, verstehst du ...
Helmut: Es war irgendwie out? Es war mein Privateigentum. Mann, wieso immer gegen mich?
Heinz: Komm, jetzt stell dich nicht so an. Du wolltest es selbst in den Mülleimer werfen.
Helmut: Das ist was völlig anderes! Es ist ja auch meins. Aber du hast mein Recht zerstört. Meine Ehre hast du in Frage gestellt!
Heinz: Ey, hallo, aufwachen. Du bist wieder zu Hause.
Helmut: Wieso, was ...?
Heinz: Jetzt hol doch erst mal deine Sachen aus dem Auto und setz dich hin und ich mach Kaffee, okay? Ich hab extra Erdbeeren gekauft.
Helmut: Ich hasse Erdbeeren.
Heinz: Du hasst Erdbeeren?? Helmut, alle Menschen lieben Erdbeeren. Du hast nie ...
Helmut: Wie wärs, wenn du die Sachen aus dem Auto holst, und ich mich solange hier hinsetze?
Heinz: Und wie wärs, wenn ich dich einen Macho-Pascha nenne?
Helmut: Mann, wieso immer gegen mich? Erst die ganzen Nervereien, dann die lange Fahrt. Die Klima-Anlage funktioniert auch nicht. Dann ist man froh, endlich wieder zu Hause zu sein ...
Heinz: Ach ja? Du machst aber nicht den Eindruck, froh zu sein.
Helmut: Ja, jetzt nicht mehr. Du hast es versaut.
Heinz: Ach, ich hab es versaut, ja? Was hab ich denn gemacht?
Helmut: Ja, das werde ich dir jetzt nicht voranalysieren, wenn du das nicht selber weißt.
Heinz: Helmut?
Helmut: Was ist?
Heinz: Was war denn los bei deinen Eltern?
Helmut: Nichts, Mann. Was soll denn losgewesen sein? Überhaupt nichts. Es war genau wie immer. Alles in Ordnung.
Heinz: Naja, wenn du nicht darüber reden willst.
Helmut: Was soll das heißen: Wenn ich nicht darüber reden will? Wer sagt denn das?
Heinz: Du bist echt eine komplexe Persönlichkeit, Helmut.
Helmut: Ach so, jetzt bin ich wieder der Verrückte, oder was?
Heinz: Jetzt sei nicht so aggressiv, Mann!
Helmut: Ach, jetzt bin ich wieder aggressiv, ja? Du müsstest dir mal selber zuhören, dann würdest du merken, dass es immer gegen mich geht.
Heinz: Du bist unfrei, Helmut.
Helmut: Ach, jetzt bin ich unfrei.
Heinz: Ich mach mir erst mal einen Kaffee.
Helmut: Ja, dir, siehste: Dir machst du einen Kaffee.
Heinz: Ja, dir auch, du Idiot.
Helmut: Kuck mal, was du für Sachen zu mir sagst. „Idiot“ und „Penner“ und „Halt die Klappe“ ...
Heinz: „Penner“ und „Halt die Klappe“ hattest du zu mir gesagt.
Helmut: Schon wieder gegen mich! Du drehst alles immer so rum, dass es gegen mich ist.
Heinz: Weißt du was, Helmut?
Helmut: Was?
Heinz: Langsam bin ich wirklich gegen dich, wenn du so weiternervst.
Helmut: Siehste, sag ich ja. Du warst die ganze Zeit latent gegen mich.
Heinz: Wo hast du das denn her?
Helmut: Was?
Heinz: Mit dem latent.
Helmut: Irgendwo gelesen, was weiß ich. Wieso, hältst du mich für ungebildet, nur weil ich nicht studiert habe?
Heinz: Oh Gott, du nervst, Helmut.
Helmut: Ey, immer geht das gegen mich. Mann, ich wollte nur, dass sie mit mir zufrieden sind. Aber sie sind einfach nie zufrieden. Ich ...
Heinz: Jetzt wach endlich auf, Helmut. Du bist wieder zu Hause, Mann!

THE BOYS (20): ALWAYS AGAINST HELMUT
20.06.02

Heinz: So how was it?
Helmut: How was what?
Heinz: Well, with your parents, I mean.
Helmut: Yadda yadda, who cares.
Heinz: You managed to stay there for almost a week.
Helmut: Why don't you just shut up.
Heinz: Hey, what's wrong with you?
Helmut: Just leave me alone, man!
Heinz: So bad?
Helmut: Shut up your face, I say!
Heinz: Why are you so aggressive?
Helmut: Aggressive? And who is aggressive? You nut!
Heinz: Man, I only asked ...
Helmut: Yeah yeah, you only asked. You can really cut this out. You know exactly that ... now what is this here?
Heinz: What do you mean?
Helmut: The poster over there.
Heinz: Oh, that.
Helmut: Is that Bahaa-Ullah or what?
Heinz: No, John Lennon.
Helmut: What about the George Bush poster that hung there before?
Heinz: It's over there.
Helmut: Where?
Heinz: Um ... in the kitchen.
Helmut: In the kitchen? I gotta see this.
Heinz: erm, well ...
Helmut: No, it doesn't hang here. Do you wanna fool me or what?
Heinz: Ah well, it is here you see ... eh here.
Helmut: In the garbage! You have ...
Heinz: It was somewhat outdated, you see ...
Helmut: Somewhat outdated? It was my private property. Man, why always against me?
Heinz: Come on, don't make a fuss about it. You wanted to throw it in the garbage yourself.
Helmut: That's a completely different thing! Cause it's mine, but you've destroyed my right. You question my reputation!
Heinz: Hello, wake up, man, you're back home.
Helmut: Why what ...?
Heinz: Now, why don't you first get your stuff out of the car and relax, and I'll fix ourselves a coffee, alright? I bought strawberries for us.
Helmut: I hate strawberries.
Heinz: You hate strawberries?? Helmut, everybody loves strawberries. You never ...
Helmut: How about if you got the stuff out of the car and I sit here and relax in the meantime?
Heinz: And how about if I called you a macho pasha?
Helmut: Man, why always against me? First all this trouble, then the long journey ... the air-conditioning didn't work, either. Then one is happy to finally be back home ...
Heinz: Oh yeah? Well, you didn't give the impression that you're happy.
Helmut: Yeah, well, not anymore. You messed it up.
Heinz: Ah, so I messed it up, did I? And what did I do?
Helmut: Yeah, well, I won't be analyzing that now, if you don't know it by yourself.
Heinz: Helmut?
Helmut: What's up?
Heinz: And what happened at your parents'?
Helmut: Nothing, man, what could have happened? Nothing at all. It was just like every time. Everything alright.
Heinz: Well, if you don't want to talk about it.
Helmut: What do you mean: if I don't wanna talk about it? Who said that?
Heinz: You really are a complex personality, Helmut.
Helmut: Oh I see, now I'm the madman again, right?
Heinz: Now stop being so aggressive, man!
Helmut: Oh I see, now I'm aggressive again, right? If you just listened to what you're saying, then you'd notice that it's always against me.
Heinz: You are unfree, Helmut.
Helmut: Oh I see, now I'm unfree.
Heinz: Well, I have to fix myself a coffee now.
Helmut: Yeah: yourself, see? Yourself you're fixing a coffee.
Heinz: Yeah for you too, of course, you idiot.
Helmut: Look! See what you're saying to me: "idiot" and "nut" and "shut up your face" ...
Heinz: "Nut" and "shut up your face" is what you said to me, actually.
Helmut: Again against me! You turn all things around so that they're against me.
Heinz: You know what, Helmut?
Helmut: What?
Heinz: I'll really start to be against you if you go on getting on my nerves.
Helmut: See, I knew it all along. You've been latently against me the whole time.
Heinz: And where did you pick up that one?
Helmut: Which one?
Heinz: Latently.
Helmut: Read it somewhere, what do I know. Why, you think I'm uneducated only because I don't have a university degree?
Heinz: Oh God, you're getting on my nerves, Helmut.
Helmut: Oh, why is it always against me? Man, I just wanted them to be content with me. But they just never are content. I ...
Heinz: Now do wake up, Helmut. You're back home, man!

الولَدين ٢٠
دايماً ضدّ هـلموت

بامبو # 221 - anis 20.06.02

هاينس: حمدلله ع السلامة ، إيه لأخبار؟
هـلموت: أيه أخبار أيه؟
هاينس: أهلك ، أيه أخبار أهلك؟
هـلموت: ولا يهمّك.
هاينس: بقى لك أسبوع عندهم تقريباً.
هـلموت: آه ، ما تسكت ، بقى!
هاينس: ولك مالك يا راجل؟
هـلموت: ما تخلّيني يا أخي!
هاينس: مشاكل ، صحّ؟
هـلموت: يا راجل إخرص بقى!
هاينس: وليه إنت عدواني للدرجة دي؟
هـلموت: عدواني إيه؟ ومين العدواني هِنا؟ يابن الشحّاذ!
هاينس: ما أنا بَس كنت أسأل ...
هـلموت: أيوَه أيوَه ، إنت بس كنت تِسأل. ما تِخلَص الكلام ده ، إنت عارف جيداً إنّه ... ولك إيه ده أهو؟
هاينس: قَصدك إيه؟
هـلموت: الصورة دي ع الحيطة.
هاينس: أه ، الصورة.
هـلموت: ده بهاءالله ولا مين؟
هاينس: لأّه ، جون لينون.
هـلموت: وصورة جورج بوش إللي كانت ع الحيطة قبل كده؟
هاينس: دي هناك ، ولله.
هـلموت: هناك فين ، طيب؟
هاينس: في ... في المطبخ.
هـلموت: في المطبخ؟ والله ، لازم أشوف.
هاينس: ممه ، الحقيقة بقى ...
هـلموت: طب ، فينها؟ أنا مش شايفها. إنت بِتِضحك عليّ ولا إيه؟
هاينس: لأ أنا ... هي هنا ، ده صحّ. هههِنا.
هـلموت: في الزبالة! إنت حَطيت ...
هاينس: كان وقتها خِلِص ، شايف الزاي؟
هـلموت: كان وقتها خِلِص؟ دي كانت حقّي الشخصي! ليه دايماً ضِدّي أنا؟
هاينس: خلاص ، ما تكونش كده. إنت نفسك كنت عايز تِرميها الزبالة.
هـلموت: دي حاجة مختلفة تماماً. دي صورتي أنا ، بس إنت اعتديت على حقّي ودمّرت شَرَفي.
هاينس: يااا ، إصحى يا أخي ، إنت رجعت بيتك.
هـلموت: قصدك إيه؟ أنا ما ...
هاينس: طب ، ما تروح تجيب أغراضك من العربية وتستريح شويه ، وأنا بعمل قهوة إلنا. كويس؟ أنا اشتريت فراولة للمناسبة.
هـلموت: أنا بَكره الفراولة.
هاينس: إنت بِتِكرَه الفراولة؟ هلموت ، كل الإنسانية بتحبّ الفراولة. إنت أبداً قلت لي ...
هـلموت: طب ، ورأيك إيه إذا إنت تجيب الأغراض من العربية وأنا استريح هنا استنّاك؟
هاينس: ورأيك إيه إذا أنا أسمّيك ماتشو أبو باشا؟
هـلموت: يا! ليه ضدي أنا على طول؟ بالأوّل كل المشاكل دي ، بعدين السفر المتعب ، والتكييف في العربية مش شغّال كمان ، وبعدين كنت سعيد عشان وصلت البيت أخيراً ...
هاينس: صحيح؟ مش باين عليك قوي إنك سعيد.
هـلموت: إنت خرّبت الجو الجميل.
هاينس: وأنا عملت إيه بالضبط؟
هـلموت: ها ، أنا مش حأؤحلّلهولك إذا إنت ما فهمتوش بنفسك.
هاينس: هـلموت؟
هـلموت: عايز إيه؟
هاينس: حصل إيه بقى عند أهلك؟
هـلموت: ولا حاجة يا راجل. حيحصل إيه عندهم؟ ولا حاجة إطلاقاً. كان زي كل مرّة. كُلّه تمام.
هاينس: طيب. إذا إنت مش عايز تِتكلّم ...
هـلموت: يعني إيه: إذا إنا مش عايز اتكلّم؟ ومين قال لك؟
هاينس: إنت يا هلموت فعلاً شخصية معقّدة.
هـلموت: يبقى أنا المجنون ، ولّا إيه؟
هاينس: ولك ، ما تكونش عدواني كده يا راجل!
هـلموت: يبقى أنا العدواني دلوقتي؟ إنت لو بس تسمع كلامك كنتَ عارف إنّ الكلام دايماً ضدّي أنا.
هاينس: هلموت ، إنت مش حرّ.
هـلموت: حلو ، يبقى أنا مش حرّ دلوقتي.
هاينس: يا ... طب ، أنا حاروح أعمل لي قهوة.
هـلموت: أيوه ليك ، شايف أزاي؟ ليك تعمل قهوة!
هاينس: أيوه ، وليك كمان طلعاً ، يا ابن البهلول!
هـلموت: بُس بَس الكلمات إللي إنت بتستخدمها عليّ: ابن البهلول وابن الشحّاذ وإخرص ...
هاينس: ابن الشحّاذ وإخرص دي إنت قلتها.
هـلموت: شايف؟ ضدّي ضدّي على طول! إنت بِتْلِفّ كل حاجة حتى تبقى ضدّي.
هاينس: عارف إيه ، يا هلموت؟
هـلموت: إيه؟
هاينس: كمان شويه وأنا حابقى أكون ضدك بالفعل عشان زهِقت منّك.
هـلموت: شايف ، ده ما قلت لك: طول الوقت إنت كنت ضدي مُسْتَتِراً.
هاينس: مِنين جِبتَ دي؟
هـلموت: جِبْت إيه؟
هاينس: مُسْتَتِراً.
هـلموت: قَريتْها. مش فاكر. ليه ، بِتِحسبني مش متعلّم بس عشان أنا مش متخرّج جامعة؟
هاينس: الله! يا هلموت ، خلّصنا بقى!
هـلموت: يا! دايماً ضدي أنا. يا راجل ، أنا بس كنت عايز أخلّيهم راضين ، بس هم مش ممكن يكونوا راضين أبداً ، أنا ...
هاينس: ولك ، فِيقْ بقى ، إنت رَوَّحت. إنت في بيتك!

DIE JUNGS (21):
POLITISCH KORREKT

2002

oh gott ist das kalt hier - helmuuuuut!! - oh mann ist das kalt - und diese brüllerei! - helmut was ist mit der heizung los (bibber)? - warte mal kurz - ich bin noch gar nicht richtig wach - ausgerechnet am sonntag morgen - ich geh mir das mal im keller ankucken - los komm mit! - kalt wie in stalingrad ist das, alter! - ey sag mal! - bist du blöd? - solche vergleiche macht man nicht - wieso das denn nicht? - also heinz echt! - dass ich dir das noch erklären muss... - wieso was denn?? - vergleich mit der nazizeit! - deshalb? - natürlich deshalb - aber alle machen vergleiche mit der nazizeit - ach ja? - und wer alle? - naja der koch - und der saramago - und dann die frau däubler-gmelin - sogar kohl - dann möllemann und karsli natürlich - lafontaine - und jetzt noch claus harmsen - so nun wolln wir uns doch mal - diesen bescheuerten heizkessel ankucken - mann ist das kalt!! - dabei hast du noch handschuhe an und diese alberne mütze - rattig kalt ist das - schon besser! - wie damals in stalingrad - wo die deutschen so richtig auf die fresse gekriegt haben! - idiot! - was denn? - das weißt du ganz genau! - es ist politisch nicht korrekt - so'n quatsch! - weißt du eigentlich - wie kalt es damals in stalingrad war?! - komm jetzt hör auf - ich muss mich hier konzentrieren - gib mir mal den schraubenschlüssel - was fürn schraubenschlüssel? - egal schon gut - ich habs schon - sag mal... - ja? - ach jetzt klemmt diese dämliche... - was soll ich denn sagen? - sei mal eben ruhig - wo kommt denn auf einmal das ganze wasser her? - woher soll ich das wissen? - du hast doch das rad aufgedreht - wenigstens ist es warmes wasser - nicht wie damals in... - ja ja - was ich fragen wollte: - wer ist eigentlich dieser claus harmsen? - ach der! - der hat den zentralrat kritisiert - du meinst DEN zentralrat - japp - den zentralrat - ...du sag mal - jetzt ist da aber schon ziemlich viel wasser rausgelaufen - und haben sie ihn gefeuert? - natürlich haben sie ihn gefeuert - na gottseidank - es ist unsäglich - dass diese dingens nicht in ruhe gelassen werden - welche dingens? - ja du weißt schon - wen ich meine - man sagt dieses wort nicht - sonst wird man gleich verdächtig - ein dings zu sein - du sprichst in rätseln - ja toll - was ist denn mit all den leuten passiert - die du da aufgezählt hast? - man hat sie in die wüste geschickt - ja siehste - wenigstens ist es warm da... - schon wieder! - du machst es schon wieder - du glorifizierst die nazis! - komm jetzt hör auf mit dem schwachsinn - und mach die hütte warm - du weißt ganz genau - dass man nichts über die sagen darf - über wen jetzt? - na die dingens - ja ja weil man dann des dings verdächtig wird - alles klar - ja genau! - es war einfach zu schlimm damals - du meinst antisemitismus, stimmts? - bist du blöde?! - sag nie wieder dieses wort okay? - und jude? - pssst! - mann hör auf mit dem mist - das bringt nix - heinz - du musst mir versprechen - dass du so etwas nie sagst - wenn andere leute dabei sind - wieso denn? - weil die da oben sehr empfindlich sind, deshalb - na meinetwegen - hauptsache du machst den laden wieder warm - ich bin ja dabei - ich muss auch nicht unbedingt über juden und so reden - ja ist ja gut - wir können uns ja über menschenrechte unterhalten - wenn dir das lieber ist - nee bloß nicht! - lieber über ally macbeal - die fernsehtante? - na und was dagegen? - nee nee - die ist ja mit harrison ford zusammen - im ernst? - helmut pass auf die leitung - also das hätte ich nicht gedacht - helmut hier ist alles unter wasser mann! - mit diesem indiana-jones-typen? - was für ein tag! - und dann noch so kalt ! - ja wie damals in stalingrad

THE BOYS (21):
POLITICALLY CORRECT

2002

oh my god it is so cold in here - helmuuuuut!! - oh man this is cold - and then this yelling! - helmut what is wrong with the heating (bibber)? - hold on for a sec - i didn't even wake up yet - and this on a sunday mornig - i'll go and have a look at it in the cellar - get on follow me! - cold like in stalingrad this is, man! - hey now watch it! - are you mad? - such comparisons are not ok - what, why? - oh c'mon heinz! - that i have to explain this to you is just superfluous - and what did i do?? - comparison with the nazi period! - this is why? - of course this is why - but all people make comparisons with the nazi period - is that so? - and who all? - well there is koch - and this saramago - and then mrs. daeubler-gmelin - even kohl - then moellemann and karsli of course - lafontaine - and now claus harmsen - so, now let's have a look at this damned heater - man it's so cold!! - and this although you're wearing them gloves and this silly cap - cold like rats is what i call this - well that is better - like back in stalingrad - where the germans got smashed by the russians! - idiot! - and why? - well you know exactly why! - it is politically incorrect - what nonsense! - do you have an idea about - how cold it really was in stalingrad?! - now let's stop this - i gotta concentrate here - hand me the spanner will you - what spanner? - it's alright - already got it - and tell me... - yes? - oh now this thing here is jammed like... - and what do you want me to tell you? - just shut up for a minute - now where does all this water come from? - how am i to know? - it was you who turned the wheel open - at least it is warm water - not like back in... - oh get off! - what i wanted to say: - who is this claus harmsen guy? - oh him! - he criticized the central council - you mean THE central council - yapp - the central council - ...now look-a there - this is quite some water that ran out of this machine - and did they fire him? - of course they fired him - well thank god - it is just unbearable - that they cannot leave the thingamybobs in peace - what thingamybobs? - yes you know - who i mean - people don't say this word - or they are immediately suspected - of being a whatsisname - you are talking in riddles - yeah great - well what happened to all these people - you mentioned? - they sent them into the desert - yeah there you are - at least it is warm there... - again! - you're doing it again - you're glorifying the nazis! - now come - stop this dribble - and warm up the hut - you know precisely - that nobody is to say anything about them - about whom now? - well the thingamybobs - yeah i know - because they get suspected of being a whatsisname - i got it - exactly! - it had just been too bad back then - you mean anti-semitism, right? - are you nuts?! - never say this word again ok? - and jew? - shhhh! - man stop this rubbish - it's no use at all - heinz - you must promise me - that you'll never say such a thing - when other people are around - but why? - because they up there are very sensitive, that's why - well alright - if you just make it warm again - yes yes i'm at it - i don't have to talk about jews and that - you know - yeah just stop it - why don't we talk about the human rights - if you like that better? - oh no beware! - let's rather talk about ally macbeal - the tv gal? - and so what? - nothing - nothing - she is together with harrison ford - as i heard - no kidding? - helmut watch this cable - now i would not have guessed that - helmut it is all full of water here now, man! - with this indiana jones guy? - oh what a day! - and so bloody cold! - yeah like back in stalingrad

DIE JUNGS (22): BAGDAD IST GEFALLEN
10.04.03

hi helmut - hallo heinz - was ist denn mit deinem gesicht los? - wieso? - irgendwas ist doch mit deinem gesicht - nee also wüsste ich jetzt nicht was du meinst - jetzt hab ichs - es ist dieses breite grinsen - was ist denn so schön? - bagdad ist gefallen - was ist los? - jawohl wir haben es geschafft! - wir? - wen meinst du? - dich und die amerikaner? - ja irgendwie schon - ich und die amerikaner! - und die briten natürlich, die tapferen helden! - hast du dich also wieder identifiziert? - es ist nun mal kulturkampf - das hab ich ja nicht erfunden - und da bin ich halt froh - dass ich auf der richtigen seite stehe - und die wäre? - der westen natürlich! - die westliche kultur - mit all ihrer überlegenheit und technik - aufgeklärtheit - fortschrittlichkeit - mut - helmut - was? - ich denke ich habe diesen punkt jetzt verstanden - ja okay - außerdem ist es quatsch - was ist quatsch? - dass bagdad gefallen ist - das regime ist eingeknickt - das ist alles - das hat mit bagdad nix zu tun - doch! - bagdad... - wiege der zivilisation - jetzt bist du unser - endlich - orientalischer kleinod - äh - heinz heißt das eigentlich ‚der kleinod' oder ‚das kleinod'? - das - ja, also das kleinod - und kalifen - und islamisten - und die ganze pracht des morgenlandes - 10.000 jahre geschichte - blicken auf euch herab! - du hast die ganze nacht cnn gekuckt stimmts? - das bin ich den helden von bagdad schuldig - sie haben sich so angestrengt - mussten so viel kritik einstecken... - und haben so viele leute auf dem gewissen... - ja ja du wieder mit deiner sozialkritik - du gönnst einem aber auch gar nichts - mann, bagdad ist unser! - das ist quatsch was du sagst mann! - ach ja? - hier! - dann kuck mal - was die zeitung hier auf seite eins titelt - na? - „bagdad ist gefallen“ - ja siehste! - ach die spinnen doch bei der zeitung - das ist bekannt - nee nee - die sind auch gegen den krieg - ja ja alles klar - ha ha! - ha ha! - du bist unerträglich helmut - schlechter verlierer was? - ethno-heinz - menschenrecht! - kulturkampf sage ich! - westliche überlegenheit! - die koalition der willigen - der billigen - der willigen - der willfährigen - bagdad damaskus jerusalem - endlich ist es wieder unser! - jerusalem auch? - wieso nicht? - wenn wir grad schon mal dabei sind... - da bin ich großzügig - ostjerusalem meine ich natürlich - das andere gehört uns ja sowieso schon - uns??? - äh ja irgendwie... uns - du spannst da einen eher weiten bogen - findest du nicht? - nun ja - ich will niemanden ausschließen - außer den eroberten - naja klar - das ist nun mal so im krieg - es ist klar - dass dabei auch menschen sterben müssen - das hab ich ja nicht erfunden - das gefällt mir auch nicht - helmut? - was is? - kannst du jetzt bitte mit diesem scheiß aufhören? - ja okay - du hast dich unmöglich aufgeführt! - mann was hab ich denn...? - die haben da die ganze nacht... - mann was soll das eigentlich alles? - zick-mei-yer! - mann jetzt hör mal auf mann! - mir wird auf einmal so komisch - schuldgefühle! - mann ich will nur frieden - du bist ein barbarischer trittbrettfahrer - mann! - du sitzt vor der glotze und lässt dir eine gehirnwäsche verpassen - du willst es mir nicht gerade leicht machen - habe ich recht? - ja, ‚bagdad ist gefallen' du knalltüte! - mann jetzt lass mich - es reicht - ja, ‚das kleinod' du pfeifenheini! - heinz! - jerusalem! - komm lass uns wieder freunde sein... heinz - kulturkampf! - ja ach komm - scheiß-kulturkampf - mmh, an die frische luft? - joh - ja komm dann lass uns

THE BOYS (22): BAGHDAD HAS FALLEN
10 april 03

hi helmut - hello heinz - tell me what is wrong with your face? - what why? - well there is something with your face - no i don't know what you mean - really - now i've got it - it is this enormous grin - and what is it that you are enjoying so much? - baghdad has fallen - what? - oh yes, we made it! - we? - who do you mean? - you and the americans? - yes in a way... - i and the americans! - and the british of course - the courageous heros! - so you identified yourself again, did you? - well we have this culture struggle going on you know - it wasn't me who invented it - i am just happy - to stand on the right side - that's all - and which side would that be? - the west of course! - western civilization - with all its superiority and technology - enlightenment - progressiveness - bravery - helmut - what? - i think i got your point now - yes ok - besides it is nonsense - what is nonsense? - that baghdad has fallen - the regime broke down - that's all - that's got nothin' to do with baghdad - course it has! - baghdad... - cradle of civilization - now you are ours - at last - oriental gem - uh... heinz or is that the word for bacillus? - no that's germ - oh yeah - so jewels and gems - and caliphs - and islamists - and all the profusion of the east - 10.000 years of history - are looking down upon you! - i think we'll find you were watching cnn all night - is that so? - i owe this to the heros of baghdad you know - they have been tiring themselves so hard - they had to take so much criticism... - yeah and they killed so many people... - oh c'mon - you and your social criticism - you only want to spoil it that's all - man, baghdad is ours! - this is rubbish what you're sayin' there man! - is it really? - here! - take a look at what the newspaper headlined today on page one - well? - "baghdad has fallen" - there you are! - oh c'mon - everybody knows what kind of rubbish the paper writes - that's no news - no no listen - they are against the war, too - yes sure - obviously... - ha ha! - ha ha! - you are unbearable, helmut - it's hard to lose, ey? - ethno-heinz - human rights! - culture struggle, i say! - western superiority! - the coalition of the willing - of the killing - the willing - the complaisant - baghdad damascus jerusalem - ours again at last! - jerusalem, too? - well why not? - now that we are at it... - we can just as well show some generosity - east jerusalem i mean of course - the other one is ours, anyway - ours??? - uhm, yeah kind of... ours - you do have quite a wide scope here - don't you think? - well you see - i don't want to exclude anybody - except the vanquished of course - that's right - well that's what war is about - it is a matter of fact - that some people will have to die - it wasn't me who invented this - do you think i like that? - helmut? - whatsemadder? - could you please stop this shit now? - yes ok - you have behaved like a complete jerk! - man and what did i...? - you know all night they had been showing these... - man what is all this about? - zick-mei-yer! - man now stop this man! - i think i feel a bit oozy now - feelings of guilt! - man i only want peace - you are a barbarous fellow-traveller - man! - you sat in front of the tv and got yourself a brainwash - you don't exactly want to make it easy for me - do you? - yeah, ‚baghdad has fallen' you nut! - man now let me - it's enough - yeah, ‚oriental gem' you snorehead! - heinz! - jerusalem! - c'mon now let's be friends again... heinz - culture struggle! - oh yeah well - this damned culture struggle - oh let's leave this - mmh, get some fresh air? - yeah - well alright - then let's go

(CD) DIE JUNGS (23): AGENT HELMUT
2003

Heinz: Ach, da bist du ja wieder. Hey, hast du das Auto gesehen, das da vor der Tür steht?
Helmut: Ja, das gehört mir.
Heinz: Gehört dir?? Das glaube ich dir nicht.
Helmut: Doch, echt.
Heinz: Sag mal, und wie sieht es hier eigentlich aus?!
Helmut: Ja, das ist alles mein neues Equipment.
Heinz: Du meinst, während ich gestern Abend bei Fiona war, hast du dieses ganze Zeug hier reingeschleppt?
Helmut: Die haben mir beim Reintragen geholfen.
Heinz: Wer die?
Helmut: Pass doch auf! Da liegen überall Kabel rum.
Heinz: Was is das denn hier?
Helmut: Das? Überlebens-Set für Tundra und Tanga.
Heinz: Tanga? Du meinst Taiga?
Helmut: Ja oder Taiga, auch egal.
Heinz: Und da ein Funkgerät. Ey, wo kommt das ganze Zeug her? Helmut, du hast doch wohl nicht etwa ...
Helmut: Reg dich ab, Mann, das ist alles ganz offiziell.
Heinz: Also?
Helmut: Ja, mein Gott, ich arbeite jetzt für einen größeren amerikanischen Nachrichtendienst.
Heinz: D-u-m-a-c-h-s-t-W-i-t-z-e!
Helmut: Nö. Ich hatte ja schon länger diese Kontakte, naja, und jetzt habe ich mich bewährt.
Heinz: Ich lach mich tot. Ey, hier steht ja die ganze Bude voll mit Kram. Hier im Flur ja auch noch.
Helmut: Das sind meine Identitäts-Boxen.
Heinz: Ich glaub das alles nicht.
Helmut: Hier zum Beispiel: komplettes Diplomaten-Outfit.
Heinz: Und das da?
Helmut: Touristen-Identität mit Angelkasten Tarnung und alles.
Heinz: Und ausgerechnet dir haben sie das alles gegeben?
Helmut: Tja, da staunste wohl ein bisschen, was! Kuck ma da, den Laptop. Der ist direkt von der Nasa entwickelt worden.
Heinz: Von der Nasa, son Quatsch.
Helmut: Ja, von der Nasa. Pass auf, setz dich nicht auf die Unterlagen da.
Heinz: Helmut?
Helmut: Was is?
Heinz: Und was sollst du mit dem ganzen Krempel machen?
Helmut: Nix weiter. Ein Auge auf die Dinge haben.
Heinz: Hee! Wo ist mein John-Lennon-Poster?
Helmut: Müll-ei-mer.
Heinz: Och nöh, Mensch! Da hat der da ... Also nee! Das Bild bleibt da nicht hängen!
Helmut: Das ist der Leopard-2-Panzer in Großformat. Ha! Was für ein Panzer!
Heinz: Ist der aus der Bundeswehrzeitschrift „Schöner Töten“?
Helmut: Nee, das war in der Beilage von der Zeitung heute ... Ey! Das bleibt da hängen!
Heinz: Helmut, mir gefällt die Richtung nicht, in die das geht. Nimm mal bitte diese Sonnenbrille ab. Das ist ja nicht auszuhalten!
Helmut: Jaha, jetzt weht hier mal ein anderer Wind! Du könntest übrigens auch mitmachen. Ist ganz gut bezahlt. Und die brauchen jetzt jede Menge Leute wegen amerikanischer Freundschaft und allem.
Heinz: Nee danke.
Helmut: Hey, willst du nicht auch mal Sieger sein?
Heinz: Sieger? Lachhaft! ... Also dass die dir ausgerechnet einen Militärjeep geben, unglaublich ist das.
Helmut: Den haben die mir nicht gegeben. Den habe ich mir selbst besorgt. Ist ein gebrauchter. Ich habe den günstig von den Engländern gekriegt.
Heinz: Und wen genau meinst du, wenn du von „den Engländern“ sprichst?
Helmut: Kreise.
Heinz: Oh Kreise! Helmut sag mir, dass das alles nur ein böser Traum ist.
Helmut: Dies, Heinz, ist ...
Heinz: Ja?
Helmut: Dies ist mein ernstester Ernst, ernster geht nicht. Es ist die Wahrheit, Realität, alles stimmt und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Heinz: Oh Helmut! Das ist alles so fürchterlich!
Helmut: Wir haben eine veränderte Sicherheitslage.
Heinz: Ja, so könnte man das nennen.
Helmut: Deshalb solltest du lieber froh sein, dass wir jetzt so gut bewaffnet sind.
Heinz: Bewaffnet sind?!?
Helmut: Ja, natürlich, was dachtest du denn?
Heinz: Aber wieso? Ich habe gar keine Waffen gesehen.
Helmut: Ja, du warst ja auch noch nicht im Keller.
Heinz: Im Keller!
Helmut: Ja, jetzt warte mal! Renn nicht einfach so los! Sei da bloß vorsichtig, Mann, da sind Explosivkörper dabei. Heinz!

THE BOYS (23): AGENT HELMUT
2003

Heinz: Ah, you're back. Hey, have you seen the car that's parked in front of the door?
Helmut: Yes, it's mine.
Heinz: Yours?? I don't believe you.
Helmut: No kidding.
Heinz: Hey man, and what is all this here? Oh my god! What a mess!
Helmut: Yeah well, that's my new equipment.
Heinz: Are you saying that, while I was with Fiona last night, you dragged all this stuff in here?
Helmut: They helped me carry it in.
Heinz: Who they?
Helmut: Watch out! There are cables everywhere.
Heinz: And what is this here?
Helmut: This? Survival kit for tundra and tiger.
Heinz: Tiger? You mean taiga?
Helmut: Yeah, or taiga, whatever.
Heinz: And there a wireless set. Ey, where does all this stuff come from? Helmut, you didn't ...
Helmut: Relax, man, it's all official.
Heinz: Well?
Helmut: Yes, well, I'm working for a major American intelligence agency now.
Heinz: Y-o-u-a-r-e-k-i-d-d-i-n-g-m-e!
Helmut: Nope. I've had these contacts for a while, well, and now I've proven myself.
Heinz: Don't make me laugh ... Hey, the whole place is full of stuff. Here in the hallway, too.
Helmut: These are my identity boxes.
Heinz: I don't believe all this.
Helmut: Here for example: complete diplomatic outfit.
Heinz: And this over there?
Helmut: Tourist identity with fishing box. Camouflage and everything.
Heinz: And they gave all that to you of all people?
Helmut: Well, you're a bit surprised there, aren't you! Look at the laptop. It was developed directly by Nasa.
Heinz: By Nasa, my ass.
Helmut: Yes, by Nasa. Be careful, don't sit on the documents there.
Heinz: Helmut?
Helmut: What?
Heinz: And what are you supposed to do with all that junk?
Helmut: Nothing special. Keep an eye on things.
Heinz: Hey! Where is my John Lennon poster?
Helmut: Gar-bage.
Heinz: Oh no, man! Now he's ... no! The picture won't stay there!
Helmut: That's the Leopard 2 tank in large format. Ha! What a tank!
Heinz: Is it from the army magazine "killing for everyone"?
Helmut: No, it was in the supplement of the newspaper today ... Hey! That's gonna stay there!
Heinz: Helmut, I don't like the direction this is going. Please take off those sunglasses. This is unbearable!
Helmut: Yes, now a different wind is blowing here! You could join us, by the way. It's well paid. And they need a lot of people now because of American friendship and everything.
Heinz: No thanks.
Helmut: Hey, don't you want to be a winner for once?
Heinz: Winner? Laughable! ... That they gave you a military jeep is unbelievable.
Helmut: They didn't give it to me. I got it myself. It's a used one. I got it cheap from the English.
Heinz: And who exactly do you mean when you talk about "the English"?
Helmut: Circles.
Heinz: Oh circles! Helmut tell me that this is all just a bad dream.
Helmut: This, Heinz, is ...
Heinz: Yes?
Helmut: This is my most serious seriousness, I couldn't be more serious. It is the truth, reality, everything is true and irreversible.
Heinz: Oh Helmut! This is all so terrible!
Helmut: We have a changed security situation.
Heinz: Yes, one could call it that.
Helmut: That's why you better be glad that we are so well armed now.
Heinz: Armed?!?
Helmut: Yes, of course, what did you think?
Heinz: But why? I didn't see any weapons around.
Helmut: Yes, you haven't been in the cellar yet.
Heinz: In the cellar!
Helmut: Yes, now wait a minute! Don't run off like that! Just be careful, man, there are explosives in there. Heinz!

(CD) DIE MÄDELS: FANNI UND FIONA
2003

Fiona: Fanni, kuck ma, da drüben läuft Heinz!
Fanni: Was? Wo?
Fiona: Na da vorne. Neben dem Daggles.
Fanni: „Duuglas“ heißt das, nich „Daggles“.
Fiona: Heinzi!! Heienz! Ach Mensch, nun kuck doch mal hier rüber, du blinder Sack.
Fanni: „Daggles“! Ausgerechnet jetzt, wo wir mehr französische Wörter benutzen sollen, da sagst du „Daggles“.
Fiona: Soll ich vielleicht „tagöll“ sagen? Das ist französisch.
Fanni: Ach ja? Kenn ich nich.
Fiona: Heinz!
Fanni: Wieso gehst du nicht einfach hin?
Fiona: Mist, jetzt ist er weg.
Fanni: Du siehst ihn doch sowieso gleich wieder. Ich denke, er ist bei dir eingezogen.
Fiona: Das ist nur vorübergehend. Du weißt, dass ich meinen Freiraum brauche.
Fanni: Ja ja, dein Freiraum.
Fiona: Er wollte in den DVD-Laden wegen ... Wieso grinst du jetzt so blöd?
Fanni: Nüchts.
Fiona: Ach so, ich versteh schon. Wegen deiner nymphomanischen Veranlagung ...
Fanni: Hä? Quatsch. Ey was solln ...? Pühh, also echt jetzt ... Und was war jetzt mit Heinz?
Fiona: Ja, wegen dem Videotheksausweis. Er versucht, Helmuts Benutzerberechtigung zu sperren.
Fanni: Und wieso?
Fiona: Weil Helmut grade auf diesem Trip ist. Militär und alles.
Fanni: Echt?
Fiona: Ja, er hat sich die Haare ganz kurz gemacht und der Wohnung ein Armee-Ambiente verpasst. Jetzt lernt er Englisch.
Fanni: Ach so, und da will er sich Sprach-DVDs holen.
Fiona: Nee, nix Sprach-DVDs. Du, warte mal, woll'n wir jetzt eigentlich noch wegen der CD kucken?
Fanni: Ach so. Ja, meinetwegen, ich hab' Zeit, Fiona.
Fiona: Keine Männergeschichten heute?
Fanni: Nö, heut' mal nich'.
Fiona: Tage?
Fanni: Mmh.
Fiona: Konnte ja auch keinen anderen Grund haben.
Fanni: Neidisch?
Fiona: Neidisch, Quatsch.
Fanni: Und was war nun mit den DVDs?
Fiona: Hm? Ach so. Ja nee nee, alle möglichen Kriegs- und Agentenfilme.
Fanni: Für so was braucht man doch keine DVDs. Das läuft doch alles im Fernsehen.
Fiona: Ja nee, die harten Sachen. Wasweißich.
Fanni: Oh, kuck mal die Jacke da. Na da im Schaufenster!
Fiona: Hmh, ja toll.
Fanni: Und Heinz will ihm jetzt die Karte sperren?
Fiona: Naja, es ist echt nicht normal, was da bei Helmut abgeht. Der hat auch noch Waffen und alles Mögliche.
Fanni: Sagtest du Waffen?
Fiona: Ja, echt jetzt. Handgranaten und so 'n Zeug.
Fanni: Das ist ja wohl nicht dein Ernst!
Fiona: Ohne Scheiß jetzt.
Fanni: Und die Polizei?
Fiona: Ja nee, das ist alles offiziell. Das ist total seltsam. Deshalb ist Heinz auch erst mal abgehauen.
Fanni: Ey, was ist das denn für 'ne abgefahrene Geschichte?
Fiona: Ja ja, und dann lungern da seit Neustem noch so komische Typen in der Wohnung rum. Mit Sonnenbrillen und so.
Fanni: Dieser Helmut ist schon schräg.
Fiona: Ja, und er war auch dem Bahai-Glauben gegenüber immer sehr wenig aufgeschlossen.
Fanni: Ach du wieder mit deinem Bahaa-Ullah.
Fiona: Na und? Hier! Das ist die CD, die ich gesucht habe! Pigor und die Pigoretten.
Fanni: Was is' das denn für ein Name?
Fiona: Hier: Pigor „Die Amerikaner“. Was wir letztens im Fernseh'n gesehen haben.
Fanni: Ja, ich weiß, „Amerikaner sind zu dick“.
Fiona: Ja genau! „Ein Blick auf die Statistik reicht“.
Fanni: Das ist keine Kritik!
Fiona: ... an der Außenpolitik ...
Fanni: Ja genau! (singt:) Amerikaner sind zu dick!
Fiona: Ja ja! She loves you, yeah yeah yeah.
Fanni: She loves you, yeah yeah yeah!!
Fiona: Du Fanni?
Fanni: Was is'?
Fiona: Ich glaube, wir fallen auf.
Fanni: Umso besser! She loves you ...
Fiona: Ja ist gut jetzt.
Fanni: Spielverderberin!
Fiona: Ja ja komm, ich nehm diese Platte und dann lass uns ... Heinz kommt auch gleich zurück. Der braucht mich grad.
Fanni: Ja, ist ja gut. Du, was hieß eigentlich dieses Wort vorhin?
Fiona: Welches? Tagöll?
Fanni: Ja das.
Fiona: Nun ja ...
Fanni: Was?
Fiona: So viel wie ... äh ...
Fanni: Also was?
Fiona: So viel wie „Halt den Mund“.
Fanni: Ach so, verstehe. Alles klar! ... Daggles.

THE GALS: FANNI AND FIONA
2003

Fiona: Fanni, look, Heinz is running over there!!
Fanni: What? Where?
Fiona: Over there. Next to the Duggles.
Fanni: It's called "Dooglas", not "Duggles".
Fiona: Heinzy!! Heiyenz! Oh man, now look over here, you blind nut.
Fanni: "Duggles"! Just when we should be using more French words, you say "Duggles".
Fiona: Would you like me to say "ta gueule"? That's French.
Fanni: Oh yeah? I don't know it.
Fiona: Heinz!
Fanni: Why don't you just go over there?
Fiona: Shoot, now he's gone.
Fanni: You'll see him again in a minute anyway. Didn't you say he's moved in with you?
Fiona: It's only temporary. You know I need my space.
Fanni: Yeah yeah, your space.
Fiona: He wanted to go to the DVD store because of ... Why are you grinning so stupid now?
Fanni: Nothin'.
Fiona: Oh, I see. Because of your nymphomaniac disposition ...
Fanni: Huh? Nonsense. What the...? Phh, you're ... And what about Heinz now?
Fiona: Yes, because of the video library card. He is trying to block Helmut's user rights.
Fanni: And why?
Fiona: Because Helmut is on this trip right now. Military and stuff.
Fanni: Honestly?
Fiona: Yes, he's cut his hair really short and given the apartment an army ambience. Now he's learning English.
Fanni: I see, so he wants to get language DVDs.
Fiona: No, nix language DVDs. Hey, wait a minute, are we still going to look for this CD?
Fanni: Yes, that's fine with me, I've got time, Fiona.
Fiona: No men stuff today?
Fanni: Nah, not today.
Fiona: Period?
Fanni: Mmh.
Fiona: What other reason could there have been?
Fanni: Envious?
Fiona: Envious, nonsense.
Fanni: And what about those DVDs now?
Fiona: Huh? Oh that. Yeah no no, all kinds of war and spy movies.
Fanni: But you don't need DVDs for that. It's all on TV.
Fiona: Yeah, no, the hard stuff, whatever.
Fanni: Oh, look at that jacket! There in the shop window!
Fiona: Hmh, yeah great.
Fanni: And Heinz wants to block his card now?
Fiona: Well, it's really not normal what's going on with Helmut. He also has weapons and all kinds of stuff.
Fanni: Did you say weapons?
Fiona: Yes, really. Hand grenades and stuff like that.
Fanni: You've got to be kidding!
Fiona: No, for real.
Fanni: And the police?
Fiona: Yeah no, it's all official. It's totally weird. That's why Heinz ran away for the time being.
Fanni: Hey, what kind of crazy story is that?
Fiona: Yeah yeah, and then there are some weird guys loitering around in the apartment lately. With sunglasses and stuff.
Fanni: This Helmut is really weird.
Fiona: Yes, and he's always been very unopen-minded about the Bahai faith, too.
Fanni: Oh, you again with your Bahaa-Ullah.
Fiona: So what? Here. This is the CD I was looking for! Pigor and the Pigorettes.
Fanni: What kind of name is that?
Fiona: Look: Pigor "The Americans". The one we saw on TV the other day.
Fanni: Yes, I know, "Americans are too big".
Fiona: Yes exactly! "A look at the statistics suffices".
Fanni: That's not a criticism!
Fiona: ... of foreign policy ...
Fanni: That's right! (sings:) Americans are too big!
Fiona: Yes, yes! She loves you, yeah yeah yeah.
Fanni: She loves you, yeah yeah yeah!!
Fiona: Fanni?
Fanni: Whassup?
Fiona: I think we're sticking out.
Fanni: All the better! She loves you ...
Fiona: Yeah, now stop it.
Fanni: Spoilsport!
Fiona: Yeah yeah come on now, I'll take this disc and then let's hit it ... Heinz will be back soon. He needs me right now.
Fanni: Yeah, all right. Hey, that word you said before, what does it mean?
Fiona: Which one? Ta gueule?
Fanni: Yeah, that one.
Fiona: Well ...
Fanni: What?
Fiona: As much as ... uh ...
Fanni: So?
Fiona: As much as "keep your mouth shut".
Fanni: Right, okay, I get it ... Duggles.

(CD) DIE JUNGS (25): DIE AUSSPRACHE
2003

Heinz: Das kann ja wohl alles nicht dein Ernst sein!
Helmut: Jetzt reg dich bitte nicht so auf! Ich habe dieses Treffen nicht arrangiert, damit du mich sofort niedermachst.
Heinz: Und was hast du denn erwartet? Blumen?
Helmut: Ich mach mir nicht viel aus Blumen. Jetzt genieß doch erst mal die frische Meeresluft.
Heinz: Anstatt sich in der Stadt zu treffen! Aber nein, Mister Bond braucht eine Abenteuerkulisse. Wo sind eigentlich die Kameras?
Helmut: Da hinten auf dem Hügel.
Heinz: Das sollte nur ein Witz sein!
Helmut: Ja nee, das ist gar nicht so weit hergeholt. Siehst du die Antenne da hinten oben? Das sind die Dänen.
Heinz: Die Dänen??
Helmut: Ja, das wechselt. Letzte Woche waren es die Polen und nächste Woche die Engländer und danach die Niederländer. Wir haben Schleswig-Holstein in Sektoren aufgeteilt und hier sind heute die Dänen dran.
Heinz: Und was machen die da?
Helmut: Nix. Nur kucken. Da ist nichts dabei.
Heinz: Aha. Und die Amerikaner?
Helmut: Ach so, die Amerikaner selbst haben zu viel zu tun.
Heinz: Oh, die Amerikaner „selbst“.
Helmut: Glaubst du, die würden sich für diese Einöde interessieren? Hier gibt es ja nicht mal Massenvernichtungswaffen.
Heinz: Ja, noch nicht.
Helmut: Genau!
Heinz: Was genau?
Helmut: Genau das habe ich auf der Bürgerwehrversammlung auch gesagt.
Heinz: Bürgerwehr??
Helmut: Ja, wir wollen darüber nachdenken wegen der Abschreckung.
Heinz: Bei mir hat die Abschreckung schon funktioniert. Ich gehe.
Helmut: Jetzt warte doch mal!
Heinz: Helmut, das ist nicht in Ordnung und gibt einen Riesenärger.
Helmut: Überhaupt nicht!
Heinz: Du hast aus unserer Wohnung ein Waffenlager gemacht.
Helmut: Jetzt übertreib nicht!
Heinz: Ach nein? 16 Schnellfeuergewehre!
Helmut: Die liegen da nur übergangsweise.
Heinz: 8 Kisten mit Granaten.
Helmut: Ja okay.
Heinz: Jede Menge Kleinkaliberwaffen.
Helmut: Das ist alles handelsübliche Ware.
Heinz: Und dann dieses Ding, das man erst zusammenbauen muss.
Helmut: Das ist ein Flugabwehrgeschütz.
Heinz: Und ich weiß nicht, was noch alles.
Helmut: Diese Kanister ...
Heinz: Was für Kanister?
Helmut: Ich weiß nicht, was da drin ist, aber ich soll damit vorsichtig sein.
Heinz: Oh Helmut, das fliegt alles auf, Mann.
Helmut: Wohin soll das denn auffliegen? Mann, da passiert nix. Das muss uns alles nicht mehr interessieren. Da sagt keiner was.
Heinz: Und wieso?
Helmut: Terrorismusbekämpfung plus amerikanische Freundschaft.
Heinz: Unglaublich ist das! Früher haben sie es wenigstens noch deutsch-amerikanische Freundschaft genannt, jetzt ist es nur noch amerikanische!
Helmut: Die Zeiten ändern sich. Aber ist doch egal. Hauptsache Freundschaft.
Heinz: Das Problem ist, dass ich nicht ewig bei Fiona wohnen kann.
Helmut: Probleme? Hee, es gibt so etwas wie Probleme nicht mehr, okay? Na los, komm wieder zurück in die Wohnung, Mann.
Heinz: Nee nee, alleine dieses Poster!
Helmut: Habe ich schon abgehängt. Du wirst nichts Auffälliges mehr bemerken.
Heinz: Ja, außer dem Auto.
Helmut: ... und ein zwei anderen Details vielleicht. Aber dafür gibt es auch Annehmlichkeiten.
Heinz: Oh Gott, Helmut, dein Vokabular!
Helmut: Also gut. Ich kann auch eine andere Wohnung für dich mieten. Ich will echt nicht, dass du jetzt auf der Straße landest.
Heinz: Jaha, das hättest du zu verantworten!
Helmut: Ja, ist ja gut. Und dann könntest du auch positiv auf mich einwirken und das alles.
Heinz: Kanister!
Helmut: Mein Gott! Es gibt nun mal sensible Posten. Irgendwo müssen die ja hin.
Heinz: Ja, in unsere Wohnung! Oh Mann.
Helmut: Na los.
Heinz: Was soll ich sonst auch machen? Ich muss ja irgendwo schlafen.
Helmut: Ich werde persönlich darüber wachen, dass du von Problemen jeglicher Art verschont bleibst.
Heinz: Wir werden es versuchen.
Helmut: Das wird ganz sicher klappen! Bis heut' Abend dann, ciao!

THE BOYS (25): TALKING THINGS OUT
bamboo # 228, Anis 2003

Heinz: All this can't be serious!
Helmut: Now please don't get upset! I didn't arrange this meeting for you to put me down right away.
Heinz: And what did you expect? Flowers?
Helmut: I don't care much for flowers. Just enjoy the fresh sea air for a start.
Heinz: Instead of meeting in the city! But no, Mister Bond needs an adventure setting. And where are the cameras?
Helmut: Over there on the hill.
Heinz: That was meant to be a joke!
Helmut: Yeah no, that's not so far-fetched, after all. Do you see the antenna up there? That's the Danes.
Heinz: The Danes??
Helmut: Yes, that changes. Last week it was the Poles and next week the English and then the Dutch. We have divided Schleswig-Holstein into sectors and today it's the turn of the Danes.
Heinz: And what are they doing there?
Helmut: Nothing. Just looking. There's nothing to it.
Heinz: I see. And the Americans?
Helmut: Oh, the Americans themselves have too much to do.
Heinz: Oh, the Americans "themselves".
Helmut: Do you think they'd be interested in this wasteland? There aren't even weapons of mass destruction here.
Heinz: Yeah, not yet.
Helmut: Exactly!
Heinz: What exactly?
Helmut: That's exactly what I said at the vigilante meeting.
Heinz: Vigilantes??
Helmut: Yes, we want to think about it for reasons of deterrence.
Heinz: For me, the deterrence has already worked. I'm off.
Helmut: Now wait a minute!
Heinz: Helmut, this is not right, and it's going to cause a lot of trouble.
Helmut: Not at all!
Heinz: You've turned our apartment into an weapons depot.
Helmut: Don't exaggerate!
Heinz: Oh no? 16 rapid fire rifles!
Helmut: They're only there temporarily.
Heinz: 8 chests with grenades.
Helmut: Yeah okay.
Heinz: Tons of small caliber weapons.
Helmut: That's all standard merchandise.
Heinz: And then this thing that you have to assemble first.
Helmut: That's an anti-aircraft cannon.
Heinz: And I don't know what else.
Helmut: These canisters ...
Heinz: Which canisters?
Helmut: I don't know what's in there, but they told me to be careful with it.
Heinz: Oh Helmut, it's all going to fly up, man.
Helmut: Fly up where? Man, there's nothing happening. We don't have to care about that anymore. Nobody says anything.
Heinz: And why is that?
Helmut: Counter-terrorism plus American friendship.
Heinz: That's unbelievable! In the past they at least called it German-American friendship, now it's just American!
Helmut: Times are changing. But it doesn't matter. The main thing is friendship.
Heinz: The problem is that I can't live at Fiona's forever.
Helmut: Problems? Hey, there's no such thing as problems anymore, okay? Come on, come back to the apartment, man.
Heinz: No no, this poster alone!
Helmut: I already took it down. You won't notice anything conspicuous anymore.
Heinz: Yeah, except for the car.
Helmut: ... and one or two other details, perhaps. But there are amenities in return.
Heinz: Oh God, Helmut, your vocabulary!
Helmut: Alright. I can rent another apartment for you. I really don't want you to end up on the street now.
Heinz: Yes, that would be your responsibility!
Helmut: Yes, that's good. And then you could also have a positive effect on me and all that.
Heinz: Canisters!
Helmut: My God! After all, there are some sensitive items around. They have to be put somewhere.
Heinz: Yes, in our apartment! Oh man.
Helmut: C'mon.
Heinz: What else could I do? I have to sleep somewhere.
Helmut: I will personally ensure that you are spared problems of any kind.
Heinz: We'll try.
Helmut: It will definitely work! See you tonight then, ciao!

(Deutsch auf CD)
THE BOYS (26): MAIL FROM MAINZ

2008

Heinz: Well Helmut, now I am glad ...
Helmut: Good for you.
Heinz: It's cozy at home again. The haunting is over.
Helmut: I don't know what you're talking about.
Heinz: You don't? Mister American Agent.
Helmut: "Support" is the word. You want a beer too?
Heinz: Oh, "Support". Well, as long as it's in the past.
Helmut: I don't understand why you think that. I am still on duty.
Heinz: You just don't get any money from the Americans anymore.
Helmut: That's a temporary shortage. I got a letter. And a medal.
Heinz: A medal?
Helmut: Yes, the US Foreign Support Hero Award.
Heinz: They took your toys away again.
Helmut: They needed the weapons back.
Heinz: Well, that's handy, since we are moving away anyway.
Helmut: We are not moving. What kind of nonsense is that?
Heinz: Say, what's that smell?
Helmut: I don't smell anything.
Heinz: It's coming from the kitchen.
Helmut: I don't smell anything, at all.
Heinz: Uh, the fridge!
Helmut: Oh, I forgot about the pot.
Heinz: I think something has moved in the pot.
Helmut: Nonsense! Here, I'll show you.
Heinz: Just keep the door closed. That's gross.
Helmut: And how am I supposed to dispose of it?
Heinz: When. The question is: when. And the answer is: When I'm out of the house.
Helmut: You see, nothing is moving.
Heinz: Ewww, close that, you animal.
Helmut: Man, those were meatballs with rice, beans and ...
Heinz: Yuck, man, the whole apartment stinks. Open the window!
Helmut: Oh, you really are sensitive. Say ...
Heinz: Phew
Helmut: ... what was all that about moving away and everything?
Heinz: I also got a letter today.
Helmut: But no medal!
Heinz: No, a job in Mainz.
Helmut: Heinz in Mainz, how stupid does that sound?
Heinz: I knew you would be happy with me.
Helmut: Show me the letter!
Heinz: Here.
Helmut: ... to be able to welcome you as a speaker at the Naturbund ... blah ... public relations ... blah ... starting the first of next ... Whaaaat?!?
Heinz: Look, when we were in Jamaica, you said yourself ...
Helmut: And what would I have said there?
Heinz: ... that we should move to a decent city sometime.
Helmut: Sometime! E-ven-tu-ally sometime. But not next month.
Heinz: It may be a bit of a surprise, but actually ...
Helmut: Ha! You can't leave. Fiona!!
Heinz: It was because of Fiona that I applied for a job in the area to begin with. She's going to Wiesbaden with Fanni.
Helmut: Yo, you can't do that, man.
Heinz: It's an opportunity.
Helmut: Mainz, how horrible.
Heinz: I assume you're coming with me.
Helmut: My body part.
Heinz: What?
Helmut: No way I'm going there. I have to take care of the fridge now.
Heinz: Wait a minute! There are lots of US military bases in the area.
Helmut: Really?
Heinz: Of course, they're all over the place. It's strictly U.S. territory.
Helmut: Is that so?
Heinz: Then the beautiful Rhine, the vineyards and ... and ... uh ... the Gutenberg Museum!
Helmut: Great.
Heinz: Do come along, my dear Helmut.
Helmut: Vineyards!

(Deutsch auf CD)
THE BOYS (27): IN THE CAR WORKSHOP

2010

Helmut: Heinz for Mainz ... Mainzian Heinz ...
Heinz: Can you please stop that now.
Helmut: Heinz remains Heinz ...
Heinz: Yes, super funny. Now you missed the road.
Helmut: What? How?
Heinz: Because we have to cross the bridge.
Helmut: Really? How am I supposed to get there? There are roads everywhere.
Heinz: Intersection. It's called an intersection. Well, then turn into a U over there.
Helmut: This is not exactly user-friendly here.
Heinz: There. Did you hear that too?
Helmut: That's clearly the exhaust. There must be a hole or something.
Heinz: It's getting louder, anyway.
Helmut: And where did you meet this hustler mechanic again?
Heinz: His name is Hassan. At the wine market the other day. He gave me his card. Now here to the left.
Helmut: I still can't get used to all this. The way people talk...
Heinz: It's quite nice here. Look, the Rhine. Now we're going to Hesse.
Helmut: No: Hassan. So, will you see Fiona today?
Heinz: Nah, she's going to the movies with Fanni. Now follow the road and turn left behind the kiosk.
Helmut: Shbreshe ... ish shbreshe ... Meenz ...
Heinz: Slow down. I think it's right there.
Helmut: Parking spaces are abundant, that's something. Like in the middle of nowhere.
Heinz: Best is to park right in front of the workshop. Maybe Hassan is available right now.
Helmut: Is that him under the BMW?
Heinz: I guess so. I can't remember his legs very well. Hassan?
Helmut: That must be him. The guy in the back doesn't have a blue overcoat on.
Heinz: Hello Hassan, it's me, Heinz from the wine market. Hi. No, go ahead and finish first. We have time.
Helmut: Ola, who do we have here? Look over there.
Heinz: Hm?
Helmut: Over there. By the car tires there.
Heinz: Hmm, yes yes.
Helmut: So the long journey was worth it already. Wow.
Heinz: Yes, now please pull yourself together. We are not alone here.
Helmut: Sweet sassy molassey! Do you think the BMW belongs to her?
Heinz: How should I know.
Helmut: I think I'm gonna go over there for a sec.
Heinz: No, you won't. We'll wait until Hassan is done down there and show him our exhaust.
Helmut: Can't we show the chick our exhaust as well?
Heinz: ...
Helmut: I'm just saying. The way she is standing there ... Ouch, are you crazy?
Heinz: Just join me outside for a moment.
Helmut: Man, what are you doing? Let go of my arm.
Heinz: Listen, I remember that woman. I know her.
Helmut: Really? I don't believe you.
Heinz: Yes, she was with us at the wine market. That's Hassan's wife.
Helmut: Oh.
Heinz: Yeah "oh", and you were talking so loud that Hassan heard everything.
Helmut: Stupid thing. And now he's super angry.
Heinz: This could very well be the case.
Helmut: Not only could it be very well the case, it actually is. There he is coming.
Heinz: What? Oh, shit. He grabbed the wrench.
Helmut: Let's get out of here.
Heinz: I'm sorry, Hassan, this is a misunderstanding.
Helmut: It's no use. Quick, get in the car, man. Come on!
Heinz: Wait, I'm not quite in yet.
Helmut: Go, go!
Heinz: Now.
Helmut: And full throttle. It just went well.
Heinz: Well?? Are you nuts? That's the only mechanic I know.
Helmut: They are a dime a dozen.
Heinz: But not without dough. I was supposed to help him with his website, in return he wanted to take care of the car.
Helmut: I see. I'm sorry.
Heinz: You are such an idiot.
Helmut: Things like that can happen.
Heinz: Yes to you. They can happen to you because you are a brainless chatterbox. That's all there is to it.
Helmut: I got carried away, man. She was so pretty.
Heinz: You are pretty too. Pretty dumb.
Helmut: You're really taking advantage of that now to get me down.
Heinz: Yes, you poor victim of adverse circumstances.
Helmut: Exactly. Heinz from the wine market ...

DIE JUNGS (28): STARKSTROM
2011

Helmut: Hallo! … Äh, wieso geht denn das Licht nicht? Heinz? Bist du da? Haaheinz!
Heinz: Ich bin hier.
Helmut: Auah! Was liegt denn hier alles rum? Hast du Stolperfallen ausgelegt?
Heinz: Klang wie der Rooter.
Helmut: Ach hier im Bad bist du. Was ist passiert?
Heinz: Kurzschluss. Geh zum Sicherungskasten.
Helmut: Ich seh' nix. Erst mal das Feuerzeug … Jetzt der Sicherungskasten. Ah, hier. So. Es werde Licht!
Heinz: Der Frühling ist ja auch bald da.
Helmut: Oh Gott, Heinz, was ist denn hier los? Geht's dir gut?
Heinz: Ich wollte den Duschvorhang anbringen. Ich glaube, es ist etwas schief gegangen.
Helmut: Bist du vom Hocker gefallen? Du bist ganz blass.
Heinz: Nee, ich habe ein Loch gebohrt und plötzlich Peng. Komisch, da ist gar keine Steckdose in der Nähe.
Helmut: Da.
Heinz: Was da?
Helmut: Der Durchlauferhitzer. Du hast die Starkstromleitung erwischt.
Heinz: Ach so, Starkstrom.
Helmut: Wie lange liegst du denn da schon rum?
Heinz: Keine Ahnung, aber dunkel war es draußen noch nicht.
Helmut: Jetzt komm erst mal raus hier. Leg dich mal aufs Sofa.
Heinz: Bin wohl ein wenig groggy, aber geht schon.
Helmut: Geht schon? Mann, du hast eine Starkstromleitung angebohrt.
Heinz: Ich wollte den Duschvorhang anbringen.
Helmut: Tja, ohne Atomstrom wäre das nicht passiert.
Heinz: Hä? Wieso?
Helmut: Weil wir dann erst gar keinen Strom gehabt hätten.
Heinz: Aber wir haben überhaupt keinen Atomstrom.
Helmut: So 'n Quatsch.
Heinz: Wir haben den Anbieter gewechselt.
Helmut: Wirklich? Das geht?
Heinz: Nichts einfacher als das. Das ändert ja nichts an den Leitungen und dem Strom.
Helmut: Du redest wirr. Nimm lieber eine Tablette.
Heinz: Es gibt nur ein Netz. Alle Anbieter speisen dort ein.
Helmut: Aber ist der Strom nicht gekennzeichnet?
Heinz: Wie willst du denn Strom kennzeichnen? Beschildern? Oder farbig markieren?
Helmut: Dann ist es ja wie bei der Landtagswahl.
Heinz: Interessanter Vergleich. Holst du mir mal ein Starkbier aus dem Kühlschrank?
Helmut: Starkbier?
Heinz: Wen hast du eigentlich gewählt letztens, bei der Landtagswahl?
Helmut: Grün.
Heinz: Sehr witzig.
Helmut: Stimmt wirklich. Hier, dein Getränk.
Heinz: Du hast Grün gewählt? Nicht die CDU oder die Rechten?
Helmut: Ich habe noch nie die Rechten gewählt.
Heinz: Bis auf dieses eine Mal.
Helmut: Dieses eine Mal, ja, aber das war eine Protestwahl.
Heinz: Protest, alles klar. Andere nennen es „die aggressive Phase des Herrn Helmut“.
Helmut: Aggressiv bin ich sowieso, dafür brauche ich doch die Rechten nicht.
Heinz: Und wieso jetzt Grün?
Helmut: Sie haben sich entwickelt.
Heinz: Zu einer Kriegspartei.
Helmut: Sie sehen die Verantwortung. Nie wieder Auschwitz und das alles. Eine Siegerpartei.
Heinz: Und die Atomfrage?
Helmut: Das kann ich tolerieren. Außerdem, jetzt nach Fukuyama …
Heinz: Fukushima.
Helmut: Ja, und wenn wir sowieso ohne Atomstrom auskommen.
Heinz: Kannst ja am Montag mit auf die Demo kommen.
Helmut: Demos sind out.
Heinz: Quatsch, Demos sind voll in. Ich werde dir die Broschüre geben.
Helmut: Brauch ich nicht. Wen hast du denn gewählt?
Heinz: Jedenfalls keine Kriegspartei.
Helmut: Wir haben doch gar nichts anderes. Piraten? Hast du die Piraten gewählt?
Heinz: Nö.
Helmut: Jetzt sag nicht …
Heinz: Keine Kriegspartei!
Helmut: Die hast du gewählt? Bist du noch zu retten? Die Kommunisten!
Heinz: Quatsch Kommunisten. Sag mal, wo lebst du eigentlich?
Helmut: Das frage ich mich auch manchmal.
Heinz: Was machen wir jetzt mit dem Loch in der Wand?
Helmut: Hausverwaltung anrufen.
Heinz: Kannst du das machen?
Helmut: Ich verstehe den Dialekt nicht. Sei froh, dass ich überhaupt …
Heinz: … überhaupt mit nach Mainz gekommen bin, ich weiß.
Helmut: Diese Kabelverlegung ist das reinste Mittelalter.
Heinz: Ja, ist gut. Grünwähler.
Helmut: Auf Landesebene haben wir doch gar keine Kriege.
Heinz: Das kriegen die bestimmt auch noch hin.

THE BOYS (28): HIGH VOLTAGE
2011

Helmut: Hello! ... Uh, why doesn't the light work? Heinz? Are you there? Haaheinz!
Heinz: I'm here.
Helmut: Ouch! What is all this stuff lying all over the place? Did you lay out trip hazards?
Heinz: Sounded like the rooter.
Helmut: Oh here in the bathroom you are. What happened?
Heinz: Short circuit. Go to the fuse box.
Helmut: I don't see anything. First the lighter ... Now the fuse box. Ah, here. There. Let there be light!
Heinz: Spring will also soon be here.
Helmut: Oh God, Heinz, what's going on here? Are you alright?
Heinz: I wanted to put up the shower curtain. I think something went wrong.
Helmut: Did you fall off the stool? You're all pale.
Heinz: Nah, I was drilling a hole and suddenly bang. Funny, there's no socket nearby at all.
Helmut: There.
Heinz: What there?
Helmut: The electric water heater. You hit the high voltage line.
Heinz: Oh, high voltage.
Helmut: How long have you been lying there?
Heinz: I don't know, but it wasn't dark outside yet.
Helmut: Now get out of here. Lie down on the sofa.
Heinz: I guess I'm a little groggy, but I'm okay.
Helmut: You're okay? Man, you've drilled into a power line.
Heinz: I wanted to put up the shower curtain.
Helmut: Well, that wouldn't have happened without nuclear power.
Heinz: Huh? Why?
Helmut: Because we wouldn't have had any electricity in the first place.
Heinz: But we don't use any nuclear power at all.
Helmut: Nonsense.
Heinz: We changed the provider.
Helmut: Really? Is that possible?
Heinz: Nothing could be easier. It doesn't change anything with the lines and the electricity.
Helmut: You're talking confused. Better take a pill.
Heinz: There is only one grid. All providers feed into it.
Helmut: But isn't the electricity labeled?
Heinz: How do you want to label electricity? Put a sign on it? Or mark it in color?
Helmut: Then it's like the state election.
Heinz: Interesting comparison. Would you get me a high voltage beer from the fridge?
Helmut: High voltage beer?
Heinz: Who did you actually vote for the other day, in the state elections?
Helmut: Green.
Heinz: Very funny.
Helmut: It's really true. There's your drink.
Heinz: You voted green? Not the CDU or the right wing?
Helmut: I have never voted right-wing.
Heinz: Except for that one time.
Helmut: That one time, yes, but that was a protest vote.
Heinz: Protest, all right. Others call it "the aggressive phase of Mr. Helmut".
Helmut: I'm aggressive anyway, I don't need any right-wingers for that.
Heinz: And why green now?
Helmut: They have developed.
Heinz: To a war party.
Helmut: They understand the responsibility. Never again Auschwitz and all that. A party of winners.
Heinz: And the nuclear issue?
Helmut: I can tolerate that. Besides, now after Fukuyama ...
Heinz: Fukushima.
Helmut: Yes, and if we can do without nuclear power anyway.
Heinz: You can join us at the demonstration on Monday.
Helmut: Demos are out.
Heinz: Nonsense, demos are in. I will give you the brochure.
Helmut: I don't need it. So who did you vote for?
Heinz: Well, not a war party.
Helmut: We don't have anything else. Pirates? Did you vote for the pirates?
Heinz: Nope.
Helmut: Don't say ...
Heinz: No war party!
Helmut: You voted for them? Have you lost your mind? The communists!
Heinz: Nonsense communists. Which world are you living in?
Helmut: That's what I ask myself sometimes.
Heinz: What are we going to do with the hole in the wall now?
Helmut: Call the property management.
Heinz: Can you do that?
Helmut: I don't understand the dialect. Be glad that I ...
Heinz: ... came to Mainz at all, I know.
Helmut: This cable installation is medieval.
Heinz: Yes yes. Green voter.
Helmut: But we don't have any wars at the state level.
Heinz: I'm sure they'll manage that too.

(Deutsch auf CD)
THE GALS: ALPHABETICALLY

2011

Fiona: Hi Fanni! So, has the party started yet?
Fanni: Hi, come on in.
Fiona: Uah, what's that? Is it snowing in here?
Fanni: Pillow fight. The fridge is this way.
Fiona: What are you saying? The music is so loud.
Fanni: Come on!
Fiona: Wow, so many people. How come you know all these people?
Fanni: What? Wait a minute, I'll close the door. Oh, what a night!
Fiona: We moved to Wiesbaden a week ago. How do you know all these people?
Fanni: From the agency, the fitness center, the S-Bahn, the hardware store ...
Fiona: You are unbelievable.
Fanni: Yes, they also call me the incredible Fanni Pippilotta Ephraim Longstocking.
Fiona: The very fact that the boss of the agency is so keen on you ...
Fanni: Wolfgang is eating out of my hand. He's in the living room.
Fiona: I saw the Porsche outside.
Fanni: Nah, that's Dieter's. I really have to tell you about that.
Fiona: Do I know him already?
Fanni: We've had a, uh, intense friendship since last night.
Fanni: Fanni!
Fanni: What is it?
Fiona: We've been here for a week and there was already Ahmed, Bernd and Christian.
Fanni: So what? The alphabet is long. Now, Dieter, you kow, he can...
Fiona: I need something cold to drink first.
Fanni: Yeah sure, I've got all kinds of stuff here.
Fiona: What is that?
Fanni: Huh?
Fiona: Down there next to the fridge. Looks like a head.
Fanni: Oh, who do we have here?
Fiona: Do you know him?
Fanni: No idea. Let's turn him over.
Fiona: Looks Italian.
Fanni: Cool leather jacket.
Fiona: Is he dead?
Fanni: He's still warm. Oh, an empty whiskey bottle in his hand.
Fiona: That explains a lot. And who is that now?
Fanni: I don't remember him.
Fiona: Maybe he was lying there yesterday already.
Fanni: We would have noticed that. Yesterday I was here with Dieter ...
Fiona: In the kitchen?
Fanni: Among other places. Why not?
Fiona: We can ask the others if anyone knows him.
Fanni: Yes, in a minute.
Fiona: What are you doing?
Fanni: He's cute.
Fiona: Ey, you can't grope him like that.
Fanni: Just a little. The stuff that's lying around in my kitchen is mine.
Fiona: So much for Dieter.
Fanni: I have an idea.
Fiona: Please don't, Fanni. You have lots of guests in the apartment.
Fanni: Huh? No. Listen: If he has a first name starting with "E", then I'll take him.
Fiona: You're out of your mind.
Fanni: Let's let fate decide.
Fiona: Now you're going into his pants after all, I knew it.
Fanni: I'm just looking for an ID, be cool.
Fiona: Well?
Fanni: Nix.
Fiona: By the way, did I tell you about Heinz' accident?
Fanni: Have you been trying out exotic positions again? You naughty gal.
Fiona: He drilled on a power line.
Fanni: Wow!
Fiona: There, someone's coming.
Fanni: Now take it easy, gal, it's all right.
Fiona: Hello, I'm Fiona.
Fanni: Hey Nora, do you know this guy here?
Fiona: He was already lying there when we entered.
Fanni: Oh, that's your boyfriend. What's his name?
Fiona: Enrico? So he's Italian after all.
Fanni: You know, Nora, he said some pretty bad things about you.
Fiona: Fanni!
Fanni: Then he made out with me and fell asleep wasted.
Fiona: Fanni!
Fanni: He's quite a badass, isn't he?
Fiona: She doesn't mean that.
Fanni: What's going on? Where are you going?
Fiona: She's probably had enough. Didn't look like she was going to stay at the party much longer.
Fanni: Enrico with an "E". I swore and I'm a woman of my word.
Fiona: You'll probably have worked your way up to Siegfried and Roy before summer.
Fanni: Don't babble, you'd better help me carry him to my bed for later.
Fiona: Or Wolfgang.
Fanni: Come on, he's heavy.

(Deutsch auf CD)
THE BOYS (30): THROUGH THE RHINE

2011

Helmut: Summer has come back. Oh, look at her!
Heinz: Don't point your finger at people. Jesus, Helmut.
Helmut: What? I'm pointing at the Rhine.
Heinz: Sure.
Helmut: Good old Father Rhine.
Heinz: Did I tell you that Klaus from my office swims through there every year?
Helmut: What a nutcase!
Heinz: Not at all. It's not so easy because of the current.
Helmut: Actually, it's a piece of cake. Others swim through the English Channel.
Heinz: Yes, others. Let's sit here on the steps by the water. What a heat that is!
Helmut: How about a refreshing swim? To the other shore and back.
Heinz: As if you would seriously swim through the Rhine, don't make a fool of yourself.
Helmut: Wanna bet? The truth is, you're the quitter.
Heinz: I don't even know if it's allowed.
Helmut: Sissy!
Heinz: Hey, are you crazy? Yeah, sure, take off your shoes.
Helmut: Yes, and the T-shirt and the pants.
Heinz: Very funny. Helmut. What are you doing?
Helmut: Aooh, oah, nice and cool in the water. Come on, coward!
Heinz: I am NOT a coward.
Helmut: Last one's a loser.
Heinz: We can't just leave our stuff here.
Helmut: Just give it to the two over there. Come on, come on, I want to swim.
Heinz: Oh God.
Helmut: Undress! Undress! There you go. Oh.
Heinz: What: oh?
Helmut: Well, your underpants are not exactly ...
Heinz: Gr. I will show you. Go ahead and swim, I'll catch up with you soon anyway.
Helmut: First I want to see how you hand over our clothes.
Heinz: Grr.
Helmut: He really does it. Not bad. Oh, here we go.
Heinz: Yes, here we go. So let's see who's in Wiesbaden first.
Helmut: So you can do crawl as well.
Heinz: I think breaststroke is safer. You can see better.
Helmut: The current is stronger than I thought.
Heinz: We'll probably come ashore somewhere near Bingen.
Helmut: I don't think it's that funny. It's not the same as in the quarry pond back then.
Heinz: Is that so? And who is the sissy now?
Helmut: I just mean because of our pants.
Heinz: What about them?
Helmut: Well, in this outfit we can hardly by land return to our ...
Heinz: ... pants.
Helmut: Yes.
Heinz: Hm.
Helmut: Heinz, Heinz, watch out for the motorboat!
Heinz: Aaaah!
Helmut: Aaaah!
Heinz: Come on, wave, wave! He sees us!
Helmut: Aghblubb
Heinz: He has seen us.
Helmut: (coughs) I swallowed water.
Heinz: Look at that. We've already drifted under the Schierstein Bridge.
Helmut: That's gross.
Heinz: What are we supposed to do now?
Helmut: I'll be the first one across.
Heinz: Now wait a minute.
Helmut: And one, and two, and one, and ...
Heinz: Helmut?
Helmut: Oh, you're still there. And one, and two ...
Heinz: Helmut!
Helmut: I'm faster than you.
Heinz: Look to the right and to the left.
Helmut: A container ship, so what?
Heinz: And to the left?
Helmut: Another container ship.
Heinz: And are you good at math?
Helmut: What's the point of that now?
Heinz: Well, the ships are very long and relatively wide.
Helmut: I see what you mean now. Come on, we have to cross in front of the ship. Come on!
Heinz: Crawl crawl crawl
Helmut: Crawl crawl crawl
Heinz: Crawl crawl crawl crawl
Helmut: Crawl crawl crawl crawl crawl crawl crawl crawl
Heinz: Crawl crawl crawl crawl crawl crawl crawl crawl
Helmut: We made it!
Heinz: I can't really rejoice with you.
Helmut: We got away.
Heinz: We are only just over halfway across the Rhine.
Helmut: Saved!
Heinz: Drifted for kilometers, without pants. And it's getting chilly here.
Helmut: Free at last, free at last. I thank God I'm free at last.
Heinz: What the hell am I doing here anyway?

(Deutsch) Als Heinz von einem Seminar zurückkehrt, findet er die Wohnung in einem desolaten Zustand vor. Helmut erzählt seinem Freund von seiner neuen Arbeitsstelle, doch so richtig begeistert scheint Heinz von der Richtung, in die sich Helmuts Leben bewegt, nicht zu sein.

(English) When Heinz returns from a seminar, he finds the apartment in a desolate state. Helmut tells his friend about his new job, but Heinz doesn't seem too enthusiastic about the direction Helmut's life is taking.

(Français) Quand Heinz rentre d'un séminaire, il trouve l'appartement dans un état désastreux. Helmut parle à son ami de son nouveau travail, mais Heinz ne semble pas vraiment enthousiasmé par la direction que prend la vie d'Helmut.

(Italiano) Quando Heinz torna da un seminario, trova l'appartamento in uno stato desolato. Helmut racconta all'amico del suo nuovo lavoro, ma Heinz non sembra molto entusiasta della direzione che sta prendendo la vita di Helmut.

Franklin
Jungs 31, 2011

Helmut: Home, sweet home. Oh, Heinz, du? Ich habe erst am Abend mit dir gerechnet.
Heinz: Ja, ich bin schon eine halbe Stunde hier. Das Seminar war früh aus. Und du? Großeinkauf?
Helmut: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.
Heinz: Bei vier vollen Einkaufstüten denke ich erst mal nicht ans Sparen, eher ans Ausgeben.
Helmut: Ich hab auch was für dich gekauft, hier: Käse aus der Sprühdose. Das ist der Börner.
Heinz: Danke. Schon erstaunlich, wie du in kürzester Zeit die Wohnung so vollmüllen kannst.
Helmut: Übung. Und ein bisschen Talent gehört auch dazu.
Heinz: Gute Laune hast du wenigstens. Und womit hast du den Rieseneinkauf bezahlt?
Helmut: Aha! Jetzt kommen wir der Sache schon näher.
Heinz: Und könntest du diese alten Springerstiefel bitte vom Tisch nehmen!
Helmut: Moment, Moment. Eins nach dem anderen.
Heinz: In diesem Fall bitte zuerst die Stiefel.
Helmut: Das sind nicht irgendwelche Stiefel. Die wurden dem Feind abgenommen.
Heinz: Ach so. Das ändert natürlich alles.
Helmut: Mach dich nur lustig. Aber ich sag dir mal was: Das sind echte Taliban-Treter aus Kandahar.
Heinz: Zuzutrauen ist es dir. Und das Gewehr auf dem Balkon passt ja auch dazu.
Helmut: Oh, äh, das. Probier doch mal den Käseschaum!
Heinz: Helmut, da ist ein Gewehr auf dem Balkon. Ist das deins?
Helmut: Nee, das gehört Franklin. Tut mir leid, das war ein kleiner Patzer.
Heinz: Und wer ist Franklin?
Helmut: Ein Freund. Er ist bei den Truppen.
Heinz: Bei welchen Truppen?
Helmut: Na, DEN Truppen, Mann. Die Amerikaner!
Heinz: Ist das Teil deiner aktuellen Jobsuche?
Helmut: Ganz genau! Hab' ihn vorgestern beim English Round Table kennengelernt. Faszinierender Mann!
Heinz: Wieso bekomme ich plötzlich so ein komisches Gefühl im Magen?
Helmut: Ach, du und deine Vorurteile gegenüber dem Militarismus. Das ist doch lächerlich.
Heinz: Das letzte Mal, als du mit „den Truppen“ zusammengearbeitet hast, hast du aus unserer Wohnung ein Waffenlager gemacht.
Helmut: Das war doch nur vorübergehend!
Heinz: Diese Kanister im Keller …
Helmut: Schwamm drüber! Das ist lange her. Franklin ist wirklich in Ordnung.
Heinz: Was ist das überhaupt für ein Name?
Helmut: Ich glaube, es ist sein Vorname. Vielleicht ein Doppelname, keine Ahnung.
Heinz: Und was sollst du für ihn machen?
Helmut: Es geht im Wesentlichen um Datenerfassung. Metadaten und so.
Heinz: Metadaten, was für ein Quatsch ist das jetzt wieder?
Helmut: Na ja, derzeit erfahren die USA einen leichten Sympathie-Verlust in der Welt.
Heinz: Tatsächlich? Ist mir gar nicht aufgefallen.
Helmut: Daher ist eine Charme-Offensive angebracht.
Heinz: Ja, oder warum nicht eine Charme-Attacke? Mit Smiley-Drohnen.
Helmut: Genau um diese Art Zynismus geht es uns. Wir wollen das Ansehen der USA wiederherstellen.
Heinz: Aha, ihr wollt also Obama nach Den Haag bringen.
Helmut: Quatsch, bist du verrückt? Du, sag bitte nichts gegen Obama, solange Franklin hier ist.
Heinz: Er ist hier?
Helmut: Im Gästezimmer, schläft seinen Rausch aus.
Heinz: Nach der nächtlichen Ballerei auf dem Balkon.
Helmut: Genau, woher …?
Heinz: Nur eine inspirierte Vermutung. Und worauf habt ihr geschossen?
Helmut: Tontauben.
Heinz: Aha.
Helmut: Na ja, wir hatten keine richtigen Tontauben. Da mussten wir Ersatz finden.
Heinz: Aber nicht die Teller, oder?
Helmut: Nee, Quatsch. Die Rauchmelder.
Heinz: Die Rauch- …?
Helmut: Die haben sowieso genervt. Die blinken nachts immer, die Scheißdinger.
Heinz: Und da habt ihr mal eben so die ganze Siedlung zugeballert.
Helmut: Das war geil. Komm, wir wohnen schon seit Wochen hier und sind nie unangenehm aufgefallen.
Heinz: Du beeindruckst mich immer wieder, Helmut.
Helmut: Danke, aber wir haben sie nicht mal getroffen. War zu dunkel.
Heinz: Und die Taliban-Latschen?
Helmut: Sind ein Geschenk für mich. Unglaublich, oder? Selbst geschossen und durch den Zoll gebracht!
Heinz: Ja, unglaublich.
Helmut: Da kann die Merkel sich mal was von abschneiden.
Heinz: Meinetwegen kannst du ihr die Dinger auch vollständig zuschicken.
Helmut: Endlich habe ich wieder einen Job! Die zahlen ja ein Schweinegeld, die Amis.
Heinz: Ich hörte davon.
Helmut: Und Franklin hat wirklich Ahnung. Zum Beispiel bei Star Trek.
Heinz: Was für eine bessere Qualifikation kann man sich wünschen!
Helmut: Jetzt hör doch mal zu. Du weißt doch, dass die da Holo-Decks haben, Warp-Kerne und Beamen und so.
Heinz: Jaaa?
Helmut: Ja, aber sie haben keine Koffer mit Rollen!
Heinz: Was ist?
Helmut: Ja, die schleppen da schwere Koffer, wenn sie verreisen, trotz all ihrer Technik!!
Heinz: Jetzt verstehe ich. Franklin muss genial sein. Hat er noch mehr offenbart?
Helmut: Ja, im Römer-Film „Gladiator“ sieht man Treckerspuren auf einer Wiese.
Heinz: Ein Weiser!
Helmut: Hey, machst du dich über Franklin lustig, nur weil er schwarz ist?
Heinz: Ich wusste gar nicht, dass er schwarz ist.
Helmut: Ja ja, Ausreden, wie üblich. Deshalb müssen wir ja etwas unternehmen.
Heinz: Du ausgerechnet. Zu Chinesen sagst du „gelbe Säcke“.
Helmut: Das ist doch nur Spaß.
Heinz: Die Franzosen nennst du …
Helmut: Komm, spar dir das! Lass uns froh sein, eine Lichtgestalt wie Franklin im Haus zu haben.
Heinz: Super. Dann schlag ihm doch gleich vor, hier einzuziehen.
Helmut: Oh Heinz, das ist so nett von dir!
Heinz: Wie bitte?
Helmut: Franklin braucht für ein paar Tage eine Bleibe und ich hab' gesagt, dass du bestimmt nichts dagegen hast.
Heinz: Nicht dein Ernst.
Helmut: Du bist ein echter Freund, Heinz!

Franklin
The Boys 31, 2011

Helmut: Home, sweet home. Oh, Heinz, you here? I wasn't expecting you until the evening.
Heinz: Yeah, I returned half an hour ago. The seminar was over early. And you? Spending spree?
Helmut: Take what you can, then you'll have plenty in times of hardship.
Heinz: Well, four crammed shopping bags will surely delay the times of hardship.
Helmut: I bought something for you, too. Look: an aerosol cheese can. A real smasher.
Heinz: Thanks. By the way, your ability to fill the apartment with litter in no time is quite amazing. I wonder how you manage to do that.
Helmut: Practise. And it needs a tiny bit of talent, too.
Heinz: At least you are in good spirits. So, and what paid your extensive shopping activities?
Helmut: Ah! Now were are getting closer to the point, aren't we?
Heinz: And could you please remove those old army boots from the table!
Helmut: OK, OK, one thing at a time.
Heinz: In this case please prioritize the boots.
Helmut: These are not just any old boots. They were taken from the enemy.
Heinz: Oh, I see. Well, that changes everything.
Helmut: Yeah, you make fun of it. But I tell you what: these are real Taliban clodhoppers from Kandahar.
Heinz: Wouldn't surprise me much. And they match the rifle on the balcony, don't they?
Helmut: Oh that. Why don't you taste this cheese foam, it's great!
Heinz: Helmut, there is a rifle on the balcony. Is that yours?
Helmut: No, it is Franklin's. I am sorry, that was a bit on the blooping side, I admit.
Heinz: And who is Franklin?
Helmut: A friend. He is with the troops.
Heinz: With which troops?
Helmut: THE troops, man. The Americans!
Heinz: Would that be part of your current job search?
Helmut: Precisely! I met him before yesterday at the English Round Table. Fascinating man!
Heinz: What is this unsettling feeling I can sense in my stomach?
Helmut: Oh, you and your prejudice against militarism. It is so ridiculous.
Heinz: The last time you worked with „the troops“ you made a weapons arsenal out of our apartment.
Helmut: But that was only temporary!
Heinz: These canisters in the cellar …
Helmut: Now let bygones be bygones! Franklin is really cool.
Heinz: What kind of name is that, anyway?
Helmut: I think it's his first name. Maybe a compound name, I don't know.
Heinz: And what are you supposed to do for him?
Helmut: The job is basically about data gathering. Metadata and stuff.
Heinz: Metadata, what kind of rubbish is this now?
Helmut: Well, you see, these days the USA is experiencing a slight decrease of sympathy in the world.
Heinz: Really? I can't say I've ever noticed.
Helmut: This is why a charm offensive is in order.
Heinz: Yeah, or why not a charm attack? With smiley drones.
Helmut: We address exactly this kind of cynicism. We seek to restore the credibility of the USA.
Heinz: Ah, so you want to bring Obama to The Hague.
Helmut: Nonsense, are you mad? Heinz, please don't say anything against Obama as long as Franklin is here.
Heinz: He is here?
Helmut: In the guest room, sleeping off his hangover.
Heinz: Subsequent to a nocturnal shoot-out on the balcony, I take it?
Helmut: That's right, how did you …?
Heinz: Just an inspired guess. And what did you shoot?
Helmut: Clay pigeons.
Heinz: I see.
Helmut: Well, we didn't have real clay pigeons, so we had to resort to a substitute.
Heinz: Not the plates, I hope?
Helmut: Course not. The smoke detectors.
Heinz: The smoke …?
Helmut: They were such a nuisance, anyway. They blink all night, freaking junk.
Heinz: And so you have decided to entertain the whole neighborhood with a little shoot-out.
Helmut: It was such fun, I tell you. Oh, c'mon, we've been living here for weeks now and there haven't been any complaints so far, at all.
Heinz: You do have a way of impressing me time and time again, Helmut.
Helmut: Thank you, but we missed, anyway. Too dark.
Heinz: And the Taliban smelly boots?
Helmut: Are a present for me. Unbelievable, isn't it? Self-shot and brought through customs!
Heinz: Unbelievable, indeed.
Helmut: I wish Merkel would take a leaf out of that.
Heinz: I wouldn't even mind if you sent her the footwear in its entirety.
Helmut: Finally I have a new job now! And they pay buckets of cash, the Yanks.
Heinz: So I heard.
Helmut: And Franklin is really clever. He knows things about Star Trek, for example.
Heinz: What better qualification could anyone ask for!
Helmut: Why don't you listen before you judge? Now, you know how they have holo decks there, warp energy and beaming and all that.
Heinz: Yeeeeah?
Helmut: Yeah well, but they have no trolleys!
Heinz: What?
Helmut: Yes, when they travel they carry heavy suitcases with no wheels, despite all their technology!!
Heinz: Now I understand. Franklin is a genius. Anything else he revealed?
Helmut: Yes, in the "Gladiator" movie about the Romans you can see tractor trails on a meadow.
Heinz: A wise man!
Helmut: Hey, are you making fun of Franklin only because he is a black guy?
Heinz: I didn't even know he is.
Helmut: Of course, excuses, like always. This is why we got to do something about it.
Heinz: You of all people! How often have you used names for black people.
Helmut: But that was only as a joke.
Heinz: And you call the French …
Helmut: Alright, enough of that! Can't we just be happy to have a hero like Franklin with us?
Heinz: Yeah, great. Why don't you invite him to live with us then.
Helmut: Oh Heinz, this is so nice of you!
Heinz: I beg your pardon?
Helmut: Franklin needs a place to stay for a couple of days, and I told him you surely wouldn't mind.
Heinz: This cannot be serious.
Helmut: You are a true friend, Heinz!

Franklin
Les Gars 31, 2011

Helmut : Home, sweet home. Oh, Heinz, toi ? Je ne t'attendais pas avant le soir.
Heinz : Oui, je suis rentré il y a une demi-heure. Le séminaire s'est terminé tôt. Et toi ? Des courses en gros ?
Helmut : Prends ce que tu peux, comme ça tu en auras plein les bras en cas de coup dur.
Heinz : Eh bien, quatre sacs de courses bourrés à craquer retarderont sûrement le coup dur.
Helmut : J'ai aussi acheté quelque chose pour toi, tiens : Du fromage en bombe. Ça déchire !
Heinz : Merci. Au fait, ta capacité à remplir l'appartement de détritus en un rien de temps est assez étonnante. Je me demande comment tu fais pour y arriver.
Helmut : De la pratique. Et il faut aussi un peu de talent.
Heinz : Au moins, tu es de bonne humeur. Et avec quoi as-tu payé cet énorme achat ?
Helmut : Ah ! Maintenant, on se rapproche du cœur du sujet, je suppose.
Heinz : Et pourrais-tu, s'il te plaît, enlever ces vieilles bottes de l'armée de la table !
Helmut : Attends, attends. Une chose à la fois.
Heinz : Dans ce cas, s'il te plaît, donne la priorité aux bottes.
Helmut : Ce ne sont pas n'importe quelles bottes. Elles ont été enlevées à l'ennemi.
Heinz : Oh, je vois. Ça change tout, évidemment.
Helmut : Vas-y, moque-toi. Mais je vais te dire un truc : ce sont de vrais pompes de Taliban de Kandahar.
Heinz : Ça ne me surprendrait pas beaucoup. Et le fusil sur le balcon va bien avec.
Helmut : Oh ça. Pourquoi ne goûtes-tu pas cette mousse de fromage, elle est excellente !
Heinz : Helmut, il y a un fusil sur le balcon. C'est à toi ?
Helmut : Non, c'est à Franklin. Je suis désolé, c'était une petite gaffe.
Heinz : Et qui est Franklin ?
Helmut : Un ami. Il est avec les troupes.
Heinz : Avec quelles troupes ?
Helmut : Eh bien, LES troupes, mec. Les Américains !
Heinz : Ça fait partie de ta recherche d'emploi actuelle ?
Helmut : Tout à fait ! Je l'ai rencontré avant-hier à la English Round Table. Un homme fascinant !
Heinz : Qu'est-ce que c'est que ce sentiment déstabilisant que je ressens dans mon estomac ?
Helmut : Oh, toi et tes préjugés contre le militarisme. C'est vraiment ridicule.
Heinz : La dernière fois que tu as travaillé avec "les troupes", tu as transformé notre appartement en entrepôt d'armes.
Helmut : Ce n'était que temporaire !
Heinz : Ces bidons dans la cave...
Helmut : Maintenant, laissons le passé au passé ! Franklin est vraiment cool.
Heinz : C'est quoi ce nom, au fait ?
Helmut : Je crois que c'est son prénom. Peut-être un nom composé, je ne sais pas.
Heinz : Et qu'est-ce que tu es censé faire pour lui ?
Helmut : Il s'agit essentiellement de la collecte de données. Des métadonnées, des choses comme ça.
Heinz : Métadonnées, n'importe quoi.
Helmut : Eh bien, tu vois, en ce moment, les États-Unis connaissent une légère baisse de sympathie dans le monde.
Heinz : Vraiment ? Je n'avais pas remarqué.
Helmut : C'est pourquoi une offensive de charme s'impose.
Heinz : Oui, ou pourquoi pas une attaque de charme ? Avec des drones smiley.
Helmut : C'est exactement ce genre de cynisme dont nous nous occupons. Nous voulons redorer le blason des Etats-Unis.
Heinz : Alors, vous voulez emmener Obama à La Haye.
Helmut : C'est absurde, tu es fou ? Heinz, s'il te plaît, ne dis rien contre Obama tant que Franklin est là.
Heinz : Il est là ?
Helmut : Dans la chambre d'amis, en train de cuver sa gueule de bois.
Heinz : Suite à une fusillade nocturne sur le balcon, je suppose ?
Helmut : C'est ça, d'où... ?
Heinz : Juste une supposition inspirée. Et sur quoi avez-vous tiré ?
Helmut : Des pigeons d'argile.
Heinz : Je vois.
Helmut : Eh bien, nous n'avions pas de vrais pigeons d'argile, alors nous avons dû recourir à un substitut.
Heinz : Pas les assiettes, j'espère ?
Helmut : Évidemment que non. Les détecteurs de fumée.
Heinz : Les détecteurs de... ?
Helmut : Ils étaient tellement gênants, de toute façon. Ils clignotent toute la nuit, ces trucs de merde.
Heinz : Et tu as donc décidé de divertir tout le quartier avec une petite fusillade.
Helmut : C'était très amusant, je te le dis. Oh, allez, ça fait des semaines qu'on vit ici et il n'y a pas eu de plaintes jusqu'à présent, pas du tout.
Heinz : Tu as l'art de m'impressionner encore et encore, Helmut.
Helmut : Merci, mais nous avons quand même raté le coup. Trop sombre.
Heinz : Et les bottes talibanes puantes ?
Helmut : C'est un cadeau pour moi. Incroyable, non ? Tiré par lui-même et passé la douane !
Heinz : Incroyable, en effet.
Helmut : Merkel peut en prendre de la graine.
Heinz : Ça ne me dérangerait même pas si tu lui envoyais les chaussures dans leur intégralité.
Helmut : J'ai enfin un nouveau travail ! Et ils paient à la pelle, les Yankees.
Heinz : C'est ce que j'ai entendu dire.
Helmut : Et Franklin s'y connaît vraiment. Par exemple sur Star Trek.
Heinz : Quelle meilleure qualification pourrait-on demander !
Helmut : Pourquoi n'écoutes-tu pas avant de juger ? Tu sais qu'il y a des ponts holo, des noyaux de warp, des téléportations et tout ça.
Heinz : Oui ?
Helmut : Oui, mais ils n'ont pas de valises à roulettes !
Heinz : Quoi ?
Helmut : Oui, ils traînent de lourdes valises quand ils voyagent, malgré toute leur technologie !
Heinz : Je comprends maintenant. Franklin doit être un génie. A-t-il révélé autre chose ?
Helmut : Oui, dans le film "Gladiator" sur les Romains, tu peux voir des traces de tracteurs dans une prairie.
Heinz : Un sage !
Helmut : Hé, tu te moques de Franklin juste parce qu'il est noir ?
Heinz : Je ne savais même pas qu'il l'était.
Helmut : Oui, oui, des excuses, comme d'habitude. C'est pour ça qu'il faut faire quelque chose.
Heinz : Toi surtout ! Combien de fois as-tu utilisé des noms pour les personnes noires.
Helmut : Mais c'était seulement pour plaisanter.
Heinz : Et les Français, tu les appelles...
Helmut : Allez, pas la peine d'en rajouter ! Réjouissons-nous d'avoir une figure lumineuse comme Franklin à la maison.
Heinz : Super. Alors pourquoi ne pas lui proposer d'emménager ici ?
Helmut : Oh Heinz, c'est tellement gentil de ta part !
Heinz : Pardon ?
Helmut : Franklin a besoin d'un endroit où rester pour quelques jours, et je lui ai dit que tu n'y verrais sûrement pas d'inconvénient.
Heinz : Tu n'es pas sérieux.
Helmut : Tu es un vrai ami, Heinz !

Franklin
I Ragazzi 31, 2011

Helmut: Casa, dolce casa. Oh, Heinz, sei qui? Non ti aspettavo prima di sera.
Heinz: Sì, sono tornato mezz'ora fa. Il seminario è finito prima. E tu? Hai fatto spese folli?
Helmut: Prendi quello che puoi, così ne avrai in abbondanza nei tempi di difficoltà.
Heinz: Beh, quattro borse della spesa stipate ritarderanno sicuramente i tempi di difficoltà.
Helmut: Ho comprato qualcosa anche per te. Guarda: una bomboletta spray di formaggio. È fantastico!
Heinz: Grazie. A proposito, la tua capacità di riempire l'appartamento di rifiuti in poco tempo è davvero sorprendente. Mi chiedo come fai a farlo.
Helmut: La pratica. E ci vuole anche un po' di talento.
Heinz: Almeno sei di buon umore. E come hai pagato l'enorme acquisto?
Helmut: Ah! Ora ci stiamo avvicinando al punto, vero?
Heinz: E potresti togliere questi vecchi stivali da combattimento dal tavolo?
Helmut: Aspetta, aspetta. Una cosa alla volta.
Heinz: In questo caso, per favore, dai la priorità agli stivali.
Helmut: Questi non sono stivali qualsiasi. Sono stati presi dal nemico.
Heinz: Oh, capisco. Questo cambia tutto, ovviamente.
Helmut: Continua, ridi pure. Ma ti dirò una cosa: questi sono veri stivali talebani di Kandahar.
Heinz: Non mi sorprenderebbe molto. E il fucile sul balcone si abbina bene con loro.
Helmut: Oh, questo. Perché non provi la schiuma di formaggio, è eccellente!
Heinz: Helmut, c'è un fucile sul balcone. È tuo?
Helmut: No, è di Franklin. Mi dispiace, è stato una piccola papera.
Heinz: E chi è Franklin?
Helmut: Un amico. È con le truppe.
Heinz: Quali truppe?
Helmut: Beh, le truppe, amico. Gli americani!
Heinz: Fa parte della tua attuale ricerca di lavoro?
Helmut: Esattamente! L'ho incontrato l'altro ieri alla Tavola Rotonda inglese. Un uomo affascinante!
Heinz: Cos'è questa sensazione inquietante che sento nello stomaco?
Helmut: Oh, tu e il tuo pregiudizio contro il militarismo. È così ridicolo.
Heinz: L'ultima volta che hai lavorato con "le truppe", hai trasformato il nostro appartamento in un'armeria.
Helmut: Ma era solo temporaneo!
Heinz: Questi contenitori in cantina...
Helmut: Lascia perdere! È stato tanto tempo fa. Franklin è davvero in gamba.
Heinz: Che tipo di nome è?
Helmut: Credo sia il suo nome di battesimo. Forse è un nome composto, non lo so.
Heinz: E cosa dovresti fare per lui?
Helmut: Si tratta fondamentalmente di raccogliere dati. Metadati, cose del genere.
Heinz: Metadati, che tipo di spazzatura è?
Helmut: Beh, vedi, al momento gli Stati Uniti stanno subendo un leggero calo di simpatia nel mondo.
Heinz: Davvero? Non l'avevo nemmeno notato.
Helmut: Quindi è necessaria un'offensiva di fascino.
Heinz: Sì, o perché non un attacco di fascino? Con droni smiley.
Helmut: Questo è esattamente il tipo di cinismo con cui abbiamo a che fare. Vogliamo ripristinare il buon nome degli Stati Uniti.
Heinz: Ah, quindi volete portare Obama all'Aia.
Helmut: È assurdo, sei impazzito? Heinz, per favore, non dire nulla contro Obama mentre Franklin è qui.
Heinz: È qui?
Helmut: Nella stanza degli ospiti, sta smaltendo la sbornia.
Heinz: Dopo una sparatoria notturna sul balcone, immagino?
Helmut: Esatto, come hai fatto a...?
Heinz: Solo un'ipotesi ispirata. E a cosa stavate sparando?
Helmut: Ai piccioni d'argilla.
Heinz: Capisco.
Helmut: Beh, non avevamo dei veri piccioni d'argilla, quindi abbiamo dovuto ricorrere a un sostituto.
Heinz: Ma non i piatti, spero?
Helmut: Certo che no. I rilevatori di fumo.
Heinz: Il rilev...?
Helmut: Erano comunque così fastidiosi. Lampeggiano tutta la notte, quei maledetti aggeggi.
Heinz: E così hai deciso di intrattenere l'intero quartiere con una piccola sparatoria.
Helmut: È stato molto divertente, te lo dico io. Oh, andiamo, viviamo qui da settimane e finora non ci sono state lamentele, per niente.
Heinz: Riesci a stupirmi sempre di più, Helmut.
Helmut: Grazie, ma comunque abbiamo fatto cilecca. Troppo buio.
Heinz: E le pantofole talebane puzzolente?
Helmut: Sono un regalo per me. Incredibile, vero? Autosparati e portati alla dogana!
Heinz: Incredibile, davvero.
Helmut: La Merkel può prendere esempio da quello.
Heinz: Non mi dispiacerebbe nemmeno se le inviassi le calzature nella loro interezza.
Helmut: Finalmente ho un nuovo lavoro! E pagano un sacco di soldi, gli yankee.
Heinz: Così ho sentito dire.
Helmut: E Franklin sa davvero il fatto suo. Star Trek, per esempio.
Heinz: Quale migliore qualifica si può desiderare!
Helmut: Perché non ascolti prima di giudicare? Sai che ci sono i ponti ologrammi, l'energia di warp, il teletrasporto e tutto il resto?
Heinz: Sì?
Helmut: Sì, ma non hanno valigie con le ruote!
Heinz: Cosa?
Helmut: Sì, portano valigie pesanti quando viaggiano, nonostante tutta la loro tecnologia!
Heinz: Ora capisco. Franklin è un genio. Ha rivelato qualcos'altro?
Helmut: Sì, nel film "Il Gladiatore" sui Romani, si vedono le tracce dei trattori in un prato.
Heinz: Un uomo saggio!
Helmut: Ehi, stai prendendo in giro Franklin solo perché è nero?
Heinz: Non sapevo nemmeno che lo fosse.
Helmut: Sì, sì, scuse, come al solito. Ecco perché dobbiamo fare qualcosa.
Heinz: Proprio tu! Quante volte hai usato nomi di persone di colore?
Helmut: Ma era solo per scherzo.
Heinz: I francesi, li chiami...
Helmut: Va bene, basta così! Non possiamo essere felici di avere una luce splendente come Franklin in casa?
Heinz: Ottimo. Allora perché non gli chiedi di trasferirsi qui?
Helmut: Oh Heinz, è così gentile da parte tua!
Heinz: Come scusa?
Helmut: Franklin ha bisogno di un posto dove stare per qualche giorno e ho detto che sicuramente non ti dispiacerebbe.
Heinz: Non dirai sul serio.
Helmut: Sei un vero amico, Heinz!

(Deutsch) Helmuts neue Arbeitsumgebung belastet den häuslichen Frieden bei den Jungs. Um die Wogen zu glätten erklärt sich Heinz bereit, ein Gespräch in Frankfurt zu führen, aber man kann nicht sagen, dass es ihm leichtfällt, auch wenn Helmut ihn begleitet.

(English) Helmut's new working environment puts a strain on the boys' domestic peace. To smooth things over, Heinz agrees to have a talk in Frankfurt, but it can't be said that he has an easy time of it, even though Helmut accompanies him.

(Français) Le nouvel environnement de travail d'Helmut pèse sur la paix domestique des gars. Pour calmer le jeu, Heinz accepte d'avoir une discussion à Francfort, mais on ne peut pas dire que ce soit facile pour lui, même si Helmut l'accompagne.

(Italiano) Il nuovo ambiente di lavoro di Helmut mette a dura prova la pace domestica dei ragazzi. Per appianare le cose, Heinz accetta di fare una chiacchierata a Francoforte, ma non si può dire che per lui sia facile, anche se Helmut lo accompagna.

Die Einladung
Jungs 32, 2013

Helmut: Wow, Franklin hat uns noch frische Brötchen gebracht, bevor er weg ist. Mmh, warme Spitzweck!
Heinz: Helmut, wir müssen reden.
Helmut: Reden, ja, toll. Erst mal die Butter, mmh …
Heinz: Von der Hausverwaltung weiß ich, dass wahrscheinlich von unserer Wohnung aus diverse Computer im Haus angezapft werden. Sogar die Polizei ist informiert.
Helmut: Wo ist denn die Sauerkirschmarmelade? Hast du die aufgegessen?
Heinz: Seit einer Woche. Also genau, seit Franklin hier eingezogen ist.
Helmut: Sonst noch was?
Heinz: Ja, kennst du eine Gleisberg-Grundschule?
Helmut: Woher weißt du das? Äh, was? Ich …
Heinz: Die haben hier angerufen. Jemand verteilt da neuerdings Bundeswehr-Werbebroschüren.
Helmut: Tatsächlich?
Heinz: Helmut!
Helmut: Mann, das ist eine Kooperation zwischen den Streitmächten und der Bundeswehr. Da sollte man sich nicht einmischen.
Heinz: Offenbar hast du dich aber eingemischt und Broschüren an Grundschüler verteilt.
Helmut: Na ja, weißt du, der Nachwuchs …
Heinz: Helmut, das geht eindeutig zu weit.
Helmut: Wenn du Kontaktmann wärst, würdest du das anders sehen.
Heinz: Franklin zieht aus, und zwar sofort.
Helmut: Ja, wer den ersten Stein wirft, während er selbst im Glashaus sitzt, sollte mit den jungen Pferden lieber vorsichtig umgehen, sonst fällt er selbst hinein! Wenn er anderen …
Heinz: Hör jetzt mit dem Quatsch auf.
Helmut: Ach so? Und was ist mit Herrn Petermann und seiner großzügigen Spende an den Naturbund, wo du zufällig arbeitest? Und deinen kleinen Gefälligkeiten?
Heinz: Woher kennst du denn den Petermann?
Helmut: Tja, da hat wohl jemand eine unvorsichtige Email geschrieben …
Heinz: Du hast meinen Laptop gehackt!
Helmut: Gehackt, mach dich nicht lächerlich. Du hast nicht mal ein Passwort. Zum Glück habe ich einen Sicherheitscheck gemacht und das herausgefunden.
Heinz: Also das …
Helmut: Der Petermann hat euch geschmiert!
Heinz: So ein Unsinn! Hey, du bist in meinen Rechner eingebrochen!
Helmut: Jetzt lenk mal nicht ab. Wer Dreck am Stecken hat, soll nicht mit dem heißen Brei herumwedeln.
Heinz: OK, hör zu. Der Sachverhalt ist etwas komplexer. Dass wir gegen diesen Konzern klagen, hat nichts mit dem Petermann zu tun.
Helmut: Ja, das kannst du dann dem Richter erzählen.
Heinz: Komm, jetzt hör auf mit dem Blödsinn. Sag mal, der Franklin hat das doch wohl nicht mitbekommen, oder?
Helmut: Der interessiert sich nicht für regionale Angelegenheiten.
Heinz: Aha. Wenigstens etwas.
Helmut: Allerdings haben ihm die anti-amerikanischen Bemerkungen in deiner Mail an Fiona vom 5. Oktober nicht so gut gefallen.
Heinz: Was?
Helmut: Mach dir nichts draus. Du hast ja selbst oft gesagt, dass du nie in die USA reisen möchtest.
Heinz: Aber …
Helmut: Halt dich von jetzt an einfach etwas zurück, dann passiert auch nix.
Heinz: Passieren? Was soll denn passieren?
Helmut: Nix, sag ich doch. Du entschuldigst dich einfach bei Franklin und gut is'.
Heinz: Das fehlt mir noch.
Helmut: Hier habe ich eine Einladung. Er möchte dich in seinem Büro sehen.
Heinz: Was denn, eine schriftliche Einladung? Zeig mal her!
Helmut: Sogar mit Original-Stempel von der Homeland Security. Cool, oder?
Heinz: „... zu einem informellen Gedankenaustausch ...“
Helmut: Du solltest da lieber hingehen.
Heinz: Das ist ja heute!
Helmut: In drei Stunden, wir haben also noch Zeit.
Heinz: Aber … Heute ist Fionas und mein Jahrestag. Wir wollten …
Helmut: Ja ja, aber wer zu spät kommt, dem zieht das Leben das Fell über die Ohren.
Heinz: Das ist ja im Frankfurter Flughafen!
Helmut: Da staunst du, was? Ich sag ja, das ist alles offiziell.
Heinz: Ey, der Typ wohnt hier und jetzt soll ich bis zum Flughafen raus, um mit ihm zu reden?
Helmut: Er will dich halt auch mal einladen, nachdem wir so gastfreundlich waren.
Heinz: Ey, ich habe Wochenende und Fiona macht einen Riesenstress, wenn …
Helmut: Wie gesagt, ich denke wirklich, du solltest da hingehen.
Heinz: Was ist das jetzt für ein Blick?
Helmut: Ein bedeutungsvoller, Heinz, ein be-deutungsvoller. Na?
Heinz: Hör auf, mir auf die Schulter zu klopfen.
Helmut: Ich begleite dich ja. Niemand will, dass diese Petermann-Sache Wellen schlägt.
Heinz: Ich dachte, Franklin interessiert sich nicht für regionale Angelegenheiten.
Helmut: Eben!
Heinz: Ich kann ja meinen Laptop mitnehmen, falls er weitere Infos braucht.
Helmut: Nicht nötig. Franklin hat im Wesentlichen alle Festplatten aus der Siedlung kopiert.
Heinz: Das sollte nur ein Witz sein.
Helmut: Ach so, das ist OK. Franklin hat Humor. Jetzt kuck doch nicht so!
Heinz: Das ist echt bitter.
Helmut: Ich will mal so sagen: Wenn das Leben dir eine bittere Zitrone in die Wunde legt, dann streu besser kein Salz drauf.

The Invitation
Boys 32, 2013

Helmut: Wow, Franklin brought us fresh rolls before he left. Mmh, warm spitzweck!
Heinz: Helmut, we need to talk.
Helmut: Talk, yeah, great. First the butter, mmh...
Heinz: I know from the property management that various computers in the house are probably tapped from our apartment. Even the police have been informed.
Helmut: Now where is the sour cherry jam? Have you finished it?
Heinz: Since one week. That is, since Franklin moved in here.
Helmut: Anything else?
Heinz: Yes, have you heard of a Gleisberg elementary school?
Helmut: How do you know? Uh, what? I...
Heinz: They called here. Someone has been handing out Bundeswehr advertising brochures there lately.
Helmut: Really?
Heinz: Helmut!
Helmut: Man, this is a cooperation between the armed forces and the Bundeswehr. You shouldn't interfere with that.
Heinz: Apparently you did interfere, though, and handed out brochures to elementary school kids.
Helmut: Well, you know, the new generation...
Heinz: Helmut, this is clearly going too far.
Helmut: If you were a contact man, you would see things differently.
Heinz: Franklin is moving out, and he's moving out now.
Helmut: Well, he who throws the first stone while sitting in the glass house himself should better be careful with the young horses, otherwise he will fall into the pit himself! If he digs...
Heinz: Stop this nonsense now.
Helmut: Oh, really? And what about Mr. Peterman and his generous donation to the Naturbund, where you happen to work? And your little favors?
Heinz: How could you know Peterman?
Helmut: Well, someone must have written a careless email ...
Heinz: You hacked my laptop!
Helmut: Hacked, don't be ridiculous. You don't even have a password. Luckily I did a security check and found that out.
Heinz: Now this...
Helmut: Peterman bribed you!
Heinz: What nonsense! Hey, you broke into my computer!
Helmut: Don't change the subject. If you've got skeletons in the bush you shouldn't beat around the hot potato.
Heinz: OK, listen. The situation is a bit more complex than that. The fact that we are suing this corporation has nothing to do with Peterman.
Helmut: Yes, you can tell that to the judge.
Heinz: Come on, now stop the nonsense. Tell me, Franklin hasn't noticed that, has he?
Helmut: He's not much interested in regional affairs.
Heinz: I see. At least that's something.
Helmut: However, he didn't particularly like the anti-American remarks in your mail to Fiona on October 5.
Heinz: What?
Helmut: Don't worry. You said yourself many times that you never want to travel to the USA.
Heinz: But …
Helmut: Just hold back a bit from now on, then nothing's gonna happen.
Heinz: Happen? What should happen?
Helmut: Nothing, that's what I said. You simply apologize to Franklin and that's it.
Heinz: That's all I need.
Helmut: Here I have an invitation. He wants to see you in his office.
Heinz: What, a written invitation? Let me see!
Helmut: Even with an original stamp from Homeland Security. Cool, isn't it?
Heinz: "...to an informal exchange of ideas ..."
Helmut: You better go there.
Heinz: That's today!
Helmut: In three hours, we still have time.
Heinz: But... Today is Fiona's and my anniversary. We wanted to...
Helmut: Yes, but life will punish the late bird and take it on a ride.
Heinz: Wait a minute, that's in the Frankfurt Airport!
Helmut: Amazing, isn't it? I told you, it's all official.
Heinz: Hey, the guy is staying here and I have to go all the way to the airport to talk to him?
Helmut: He wants to invite you in return, after we've been so hospitable.
Heinz: Hey, it's my weekend and Fiona is going to make a big fuss if...
Helmut: As I said, I really think you should go there.
Heinz: What kind of look is this now?
Helmut: A meaningful one, Heinz, a mea-ning-ful one. So?
Heinz: Stop patting me on the back.
Helmut: I'm going with you. Nobody wants this Peterman thing to make waves.
Heinz: I thought Franklin wasn't interested in regional affairs.
Helmut: Exactly!
Heinz: Well, I could bring my laptop along, in case he needs more information.
Helmut: Not necessary. Franklin has essentially copied all the hard drives from the neighborhood.
Heinz: That was supposed to be a joke.
Helmut: Oh, that's fine. Franklin has a sense of humor. Now don't look like that!
Heinz: This is really bitter.
Helmut: Let me put it this way: When life lays a bitter lemon in your wound, you better don't sprinkle salt on it.

L'Invitation
Les Gars 32, 2013

Helmut : Wow, Franklin nous a apporté des petits pains frais avant de partir. Mmh, des spitzweck chauds !
Heinz : Helmut, il faut qu'on parle.
Helmut : Parler, ouais, super. D'abord le beurre, mmh...
Heinz : Je sais par la direction de la propriété que divers ordinateurs de l'immeuble sont probablement piratés de chez nous. Même la police en a été informée.
Helmut : Où est donc la confiture de griottes ? L'as-tu terminée ?
Heinz : Depuis une semaine. Donc exactement depuis que Franklin a emménagé ici.
Helmut : Quelque chose d'autre ?
Heinz : Oui, tu connais une école primaire Gleisberg ?
Helmut : Comment le sais-tu ? Euh, quoi ? Je...
Heinz : Ils ont appelé ici. Quelqu'un a distribué des brochures publicitaires de l'armée allemande là-bas ces derniers temps.
Helmut : Vraiment ?
Heinz : Helmut !
Helmut : Mec, c'est une coopération entre les forces armées et la Bundeswehr. Il ne faut pas se mêler de ça.
Heinz : Apparemment, tu t'en es mêlé, pourtant, et tu as distribué des brochures aux enfants de l'école primaire.
Helmut : Eh bien, tu sais, la nouvelle génération...
Heinz : Helmut, ça va clairement trop loin.
Helmut : Si tu étais un homme de contact, tu verrais les choses différemment.
Heinz : Franklin déménage, et il déménage tout de suite.
Helmut : Eh bien, celui qui jette la première pierre alors qu'il est lui-même dans l'hôpital ferait mieux de se ne moque pas de la Charité, sinon il tombera lui-même dans la fosse ! S'il creuse...
Heinz : Arrête de dire des bêtises.
Helmut : Ah oui ? Et qu'en est-il de Monsieur Petermann et de sa généreuse donation à l'association Naturbund, où tu travailles par hasard ? Et tes petits faveurs ?
Heinz : Comment connais-tu Petermann ?
Helmut : Eh bien, quelqu'un a dû écrire un e-mail imprudent...
Heinz : Tu as piraté mon portable !
Helmut : Piraté, ne sois pas ridicule. Tu n'as même pas de mot de passe. Heureusement, j'ai fait un contrôle de sécurité et je l'ai découvert.
Heinz : Alors ça...
Helmut : Petermann vous a graissé la patte !
Heinz : C'est n'importe quoi ! Hé, tu t'es introduit dans mon ordinateur !
Helmut : Ne change pas de sujet. Si tu as des squelettes dans le buisson, tu ne devrais pas tourner autour du pot.
Helmut : Ne te distrais pas. Celui qui traîne des casseroles ne devrait pas tourner autour du pot, quand il est dans le pétrin.
Heinz : OK, écoute. La situation est un peu plus complexe que cela. Le fait que nous portions plainte contre cette entreprise n'a rien à voir avec Petermann.
Helmut : Oui, tu pourras dire ça au juge.
Heinz : Allez, arrête tes bêtises. Dis-moi, Franklin n'a pas remarqué cela, n'est-ce pas ?
Helmut : Il ne s'intéresse pas beaucoup aux affaires régionales.
Heinz : Je vois. C'est déjà ça.
Helmut : Par contre, il n'a pas particulièrement apprécié les remarques anti-américaines de ton courrier à Fiona le 5 octobre.
Heinz : Quoi ?
Helmut : Ne t'en fais pas. Tu as dit toi-même à plusieurs reprises que tu ne voulais jamais voyager aux États-Unis.
Heinz : Mais...
Helmut : Retiens-toi un peu à partir de maintenant, et rien n'arrivera.
Heinz : Arrivera ? Mais qu'est-ce qui peut arriver ?
Helmut : Rien, c'est ce que j'ai dit. Tu t'excuses simplement auprès de Franklin et c'est tout.
Heinz : Il ne manquait plus que ça.
Helmut : J'ai une invitation ici. Il veut te voir dans son bureau.
Heinz : Quoi, une invitation écrite ? Fais-moi voir !
Helmut : Même avec le tampon original de la sécurité intérieure. Cool, non ?
Heinz : "...à un échange informel d'idées..."
Helmut : Tu ferais mieux d'y aller.
Heinz : Mais c'est aujourd'hui !
Helmut : Dans trois heures, on a encore le temps.
Heinz : Mais... Aujourd'hui, c'est l'anniversaire de Fiona et de moi. Nous voulions...
Helmut : Oui, mais celui qui arrive trop tard, la vie lui mange la laine sur le dos.
Heinz : Attends, c'est à l'aéroport de Francfort !
Helmut : Incroyable, n'est-ce pas ? Je te l'ai dit, c'est tout à fait officiel.
Heinz : Yo, le mec habite ici et maintenant je dois sortir jusqu'à l'aéroport pour lui parler ?
Helmut : Il veut t'inviter en retour, après que nous ayons été si hospitaliers.
Heinz : Hé, c'est mon week-end et Fiona va faire toute une histoire si...
Helmut : Comme je l'ai dit, je pense vraiment que tu devrais y aller.
Heinz : C'est quoi ce regard là ?
Helmut : Un regard significatif, Heinz, sig-ni-fi-ca-tif. Alors ?
Heinz : Arrête de me taper sur l'épaule.
Helmut : Je t'accompagne. Personne ne veut que cette histoire de Petermann fasse des vagues.
Heinz : Je croyais que Franklin ne s'intéressait pas aux affaires régionales.
Helmut : Justement !
Heinz : Je pourrais apporter mon portable, au cas où il aurait besoin de plus d'informations.
Helmut : Pas besoin. Franklin a essentiellement copié tous les disques durs du quartier.
Heinz : C'était censé être une blague.
Helmut : Ah bon, ça va. Franklin a le sens de l'humour. Ne fais pas cette tête maintenant !
Heinz : C'est vraiment amer.
Helmut : Laisse-moi te dire ceci : quand la vie te met un citron amer dans la plaie, il vaut mieux ne pas mettre de sel dessus.

L'Invito
I Ragazzi 32, 2013

Helmut: Wow, Franklin ci ha portato dei panini freschi prima di andarsene. Mmh, spitzweck caldi!
Heinz: Helmut, dobbiamo parlare.
Helmut: Parlare, sì, fantastico. Prima il burro, mmh...
Heinz: So dalla direzione della proprietà che diversi computer dell'edificio sono probabilmente intercettati dal nostro appartamento. Anche la polizia è stata informata.
Helmut: Dov'è la marmellata di amarene? L'hai finita?
Heinz: Da una settimana. Cioè da quando Franklin si è trasferito qui.
Helmut: C'è altro?
Heinz: Sì, conosci una scuola elementare di Gleisberg?
Helmut: Come fai a saperlo? Ehm... cosa? Io...
Heinz: Hanno chiamato qui. Qualcuno ha distribuito volantini pubblicitari dell'esercito tedesco lì di recente.
Helmut: Davvero?
Heinz: Helmut!
Helmut: Amico, questa è una collaborazione tra le forze armate e la Bundeswehr. Non dovrebbe interferire con questo.
Heinz: A quanto pare, però, hai interferito e hai distribuito opuscoli ai bambini delle scuole elementari.
Helmut: Beh, sai, la nuova generazione...
Heinz: Helmut, questo è chiaramente esagerato.
Helmut: Se tu fossi una persona di contatto, vedresti le cose in modo diverso.
Heinz: Franklin si sta muovendo, e si sta muovendo immediatamente.
Helmut: Beh, chi scaglia il primo tegolo di vetro farebbe meglio a fare attenzione, o cadrà lui stesso nella fossa! Se scava...
Heinz: Smettila di dire sciocchezze.
Helmut: Ah sì? E che dire del signor Petermann e della sua generosa donazione all'associazione Naturbund, dove si dà il caso che tu lavori? E i suoi piccoli favori?
Heinz: Come fai a conoscere Petermann?
Helmut: Beh, qualcuno deve aver scritto un'email sbadata...
Heinz: Hai violato il mio portatile!
Helmut: Violato, non essere ridicolo. Non hai nemmeno una password. Per fortuna ho fatto un controllo di sicurezza e l'ho scoperto.
Heinz: Quindi questo...
Helmut: Petermann ti ha corrotto!
Heinz: Che assurdità! Ehi, sei entrato nel mio computer!
Helmut: Non cambiare argomento. Se hai degli scheletri nell'armadio, non dovresti menare il can per l'aia.
Heinz: Ok, ascolta. La situazione è un po' più complessa di così. Il fatto che stiamo intraprendendo un'azione legale contro questa azienda non ha nulla a che fare con Petermann.
Helmut: Sì, puoi dirlo al giudice.
Heinz: Dai, basta con le sciocchezze. Dimmi, Franklin non se n'è accorto, vero?
Helmut: Non è molto interessato agli affari regionali.
Heinz: Vedo. Questo è già qualcosa.
Helmut: Tuttavia, non gli sono piaciuti particolarmente i commenti antiamericani contenuti nella tua lettera a Fiona del 5 ottobre.
Heinz: Cosa?
Helmut: Non preoccuparti. Tu stesso hai detto più volte che non vuoi mai recarti negli Stati Uniti.
Heinz: Ma...
Helmut: D'ora in poi, trattieniti un po' e non succederà nulla.
Heinz: Succederà? Cosa dovrebbe succedere?
Helmut: Niente, è quello che ho detto. Devi solo scusarti con Franklin e basta.
Heinz: Non ci mancava che questo!
Helmut: Ecco un invito. Vuole vederti nel suo ufficio.
Heinz: Cosa, un invito scritto? Fammi vedere!
Helmut: C'è persino il timbro originale della Sicurezza Nazionale. Bello, vero?
Heinz: "...a uno scambio informale di idee...".
Helmut: È meglio che tu vada.
Heinz: Ma è oggi!
Helmut: Tra tre ore, abbiamo ancora tempo.
Heinz: Ma... Oggi è il anniversario di Fiona e mio. Volevamo...
Helmut: Sì, sì, ma se sei in ritardo, la vita ti farà la pelle.
Heinz: Aspetta, è all'aeroporto di Francoforte!
Helmut: Incredibile, vero? Te l'ho detto, è tutto ufficiale.
Heinz: Ehi, il tizio sta qui e io devo andare fino all'aeroporto per parlargli?
Helmut: Vuole invitare anche te, dopo che siamo stati così ospitali.
Heinz: Ehi, è il mio weekend e Fiona farà storie se...
Helmut: Come ho detto, credo proprio che dovresti andarci.
Heinz: Che tipo di sguardo è questo?
Helmut: Uno significativo, Heinz, uno sig-ni-fi-ca-ti-vo. Allora?
Heinz: Smettila di darmi pacche sulle spalle.
Helmut: Vengo con te. Nessuno vuole che questa storia di Petermann faccia scalpore.
Heinz: Pensavo che Franklin non fosse interessato agli affari regionali.
Helmut: Esattamente!
Heinz: Beh, potrei portare con me il mio portatile, nel caso avesse bisogno di ulteriori informazioni.
Helmut: Non è necessario. Franklin ha essenzialmente copiato tutti gli hard disk del quartiere.
Heinz: Era solo una battuta.
Helmut: Oh, non c'è problema. Franklin ha il senso dell'umorismo. Non fare quella faccia adesso!
Heinz: È davvero amaro.
Helmut: Mettiamola così: Quando la vita ti mette un limone amaro nella ferita, è meglio non cospargerlo di sale.

(Deutsch) Es tut Helmut leid, dass Heinz seinen Jahrestag mit Fiona wegen des unerwarteten Gesprächs in Frankfurt verpasst hat. Mit einem teuren Geschenk für sie will er ihm Mut machen, was auch beinahe gelingt.

(English) Helmut is sorry that Heinz missed his anniversary with Fiona because of the unexpected conversation in Frankfurt. He tries to encourage him by giving him an expensive present for her, which almost succeeds.

(Français) Helmut est désolé que Heinz ait manqué son anniversaire avec Fiona à cause de la conversation inattendue à Francfort. Il essaie de lui donner du courage en lui offrant un cadeau coûteux pour elle, ce qui réussit presque.

(Italiano) Helmut è dispiaciuto che Heinz abbia perso il suo anniversario con Fiona a causa di quella conversazione inaspettata a Francoforte. Vuole incoraggiarlo dandogli un regalo costoso per lei, cosa che quasi gli riesce.

In der S-Bahn
Jungs 33, 21.10.2023

Heinz: Lass doch mal sehen, das Bein.
Helmut: Ich zieh doch hier nicht die Hose aus. Ah, tut das weh.
Heinz: Da muss ein Defekt in der Tür sein, normalerweise passiert so was nicht.
Helmut: Blöder Mist!
Heinz: Zwölf Sekunden hat dein Bein in der Tür gesteckt, ich hab' mitgezählt.
Helmut: Wie aufmerksam von dir, danke.
Heinz: Du sitzt übrigens auf einem Milchshake.
Helmut: Igitt. Oh Mann, womit habe ich das verdient!
Heinz: Das Treffen mit Franklin war ja ziemlich gruselig.
Helmut: Du musst aber auch immer meckern. Ist nicht alles super gelaufen?
Heinz: Er hat aus privaten Emails vorgelesen, die ihn überhaupt nichts angehen.
Helmut: Jetzt hör aber auf! Mann, du hast eine Art Absolution bekommen. Bloß die Warterei war nervig, bis er endlich da war.
Heinz: Ey, jetzt schmier dir den Milchshake nicht an die Jacke! Hier, nimm das Taschentuch.
Helmut: Und das mit den Computern und Telefonen im Haus: Ein Anruf und die Sache war erledigt.
Heinz: Franklin hat die doch selber angezapft. Moment mal, die Telefone auch?
Helmut: Natürlich. Hallo?
Heinz: Die beste Nachricht ist, dass er eine eigene Wohnung gefunden hat.
Helmut: Ehrlich gesagt hatte er die die ganze Zeit schon.
Heinz: Was?
Helmut: Under-Cover-Agenten arbeiten nun mal so. Tarnung und alles.
Heinz: Unglaublich. Und dass er dieses riesige Büro mitten im Flughafen hat!
Helmut: Ja, und die vier bewaffneten Security-Leute, die uns die ganze Zeit begleitet haben.
Heinz: The show must go on. So lächerlich.
Helmut: Komm, Klappern gehört zur Mühle am Bach. Lass mal die Kuh im Dorf.
Heinz: Oh, eine Textnachricht von Fiona: „Danke für den tollen Jahrestag.“
Helmut: Ich schätze, das ist ironisch gemeint.
Heinz: Ach, schätzt du das?
Helmut: Ja, weil du ja gar nicht da warst. Wahrscheinlich ist es eine Anspielung darauf, dass du ...
Heinz: Halt endlich die Klappe! Das könnte das Ende unserer Beziehung sein.
Helmut: Ach was, Quatsch!
Heinz: Du hast ja keine Ahnung! Und ich habe es ihr auf die Schnelle nicht mal vernünftig erklären können.
Helmut: Ich habe einen raffinierten Plan!
Heinz: Selbstmord?
Helmut: Nein, im Ernst, ich helf dir da raus. Es regen sich Schuldgefühle in mir.
Heinz: Das ist seit dieser Sache mit …
Helmut: Was auch immer. Pass auf, wir fahren jetzt sofort zu Fiona und überraschen sie.
Heinz: Die hatte heute genug Überraschung, glaub mir.
Helmut: Aber nein, sieh doch mal hier.
Heinz: Ein Halsband?
Helmut: Aus Silber, mit einem kleinen Diamanten.
Heinz: Wo kommt das denn her? Du verwirrst mich.
Helmut: Ich habe Franklin von deiner kleinen Panne erzählt, als du auf dem Klo warst.
Heinz: In Begleitung dieses Hünen mit dem Ringelkabel im Ohr.
Helmut: Jedenfalls war er ziemlich beeindruckt davon, dass du den Termin nicht verlegen wolltest.
Heinz: Ich hätte ihn verlegen können? Wieso, du hattest doch gesagt …
Helmut: Schwamm drüber. Franklin hat dann seinen Safe aufgemacht und voilá Papa!
Heinz: Hm, also das ist bestimmt nett gemeint, aber …
Helmut: Geschenk des Hauses.
Heinz: Fiona ist eigentlich nicht so eine Klischeefrau mit Schmuck und Schminke, weißt du doch.
Helmut: Ist 3700 Euro wert, hat er gesagt.
Heinz: Drei … wow. Woher …?
Helmut: Wen interessiert's? Ich hab' doch gesagt, dass der Typ schwer in Ordnung ist.
Heinz: Naja, also …
Helmut: Hey, kuck mal, wer da gerade eingestiegen ist!
Heinz: Die Gruftie-Tante mit der Sprühdose?
Helmut: Die hat was. Schwarze Witwe. Übrigens hat Franklin gesagt, dass du noch eine Gravur dazubekommst.
Heinz: Fiona wird Verdacht schöpfen, wenn ich das nachträglich mache.
Helmut: Ganz im Gegenteil. Du wolltest es doch nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden etc.
Heinz: Hey, das ist nicht schlecht. Hm, eine schöne Gravur für die Ewigkeit.
Helmut: Ja, und dazu die perfekte Ausrede.
Heinz: Welche?
Helmut: Na, dass du einen Oligarchen überfallen hast.
Heinz: Hä?
Helmut: Mann, dass du das Geschenk besorgt hast, natürlich, und du warten musstet.
Heinz: Ach ja, klar. Mensch, dann verzeiht sie mir vielleicht wirklich.
Helmut: Hundert Pro!
Heinz: Obwohl sie groß gekocht und ein paar Freunde von auswärts eingeladen hatte.
Helmut: Sie hat …? Nun, wir werden das alles klären. Noch drei Stationen, dann sind wir bei ihr.
Heinz: Also, da fällt mir schon ein Stein vom Herzen, das kann ich dir sagen.
Helmut: Ich muss nur grad noch mal …
Heinz: Wenn ich mir vorstelle, sie zu verlieren …
Helmut: Ja ja.
Heinz: Wo humpelst du denn hin? … Jetzt quatscht er das Gruftie-Mädel an. Was sprüht die denn da? Helmut!
Helmut: Komme gleich!
Heinz: Seufz, OK, tief durchatmen. Alles wird wieder gut. Durchs Fenster schauen: Aha, drittletzte Station. Ein geschlossener Kiosk, paar Leute auf dem Bahnsteig, Helmut und die schwarze Witwe …
Stimme: Türen schließen!
Heinz: Türen … Helmut? Was machst du da draußen? Was …? Nein nein nein nein! Mann, du hast noch das Halsband!

On the Train
The Boys 33, 2023

Heinz: Let me see your leg.
Helmut: I'm not taking off my pants in here. Ah, it hurts.
Heinz: There must be a defect in the door, normally this doesn't happen.
Helmut: Stupid crap!
Heinz: Your leg was in the door for twelve seconds, I was counting.
Helmut: How attentive of you, thank you.
Heinz: You're sitting on a milkshake, by the way.
Helmut: Yuck. Oh man, what did I do to deserve this!
Heinz: The meeting with Franklin was pretty creepy, wasn't it?
Helmut: You always have to complain. Didn't everything go great?
Heinz: He read from private emails, which are none of his business.
Helmut: Give me a break! Man, you received some kind of absolution. Only the waiting was annoying until he finally arrived.
Heinz: Hey, don't smear the milkshake on your jacket! Here, take the handkerchief.
Helmut: And the thing about the computers and phones in the house: One phone call and the matter was settled.
Heinz: Franklin tapped them himself. Wait a minute, the phones too?
Helmut: Of course. Hello?
Heinz: The best news is that he found his own apartment.
Helmut: As a matter of fact, he had it all along.
Heinz: What?
Helmut: That's how undercover agents work. Camouflage and everything.
Heinz: Unbelievable. And then he has this huge office in the middle of the airport!
Helmut: Yes, and the four armed security people who were with us the whole time.
Heinz: The show must go on. So ridiculous.
Helmut: Come on, you gotta shake a tail feather sometimes. It's part of the parcel.
Heinz: Oh, a text message from Fiona: "Thanks for the great anniversary."
Helmut: I guess this is meant ironically.
Heinz: Oh, you guess that, don't you?
Helmut: Yes, because you weren't there at all. It's probably an allusion to the fact that you...
Heinz: Will you shut up! This could be the end of our relationship.
Helmut: Nonsense!
Heinz: You have no idea! And I couldn't even explain it to her in a reasonable way.
Helmut: I have a cunning plan!
Heinz: Suicide?
Helmut: No, seriously, I'll help you out of this. There are feelings of guilt stirring inside me.
Heinz: Ever since that thing with...
Helmut: Whatever. Listen, we're going to Fiona's right now and surprise her.
Heinz: She had enough surprise today, believe me.
Helmut: But no, look here.
Heinz: A necklace?
Helmut: Silver, with a little diamond.
Heinz: Where did that come from? You're confusing me.
Helmut: I told Franklin about your little mishap when you were in the restroom.
Heinz: Accompanied by this big guy with the curly wire in his ear.
Helmut: Anyway, he was pretty impressed that you didn't want to reschedule.
Heinz: I could have rescheduled it? Why, you had said...
Helmut: Bygones. Franklin then opened his safe and voilá papa!
Heinz: Well, this is really sweet, but...
Helmut: Gift of the house.
Heinz: Fiona is actually not such a cliché woman with jewelry and make-up, you know that.
Helmut: It's worth 3700 euros, he said.
Heinz: Three... wow. Where did he...?
Helmut: Who cares? I told you the guy is cool.
Heinz: Well, I mean...
Helmut: Hey, look who just walked in!
Heinz: The goth gal with the spray can?
Helmut: She's got something. Black widow. By the way, Franklin said you'd also get an engraving on it.
Heinz: Fiona will get suspicious if I do that afterwards.
Helmut: On the contrary. You didn't want to decide it over her head, etc.
Heinz: Hey, that's not bad. Hm, a nice engraving for eternity.
Helmut: Yes, and the perfect excuse to go with it.
Heinz: Which one?
Helmut: Well, that you robbed an oligarch.
Heinz: Huh?
Helmut: Man, that you got the gift, of course, and you had to wait.
Heinz: Oh yeah, sure. Man, then maybe she really forgives me.
Helmut: One hundred percent!
Heinz: Even though she had made a huge dinner and invited a couple of friends from out of town.
Helmut: She did...? Well, we'll sort all that out. Three more stops and we'll be at her place.
Heinz: Well, that's a load off my mind, I can tell you.
Helmut: I just have to...
Heinz: If I imagine losing her...
Helmut: Yes, yes.
Heinz: Where are you limping to?... Now he's chatting up the goth gal. What's that she's spraying? Helmut!
Helmut: Coming!
Heinz: Sigh, OK, take a deep breath. Everything is going to be alright. A look through the window: Ah, third to last stop. A closed kiosk, some people on the platform, Helmut and the black widow...
Voice: Doors are closing!
Heinz: Doors... Helmut? What are you doing out there? What...? No no no no! Man, you still have the necklace!

Dans le Train
Les Gars 33, 2023

Heinz : Fais-moi voir ta jambe.
Helmut : Je ne vais pas enlever mon pantalon ici. Ah, ça fait mal.
Heinz : Il doit y avoir un défaut dans la porte, normalement ça n'arrive pas.
Helmut : Putain !
Heinz : Ta jambe est restée douze secondes dans la porte, j'ai compté.
Helmut : Quelle attention de ta part, merci.
Heinz : Au fait, tu es assis sur un milk-shake.
Helmut : Beurk. Oh mec, qu'est-ce que j'ai fait pour mériter ça !
Heinz : La rencontre avec Franklin était plutôt flippante.
Helmut : Tu dois toujours te plaindre. Tout ne s'est pas bien passé ?
Heinz : Il a lu des e-mails privés qui ne le concernent pas du tout.
Helmut : Arrête un peu ! Mec, tu as reçu une sorte d'absolution. Seule l'attente était ennuyeuse jusqu'à ce qu'il arrive enfin.
Heinz : Hé, ne tache pas ton blouson avec le milk-shake ! Tiens, prends le mouchoir.
Helmut : Et l'histoire des ordinateurs et des téléphones dans la maison : Un coup de fil et l'affaire était réglée.
Heinz : Mais c'est Franklin qui les a captés lui-même. Attends, les téléphones aussi ?
Helmut : Bien sûr. Bonjour !
Heinz : La meilleure nouvelle, c'est qu'il a trouvé son propre appartement.
Helmut : En fait, il l'avait depuis le début.
Heinz : Quoi ?
Helmut : Les agents secrets travaillent comme ça. Camouflage et tout le reste.
Heinz : Incroyable. Et qu'il ait cet énorme bureau au milieu de l'aéroport !
Helmut : Oui, et les quatre agents de sécurité armés qui nous ont accompagnés tout le temps.
Heinz : The show must go on. C'est tellement ridicule.
Helmut : Allez, il faut bien secouer la plume de la queue parfois. Cela fait partie du lot.
Helmut : Le métier ne va pas sans réclame. Faut pas pousser les vaches bien gardées dans les orties !
Heinz : Oh, un texto de Fiona : "Merci pour ce super anniversaire".
Helmut : Je suppose que c'est ironique.
Heinz : Vraiment, tu supposes ?
Helmut : Oui, parce que tu n'étais pas là. C'est probablement une allusion au fait que tu...
Heinz : Tais-toi donc ! Cela pourrait être la fin de notre relation.
Helmut : Mais non, c'est des conneries !
Heinz : Tu n'as pas idée ! Et je n'ai même pas réussi à lui expliquer raisonnablement en si peu de temps.
Helmut : J'ai un plan astucieux !
Heinz : Le suicide ?
Helmut : Non, sérieusement, je vais t'aider à t'en sortir. Il y a des sentiments de culpabilité qui s'agitent en moi.
Heinz : C'est depuis cette histoire avec...
Helmut : Peu importe. Écoute, nous allons tout de suite chez Fiona pour lui faire une surprise.
Heinz : Elle a eu assez de surprises aujourd'hui, crois-moi.
Helmut : Mais non, regarde !
Heinz : Un collier ?
Helmut : En argent, avec un petit diamant.
Heinz : D'où cela vient-il ? Tu m'embrouilles.
Helmut : j'ai raconté à Franklin ta petite mésaventure quand tu étais aux toilettes.
Heinz : Accompagné de ce géant avec un fil frisé dans l'oreille.
Helmut : En tout cas, il a été assez impressionné par le fait que tu ne veuilles pas reporter le rendez-vous.
Heinz : J'aurais pu le reporter ? Pourquoi, tu avais dit...
Helmut : C'est du passé. Franklin a alors ouvert son coffre-fort et voilá papa !
Heinz : Eh bien, alors c'est sûrement gentil, mais...
Helmut : Cadeau de la maison.
Heinz : Fiona n'est pas vraiment une femme cliché avec des bijoux et du maquillage, tu le sais.
Helmut : Vaut 3700 euros, il a dit.
Heinz : Trois... wow. D'où... ?
Helmut : On s'en fout. Je t'ai dit que ce type était cool.
Heinz : Eh bien, alors...
Helmut : Hé, regarde qui vient de monter !
Heinz : La fille gothique avec la bombe de peinture ?
Helmut : Elle est extra. La veuve noire. D'ailleurs, Franklin a dit que tu aurais aussi une gravure dessus.
Heinz : Fiona va avoir des soupçons si je fais ça après coup.
Helmut : Au contraire. Tu ne voulais pas le décider au-dessus de sa tête, etc.
Heinz : Hé, c'est pas mal. Hum, une belle gravure pour l'éternité.
Helmut : Oui, et l'excuse parfaite pour aller avec.
Heinz : Laquelle ?
Helmut : Eh bien, que tu as agressé un oligarque.
Heinz : Hein ?
Helmut : Mec, que tu as procuré le cadeau, bien sûr, et que tu as dû attendre.
Heinz : Ah oui, bien sûr. Alors, peut-être qu'elle me pardonnera vraiment.
Helmut : Cent pour cent !
Heinz : Même si elle avait préparé un énorme dîner et et invité quelques amis de l'extérieur.
Helmut : Elle a... ? Eh bien, nous allons régler tout cela. Encore trois arrêts et nous serons chez elle.
Heinz : Je peux te dire que ça me soulage le cœur.
Helmut : Je vais juste...
Heinz : Si je m'imagine la perdre...
Helmut : Oui, oui.
Heinz : Où est-ce que tu boites ? ...Alors, maintenant il discute avec la fille gothique. Qu'est-ce qu'elle tague ? Helmut !
Helmut : J'arrive tout de suite !
Heinz : Soupir, OK, respire profondément. Tout ira bien. Regarder par la fenêtre : Ah, troisième et dernière station. Un kiosque fermé, quelques personnes sur le quai, Helmut et la veuve noire...
Voix : Les portes se ferment !
Heinz : Les portes... Helmut ? Qu'est-ce que tu fais là ? Quoi... ? Non non non non ! Mec, tu as encore le collier !

In Treno
I Ragazzi 33, 2023

Heinz: Fammi vedere la gamba.
Helmut: Non ho intenzione di togliermi i pantaloni qui. Ah, fa male.
Heinz: Deve esserci un difetto nella porta, di solito questo non succede.
Helmut: Dannazione!
Heinz: La tua gamba è rimasta incastrata nella porta per dodici secondi, stavo contando.
Helmut: Che pensiero gentile, grazie.
Heinz: A proposito, sei seduto su un frullato.
Helmut: Che schifo. Oh cavolo, cosa ho fatto per meritarmi questo!
Heinz: L'incontro con Franklin è stato piuttosto spaventoso.
Helmut: Ma devi sempre lamentarti. Non è andato tutto alla grande?
Heinz: Ha letto delle e-mail private che non lo riguardano affatto.
Helmut: Ma fammi il piacere! Amico, hai ottenuto una sorta di assoluzione. Solo l'attesa è stata fastidiosa finché non è arrivato.
Heinz: Ehi, non sporcare la giacca con il frullato! Ecco, prendi il fazzoletto.
Helmut: E la storia dei computer e dei telefoni in casa: bastava una telefonata e la questione era risolta.
Heinz: Ma Franklin si è inserito personalmente. Aspetta un attimo, anche nei telefoni?
Helmut: Certo. Cosa pensavi?
Heinz: La notizia migliore è che ha trovato un appartamento tutto suo.
Helmut: A dire il vero, l'ha sempre avuto.
Heinz: Cosa?
Helmut: È così che lavorano gli agenti segreti. Si mimetizzano e tutto il resto.
Heinz: Incredibile. E che avesse un ufficio enorme nel bel mezzo dell'aeroporto!
Helmut: Sì, e le quattro guardie di sicurezza armate che ci hanno accompagnato per tutto il tempo.
Heinz: The show must go on. È così ridicolo.
Helmut: Dai, chi fa da sé, fa per tutti il tè. Fa parte del tesoro.
Heinz: Oh, un messaggio di Fiona: "Grazie per il fantastico anniversario."
Helmut: Immagino sia ironico.
Heinz: Oh, immagina questo, vero?
Helmut: Sì, perché tu non c'eri affatto. Probabilmente è un riferimento al fatto che tu...
Heinz: Vuoi stare zitto? Potrebbe essere la fine della nostra relazione.
Helmut: Oh no, sciocchezze!
Heinz: Non hai idea! E non riuscirei nemmeno a spiegarglielo bene, nella fretta.
Helmut: Ho un piano astuto!
Heinz: Suicidio?
Helmut: No, davvero, ti aiuterò ad uscirne. Ho dei sensi di colpa che si agitano dentro di me.
Heinz: È perché questa cosa con...
Helmut: Non importa. Ascolta, andiamo subito da Fiona e le facciamo una sorpresa.
Heinz: Ha già avuto abbastanza sorprese oggi, credimi.
Helmut: Ma no, guarda qui.
Heinz: Una collana?
Helmut: D'argento, con un piccolo diamante.
Heinz: Da dove viene? Mi stai confondendo.
Helmut: Ho raccontato a Franklin della tua piccola disavventura quando eri in bagno.
Heinz: Accompagnato da questo gigante con un filo riccio nell'orecchio.
Helmut: Comunque, è rimasto piuttosto colpito dal fatto che tu non abbia voluto rimandare l'incontro.
Heinz: Avrei potuto rimandarlo? Perché, hai detto...
Helmut: Acqua passata. Franklin ha aperto la sua cassaforte e voilà papa!
Heinz: Hm, sono sicuro che le intenzioni sono buone, ma...
Helmut: Regalo della casa.
Heinz: Fiona non è esattamente una donna da cliché con gioielli e trucco, lo sai.
Helmut: Ha detto che vale 3700 euro.
Heinz: Tre... wow. Dove ha...?
Helmut: Chi se ne frega? Te l'ho detto che è un tipo in gamba.
Heinz: Beh, allora...
Helmut: Ehi, guarda chi è appena salita!
Heinz: La ragazza dark con la bomboletta spray?
Helmut: È interessante. Vedova Nera. A proposito, Franklin ha detto che ti avrebbe fatto anche un'incisione.
Heinz: Fiona si insospettirà se lo faccio dopo.
Helmut: Al contrario. Non volevi decidere sopra la sua testa e così via.
Heinz: Ehi, non è male. Una bella incisione per l'eternità.
Helmut: Sì, e la scusa perfetta per accompagnarla.
Heinz: Quale?
Helmut: Beh, che hai derubato un oligarca.
Heinz: Cosa?
Helmut: Amico, che hai ricevuto il regalo, ovviamente, e che hai dovuto aspettare.
Heinz: Oh sì, certo. Quindi forse mi perdonerà davvero.
Helmut: Al cento per cento!
Heinz: Anche se aveva preparato una cena enorme e invitato alcuni amici da fuori città.
Helmut: Aveva ... ? Beh, risolveremo tutto questo. Altre tre fermate e saremo a casa sua.
Heinz: Beh, mi sono tolto un peso dalla testa, te lo assicuro.
Helmut: Devo solo...
Heinz: Quando immagino di perderla...
Helmut: Sì, sì.
Heinz: Dove stai zoppicando? ... Ora sta chiacchierando con la ragazza dark. Cos'è che sta spruzzando? Helmut!
Helmut: Arrivo subito!
Heinz: OK, fai un respiro profondo. Andrà tutto bene. Uno sguardo attraverso il finestrino: Ah, terzultima fermata. Un chiosco chiuso, alcune persone sulla piattaforma, Helmut e la vedova nera...
Voce: Le porte si chiudono!
Heinz: Le porte... Helmut? Cosa stai facendo là fuori? Ma... No, no, no, no! Amico, hai ancora la collana!

(Deutsch) Als Fanni ihre Freundin und Arbeitskollegin Fiona von einer Polizeiwache aus anruft, um sie zu bitten, ihre Katzen zu füttern, macht Fiona sich Sorgen. Nachdem sie dann Fannis Geschichte gehört hat, erfährt sie nicht nur, dass ihre Sorge unbegründet ist ...

(English) When Fanni calls her friend and work colleague Fiona from a police station to ask her to feed her cats, Fiona is worried. After hearing Fanni's story, she not only learns that her worries are unfounded ...

(Français) Lorsque Fanni appelle son amie et collègue de travail Fiona depuis un poste de police pour lui demander de nourrir ses chats, Fiona s'inquiète. Après avoir entendu l'histoire de Fanni, elle apprend non seulement que son inquiétude n'est pas fondée ...

(Italiano) Quando Fanni chiama la sua amica e collega di lavoro Fiona da una stazione di polizia per chiederle di dare da mangiare ai suoi gatti, Fiona si preoccupa. Dopo aver ascoltato la storia di Fanni, scopre non solo che le sue preoccupazioni sono infondate...

Die Mädels (3):
Anruf aus dem Knast

22.10.2023

Fiona: Hallo?
Fanni: Hi Fio, ich bin's.
Fiona: So spät noch? Ey, wo warst du vorhin? Wir wollten doch nach der Präsentation noch was machen.
Fanni: Ist was dazwischengekommen. Könntest du bitte meine Katzen füttern?
Fiona: Wow, bist du entführt worden? Brauchst du Lösegeld?
Fanni: Nein, ich bin nicht … Du hast doch meinen Wohnungsschlüssel.
Fiona: Ja klar. Aber …
Fanni: Das Futter steht unter der Spüle, für jeden eine Dose. Und tausch bitte auch das Wasser aus.
Fiona: Und wieso kann Prinzessin Fanni das nicht selbst tun?
Fanni: Weil Prinzessin Fanni im Knast ist.
Fiona: Wie bitte??
Fanni: Naja, also nicht direkt. Auf einer Polizeiwache, aber ich soll über Nacht bleiben.
Fiona: Oh Gott! Was ist denn passiert?
Fanni: Lange Geschichte.
Fiona: Dann fang am besten vorne an. Warte mal, darfst du überhaupt so lange telefonieren?
Fanni: Das geht schon. Wo waren wir? Ach so, die Präsentation auf dem Anwesen der Schlauchis heute.
Fiona: Du meinst: der größten Schlauchfabrikanten östlich des Rheins!
Fanni: Ja. „Kommt mal Rauch aus dem Strauch …“
Fiona: „… nimm den Schlauch, das ist Brauch.“
Fanni: „Die andern tun's ja auch.“
Fiona: Ich glaube, das ist der bescheuertste Spruch, mit dem wir je Geld verdient haben.
Fanni: Die wollten was Lustiges. Jedenfalls bin ich raus in den Garten …
Fiona: Das war eher eine Parkanlage. Der künstliche See mit den Wasserspielen, die Themennischen, die Seilbahn, die hängenden Gärten …
Fanni: Genau. Ich hab' mich unter eine Gruppe von Spielleuten begeben, die haben jongliert und auf dem Seil getanzt und alle möglichen Tricks gemacht.
Fiona: Warum hast du nicht Bescheid gesagt?
Fanni: Weil du kürzlich sieben Spaß-Aufforderungen in Folge abgelehnt hast. Wegen der Heinz-Sache.
Fiona: Ich hab' vorhin mit ihm gesprochen, nach vier Tagen Funkstille. Das wird schon wieder. Also die fahrenden Spielleute.
Fanni: Fahren, genau, wir sind dann in einen Club nach Frankfurt gefahren, zur Stripper-Revue.
Fiona: Was? Wer? Wohin? Wie? Was?
Fanni: Mit Hedu und ein paar Mädels. Im Benz.
Fiona: Hedu? Warte mal, ist das nicht die Schlauch-Tochter?
Fanni: Die designierte Alleinerbin des Imperiums. Ihre Brüder hat sie alle umgebracht.
Fiona: Was?
Fanni: Nee Quatsch. Obwohl, zuzutrauen ist es ihr.
Fiona: Wieso, was hat sie denn gemacht?
Fanni: Ich mach nur Witze. Sie ist im Grunde sehr bodenständig. Vegan, hilft Bedürftigen, schreibt Gedichte.
Fiona: Und fährt im fetten Benz durch die Gegend.
Fanni: Normalerweise nimmt sie Nahverkehrsmittel. Da fallen ihr die besten Gedichte ein, sagt sie. Daher auch der Name.
Fiona: Hedu? Ist das ein Künstlername?
Fanni: Ja. Enheduanna, Tochter des Sargon, erste namentlich bekannte Autorin, sagt sie.
Fiona: Fanni, wieso bist du im Knast?
Fanni: Auf der Wache. Nun ja, in der Bar fand eine polizeiliche Kontrolle statt.
Fiona: Jaaaa?
Fanni: Und Hedu steht nicht so auf Polizisten, die böse kucken.
Fiona: Jaaaa?
Fanni: Ja, und dann haben sie uns mitgenommen.
Fiona: Nachdem ihr was gemacht habt? Da fehlt doch was.
Fanni: Sie hat dem Polizisten in den Nacken gebissen.
Fiona: Mit Blut und so?
Fanni: Ziemlich viel, oh ja.
Fiona: Ist ja widerlich! Zumindest bist du nicht alleine im Knast.
Fanni: Doch, äh, Hedu und die anderen Mädels sind schon weg.
Fiona: Wie gemein! Du hattest doch gar nichts gemacht, oder?
Fanni: Nee. Es ist … also Milo, der …
Fiona: Ist das der Gebissene?
Fanni: Sein Kollege. Er hat heute Nachtdienst und es ist sonst nicht viel los und naja …
Fiona: Auf der Polizeiwache?
Fanni: Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch, wie dein Kumpel Helmut zu sagen pflegt.
Fiona: Der ist bestimmt nicht mein Kumpel. Der hätte fast meine Beziehung mit Heinz zerstört.
Fanni: Im Ernst? Erzähl!
Fiona: Ein anderes Mal. Und bist du morgen in der Agentur?
Fanni: Ach so, sag Wolfgang bitte, dass ich gegen Abend reinschaue und ihm von meiner aktuellen Akquise berichte.
Fiona: Akquise, ja, so kann man das auch nennen.
Fanni: Nein, nicht das. Ich spreche von ein paar Aufträgen für die Agentur. Ja, Milo nickt.
Fiona: Der hört zu? Na gut, also bis morgen Abend. Dann erzähl ich dir, wie ich fast ein 3700-Euro-Collier bekommen hätte.
Fanni: So wie das von Hedu? So ein Typ in der S-Bahn hat es ihr geschenkt. Die kannte den gar nicht.
Fiona: Äääh …
Fanni: Milo! Jetzt … OK, ich muss Schluss machen. Vergiss die Katzen nicht!

The Gals (3):
Call from Jail

22.10.2023

Fiona: Hello?
Fanni: Hi Fio, it's me.
Fiona: So late? Hey, where were you earlier? We were supposed to do something together after the presentation.
Fanni: Something came up. Could you please feed my cats?
Fiona: Wow, have you been kidnapped? Do you need a ransom?
Fanni: No, I'm not ... You have my apartment key, right?
Fiona: Yeah, sure. But ...
Fanni: The food is under the sink, one can each. And please change the water, too.
Fiona: And why can't Princess Fanni do that herself?
Fanni: Because Princess Fanni is in jail.
Fiona: Excuse me?
Fanni: Well, not exactly. At a police station, but I'm supposed to stay overnight.
Fiona: Oh God! What happened?
Fanni: Long story.
Fiona: Then it's best to start at the beginning. Wait, are you even allowed to talk on the phone that long?
Fanni: It's okay. Where were we? Right, the presentation at the hose estate today.
Fiona: You mean: the biggest hose manufacturers east of the Rhine!
Fanni: Yes. "Everyone knows that ..."
Fiona: "... we make the hose for ..."
Fanni: "... water that flows."
Fiona: I think that's the stupidest line we've ever made money with.
Fanni: They wanted something funny. Anyway, I went out into the garden ...
Fiona: It was more like a resort. The artificial lake with the water features, the theme pockets, the cable car, the hanging gardens ...
Fanni: Exactly. I went among a group of merrymakers, and they were juggling and dancing on the rope and doing all kinds of tricks.
Fiona: Why didn't you let me know?
Fanni: Remember, you recently turned down seven fun prompts in a row. Because of the Heinz thing.
Fiona: I talked to him earlier, after four days of radio silence. It's gonna be okay. So the traveling minstrels.
Fanni: Traveling, that's right, we went to a club in Frankfurt, to a stripper revue.
Fiona: What? Who? Where? How? What?
Fanni: With Hedu and some gals. In the Benz.
Fiona: Hedu? Wait, isn't that the hose daughter?
Fanni: The designated sole heir to the empire. She killed all her brothers.
Fiona: What?
Fanni: Nah, nonsense. Although, I wouldn't put it past her.
Fiona: Why, what did she do?
Fanni: I'm just kidding. She's basically very down to earth. Vegan, helps the needy, writes poetry.
Fiona: And drives around in a fat Benz.
Fanni: She usually takes public transportation. That's where she comes up with the best poems, she says. Hence the name.
Fiona: Hedu? Is that a pseudonym?
Fanni: Yup. Enheduanna, daughter of Sargon, first author known by name, she says.
Fiona: Fanni, why are you in jail?
Fanni: At the police station. Well, there was a police check in the bar.
Fiona: Yaaa?
Fanni: And Hedu doesn't like cops who look angry.
Fiona: Yeees?
Fanni: Yeah, and then they took us away.
Fiona: After you did what? There's something missing.
Fanni: She bit the policeman in the neck.
Fiona: With blood and stuff?
Fanni: Quite a bit, oh yeah.
Fiona: Abhorrent! At least you're not alone in jail.
Fanni: Actually, uh, Hedu and the other gals have already left.
Fiona: How mean! You hadn't done anything, had you?
Fanni: Nah. It's ... well Milo, he's ...
Fiona: Is that the bitten one?
Fanni: His colleague. He's on night duty and there's not much else going on, and well ...
Fiona: At the police station?
Fanni: Where there's a will, there's a bush, as your buddy Helmut uses to say.
Fiona: He's definitely not my buddy. He almost destroyed my relationship with Heinz.
Fanni: Are you serious? Tell me all about it.
Fiona: Another time. And will you be at the agency tomorrow?
Fanni: Ah, please tell Wolfgang that I'll drop in around evening to tell him about my current acquisition.
Fiona: Acquisition, yes, you can call it that.
Fanni: No, not that. I'm talking about a couple of deals for the agency. Milo is nodding.
Fiona: He's listening? All right, so I'll see you tomorrow night. Then I'll tell you how I almost got a 3700 euro collier.
Fanni: Like the one Hedu got? Some guy on the train gave it to her. She didn't even know him.
Fiona: Erm ...
Fanni: Milo! Now ... OK, I have to go. Don't forget the cats!

Les Filles (3) :
Appel de la prison

22.10.2023

Fiona : Allô ?
Fanni : Salut Fio, c'est moi.
Fiona : Si tard ? Mais où étais-tu tout à l'heure ? Nous devions faire quelque chose après la présentation.
Fanni : J'ai eu un empêchement. Tu pourrais nourrir mes chats, s'il te plaît ?
Fiona : Wow, tu as été kidnappée ? Tu as besoin d'une rançon ?
Fanni : Non, je ne suis pas... Tu as la clé de mon appartement, n'est-ce pas ?
Fiona : Oui, bien sûr. Mais...
Fanni : La nourriture est sous l'évier, une boîte chacun. Et s'il te plaît, change aussi l'eau.
Fiona : Et pourquoi la princesse Fanni ne peut-elle pas le faire elle-même ?
Fanni : Parce que la princesse Fanni est en taule.
Fiona : Pardon ??
Fanni : Enfin, pas tout à fait. Dans un commissariat de police, mais je suis censée y passer la nuit.
Fiona : Oh mon Dieu ! Qu'est-ce qui s'est passé ?
Fanni : C'est une longue histoire.
Fiona : Dans ce cas, il vaut mieux commencer par le début. Attends, tu as le droit de téléphoner aussi longtemps ?
Fanni : Ça va aller. Où en étions-nous ? Ah oui, la présentation à la propriété de la famille des tuyaux aujourd'hui.
Fiona : Tu veux dire : les plus grands fabricants de tuyaux à l'est du Rhin !
Fanni : Oui, "Quand une flamme sort du labo...".
Fiona : "...le tuyau est tellement beau."
Fanni : "Fait aussi un beau cadeau."
Fiona : Je crois que c'est la phrase la plus stupide que nous ayons jamais faite pour gagner de l'argent.
Fanni : Ils voulaient quelque chose de drôle. Quoi qu'il en soit, je suis sortie dans le jardin...
Fiona : C'est plutôt un complexe de parc. Le lac artificiel avec les jeux d'eau, les niches à thème, le téléphérique, les jardins suspendus...
Fanni : Exactement. Je me suis retrouvée parmi un groupe de joyeux lurons, et ils jonglaient et dansaient sur la corde et faisaient toutes sortes de tours.
Fiona : Pourquoi n'as-tu pas prévenu ?
Fanni : Parce que tu as récemment refusé sept invitations à t'amuser d'affilée. A cause de l'histoire de Heinz.
Fiona : Je lui ai parlé tout à l'heure, après quatre jours de silence radio. Ça va s'arranger. Alors les ménestrels voyageurs.
Fanni : Voyageurs, c'est ça, nous sommes ensuite allés dans un club à Francfort, à une revue de strip-teaseurs.
Fiona : Quoi ? Qui ? Où ? Comment ? Quoi ?
Fanni : Avec Hedu et quelques filles. Dans la Benz.
Fiona : Hedu ? Attends, ce n'est pas la fille du tuyau ?
Fanni : L'héritière unique désignée de l'empire. Ses frères, elle les a tous tués.
Fiona : Quoi ?
Fanni : Non, je plaisante. Bien qu'elle en serait probablement capable.
Fiona : Pourquoi, qu'est-ce qu'elle a fait ?
Fanni : Je rigole, c'est tout. Au fond, elle est très terre à terre. Végétalienne, aide les nécessiteux, écrit des poèmes.
Fiona : Et se déplace dans une grosse Benz.
Fanni : En général, elle prend les transports en commun. C'est là que lui viennent les meilleurs poèmes, dit-elle. D'où son nom.
Fiona : Hedu ? C'est un nom d'artiste ?
Fanni : Oui. Enheduanna, fille de Sargon, premier auteur dont le nom est connu, dit-elle.
Fiona : Fanni, pourquoi es-tu en prison ?
Fanni : Au poste de police. En fait, il y a eu un contrôle de police dans le bar.
Fiona : Ouaiiis ?
Fanni : Et Hedu n'aime pas trop les policiers qui ont l'air méchant.
Fiona : Ouaiiiiis ?
Fanni : Oui, et puis ils nous ont emmenés.
Fiona : Après que vous ayez fait quoi ? Il manque quelque chose.
Fanni : Elle a mordu le policier au cou.
Fiona : Avec du sang et tout ?
Fanni : Pas mal, oh oui.
Fiona : C'est dégoûtant ! Au moins, tu n'es pas seule en taule.
Fanni : Si, euh, en fait, Hedu et les autres filles sont déjà parties.
Fiona : Quelle méchanceté ! Tu n'as rien fait, n'est-ce pas ?
Fanni : Non. C'est... enfin Milo, il est...
Fiona : C'est le mordu ?
Fanni : Son collègue. Il est en service de nuit et il n'y a pas grand-chose d'autre qui se passe, et bien...
Fiona : Au poste de police ?
Fanni : Vouloir trouver un petit coin c'est pouvoir trouver un petit coin, comme ton pote Helmut a l'habitude de dire.
Fiona : Ce n'est certainement pas mon pote. Il a presque détruit ma relation avec Heinz.
Fanni : Tu es sérieuse ? Raconte-moi tout.
Fiona : Une autre fois. Et toi, tu seras à l'agence demain ?
Fanni : Ah, dis à Wolfgang que je passerai vers le soir pour lui parler de mon acquisition en cours.
Fiona : Acquisition, oui, on peut l'appeler comme ça.
Fanni : Non, pas ça. Je parle de quelques contrats pour l'agence. Oui, Milo acquiesce.
Fiona : Il écoute ? Bon, alors à demain soir. Je te raconterai alors comment j'ai failli obtenir un collier de 3700 euros.
Fanni : Comme celui de Hedu ? Un mec dans le train de banlieue le lui a donné. Elle ne le connaissait même pas.
Fiona : Euh...
Fanni : Milo ! Mais... OK, je dois y aller. N'oublie pas les chats !

Le Ragazze (3):
Chiamata dal carcere

22.10.2023


Fiona: Pronto?
Fanni: Ciao Fio, sono io.
Fiona: Così tardi? Ehi, dov'eri prima? Dovevamo fare qualcosa insieme dopo la presentazione.
Fanni: C'è stato un imprevisto. Potresti dare da mangiare ai miei gatti, per favore?
Fiona: Wow, sei stata rapita? Hai bisogno di un riscatto?
Fanni: No, non sono... Hai le chiavi del mio appartamento, vero?
Fiona: Sì, certo. Ma...
Fanni: Il cibo è sotto il lavandino, una scatola a testa. E per favore cambia anche l'acqua.
Fiona: E perché la Principessa Fanni non può farlo da sola?
Fanni: Perché la Principessa Fanni è in prigione.
Fiona: Come scusa?
Fanni: Beh, non esattamente. In una stazione di polizia, ma dovrei passare la notte lì.
Fiona: Oh Dio! Che cosa è successo?
Fanni: È una lunga storia.
Fiona: In questo caso, è meglio cominciare dall'inizio. Aspetta, ti è permesso parlare al telefono così a lungo?
Fanni: Va bene. Dove eravamo rimasti? Oh sì, la presentazione alla proprietà della famiglia del tubo oggi.
Fiona: Vuoi dire: il più grande produttore di tubi a est del Reno!
Fanni: Sì. "Se il fuoco fa fumo e nubi..."
Fiona: "...ti servono ottimi tubi."
Fanni: "Siamo succubi."
Fiona: Credo che sia la frase più stupida che abbiamo mai fatto per fare soldi.
Fanni: Volevano qualcosa di divertente. Comunque, sono uscita in giardino...
Fiona: È più un complesso di parchi. Il lago artificiale con i giochi d'acqua, le nicchie a tema, la funivia, i giardini pensili...
Fanni: Esattamente. Mi sono ritrovata in mezzo a un gruppo di giostrai che facevano i giocolieri, ballavano sulla corda e facevano ogni sorta di trucchi.
Fiona: Perché non mi hai avvisato?
Fanni: Perché di recente hai rifiutato sette inviti di fila a divertirti. Per la storia di Heinz.
Fiona: Gli ho parlato prima, dopo quattro giorni di silenzio radio. Starà bene. Quindi i menestrelli itineranti.
Fanni: Itineranti, esatto, siamo andati in un locale a Francoforte, a una rivista di spogliarelli.
Fiona: Cosa? Chi? Dove? Come? Cosa?
Fanni: Con Hedu e alcune ragazze. Nella Benz.
Fiona: Hedu? Aspetta un attimo, non è la figlia del tubo?
Fanni: L'unica erede designata dell'impero. Ha ucciso tutti i suoi fratelli.
Fiona: Cosa?
Fanni: No, sciocchezze. Anche se probabilmente potrebbe farlo.
Fiona: Perché, cosa ha fatto?
Fanni: Sto solo scherzando. In fondo è una persona con i piedi per terra. Vegana, aiuta i bisognosi, scrive poesie.
Fiona: E va in giro con una grassa Benz.
Fanni: Di solito prende i mezzi pubblici. Dice che è lì che le vengono in mente le poesie migliori. Da qui il suo nome.
Fiona: Hedu? È un nome d'arte?
Fanni: Sì. Enheduanna, figlia di Sargon, la prima autrice di cui si conosce il nome, dice.
Fiona: Fanni, perché sei in prigione?
Fanni: Alla stazione di polizia. Beh, c'è stato un controllo della polizia nel bar.
Fiona: Sìììì?
Fanni: E a Hedu non piacciono i poliziotti che sembrano arrabbiati.
Fiona: Sìììììì?
Fanni: Sì, e poi ci hanno portato via.
Fiona: Dopo che avete fatto cosa? Manca qualcosa.
Fanni: Ha morso il poliziotto sul collo.
Fiona: Con il sangue e tutto?
Fanni: Non male, oh sì.
Fiona: È disgustoso! Almeno non sei da solo in prigione.
Fanni: Sì, in realtà Hedu e le altre ragazze sono già andate via.
Fiona: Che cattiveria! Non hai fatto nulla, vero?
Fanni: No. È... beh Milo, il è...
Fiona: È quello morso?
Fanni: Il suo collega. È in servizio di notte stasera e non c'è molto altro da fare e beh...
Fiona: Alla stazione di polizia?
Fanni: Volere trovare un angolino significa potere trovare un angolino, come diceva il tuo amico Helmut.
Fiona: Non è assolutamente un mio amico. Ha quasi rovinato la mia relazione con Heinz.
Fanni: Dici sul serio? Raccontami tutto.
Fiona: Un'altra volta. E domani sarai in agenzia?
Fanni: Ah, ti prego di dire a Wolfgang che passerò verso sera per parlargli della mia attuale acquisizione.
Fiona: Acquisizione, sì, si può dire così.
Fanni: No, non quello. Sto parlando di alcuni ordini per l'agenzia. Sì, Milo annuisce.
Fiona: Sta ascoltando? Va bene, allora ci vediamo domani sera. Ti racconterò come ho quasi ottenuto una collana da 3700 euro.
Fanni: Come quella di Hedu? Gliel'ha regalata un ragazzo sul treno. Lei non lo conosceva nemmeno.
Fiona: Ehm...
Fanni: Milo! Ma... Ok, devo andare. Non dimenticare i gatti!

(Deutsch) Nach zwei Wochen der Funkstille besucht Heinz Helmut am Teich, denn es gibt viel zu besprechen. Während der Angelerfolg zu wünschen übrig lässt, gelingt es den Jungs immerhin, einen Neugebinn ihrer Freundschaft einzuleiten.

(English) After two weeks of radio silence, Heinz visits Helmut at the pond because there is a lot to talk about. While the fishing success leaves a good deal to be desired, the boys at least manage to rekindle their friendship.

(Français) Après deux semaines de silence radio, Heinz rend visite à Helmut à l'étang, car il y a beaucoup de choses à discuter. Alors que le succès de la pêche laisse à désirer, les garçons parviennent tout de même à amorcer un nouveau départ dans leur amitié.

(Italiano) Dopo due settimane di silenzio radio, Heinz va a trovare Helmut al laghetto perché c'è molto di cui parlare. Anche se il successo della pesca lascia molto a desiderare, i ragazzi riescono almeno a riaccendere la loro amicizia.

Angeln
Jungs 35, 21.10.2023

Helmut: Hallo, mein Lieber.
Heinz: Ja ja.
Helmut: Danke, dass du gekommen bist.
Heinz: Und, schon was gefangen?
Helmut: Setz dich, ich hab' dir hier den Klappstuhl hingestellt.
Heinz: Zwei Wochen.
Helmut: Ich hatte dir kurz geschrieben, dass ich für 'ne Weile weg bin.
Heinz: Ja, warum nur, fragt man sich.
Helmut: Ich muss mich bei dir entschuldigen.
Heinz: Hier.
Helmut: Egal wo.
Heinz: Egal wo ist bei uns zu Hause.
Helmut: Ich bin noch nicht so weit.
Heinz: Jetzt übertreibst du wirklich. So sensibel bist du nicht.
Helmut: Nee, das ist nicht wegen sensibel.
Heinz: Oh, wegen Hedu.
Helmut: Woher …?
Heinz: Ich weiß alles. Da beißt was.
Helmut: Ja, mein Gott, sie hat diesen Polizisten gebissen. Was soll's!
Heinz: Nein, deine Pose zappelt.
Helmut: Ich kann deinen Metaphern grad nicht folgen.
Heinz: Das ist keine Metapher. Du angelst hier und ein Fisch beißt an. Steh auf!
Helmut: Du hast recht. Wow, der zieht wie Hechtsuppe.
Heinz: Der zieht wie …? Pass auf, stolper nicht über die ganzen Schnüre hier.
Helmut: Ich hab ihn am Haken. Nimm den Kescher! Scheiße, ist der …
Heinz: Kescher, Kescher …
Helmut: Da vorne, neben dem Picknickkorb.
Heinz: Ah, da.
Helmut: Mann, beeil dich. Das ist wirklich ein Hecht. Ein Mordsapparat.
Heinz: Komme schon.
Helmut: Du musst von vorne …
Heinz: Warte mal kurz. Ich komm da so schlecht dran.
Helmut: Nicht von hinten. Nein nein, oh, jetzt ist er weg.
Heinz: Hm.
Helmut: Der schöne Hecht. Das war ein Prachtexemplar.
Heinz: Seit wann hast du eigentlich einen Angelschein?
Helmut: Hab' ich nicht. Das ist Privatgelände.
Heinz: Franklins Ferienanwesen?
Helmut: Nein nein, das ist … nein.
Heinz: Und wem gehört die Hütte da? Wohnst du da drinnen?
Helmut: Ja, das, also das gehört alles zum Schlauch-Imperium.
Heinz: Was uns zurück zu der S-Bahn-Sprüherin bringt.
Helmut: Ey, das war ein Gedicht. Ein Haiku, um genau zu sein.
Heinz: Ein Haiku also. Schön. Schön, schön, schön.
Helmut: Ich hab' was für dich.
Heinz: Schon wieder? Das letzte Mal …
Helmut: Hier! 5000 Euro. Zähl nach.
Heinz: Mann, was soll der Scheiß?
Helmut: Keine Diskussion. Ich hab' richtig Mist gebaut und voilá Papa!
Heinz: Und woher hast du das?
Helmut: Frag nicht. Teil's dir mit Fiona und Schwamm drüber!
Heinz: Aus Franklins magischem Safe?
Helmut: Franklin ist in Virginia. Es gab irgendwelche Vorwürfe. Ich soll nicht mehr nach ihm fragen.
Heinz: Sagt wer?
Helmut: Mein Kontraktor.
Heinz: Du arbeitest also weiter mit denen zusammen?
Helmut: Klar, warum nicht? Aber im Moment soll ich die Ohren stillhalten.
Heinz: Aha. Und willst du mir noch dein Feriendomizil zeigen?
Helmut: Was meinst du?
Heinz: Die Hütte. Da wohnst du doch gerade, oder?
Helmut: Ach so, nein, das ist privat.
Heinz: Kleines Liebesnest, was?
Helmut: Nein nein, nicht, was du denkst.
Heinz: Na, dann lass doch mal sehen.
Helmut: Das gehört mir nicht. Ich komm sowieso wieder zurück nach Hause jetzt. Morgen.
Heinz: Ach so?
Helmut: Wenn ich darf.
Heinz: Wir werden viele Stunden reden müssen.
Helmut: Klar, aber bitte nicht über Problemsachen, das kann ich grad nicht gebrauchen.
Heinz: Termin bei Franklin, Jahrestag, Fiona, Buffet, Gäste, S-Bahn, Halsband, Verrat …
Helmut: … Ey, fünf große Scheine.
Heinz: Ja, Geld. Und bist du jetzt eigentlich mit Hedu zusammen?
Helmut: Darüber sind wir uns noch nicht einig.
Heinz: Lass mich raten: Du sagst Ja und sie sagt Nein.
Helmut: Wir machen total viel zusammen. Das geht nicht nur von mir aus.
Heinz: Ja ja. Du bist gesund, das ist die Hauptsache.
Helmut: Ja, und du hast gerade fünftausend Tacken Kom-pen-sa-tion eingestrichen.
Heinz: Sicher.
Helmut: Das wollen wir mal nicht vergessen.
Heinz: Ich geh jetzt.
Helmut: Und den blöden Hecht auch nicht.

Fishing
The Boys 35, 2023

Helmut: Hello, dear friend.
Heinz: Yes yes.
Helmut: Thank you for coming.
Heinz: And, have you caught anything yet?
Helmut: Sit down, I put this folding chair there for you.
Heinz: Two weeks.
Helmut: I wrote you that I'm going to be away for a while.
Heinz: Yes, why, one wonders.
Helmut: I have to apologize to you.
Heinz: Here.
Helmut: No matter where.
Heinz: No matter where is at our house.
Helmut: I'm not ready yet.
Heinz: Now you are really exaggerating. You are not that sensitive.
Helmut: No, it's not because of sensitive.
Heinz: Oh, because of Hedu.
Helmut: How ...?
Heinz: I know everything. There is a bite.
Helmut: Yes, my God, she bit that policeman. So what!
Heinz: No, your float is fidgeting.
Helmut: Sorry, I'm afraid I can't follow your metaphors.
Heinz: It's not a metaphor. You are fishing here and a fish is biting. Get up!
Helmut: You are right. Wow, something coming down the pike here.
Heinz: Coming down the ...? Watch out, don't trip over all these lines here.
Helmut: I've got him on the hook. Grab the landing net! Shit, that's ...
Heinz: Landing net, landing net ...
Helmut: Over there, next to the picnic basket.
Heinz: Ah, there.
Helmut: Man, hurry up. This really is a pike. A hell of a fish.
Heinz: Coming.
Helmut: You have to start from the front ...
Heinz: Wait a minute. It's so hard to get to it.
Helmut: Not from behind. No no, oh, now it's gone.
Heinz: Hm.
Helmut: The beautiful pike. That was a fine specimen.
Heinz: So since when do you have a fishing license?
Helmut: I don't. This is private property.
Heinz: Franklin's vacation resort?
Helmut: No no, that's ... no.
Heinz: And who owns that cabin over there? Do you live in there?
Helmut: Well, yes, that, it all belongs to the hose empire.
Heinz: Which brings us back to the train sprayer.
Helmut: Hey, that was a poem. A haiku, to be exact.
Heinz: A haiku, I see. Lovely. Lovely, lovely, lovely.
Helmut: I have something for you.
Heinz: Again? Last time...
Helmut: Here! 5000 Euro. Count it.
Heinz: Man, what the hell is this?
Helmut: No discussion. I really messed up and voilá papa!
Heinz: And where did you get that?
Helmut: Don't ask. Share it with Fiona and forget about it!
Heinz: From Franklin's magic safe?
Helmut: Franklin is in Virginia. There were some accusations. I'm not supposed to ask about him anymore.
Heinz: Says who?
Helmut: My contractor.
Heinz: So you continue to work with them?
Helmut: Sure, why not? But for now I'm supposed to keep my ears still.
Heinz: I see. And will you show me your vacation home now?
Helmut: What do you mean?
Heinz: The shack. That's where you're staying right now, isn't it?
Helmut: Oh, no, that's private.
Heinz: Little love nest, huh?
Helmut: No no, not what you think.
Heinz: Well, let's see then.
Helmut: That's not mine. I'm coming back home now anyway. Tomorrow.
Heinz: Is that so?
Helmut: If I may.
Heinz: We will have to talk for many hours.
Helmut: Sure, but please not about problematic things, I don't need that right now.
Heinz: Franklin's appointment, anniversary, Fiona, buffet, guests, train, necklace, betrayal ...
Helmut: ... Hey, five big bills.
Heinz: Yes, money. And are you together with Hedu now?
Helmut: We haven't agreed on that yet.
Heinz: Let me guess: You say yes and she says no.
Helmut: We do a lot together. It's not just from my side.
Heinz: Yeah yeah. You're healthy, that's the main thing.
Helmut: Yeah, and you just raked in five thousand bucks com-pen-sa-tion.
Heinz: Sure.
Helmut: Let's not forget that.
Heinz: I'm going now.
Helmut: And the stupid pike neither.

Pêcher
Les Gars 35, 2023

Helmut : Bonjour, cher ami.
Heinz : Oui, oui.
Helmut : Merci d'être venu.
Heinz : Alors, déjà attrapé quelque chose ?
Helmut : Assieds-toi, j'ai mis cette chaise pliante là pour toi.
Heinz : Deux semaines.
Helmut : Je t'ai écrit que je serai absent pendant un certain temps.
Heinz : Oui, pourquoi, on se le demande.
Helmut : Je dois m'excuser auprès de toi.
Heinz : Ici.
Helmut : N'importe où.
Heinz : N'importe où, c'est chez nous.
Helmut : Je ne suis pas encore prêt.
Heinz : Là, tu exagères vraiment. Tu n'es pas si sensible que ça.
Helmut : Non, ce n'est pas à cause de la sensibilité.
Heinz : Oh, à cause de Hedu.
Helmut : Comment... ?
Heinz : Je sais tout. Y a une morsure.
Helmut : Oui, mon Dieu, elle a mordu ce policier. Et alors ?
Heinz : Non, ton flotteur gigote.
Helmut : Désolé, je ne peux pas suivre tes métaphores pour le moment.
Heinz : Ce n'est pas une métaphore. Tu pêches ici et un poisson mord à l'hameçon. Lève-toi !
Helmut : Tu as raison. Ouah, il tire comme un brochet à la brochette.
Heinz : Comme un... ? Attention, ne trébuche pas sur toutes ces ficelles.
Helmut : Je l'ai accroché. Prends l'épuisette ! Putain, c'est...
Heinz : L'épuisette, l'épuisette...
Helmut : Là-bas, à côté du panier de pique-nique.
Heinz : Ah, là.
Helmut : Mec, dépêche-toi. C'est vraiment un brochet. Une sacrée machine.
Heinz : J'arrive.
Helmut : Faut partir de l'avant...
Heinz : Attends une seconde. J'ai du mal à l'atteindre.
Helmut : Pas par derrière. Non non, oh, il est parti.
Heinz : Hm.
Helmut : Le beau brochet. C'était un magnifique spécimen.
Heinz : Depuis quand as-tu un permis de pêche, au fait ?
Helmut : Je ne l'ai pas. C'est une propriété privée.
Heinz : La propriété de vacances de Franklin ?
Helmut : Non non, c'est... non.
Heinz : Et à qui appartient cette cabane là-bas ? Est-ce que tu y habites ?
Helmut : Oui, ça, enfin tout ça appartient à l'empire du tuyau.
Helmut : Eh bien, oui, ça, ça appartient à l'empire du tuyau.
Heinz : Ce qui nous ramène à la graffiteuse de train.
Helmut : Yo, c'était un poème. Un haïku, pour être précis.
Heinz : Un haïku donc. Joli. Joli, joli, joli.
Helmut : J'ai quelque chose pour toi.
Heinz : Encore ? La dernière fois que...
Helmut : Tiens ! 5000 euros. Compte-les.
Heinz : Mec, c'est quoi cette histoire ?
Helmut : Pas de discussion. J'ai vraiment fait une connerie et voilà papa !
Heinz : Et où as-tu trouvé ça ?
Helmut : Ne demande pas. Partage-la avec Fiona et n'en parlons plus !
Heinz : Du coffre-fort magique de Franklin ?
Helmut : Franklin est en Virginie. Il y a eu des accusations. On m'a dit de ne plus poser de questions sur lui.
Heinz : Qui a dit ça ?
Helmut : Mon employeur.
Heinz : Tu continues donc à travailler avec eux ?
Helmut : Bien sûr, pourquoi pas ? Mais pour l'instant, je suis censé garder les vagues tranquilles.
Heinz : Je vois. Et tu vas me montrer ta maison de vacances maintenant ?
Helmut : Qu'est-ce que tu veux dire ?
Heinz : La cabane. C'est là que tu séjournes en ce moment, n'est-ce pas ?
Helmut : Ah oui, non, c'est privé.
Heinz : Petit nid d'amour, hein ?
Helmut : Non, non, pas ce que tu crois.
Heinz : Bon, alors voyons voir.
Helmut : Ce n'est pas à moi. De toute façon, je vais rentrer à la maison maintenant. Demain.
Heinz : Ah bon ?
Helmut : Si possible.
Heinz : Nous allons devoir parler pendant de nombreuses heures.
Helmut : Bien sûr, mais s'il te plaît, pas de choses problématiques, je n'ai pas besoin de ça en ce moment.
Heinz : Rendez-vous chez Franklin, anniversaire, Fiona, buffet, invités, train de banlieue, collier, trahison...
Helmut : ... Hé, cinq gros billets.
Heinz : Oui, de l'argent. Et toi, tu es en couple avec Hedu maintenant ?
Helmut : Nous ne sommes pas encore d'accord sur ce point.
Heinz : Laisse-moi deviner : Tu dis oui et elle dit non.
Helmut : Nous faisons beaucoup de choses ensemble. Ce n'est pas seulement de mon côté.
Heinz : Oui, oui. Tu es en bonne santé, c'est le principal.
Helmut : Oui, et tu viens d'empocher cinq mille thalers de com-pen-sa-tion.
Heinz : Oui, bien sûr.
Helmut : N'oublions pas cela.
Heinz : Je m'en vais.
Helmut : Et le brochet à la con non plus.

Pescare
I Ragazzi 35, 2023

Helmut: Ciao, caro amico.
Heinz: Sì, sì.
Helmut: Grazie per essere venuto.
Heinz: Allora, hai già preso qualcosa?
Helmut: Siediti, ho messo questa sedia pieghevole per te.
Heinz: Due settimane.
Helmut: Ti avevo scritto che sarei stato via per un po'.
Heinz: Sì, perché, viene da chiedersi.
Helmut: Devo scusarmi con te.
Heinz: Qui.
Helmut: Ovunque.
Heinz: Ovunque è a casa nostra.
Helmut: Non sono ancora pronto.
Heinz: Ora stai davvero esagerando. Non sei così sensibile.
Helmut: No, non è perché sono sensibile.
Heinz: Oh, per via di Hedu.
Helmut: Come...?
Heinz: So tutto. C'è un morso.
Helmut: Sì, mio Dio, ha morso quel poliziotto. E allora?
Heinz: No, il tuo galleggiante si sta agitando.
Helmut: Scusa, ma non riesco a seguire le tue metafore al momento.
Heinz: Non è una metafora. Stai pescando e un pesce abbocca. Alzati!
Helmut: Hai ragione. Oh, è scaltro come un luccio.
Heinz: Scaltro? Attento, non inciampare in tutte queste corde.
Helmut: L'ho preso all'amo. Prendi il guadino! Cazzo, è...
Heinz: Il guadino, il guadino...
Helmut: Laggiù, vicino al cestino da picnic.
Heinz: Ah, ecco.
Helmut: Amico, sbrigati. Questo è davvero un luccio. Una bella macchina.
Heinz: Sto arrivando.
Helmut: Devi prenderlo dal davanti...
Heinz: Un attimo. Ho difficoltà a raggiungerlo.
Helmut: Non da dietro. No, no, oh, se n'è andato.
Heinz: Hm.
Helmut: Il bellissimo luccio. Era un esemplare magnifico.
Heinz: Allora, quando hai preso la licenza di pesca?
Helmut: Non ce l'ho. Questa è una proprietà privata.
Heinz: La tenuta delle vacanze di Franklin?
Helmut: No no, è... no.
Heinz: E chi è il proprietario della capanna lì? Tu vivi lì?
Helmut: Sì, beh, appartiene tutto all'impero dei tubi.
Heinz: Il che ci riporta al graffitara del treno.
Helmut: Ehi, quella era una poesia. Un haiku, per essere precisi.
Heinz: Un haiku, quindi. Splendido. Splendido, splendido, splendido.
Helmut: Ho qualcosa per te.
Heinz: Ancora? L'ultima volta che...
Helmut: Ecco! 5000 euro. Contali.
Heinz: Amico, che diavolo è questo?
Helmut: Non si discute. Ho fatto un gran casino e voilà papà!
Heinz: E dove l'hai preso?
Helmut: Non chiedermelo. Condividilo con Fiona e falla finita!
Heinz: Dalla cassaforte magica di Franklin?
Helmut: Franklin è in Virginia. Ci sono state delle accuse. Mi è stato detto di non fare altre domande su di lui.
Heinz: Chi l'ha detto?
Helmut: Il mio datore di lavoro.
Heinz: Quindi continui a lavorare con loro?
Helmut: Certo, perché no? Ma al momento devo tenere le orecchie chiuse.
Helmut: Certo, perché no? Ma per ora devo tenere le orecchie ferme.
Helmut: Certo, perché no? Ma per il momento devo non dare nell'orecchio.
Heinz: Capisco. E vuoi mostrarmi la tua casa delle vacanze adesso?
Helmut: Cosa intendi?
Heinz: La capanna. È lì che alloggi al momento, vero?
Helmut: Oh sì, no, è privata.
Heinz: Un piccolo nido d'amore, eh?
Helmut: No, no, non è come pensi.
Heinz: Allora diamo un'occhiata.
Helmut: Non è mio. Comunque ora torno a casa. Domani.
Heinz: Davvero?
Helmut: Se possibile.
Heinz: Dovremo parlare per molte ore.
Helmut: Certo, ma per favore non di cose problematiche, non ne ho bisogno al momento.
Heinz: Appuntamento con Franklin, anniversario, Fiona, buffet, ospiti, treno, collana, tradimento...
Helmut: ...Ehi, cinque grosse banconote.
Heinz: Sì, soldi. E ora hai una relazione con Hedu?
Helmut: Non ci siamo ancora messi d'accordo.
Heinz: Fammi indovinare: Tu dici sì e lei dice no.
Helmut: Facciamo molte cose insieme. È non solo da parte mia.
Heinz: Sì, sì. Sei in salute, questa è la cosa principale.
Helmut: Sì, e tu hai appena intascato cinquemila talleri di ri-sar-ci-men-to.
Heinz: Certo.
Helmut: Non dimentichiamolo.
Heinz: Me ne vado.
Helmut: E nemmeno lo stupido luccio.

Nach Nr. 35 geht es weiter mit Die Jungs auf Weltreise (auch frz. & ital.) / Following No. 35, the continuation is The Boys' World Tour (also in French & Italian)

HEINZ UND HELMUT
bambus # 195 - anis 18.12.01

heinz und helmut kannten sich schon - auf der säuglingsstation - helmut brüllte laut und hart - heinz war eher still und zart - dafür aber sehr charmant - wie die säuglingsschwester fand - später dann im kindergarten - spielten sie mit zinnsoldaten - und sie lernten fluchen - (helmut hatte angefangen - da wollt heinz es auch versuchen) - es war kindliches verlangen - eine welt galts zu entdecken - streiche waren auszuhecken - mütter musste man erschrecken - ein revier war abzustecken - manchmal ging es auch zu weit - doch sie waren ja zu zweit - was sollte da passieren? - diese freundschaft ließ sich durch rein gar nichts irritieren - dafür gab es keinen anlass -- in der schule wurds nicht anders - heinz half helmut beim diktat - ohne dass er ihn drum bat - und helmut half dem heinz - beim kleinen einmaleins - denn heinz war musisch angelegt - er mochte keine zahlen - hat sich zur lit'ratur bewegt - und konnte ganz gut malen - helmut war technischer natur - er liebte die physik - gravitation statt lit'ratur - und spannung statt musik - doch obwohl sie sich ergänzten - und gemeinsam die schule schwänzten - um am teich zu angeln - sah man sie sich ständig rangeln - und sich ramponieren - ähnlich wie bei jugendlichen raub- und säugetieren - und die beiden waren - sich dauernd in den haaren -- plötzlich brach die pubertät - über die jungs herein - alles schien ihnen verdreht - das musste liebe sein - auch die mädchen ringsherum - war'n plötzlich nicht mehr blöd und dumm - sondern irgendwie interessant - besonders im sommer am urlaubsstrand -- heinz und helmut und ihre familien - flogen einmal nach sizilien - helmut pfiff den mädchen nach - bis mama ihn unterbrach: - „nun mal schnell - ab ins hotel!“ - obwohl es streng verboten war - gelangten sie zur minibar - und taten sich dran gütlich - sie fanden das sehr angenehm und zunehmend gemütlich - als die eltern wiederkamen - riefen sie die beiden namen - doch die jungs warn abgehauen - erstens wegen zigaretten zweitens wegen frauen - hatten geld in ihren taschen - und zwei leere whiskey-flaschen - doch sie kamen nicht sehr weit - denn trotz ihrer heiterkeit - waren sie desorientiert - und stark alkoholisiert - heinz wurde auf einmal stumm - danach fiel er einfach um - zu boden und ins koma -- so sah ihn klein-fiona - die machte ferien mit oma - wollte krankenschwester werden - sah den jungen mit beschwerden - und ihr sagte der instinkt - dass so aussieht wer viel trinkt - sie nahm die beiden mit - (es ging so schritt für schritt) - die jungs schliefen sich aus - und gingen dann nach haus - fiona hat später dann heinz gewählt - doch hat sie helmut nicht gefehlt - zunächst war er leicht eifersüchtig - doch das hat sich schnell verflüchtigt -- helmut ohne heinz das wär - wie soldat ohne gewehr - wie sonne ohne sonnenlicht - und wie ein mensch ohne gesicht - ein märchen ohne märchenheld - ein millionär ohne sein geld - ein schornsteinfeger ohne glück - ein zauberkünstler ohne trick -- die beiden habens bunt getrieben - und ich hab alles aufgeschrieben

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